Anzeige

Bewusstes, verbundenes Atmen unterstützt physisches, emotionales, geistiges und seelisches Wohl­befinden, was auch die neuere medizinische Wissenschaft belegt. Es reinigt unser gesamtes Energiesystem. Die Hingabe im Atemprozess ist ein Tiefes Ja zu dem, was ist, und ein Aufgeben, irgendetwas verändern oder kontrollieren zu wollen. Durch Hingabe setzen wir all die Lebensenergie frei, die immer schon auf uns wartet.

 

Atmen ist wahrscheinlich die uns am meisten vertraute Manifestation von Ebbe und Flut des Lebenspulses und aller Lebensformen, die dem Tier- und Pflanzenreich angehören – ja, sogar von Mineralien wissen wir, dass sie „atmen“. Atmen ist unmittelbar und instinktiv – wir müssen es nicht lernen. Wir kommen in die Welt und tun es. Der erste Atemzug, den wir tun, ist der Beginn des autonomen Lebens auf der Erde. Atmen ist Leben. Das Bedürfnis des Körpers zu atmen ist zentral.

Es kann sein, dass Sie zu wissen glauben, wie man atmet. Jeder atmet, aber kaum jemand ist sich der Möglichkeiten des Atems bewusst. Dabei ist es die Energie des Atems, durch die wir leben. Nach über 30 Jahren der Beobachtung und Erforschung des bewussten Atmens und verschiedener Körpertherapien habe ich festgestellt, dass jeder gehemmt atmet. Diese Hemmungen des freien Atems sind Ausdruck unserer Erfahrungen, Prägungen, Traumata und Begrenzungen.

Indem wir unsere Achtsamkeit auf den Atem lenken, folgen wir einem sehr intimen Pfad durch den Körper zum Selbst. Wenn wir bewusst und verbunden atmen, wenn wir zu einem natürlichen Atemrhythmus finden, beginnt ein Erwachen zu dem, was immer in uns war. Mit dem Atem als Begleiter und Lehrer begeben wir uns auf eine Reise zu einem unerschöpflichen Reservoir von Glück und Macht tief in unserem Innern. Der Einatem offenbart, mit welcher Offenheit, Neugier und Lust wir dem Leben begegnen, der Ausatem spiegelt das Annehmen dessen wider, was ist.

 

Krise: Gefahr und Gelegenheit

Bewusstes, verbundenes Atmen vergrößert den Energiefluss im Körper und bewirkt Entspannung. Mit dem entspannten Ausatem lösen sich der Reihe nach Spannung und negative Gefühle sowie Toxine, Unreinheiten und Traumen von Körper und Geist und werden aus dem Energiesystem entlassen. Infolgedessen erleben wir beim Atmen sich ständig verändernde körperliche Sensationen, Gefühle und Erinnerungen.

Früher oder später jedoch wird etwas in diesem Prozess auftauchen, das uns vom Atmen abhalten will. Manchmal wollen wir nicht mehr atmen. Wir werden des Atmens müde, wir wollen aufhören oder wir denken, dass wir nicht weiterkommen. Viele Leute bleiben an diesem Punkt stecken. Und doch ist ­genau das der Moment, um auf Kurs zu bleiben und mit dem Atmen weiterzumachen, gerade dann, wenn es schwierig wird. Früher oder später werden die Widerstände sich auflösen, wir lernen, dass alles Ausdruck des Lebens ist und dass das Leben nichts ausschließt – weder Ärger noch Zweifel, Wut, Angst, ja, nicht einmal die Angst zu sterben. Durch eine solche Krise durchzugehen, lehrt uns, dem Leben und der Existenz tiefer als je zuvor zu vertrauen und sich für die unbegrenzten Möglichkeiten des Seins zu öffnen.

