Geglückte Tier- und Pflanzen-Kommunikation kommt nicht aus dem Geist, sondern aus dem Herzen, meint Ellen Hennicke-Weinert

Meine Mutter hat einen grünen Daumen. In ihrem Garten grünt und blüht alles. In diesem Prachtgarten gab es einen Magnolienbaum. Dieser „Baum“, um den es geht, war etwa 70 Zentimeter hoch und bestand aus einem Stämmchen von etwa eineinhalb Zentimeter Durchmesser mit drei Verzweigungen, die kaum merkliches Grün trugen. Ich kam dazu, als sie gerade die Erde rundherum auflockerte. Als sie mich bemerkte, schimpfte sie laut über den Baum: „Der kommt jetzt auf den Kompost. Acht Jahre steht der hier und wächst nicht richtig an. Richtige (gute) Magnolien sind nach spätestens (!) fünf Jahren angewachsen und blühen (!) dann auch.“

Der Vorwurf in ihrer Rede war nicht zu überhören, und ich legte ein gutes Wort für die Magnolie ein: „Darf ich mal mit ihr reden?“ Ich hatte gar keine Ahnung, ob ich das kann, aber Liebe fließen lassen – da war ich mir sicher – das kann ich, und vielleicht bringt es ja was. Sie stimmte zerknirscht zu und stellte zur Bedingung: „Aber er bekommt nur noch dieses Gartenjahr. Sonst ist er weg!“ Ich kniete mich neben den Baum und legte dicht über der Erde die Hände um das dünne Stämmchen. Es dauerte eine Weile, bis aus meinem Liebe-Senden ein Fließen entstand. Dann packte mich die Neugier und ich fragte mich innerlich, was ihn wohl stört? Ich wollte es einfach wissen. Jetzt hier in diesem Moment der Liebe und des Fließens interessierte es mich, was das Bäumchen fühlt. Und plötzlich spürte ich Kälte. So eine zugige, unangenehme, die in die Knochen krabbelt. Als ob man, ohne Aussicht auf Besserung, in einem kalten, zugigen Kellerloch festsitzt.

Kalte Füße

Die Kälte zog sich vom feuchten Rasen unter mir in die Beine hoch. Das war mir sehr unangenehm und es wurde mühsam, meinen Liebesstrom für die Magnolie aufrechtzuerhalten. Das hielt einige Momente an, dann verging das Kältegefühl, und erst da begriff ich, dass es nicht meine kalten Füße gewesen waren, die ich gefühlt hatte, sondern die der Magnolie. Die Kälte war die Antwort auf meine Frage gewesen. Es tauchte innerlich ein Bild auf von fließendem Wasser unter der Erde. Ich begriff. Tatsächlich gibt es eine Wasserader in unserem Garten. Unter den Wurzeln der Magnolie!

Wieder neu konzentriert, baute ich ein Gefühls-Bild für die kleine Magnolie auf. Das Wasser liegt an dieser Stelle mindestens acht Meter tief unter der Erdoberfläche. Die Wurzeln des kleinen Baumes reichen nicht mal ein Zehntel so tief und werden, auch wenn die Magnolie irgendwann mal ausgewachsen sein sollte, kaum mit dem Wasser in Kontakt kommen. Die obere Bodenschicht bei 80 Zentimeter Tiefe heißt für uns Menschen „frostsicher“. Ab 140 Zentimeter Tiefe nennen wir das sogar Erdwärme, die man nutzen kann. In dieser Zone ist es toll für Magnolienwurzeln. So innig und liebevoll ich konnte, fühlte ich mich in dieses komplexe Bild hinein und ließ es einfach mit meiner Liebe zu ihr hinüberschwingen.

Als insgesamt der Strom zum Erliegen kam, stand ich auf, klopfte mir die Jeans ab und erzählte meiner Mutter, dass die Magnolie mir ein Bild geschickt hätte von nassen Füßen. Meine Mutter blickte verdutzt, blendete wohl den Teil „Die Magnolie hat mir gesagt, dass …“ gekonnt aus und antwortete dann auf den sachlich inhaltlichen Teil: „Magnolien mögen keinen feuchten Standort.“ Nun war ich es, die überrascht war. Ich hatte das nicht gewusst. Mein Erlebnis war es, dass es ein individuelles Problem dieser Magnolie ist. Ein ganz persönlicher Kummer. Zum Glück hatte ich vorher keine Ahnung, sonst hätte ich meinen Wahrnehmungen nicht getraut, sondern sie für eine Vorgaukelung meines ach so klugen Verstandes gehalten. Ein paar Wochen später sprach mich meine Mutter an: „Du? Hast du mal Zeit? Kannst du das, was du mit der Magnolie gemacht hast, auch mit der Zierkirsche machen?“

