Traumaheilung mit homöopathischem Curare-Pfeilgift

von Werner Baumeister

Die homöopathische Arznei Curare (Amazonas-Pfeilgift) kam zu mir über die Astrologie. Eine Freundin empfahl sie mir letzten Monat angesichts eines kollektiven Mars-Neptun- Transits, der mich tagelang wie willenlos machte und lähmte. Neptun hebelt den Mars, unseren Willen, unsere persönliche Durchsetzungskraft aus, um diese spirituell zu verfeinern (Der innere spirituelle (Neptun) Krieger (Mars) steht für eine Kraft aus dem tiefsten Inneren, die kein egoistisches Ziel hat und nicht verletzt).

Im homöopathischen Arzneiprofil fand ich dann Folgendes zu der Wirkung von Curare: Muskuläre Lähmung ohne Beeinträchtigung der Empfindung und des Bewusstseins. Abgeschwächte oder fehlende Reflexe. Willenslähmung; unentschlossen; möchte nicht länger für sich selbst denken oder handeln; sehr beängstigende Atemnot. Mit anderen Worten: Du bist bei vollem Bewusstsein, voll da, spürst alles, aber kannst nichts machen und bist handlungsunfähig. Das erinnert an traumatische Erfahrungen.

Die Erstarrung

Unter Curare erschlafft die quergestreifte willkürliche Bewegungsmuskulatur, also unsere Kampf- und Flucht-Power. Curare vermindert den Ausstoß von Adrenalin, das wir für Kampf und Flucht brauchen! Es drosselt den Symphatikus, den Kampf- und Fluchtnerv. Wenn wir nun weder kämpfen noch fliehen können, sind wir ausgeliefert und ohnmächtig. Curare zeichnet also die Signatur einer Überwältigung, eines Missbrauchs nach.

Wir alle haben als Kind (mindestens) ein Trauma erlebt und dabei wurde ein enormes Maß an Aggression und Angst in uns mobilisiert. Weil aber Kampf und Flucht nicht möglich waren, sind wir innerlich ausgestiegen, um zu überleben. Wir sind dissoziiert, haben uns mehr oder weniger stark abgespalten von der unerträglichen überwältigenden Situation. Curare als homöopathisches Mars-Neptun-Mittel kann uns nach Jahrzehnten befreien aus dieser Anästhesie, den Schleier wegziehen und das ursprüngliche Trauma aufdecken. Damit wird aber oft auch eine überwältigende Wut und Angst freigesetzt, denn die unterbrochene Bewegung des Kleinkindes will zu Ende gebracht, zu Ende gefühlt werden.

Der Weg aus der Erstarrung

Curare, das früher in der Anästhesie vor Operationen zur Muskelerschlaffung eingesetzt wurde, nimmt in homöopathischer Aufbereitung die traumatische „Anästhesie“ weg, so dass blockierte Energie wieder in Bewegung kommt und gefühlt werden kann. Denn wenn uns Curare aus der Lähmung geholt hat, wird die eingefrorene, noch nicht entladene Überlebensaggression und -angst, die einst mobilisiert, aber sofort blockiert wurde, wieder reaktiviert. Wir erleben dann oft noch einmal die mit diesem Trauma verbundenen überwältigenden Gefühle und Empfindungen, mit denen wir die lebensbedrohliche Situation zu bewältigen versuchten.

Ich kann davon ein Lied singen. Meine Traumaschleife heißt: Der jüngere Bruder, der Rivale, bekommt den Zuschlag. So wie damals, als mein jüngerer kranker Bruder alle Aufmerksamkeit meiner Mutter brauchte und auch bekam. Absorbiert vom Schmerz über seinen frühen Tod, war sie nicht fähig, sich wieder auf mich zu konzentrieren und ließ mich einsam und verlassen zurück. So fühlte es sich zumindest damals an, als ich fünf Jahre alt war. Unter Curare reinszeniert sich dieser „traumatische Dreier“, indem ich eine Frau kennenlerne, die meiner Mutter ähnelt. Ein jüngerer Mann, der erkennbar in diese Frau verliebt ist, kommt dazu und bittet mich dann auch noch zu allem Überfluss um eine homöopathische Behandlung.