 

Wogegen wir Widerstand leisten, das bleibt

Schmerz. Wir versuchen wegzuschauen, ihn zu ignorieren, doch er wird sich irgendwann so laut melden, dass wir nicht mehr an ihm vorbeikommen. Wir versuchen, ihn gehen zu lassen, aber wir können ihn nicht loswerden. Wir kämpfen dagegen an und es schmerzt noch mehr. All das ist sinnlos. Entspannen Sie sich in die Symptome und bleiben Sie auf den Atem konzentriert. Alles, was auftaucht, repräsentiert die Vergangenheit und ist schon lange vorbei. Vom jetzigen Moment aus betrachtet sind alle Symptome eine Illusion.

Widerstand entsteht meist aus der Entscheidung, nicht fühlen zu wollen. Die schnellste (und am wenigsten schmerzende Weise), diesen „ autonomen“ ­Widerstand aufzulösen, ist: durchatmen ohne zu versuchen, das, was sich unangenehm anfühlt, loszuwerden. Es geht darum, offen für den Schmerz zu sein oder was es auch immer ist. Atmen Sie durch, aber ohne den Atem anzutreiben. Der Atem bleibt einfach in Bewegung.

Nehmen Sie genau wahr, wo und was Sie fühlen. Atmen Sie direkt zu der entsprechenden Stelle und fühlen Sie alles total. Lassen Sie es gehen. Bleiben Sie einfach beim Atmen, und der Schmerz wird sich verändern und auflösen. Auch die Quantenphysik bestätigt, dass  simple wertfreie Wahrnehmung veränderte Resultate nach sich zieht. So kann sich Schmerz in reine Freude wandeln. Die Ursache unserer Leiden sind nicht unsere Erfahrungen, sondern unser Widerstand gegen diese Erfahrungen. Genau dadurch bleibt das, wogegen wir Widerstand leisten, bestehen.

Es geht einfach darum, sich dessen, was wir erfahren, bewusst zu sein – körperlich, geistig und emotional. Es geht nicht darum, es zu analysieren oder zu verstehen. Die Bereitschaft, das, was während des Atmens auftaucht, wahrzunehmen und zu akzeptieren, und die Bereitschaft, es ganz zu fühlen, erleichtert das Atmen. Und das, wodurch wir alle Schmerzen in reines Vergnügen verwandeln, ist Hingabe. Hingabe ist ein Tiefes Ja zu dem, was ist, und ein Aufgeben, es verändern oder kontrollieren zu wollen. Durch Hingabe setzen wir all die Lebensenergie frei, die immer schon ins uns war, aber uns bisher nicht voll zur Verfügung stand.

 

Lebensenergie befreien

Die Wahrheit ist: Wir sind trainiert worden, unser Gesicht zu wahren und zu lächeln, obwohl wir in uns Schmerzen fühlen. Oder unsere Wut zurückzuhalten, unsere Gefühle zu unterdrücken, besonders unsere Verletzlichkeit und unsere sexuellen Gefühle. Um Gefühle nicht zu zeigen, die anderen missfallen könnten, stumpfen wir den Ausdruck unserer Lebendigkeit beim Auftauchen dieser Gefühle ab. Wir ziehen den Bauch zusammen, schränken unseren Atem ein, schließen unsere Kiefer. Wir töten unsere Spontanität. Wir überleben, aber darunter liegt ein lauter, unterdrückter Schrei nach echtem Leben.

Die Magie des Atmens besteht darin, dass es sowohl energetisiert als auch zur gleichen Zeit entspannt. Wir atmen, um die Lebensenergie im Körper, in den Gefühlen und im Geist zu befreien. Wenn wir länger atmen, ändert sich der Atemrhythmus wiederholt und die Energie und die Gefühle werden stärker. Das Loslassen beim Atmen führt dazu, dass die freigesetzte Energie transformiert wird. Zum Ende klingt das Atmen langsam aus. Dabei spüren wir mehr Gelassenheit, Ruhe und Frieden, manchmal sogar ein tiefes Gefühl der Seligkeit oder des Einsseins. Wir sind klarer, präsenter und offen für Inspirationen.