Ich sagte ohne nachzudenken zu. Nach meinem Date mit der Zierkirsche sickerte der Rest ihrer Aussage langsam zu mir durch. Magnolie – da war doch was? Sofort ging ich die kleine Magnolie besuchen. Da stand ein voll ergrünter Busch vor mir, mit kräftigen grünen Blättern, und vierzehn (!) riesige Blüten prangten dazwischen. Jedes Blütenblatt reichte von meiner Handwurzel bis zur Spitze des Mittelfingers. Jede Blüte war geöffnet so groß wie meine beiden aneinandergelegten Hände! Wow!

Schwierige Beziehung

Da wir sehr naturnah wohnen, gibt es in unserem Haushalt seit der Existenz des Hauses auch immer eine Katze. Das gehört auf dem Dorf einfach dazu. Wir pflegen einen innigen Kontakt mit den Tieren – gebürtige Städter eben. Uns fehlt das bäuerliche Nutztierdenken. Außerdem ist jeder in unserer Familie irgendwie ein Gut-Herz und Tiere sind eben auch nur liebe Menschen. Lucky ist die vierte oder fünfte Katze in unserem Haushalt. Sie kam in einem furchtbar vernachlässigten, paralysierten Zustand zu uns. Anfangs schlug sie die Krallen in meine Hände, wenn ich die Futterschale füllte, und fauchte mich an. Zwischenzeitlich wusste ich wirklich nicht mehr weiter. Die Liebe und Zuwendung, die sie bekam, schien sie in keiner Weise annehmen zu können.

Ich selbst war noch nicht über den Kummer hinweg, dass mein geliebter Kater ein paar Monate zuvor gestorben war, und so taten wir uns miteinander schwer. Eine Gabe meiner Globuli „Erzengel Gabriel – ich heile deinen tiefsten Schmerz“ veränderte von Grund auf alles zwischen uns. Als ich diese Schwingung von den Engeln erstmalig empfing, wusste ich instinktiv, dass das auch etwas für meine seelisch verletzte Adoptivkatze wäre. Ich machte ihr EIN! Kügelchen ins Futter. Am Morgen danach hatte ich „verschlafen“. Drei Stunden später als sonst. Sowas ist für Lucky eine übergroße Herausforderung. Das könnte ja heißen, dass es jetzt doch wieder passiert ist. Nie wieder Futter. Nie wieder Liebe. Wieder ausgesetzt werden. Stattdessen war sie heute entspannt und fröhlich! …?

Sie lief nicht ängstlich schreiend neben mir her, sondern beobachtete meine interessanten Tätigkeiten (Frühstück machen), ließ mich allein bei uninteressanten Dingen (Geschirrspüler ausräumen, Bett machen, duschen). All das war bis zu diesem Zeitpunkt für sie undenkbar. Sie lief sonst kampf- und alarmbereit neben mir her, um sicherzugehen, dass sie Aufmerksamkeit und eventuelles Futter nicht verpasst. Sie hackte vorsichtshalber in die Finger, die sich ihr näherten, und miaute sehr viel. Etwas später saß ich beim Frühstück und Lucky sprang auf den Stuhl neben mir, wo sie relaxed sitzen blieb.

Noch ein Novum. Sie klaute auch nichts vom Tisch (um sich gegen Hungersnöte abzusichern), war nicht nervös, als ich aufhörte, mit ihr zu sprechen (falls ich sie vergesse), ließ sich am Ohr kraulen (ohne zu tatzen oder Panik zu schieben)… Mein Vater kam zufällig vorbei und setzte sich eine Weile zu uns. Er erzählte mir ein paar Geschichten aus der Nachbarschaft. Dabei beobachtete er mich und Lucky und fragte nach knapp zehn Minuten: „Ellen? Ist das dieselbe Katze?“ Eine weitere wichtige Etappe zu einem zufriedenen Zusammenleben für uns beide war der Tag, an dem es mir gelang, mit ihr zu sprechen. Ein ganz „hervorragend“ blockierender Glaubenssatz in mir war zu diesem Zeitpunkt: „Ich bin nicht rein genug, um mit Tieren sprechen zu dürfen.“ Daran hatte ich schon auf vielfältige Weise herumgedoktert, doch so wie ich mit den Engeln sprechen konnte, ging es mit den Tieren einfach nicht. Ich war eben nicht rein und wert genug.