Die eigene Integrität verletzen

Mein Gefühl in dem Moment: Erst nimmt er mir die Mutter, dann muss ich ihm auch noch helfen… Statt NEIN zu sagen – und das wäre authentisch gewesen –, verletze ich meine eigene Integrität, behandele ihn aus einem diffusen Schuldgefühl heraus und kriege prompt die Quittung. Die ganze Wut implodiert und beschert mir stundenlange nächtliche Oberbauchkrämpfe. Ein guter Freund und Energieheiler rettet mich am nächsten Morgen aus höchster Not: „ Ich seh´ da sofort dein Mutterthema und deine Einsamkeit.“

Was er noch sehen kann: Von den drei Mitteln, die ich zur Behandlung der Krämpfe rausgesucht habe, trifft eines davon exakt das Thema: Nux vomica, das Reflexkrampfgift, gehört wie Curare zur Familie der strychninhaltigen Brechnussgewächse! Mit Nux lösen sich nicht nur prompt die Krämpfe, es kommt in den Tagen danach auch so etwas wie der wahre Werner zum Vorschein: Mit Nux verschwindet komplett meine Angst, Erwartungen in Beziehungen nicht zu erfüllen und dann mit Liebesentzug bestraft oder durch Verlassenwerden sanktioniert zu werden. Nux schafft damit die Grundlage für ein echtes authentisches „Mich-Zeigen“, die Grundlage dafür, dass ICH überhaupt erst sichtbar werde – und damit für wirkliche Begegnung. Vorher war ich nichts als das Produkt der Erwartungen meines Gegenübers.

Das Wiederentdecken der persönlichen Macht

Homöopathisches Curare zieht den traumatischen Neptunschleier weg. Wir sind raus aus der Lähmung und Ohnmacht, sehen klar und lösen uns aus dem alten Erstarrungszustand. Beim nachfolgenden Prozess der Mobilisierung werden die ungeheuren Energiemengen entladen, die in unserer jahrzehntelangen Immobilität gebunden waren. Damit diese uns nicht hoffnungslos überfordern und überwältigen, kommt hier Nux vomica ins Spiel. Es lenkt unsere Wut sinnvoll und hilft uns, Schritt für Schritt zu Ende zu führen, was noch an erstarrter Energie im System gebunden ist. Es verhindert unreflektierte Feindbilder und sinnlose Zerstörung im Außen ebenso wie die selbstzerstörerische Implosion unserer Wut, die wir aus Angst vor den Folgen eigener Gewalttätigkeit zu kontrollieren versuchen und unbewusst gegen uns selbst richten.

Ist das Leben gut?

Nux vomica klärt hier das Verhältnis zur Aggression, deren Wesen im Grunde der Selbsterhaltungs- und Kampfantrieb ist. Unaufgelöste Traumata machen uns dabei übertrieben vorsichtig, weil wir Angst vor einer möglichen Wiederholung des Traumas haben. Das führt zu mannigfaltigem Vermeidungsverhalten mit wachsender Tendenz, Gefahren zu sehen, wo es gar keine gibt. Wir fühlen uns im tiefsten Inneren einfach nicht sicher, sind ständig auf der Hut.

Doch das „Wegpacken“ unserer Aggression blockiert auch unsere Begeisterung, die uns befähigt, ein Ziel zu erreichen. Wenn wir uns daran hindern, eine Aufgabe anzupacken, ein Problem zu lösen oder mit der kreativen Kraft des Lebens selbst zu gehen, mündet das in Frustration. Demgegenüber ist verantwortliche Aggression ein Ausdruck von Lebenskraft und persönlicher Würde und ermöglicht die Selbstfindung, indem sie die eigene Energie in die Welt bringt und diese so mitgestaltet. Das homöopathische Paar Curare/Nux entspricht der aktuellen kollektiven astrologischen Konstellation mit dem Übergang von Mars in den Fischen zu Mars im Widder im Juli und ist damit die perfekte Kombination für die aktuellen kollektiven wie individuellen Herausforderungen.

Traumaheilung mit dem Curare-Pfeilgift und Nux vomica

Der Intensiv-Arbeitskreis beinhaltet eine lebendige Annäherung an die Themen der homöopathischen Arznei Curare und Nux vomica sowie die Erstellung eines aktuellen homöopathischen Profils für jeden Teilnehmer.


4 Intensiv-Arbeitskreise im Juli
(begrenzte Teilnehmerzahl!)

Termine: So, 5.7., Wiederholung: Sa, 11.7.
& So, 12.7. & Sa, 18.7. je 13-18 Uhr, 90 €,
 Anmeldung erforderlich, Reichenberger Str. 114
 Tel.: 0172 – 391 25 85


Author: Lena

Über den Autor

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Werner Baumeister ist Arzt und bietet individuelle homöopathische Begleitung an.

25 Jahre Erfahrung in eigener Praxis in Berlin. Einzeltermine nach Vereinbarung

Die im SEIN regelmäßig veröffentlichte Fortsetzungsserie: „Homöopathische Arzneibilder von Werner Baumeister“ versteht sich auch als homöopathischer Spiegel aktuellen Zeitgeschehens.

0172 – 391 25 85

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