Bewusstes, verbundenes Atmen löst die Muster der Kontrolle und den Griff des Willens, der die göttliche Energie in uns bremst. Der Energiefluss aktiviert heilende und kreative Energien in uns. Wenn wir tief mit uns verbunden sind, wie in der Meditation, kann das verbundene, kreisförmige Atmen spontan entstehen. Im Laufe des Atemprozesses wird die sexuelle Energie bewusster und entspannter und verwandelt sich in reine Liebesenergie.

 

Atmen und Gesundheit

Geburtstrauma, Schmerzen, negative Gedanken und Gefühle, emotionaler Stress und Angst, Rauchen und das Atmen schlechter Luft usw. – sie alle hemmen und traumatisieren unseren Atem und können zu unterschiedlichen psychosomatischen Störungen führen.

Verbundenes Atmen „repariert“ unser Atemmuster, und der kräftige Energiefluss heilt viele physische, emotionale und geistige Krankheiten. Das unterdrückte, unbewusste Material, das Menschen zu neurotischem Verhalten treiben kann, wird bewusst und kann sich integrieren. Bewusstes, verbundenes Atmen erhöht die Wirksamkeit jeder anderen Heilarbeit.

Ein wichtiger Aspekt der Wirkung, die das bewusste Atmen auf die Gesundheit hat, ist seine Fähigkeit, uns in den gegenwärtigen Moment zu bringen. Nur dort ist der Fluss des Lebens wahrnehmbar, eine von Moment zu Moment sich verändernde Erfahrung. Die Aufmerksamkeit ist fokussiert, wir sind mit dem Körper in Kontakt und fühlen uns in ihm geerdet. Jedes Atmen, sei es bewusst oder unbewusst, geschieht im Hier und Jetzt. Wir können an den vergangenen Atemzug denken oder uns den nächsten Atemzug vorstellen, aber das sind mentale Vorgänge. Das Atmen selbst kann nur im jetzigen Moment geschehen – wenn wir mit der Aufmerksamkeit beim Atmen sind, sind wir auch im Hier und Jetzt, in der Gegenwart.

Die Einflüsse, die der gegenwärtige Moment auf unsere Gesundheit hat, sind vielfältig. Indem wir entschleunigen und den Geist fokussieren, verschwinden oder reduzieren sich Ängste, die oft die Grundlage bilden für Projektionen und einen überaktiven Geist. Gegenwärtigkeit ist auch fundamental für den Prozess des Loslassens der Identifikation mit dem Ego und das Auftauchen unserer wahren Natur, unseres wahren Selbst. Dieser Prozess wirkt sich sehr positiv auf unser emotionales, mentales und physisches Wohlbefinden aus. Im gegenwärtigen Moment haben wir zudem viel besser Zugang zu unserer inneren Weisheit.

In jedem Moment nährt der Atem uns. Er ist immer da, um uns lebendig zu halten. Er arbeitet und hilft uns bei unseren Aufgaben und Bewegungen. Er gibt uns die Macht zu denken und zu erschaffen. Und in jedem Moment drückt er die Wahrheit über unser Wesen aus. Er offenbart den Zustand unserer Gesundheit und unseres Bewusstseins. Wo Einatem und Ausatem sich treffen, berühren wir unsere Essenz, unser wahres Wesen. Aus diesem göttlichen Raum heraus beginnt sich unsere Sicht zu verändern – auf uns, die Welt, andere Menschen und unsere Beziehungen zu ihnen.

Dr. Ines Howe ­arbeitet seit über 25 Jahren als Lehrerin des Integrativen Atmens in freier Praxis in Berlin, sie gründete das Atman-Institut. Sie ist Trainerin des Professionellen-Atem- Trainings.

Fest des Atems an der Ostsee
26.-29.9.2013
290 € plus Ü/ V

Celebrate Life auf Bali, der Insel der Götter 5.-20.12.2013

Info und Anm. unter Tel. 030-324 19 43 oder
atmen-info@arcor.de
www.atman-institut.de

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*