Anzeige

Um dem Leben wirklich offen zu begegnen und ­Lebensglück zu erfahren, ist ein Gleichgewicht von Geben und Empfangen notwendig – und vor allem das genaue Hinschauen, wo wir Rollen spielen, die uns dabei behindern und uns unglücklich machen. Violetta Moana Gouren hat dieses Gleichgewicht in der hawaiianischen Ölmassage gefunden.

 

ALOHA heißt übersetzt das Teilen (Geben und Empfangen) von liebender Energie und schließt das Leben und den Atem mit ein. In einem lebendigen Leben geht es um Dienen, Geben, Empfangen, Erschaffen und Wiedererschaffen.

Als Neugeborene waren wir noch offen und standen sowohl in einer gebenden als auch in einer empfangenden Beziehung zur Welt – in einem Zustand, den wir als bedingungslose Liebe bezeichnen können. Dann kamen Regeln ins Spiel und an einem bestimmten Punkt fingen unsere Eltern oder auch Erziehungsberechtigten an, nicht mehr frei zu geben, sondern ihre Gaben von unserem Verhalten abhängig zu machen. Für gutes Benehmen wurden wir belohnt, schlechtes Benehmen zog Bestrafung nach sich – so wurden wir „vorbereitet“, in unserer Gesellschaft zu bestehen. Als wir älter wurden, übernahmen wir selbst – über lange Jahre erlernt – mehr und mehr die Rolle des Gebenden oder desjenigen, der das Geben verweigert.

Diese Rollen haben wir gut einstudiert, denn sie halfen uns, als Kinder zu überleben. Wer oft angegriffen oder gezwungen wurde, etwas zu tun, hat beispielsweise gelernt, sich durch Verweigerung zu schützen, aus der Angst heraus, in Besitz genommen, geschwächt oder ausgenutzt zu werden. Andere, denen seelische Nahrung und Aufmerksamkeit verwehrt wurde, lernen zu geben, um zu gefallen, strebsam zu sein oder zu manipulieren. Sie werden zu „guten Jungs“ oder „braven Mädchen“. Sie fühlen sich meist hinnehmend, verpflichtet, abgelehnt, bedürftig und oft als Opfer. Die Verweigerer eher als getrennt, überlegen und unberührbar.

Auch heute noch neigen wir dazu, uns unbewusst nach diesen Mustern zu verhalten. Beide Verhaltensweisen wurzeln in der Angst, denn sowohl der Gebende als auch der Verweigerer hat Angst, dass ihn niemand mehr mag, er übersehen wird und keine Aufmerksamkeit bekommt, sobald er aufhört zu geben oder zu verweigern. Wir haben so oft gelernt, dass wir entweder ausgenutzt, abgewehrt, abgewertet oder abgelehnt werden, dass wir aus der Angst heraus, dass das wieder passieren könnte, ­weder wohlwollend geben noch entspannt ­annehmen können.

Verhaftungen der Vergangenheit

Wenn das Empfangen mit unangenehmen Gefühlen oder Unzufriedenheit in Verbindung gebracht wird, dann passiert genau das, was wir eine „self-fullfilling prophecy“ nennen – unser Glaubenssystem steuert genau auf diese Erwartung zu. Je nach unserem Glaubenssystem kann Empfangen Erfüllung oder Enttäuschung, Befriedigung oder Unzufriedenheit, Freude oder Schmerz sein. Prinzipiell verschließt uns aber jede Erwartungshaltung. Wenn wir lernen, Empfangen als eine unmittelbare Erfahrung der Gegenwart zu erleben, bleiben wir offen, wohlwollend, nehmen die Dinge an, wie sie sind – ohne die ganzen Verhaftungen der Vergangenheit. Beurteilen, Verurteilen, Einschätzen werden in dem Maße weniger, wie Klarheit und Bewusstheit wachsen, dass wir ständiger Wandlung und Veränderung unterworfen sind und jeder Augenblick neu ist. Wir wachsen, erleben Verwandlung und können unsere Realität neu erschaffen – von Moment zu Moment!

Lange Zeit habe ich nach einer nährenden Arbeit gesucht, die sowohl den empfangenden als auch den gebenden Teil erfüllt und nährt. Vor 17 Jahren habe ich sie in der Ölmasssage tatsächlich gefunden und erlebe und genieße sie immer wieder aufs Neue – selbst nach so langer Praxis.

Ölmassagen sind ein wundervoller Weg, das Empfangen oder Geben zu üben und sich mit dem Moment zu verbinden – alles andere wird dabei nebensächlich. Die hawaiianische Ölmassage ist auch für den Gebenden eine Wohltat, denn er massiert in schwingenden weiblichen Hulabeckenbewegungen zur Musik, benutzt einen kraftvollen Mana-Atem, der Verspannungen bei allen Beteiligten löst, sie mit neuer Kraft versorgt und hilft, Gedanken loszulassen Wir verbinden uns mit dem Himmel, segnen und sprechen Gebete, und in dieser meditativen und entspannten Atmosphäre gleiten wir sanft in ­einen wunderbar zentrierten Raum von Aloha-Präsenz und Wärme, so dass es auch dem Empfangenden leicht fällt, sich in diese entspannende Welt hineinfallen und tragen zu lassen – um tief in sich selbst einzutauchen.

Sowohl der Empfangende als auch der Gebende profitieren von dem, was geschieht. Man sieht hinterher kaum einen Unterschied, wer massiert oder empfangen hat – beide sind ­vitalisiert, zufrieden und strahlen. Massage ist darum ein wundervoller Weg der Liebe und der Herzöffnung. Man kommt in wunder­bare Räume der Glückseligkeit, und das alles so mühelos. Alte Belastungen, Traumata, Verspannungen, Schmerzen werden losgelassen, man tankt neue Energie, Kraft und Klarheit – schöpfend, aus der Ruhe und Gelassenheit des Seins, eine rundum erneuernde Erfahrung …

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*