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Zu dieser Frage gibt es viele Mißverständnisse. Einige setzen Homöopathie der Pflanzenheilkunde gleich, andere betrachten die gesamte Naturheilkunde als Homöopathie und wieder andere denken, Homöopath sei ein Synonym für Heilpraktiker. Nichts von dem stimmt.

Homöopathie ist eine Therapieform, die von Heilpraktikern und zunehmend auch von Ärzten praktiziert wird.
Man erfaßt das Wesen der Homöopathie am besten, wenn man es der sog. “Schulmedizin”, d.h. der an Universitäten gelehrten Medizin gegenüberstellt.
Wir wollen dies an einem Beispiel verdeutlichen. Nehmen wir einen Patienten mit Kopfschmerzen, die weder von einem Hirntumor, noch von einem Wirbelsäulenschaden, noch von hohem Blutdruck, einem Sehfehler oder einer anderen schwerwiegenden Störung hervorgerufen werden. Diesem Patienten werden von seinem schulmedizinisch arbeitenden Arzt wahrscheinlich ein paar Kopfschmerztabletten zur Einnahme empfohlen. Die Kopfschmerzen sollen so direkt bekämpft werden. Diese Tabletten, sog. Analgetika, hemmen entweder die Synthese von schmerzvermittelnden Entzündungssubstanzen (z.B. Prosta- glandin), oder sie blockieren z.B. über Opiatrezeptoren die schmerzverarbeitenden Nerven in Gehirn und Rückenmark und dämpfen so die Schmerzinformation.

Die Homöopathie kämpft dagegen nicht direkt gegen die Kopfschmerzen. Vielmehr würde sie in dem gegebenen Fall danach trachten, ein Arzneimittel zu finden, das in der Lage ist, ähnliche Kopfschmerzen wie die des Patienten zu produzieren. Die Homöopathie arbeitet nämlich nach dem Ähnlichkeitsgesetz!

Das kann man sich am einfachsten so vorstellen: Das homöopathische Arzneimittel setzt im Organismus einen Reiz, der als feindlich eingestuft und deshalb vom Körper bekämpft wird.
Wenn dieser Reiz nun den Kopfschmerzen des Patienten sehr ähnelt, werden die Kopfschmerzen bekämpft und zwar auf die – wie wir meinen – bestmögliche Weise, indem nämlich der Organismus die ihm eigenen Maßnahmen auswählt, um den Schmerz auszulöschen. Nur so kann nach homöopathischem Verständnis geheilt werden.
Dies alles schafft der Organismus, ohne irgendwelchen Schaden durch das homöopathische Mittel selbst zu erhalten. Und hier unterscheidet sich die Homöopathie wieder von der Schulmedizin. In der Schulmedizin werden immer stoffliche, meßbare Dosen verabreicht, die neben der gewünschten Wirkung auch noch  Nebenwirkungen erzielen. Mit mehreren Gaben dieser stofflichen Dosis wird der Körper durch das Mittel, das ihm helfen soll, zusätzlich noch vergiftet, er bekommt eine sog. Arzneikrankheit.
In der Homöopathie dagegen werden verdünnte Gaben benutzt, so hoch verdünnt, daß der Stoff darin kaum oder gar nicht mehr meßbar bzw. nachweisbar ist. Hier ist die Information, eine Art Schwingung, die jeder Stoff in sich trägt, das Entscheidende und Heilbringende, und die Erfahrung bestätigt das. Die Information der Arzneimittel ist auf die Trägersubstanz homöopathischer Mittel, also auf den Milchzucker oder den Alkohol übergegangen. So können Homöopathen heilen, ohne zu vergiften.

Die giftigsten Substanzen werden durch die Verdünnung zu wohltuenden Arzneien und einige Stoffe, die sonst gar nicht therapeutisch wirksam sind, entfalten erst nach der homöopathischen Zubereitung eine große Arzneikraft. So verfügt die Homöopathie über viele wichtige Arzneimittel, die der Schulmedizin überhaupt nicht zugänglich sind. Kaum ein Schulmediziner würde seinen Patienten ein Schlangengift oder Kochsalz für eine Therapie verschreiben.

Mit dem letzten Absatz wird auch noch einmal klar, daß sich der umfangreiche Arzneimittelschatz der Homöopathie aus dem pflanzlichen, dem tierischen und dem mineralischen Reich zusammensetzt und durchaus nicht nur primär unschädliche Stoffe enthält. Entscheident ist nicht, um was für eine Substanz es sich handelt, sondern welche Wirkung sie hat. Nur wer die Wirkung der Stoffe genau kennt, kann sie homöopathisch einsetzen.

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