Katzenjammer

An diesem Tag kam ich früher als sonst nach Hause und rief die Katze – „Lucky“ hier und „Lucky“ da. Draußen, drinnen, im Keller. Keine Regung. Ich begann, mir Sorgen zu machen, und merkte, dass mein Herz schwer wurde allein bei der Idee, dass die Kleine weg sein könnte. Überfahren. Nicht schnell genug weggesprungen mit ihren beachtlichen 15 Jahren. Ich war immerhin klar genug, um zu erfassen, dass mein Verhalten von zwei Dingen bestimmt war: Einerseits von der Vorstellung, was alles passiert sein könnte – eine gedankliche Konstruktion, genährt vom Verlust meiner anderen Katzen. Und dass andererseits der Schmerz bei diesem Gedanken bedeutet, dass Lucky mir doch sehr ans Herz gewachsen ist. Ich habe sie lieb. Einfach so. Obwohl sie so lange kratzbürstig war und immer noch keine Schmusekatze ist, mit der man einen engen Kontakt pflegen kann.

Sie ist ganz eigenwillig und kann sehr laut ihren Willen bekunden und auch durchsetzen. Ich verzichtete zum Beispiel wider besseres Wissen auf Teile der Erziehung. Einfach, weil ich dem kleinen kratzenden, fauchenden Bündel lieber die Joghurtschale zum Auslecken überlasse, als die eigenen Hände in Gefahr zu bringen. Sie hat mich voll im Griff. Auf einmal fiel mir ein, dass ich über meine ganze Angst eine wichtige Tatsache vollkommen verdrängt hatte: Sie versteckt sich gern. Immer noch. Sie bringt sich in Sicherheit, um nicht wieder ausgesetzt zu werden. Mit diesen neuen Gefühlen sitze ich im Wohnzimmer und denke, dass sie Leckerli mag. Etwas k.o. vom Tag und meiner Aufregung, wo sie stecken könnte, halte ich mich an einer Teetasse fest. Meine Gedanken schweifen davon, und übrig bleibt das Bild von Lucky irgendwo an einer unsichtbaren Stelle in Sicherheit.

Weiter stelle ich mir vor, dass sie meinen Gedanken vom Leckerli hören könnte und ganz mutig und vertrauensvoll zu mir kommen würde, um mir das Leckerli schmusend aus der Hand zu naschen. Das wäre toll. Neben mir mauzt es. Hihi! Ich halluziniere wohl schon. Meine Vorstellungskraft geht schon so weit, dass mir das Mauzen echt vorkommt. Maoouuu! Ich reiße die Augen auf. Nee, echt? Sie steht tatsächlich vor mir und schaut, als wolle sie sagen „Und wo ist jetzt dieses Leckerli?!“ Natürlich hole ich das Leckerli sofort und natürlich reißt sie es mir aus der Hand wie immer und frisst es im sicheren Versteck unter dem Tisch…

Kommunikation aus dem Herzen

Aber WIE funktioniert das eigentlich? Mit den Engeln rede ich ganz anders – wörtlich, direkt, mit Fragen und Antworten. Meine „geglückten“ Tier- und Pflanzen-Kommunikationen kamen nicht aus dem Geist, sondern aus dem Herzen. Aus einem ganz drängenden GEFÜHL heraus, etwas über mein Gegenüber wissen zu wollen oder ihm etwas übermitteln zu wollen. Das Bilder-Fühlen und -Senden geschah einfach durch mein inneres Sehnen. Ich dachte nicht „Wie mache ich das jetzt, dass die Magnolie meine Antwort versteht?“ Sondern ich tat es einfach: fühlen und in Verbindung bleiben. Ebenso bei Lucky. Dadurch, dass ich abgelenkt war, ging ich auch nicht meinem üblichen Glaubensmuster nach. Ich bin ganz sicher, dass wir alle so geboren sind – mit dieser Fähigkeit. Wir sind geistige Wesen, die in einem physischen Körper inkarniert sind. Also MÜSSEN wir geistige Fähigkeiten haben. So wie jeder einen Pinsel halten kann – nur können nicht alle malen wie Rembrandt.

Nächste Termine:
28. Juli und 1. Sept. 2018: „Die Energieschlüssel der Göttin Hathor“ – Tages-Seminar in Potsdam
24. Nov. 2018: auf der Lebensfreudemesse Hamburg
März 2019: „Heilreise deines Herzens“ – eine Woche Retreat auf Madeira

 

Author: Oliver Bartsch

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