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TaKeTiNa ist weit mehr als eine ganzheitliche Rhythmusschulung. Der österreichische Musiker Reinhard Flatischler hat damit einen rhythmischen Lern- und Heilprozess entwickelt, der auf allen Ebenen wirkt: auf den Intellekt, auf den Körper und die Seele.

Schon seit seinem neunten Lebensjahr hat Reinhard Flatischler die Faszination des Rhythmus als seine Passion entdeckt. Einige Jahre später, unter dem Druck dramatischer Familienverhältnisse chronisch an Asthma erkrankt, reiste er im Alter von 15 Jahren nach Indien. Dort lernte er Trommeln als Weg der Selbstheilung und ins Sein. Weitere Jahre verbrachte er in Korea, wo er die schamanische Tradition erlernte und studieren konnte, wie Rhythmus die transformierende Trägerkraft aller Zeremonien ist. Von seinem Lehrer Kim Suk Jul wurde er in die Kraft des Schamanen initiiert. Danach folgten lange Aufenthalte in Brasilien und Kuba sowie ein Konzertfachstudium in Klavier an der Wiener Musikhochschule bei Seidelhofer und Gulda. Während jahrzehntelanger Reisen und musikalischem Schaffen kristallisierte sich seit den 60er Jahren der TaKetiNa Rhythmus-Prozess heraus und die Vision einer von der Kultur und Ideologie unabhängigen „Arbeit, die jedem Menschen die besondere spirituelle Erfahrung ermöglicht, in den Moment hineinzufallen.“

Mit Kopf ausmanövrieren

Die Lernerfahrung mit TaKeTiNa geht in einer Gruppe am tiefsten. Der Körper ist das Instrument, mit dem wir in die rhythmische Vielschichtigkeit eintauchen. Taketina arbeitet mit der Gleichzeitigkeit dreier Bewegungen, die willentlich nicht miteinander koordinierbar sind, nämlich Schrittbewegungen, Klatschbewegungen und Stimme. In einem TaKeTiNa Workshop wirken drei Felder mit- und zueinander: Das eine ist eine Trommel in der Mitte, die durchgehend mit den Schritten pulsiert. Dann gibt es den Leiter, der präzise „Moves“ durch seinen Gesang macht, also durch seine Körpersprache und Worte die Teilnehmer dann stabilisiert, wenn sie aus ihrem Rhythmus herausfallen. Und dann ist da noch die Gruppe als Gesamtes, die in sich eine tragende Kraft darstellt. Beine, Hände und Stimme schwingen sich in drei verschiedene, oft wechselnde Rhythmen ein. Der Kopf ist bei dieser Komplexität hoffnungslos überfordert. Und dann gelingt es auf einmal trotzdem, in den Rhythmus hineinzufallen, mühelos, ohne bewusste Kontrolle. Das ist der magische Moment intensiven Selbsterlebens – und er ist es vielleicht deshalb, weil hier sinnlich erfahrbar wird, was Leben im Kern ausmacht: nämlich, sich jeden Moment neu zu finden. Menschen erleben so eine spielerische Möglichkeit der Rhythmuserfahrung, die eine tiefgreifende Wirkung auf das Nervensystem, auf die Lebenseinstellung und damit – in einer ganzheitlichen Betrachtung – auch auf die Gesundheit hat.

Geschehen lassen statt machen

Im Eintauchen in die präzise geführten Rhythmusreisen wird deutlich erfahrbar, wann wir „machen“, wann wir „geschehen lassen“ und wann wir „erlauben“, dass der Rhythmus uns trägt. Jeder Mensch hat die Fähigkeit, sich von einem Grundpuls tragen zu lassen, vielschichtig zu agieren, präsent und entspannt zugleich zu sein. Im Grunde ist diese Fähigkeit in der Natur angelegt: Alle Naturrhythmen reagieren aufeinander und miteinander. Der Mensch hat im Unterschied zu Tieren eine wesentliche Qualität mitbekommen, die zugleich eine Behinderung ist: Er kann sich als einziges Lebewesen willentlich der Synchronisation mit der Natur entziehen. Damit einhergehend besitzt er allerdings auch die Fähigkeit, kreativ gestalten zu können – ein besonderes Geschenk der Schöpfung. Letztlich stellt sich ihm aber zugleich die Aufgabe, sich den Zustand, ganz im Rhythmus der Natur zu sein, wieder zu erarbeiten, wieder in das einfache Sein einzutreten. Das Rhythmus-Erleben in TaKeTiNa steht in direktem Zusammenhang mit dem Leben und mit dem Sein. Was Menschen in diesem Prozess erkennen können, kann lebensbejahende Veränderungen mit sich bringen. Rhythmus wird hier zum Träger inneren Lernens.

Niemand ist unrhythmisch

Immer wieder taucht die Frage auf, wie es denn Menschen geht, die von sich glauben, unrhythmisch zu sein und nicht singen zu können. Die Wahrheit ist: Es gibt keinen unrhythmischen Menschen. Es gibt wohl Menschen, die durch ihre Prägungen vom Rhythmus und ihrer Stimme mehr abgeschnitten sind als andere. In TaKeTiNa wird jedoch immer wieder bestätigt, dass jeder Mensch ein rhythmisches Wesen ist und Musikalität ebenso entwickelt werden kann wie die Eigenschaften Güte, Mitgefühl oder Gelassenheit. In TaKeTiNa spiegeln sich innere Zustände im rhythmischen „Sein.“ Dabei ist der Prozess spannend wie ein Abenteuer, denn diese Zustände können sprunghaft wechseln. Mal ist man ganz im Rhythmus getragen und alles geht wie von selbst, dann wieder fällt man aus dem Rhythmus und ist vielleicht gefordert, eine Weile nur ins Hören zu gehen und alles „Tun“ sein zu lassen.

