Anzeige

Die Aloha-Gemeinschaft lebt seit 2015 in der Nähe der Stadt Brandenburg.

Leben in Gemeinschaft – das war ein lang ersehnter Traum von mir. Zusammen mit Gleichgesinnten einen Ort erschaffen, der die Welt etwas schöner und die Menschen etwas glücklicher macht. Einen Platz in der Natur finden, an dem sich innerer und äußerer Frieden entfalten kann. Eine Gemeinschaft aufbauen, wo mit Wertschätzung und Dankbarkeit Liebe gesät und geerntet werden kann. In einer neunköpfigen Gruppe trafen wir uns fünf Jahre lang regelmäßig in Berlin. 2015 kauften wir ein Grundstück mit sechs Gebäuden. Der idyllische Platz in der Natur ist in der Nähe der Stadt Brandenburg an einem kleinen See gelegen. Zur Zeit leben in „Aloha am See“ sechs Personen im Alter zwischen 38 und 74 Jahren.

Vision einer Gemeinschaft der Herzen

Heute blicken wir auf ein Jahr im neuen Zuhause zurück und fragen uns, wie weit wir vorangekommen sind, unsere Ziele in der Praxis zu verwirklichen. Heide-Maria, die spirituelle Leiterin unseres Projektes, spricht über ihre Vision: „Mein Leben lang habe ich nach Liebe und Frieden gesucht und fand sie im Schweigen der Berge, in ergreifender Musik, in den Geräuschen der Natur, beim Sufi-Tanzen, in der Meditation und überall dort, wo man sich mit Wertschätzung und offenem Herzen begegnete. In mir entstand der Wunsch, eine Gemeinschaft zu gründen, wo man lernen kann, wie man sich für Liebe öffnet und wie man sie vermehrt. In diesem Zentrum sollen tiefe und erfüllende Beziehungen gefördert werden. Dabei gilt es, Menschen zur Herzensbildung anzuleiten, so dass sie ihre Beziehungen als gemeinsamen spirituellen Weg des Wachstums erfahren. Männer und Frauen unterstützen sich gegenseitig, authentische und liebevolle Menschen zu werden. Das braucht natürlich Zeit und Leute, die bereit sind, sich persönlich und spirituell weiterzuentwickeln.“

Kommunikation lernen

Wo Menschen aufeinandertreffen, begegnen sich verschiedene Überzeugungen und Glaubenssysteme. Wenn jeder glaubt, dass seine Überzeugung die einzig richtige ist, führt das unweigerlich zu Konflikten. Deshalb ist eine gute Kommunikation gerade in Gemeinschaften von tragender Bedeutung. Dafür wird das Aloha-Basistraining von allen neuen Mitgliedern während der Probezeit durchlaufen. Hier vermittelt Heide-Maria Verbindende Kommunikation, die uns hilft, auftretende Probleme miteinander zu klären. Wir lernen zu erkennen, dass die Beschuldigung von anderen eigentlich eine Selbstkritik ist, die wir nicht sehen wollen. Deshalb projizieren wir das Thema auf den anderen. Wir versäumen dadurch die Chance der Selbsterkenntnis, die unter jeder Kritik verborgen liegt. Wenn wir Verantwortung für unsere Gefühle und Gedanken übernehmen, erkennen wir, dass wir, statt andere zu beschuldigen, mehr nach innen schauen und über uns selbst lernen sollten. So üben wir uns in Selbstakzeptanz und können auch den anderen gegenüber akzeptierender und mitfühlender sein. Dadurch entsteht Nähe statt Trennung. So wird Frieden und Herzöffnung erst möglich.

Gemeinschaftserfahrungen

Es gibt vieles, das mein Leben in der Gemeinschaft reicher macht. Schon am Morgen bin ich dankbar, wenn ich von den Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht geweckt werde und dem Schnattern der Wildgänse lausche. Dann freue ich mich auf unseren Gemüsegarten. Ich bin dankbar, wenn ich in die Küche komme und jemand hat die Spülmaschine bereits ausgeräumt. Ich bin dankbar, wenn kleine und große Baustellen wie von Zauberhand voranschreiten. Oft wird ein Wunsch nur ausgesprochen, und schon stellt sich auf magische Weise eine Lösung ein. Hier finde ich Menschen, die mir Raum geben, Seiten von mir kennenzulernen und auszuprobieren, die ich sonst wenig erfahren würde.

Es ist nicht nur das gemeinsame Tun, das Zusammenhalt und Lebensfreude fördert. Jeden Abend machen wir eine Stunde Vipassana-Meditation, was mich mit meinem Herzen verbindet. Ab und zu praktizieren einige von uns die Dynamische Meditation von Osho. Da wir so viel Krach machen, toben, schreien und weinen können, wie wir möchten, ist das jedes Mal eine große Befreiung. Hinterher fühle ich mich gereinigt und reagiere deutlich gelassener auf die anderen, auch bei Themen, die mich normalerweise triggern würden.

Die Gemeinschaft ist für mich ein Katalysator meiner eigenen Entwicklung. Durch die Spiegel der anderen komme ich meinen Mustern und Schwächen schneller auf die Schliche als früher. Genauso kommen meine Stärken deutlicher zum Einsatz. Ich schätze das Leben in unserer Gemeinschaft an diesem wunderschönen Platz. Schon wenn ich durch unser Eingangstor fahre, geht mein Herz auf. Prachtvolle alte Bäume rauschen. Frösche quaken, Störche klappern und lassen uns die Stille dieser herrlichen Natur umso mehr genießen. Gelassenheit und Entschleunigung breiten sich in mir aus. Die lebendige Ruhe dieses Ortes zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen.

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*