Ankommen bei sich selbst

In jeder TaKeTiNa-Rhythmusreise, die von zwei Leitern präzise gestaltet und begleitet wird, formt im Wesentlichen jeder Teilnehmer selbst seine eigene Reise. Die Leiter machen verschiedene Angebote, die man im eigenen Zeitmaß umsetzen kann. Wenn man merkt, dass das eine oder das andere noch zu viel ist, besteht die Möglichkeit, jedes Angebot auch viel später oder gar nicht anzunehmen. Dadurch gestaltet jeder seine „Rhythmus-Reise“ individuell, kann zugleich den Grad der Komplexität wählen und ist dennoch Teil eines kollektiv sich entwickelnden Prozesses. Es ist ein Prozess, in dem Selbstbestimmung, Selbstrespekt und Achtung eine zentrale Rolle spielen. Ein Prozess, der heilsam ist, weil wir uns durch die kollektive Konditionierung der Gesellschaft meist überfordern und uns selbst einen Schritt voraus sein wollen. Der Prozess bewirkt ein tiefes Ankommen bei sich selbst, ein Erspüren des eigenen Tempos – ein Eintauchen in das „Hier und Jetzt.“ Viele erleben dabei auch eine innere Bewegung weg vom ausschließlich kontrolliertem Handeln und hin zum Geschehenlassen, hin zum Angeschlossen-Sein an eine „größere Quelle.“ Das macht TaKeTiNa zu einem Weg der Selbstfindung und Selbstheilung.

TaKeTiNa für Bewegung und Tanz

TaKeTiNa geht weit über reines Rhythmustraining hinaus. Vielmehr ist Rhythmus hier das Mittel, um persönliche Potentiale zu entwickeln und zu verfeinern. Gerade für Bewegung und Tanz bietet TaKeTiNa damit die Möglichkeit, relevante Themen zu vertiefen, wie z.B.:

– Eigenwahrnehmung und Wahrnehmung des Partners
– Die Gleichzeitigkeit von Aktivität und Geschehenlassen
organische und intuitive Bewegungskoordination
– kreativer Umgang mit Bewegung durch das Vertrauen in den eigenen, inneren Impuls
– Präsenz
– Verfeinerung des Hörens und des Sich-tragen-Lassens von Musik und Partnerkontakt

All dies steht im Mittelpunkt, während sich musikalisch-rhythmische Kompetenz parallel dazu wie von selbst entwickeln kann. TaKeTiNa wird deshalb auch an Theater-, Schauspiel- und Tanzschulen begleitend eingesetzt oder wie in Berlin in thematisch speziell ausgelegten Workshops (z.B. „TaKeTiNa trifft Tango“ von Philipp Schaefer) angeboten

 

TaKeTiNa-Rhythmuspädagogen in Berlin und Umland

Sabine Fahlberg, Tel. 033368 – 700 72, E-mail: https://www.sein.de/sabinefahlberg@yahoo.de
Florian Gaethgens, Tel. 030 – 694 57 16, E-mail: https://www.sein.de/flogae@web.de
Philipp Schaefer, Tel. 0163 – 214 73 24, E-mail: https://www.sein.de/rhythmus-erleben@web.de
Ute Silbermann, Tel. 030 – 773 932 98, E-mail: https://www.sein.de/ute@silbermann.name
Ingrid Wagner, Tel. 030 – 394 25 83, E-mail: https://www.sein.de/ingawag@gmx.de
Mechtild Weber, Tel. 030 – 886 05 99, https://www.sein.de/taketina@meweber.de

Eine Liste der TaKeTiNa-Pädagogen in Europa steht im Internet unter: https://www.sein.de/www.taketina.net

https://www.sein.de/https://www.sein.de/<a href="https://www.sein.de/“ target=“_blank“>

Literatur: Reinhard Flatischler – Taketina Rhythms for Evolution, mit DVD, Schott-Verlag, 49,95 €

Über den Autor

Avatar of Reinhard und Cornelia Flatischler

leiten das TaKeTiNa-Institut in Wien, mit Schwester-Instituten in Palo Alto, Kalifornien, und Melbourne, Australien. Gemeinsam arbeiten und reisen sie mit ihren Workshops und Ausbildungen um die Welt und spielen Konzerte, von denen die Presse schreibt: „Hier wird Musik von höchster Intensität, von geradezu erregender Ausdrucksvielfalt und Dichte geboten, Musik, die das Leben intensivieren kann.“ Den Flatischlers liegt Bewusstseins-Entwicklung und Heilung am Herzen. Reinhard Flatischler war unter anderem musikalischer Leiter des Projektes „Rhythmus und Schmerztherapie“ und leitet derzeit die Rhythmusforschungen der Gesellschaft für chronobiologische Grundlagenforschung in Wien. Beide Projekte belegen die Bedeutung von Rhythmus und Musik für die körperliche und seelische Gesundheit des Menschen.

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