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Die Ernährung nach der Fünf-Elemente-Lehre Wu-Hsing ist einfach umzusetzen, wenn sie in ihren Grundzügen verstanden worden ist. Jedes Rezept jeder Nation lässt sich mittels kleiner Umstellungen in Wu-Hsing verwandeln, das heisst, in eine energetisch hoch wirksame, heilende Mahlzeit. Richtig eingesetzt, kann man beinahe jedes Lebensmittel als Heilmittel verwenden, vorausgesetzt, es wurde auf gutem Boden angebaut und nicht seiner Kraft beraubt durch Manipulationen jedweder Art

Kleiner Exkurs zur Fünf-Elemente-Lehre, die mehr als nur Ernährung umfasst

Die Fünf-Elemente sind ein Erklärungs-Modell für ein in-allem-was-da-ist wirkendes Prinzip, das die Weisen im alten China über Jahrtausende hinweg zu einer Lehre zusammengefasst haben. Es handelt sich um das Prinzip der Wandlungen, die sich gesetzmäßig und zyklisch vollziehen. Für unser Verständnis ist es am einfachsten, solche Wandlungsphasen in den sich ständig wechselnden Jahreszeiten nachzuvollziehen.

Nehmen wir als Beispiel den Frühling: Die Temperaturen steigen an, Sonnenschein wechselt launisch mit Regen, die Bäume schlagen aus, es grünt und blüht allerorten, die Vogelwelt erwacht zu neuem Leben. Jeder fühlt sich leicht, möchte die jungen Salate und Kräuter zu sich nehmen, das Stubenhocken hat nun ein Ende. Man geht hinaus, packt neue Dinge an, probiert dies und das; doch kommt da auch noch ein kalter Wind vom Osten, Müdigkeit stellt sich ein, und – oh je – die Migräne ist wieder da, und wieso kommen denn jetzt vermehrt die Schuppen und die Ausschläge? Ach ja, der Körper reinigt sich nach langer Winterzeit; Frühlingsputz ist angesagt!
Dieses Bild vom Frühling kennt jeder; und doch birgt es die ganze Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Diese registriert, wie der Mensch in seiner Gesamtheit als Körper, Geist und Seele sich u.a. im Frühling verhält. Reagiert er, wie oben beschrieben? Bleiben Symptome aus, oder sind sie verstärkt vorhanden; zeigen sich bestimmte Farbschattierungen in seinem Gesicht oder am Körper; bilden sich Falten vermehrt im Frühling, vielleicht an der Nasenwurzel? Dies alles sind Hinweise, dass etwas, und dieses Etwas sind die Fünf-Elemente, nicht in Balance ist.

Für die Weisen Chinas ist der Mensch Teil der Natur; und wie in dieser vollziehen sich die Umwandlungen von einer Jahreszeit zur nächsten in seinem Körper ebenso wie in den Nahrungsmitteln seiner Umgebung. Er entwickelt sich zusammen mit der Natur, die für ihn die Nahrungsmittel bereit hält, die ihm genau in dem Klima, in dem er sich gerade befindet, gut tun, ihn balancieren. Bei genauer Kenntnis der Fünf-Elemente, wie sie sich u.a. gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen und bereichern und bei gleichzeitiger Beachtung des energetischen Wandlungsprinzips YinYang, ist es einfach, mit der Ernährung Harmonie im energetischen Geschehen des Körpers zu erlangen; es ist sogar möglich, lange chronische Unbalancen aufzuheben. Man kann über gezielten Einsatz von Lebensmitteln auf den Körper genauso effektiv einwirken wie mit der Akupunktur; dieser Weg ist nur sanfter!

 

Die Fünf-Elemente in der Ernährung (Wu-Hsing)

Kein Element existiert unabhängig von den anderen. Jedes Element wird von einem anderen erzeugt und erzeugt seinerseits das nachfolgende. Auf der Elementarebene kann dieser Erschaffungs-/Ernährungszyklus wie folgt beschrieben werden:

Holz verbrennt als
Feuer, dessen Asche sich zersetzt zu
Erde, in der wir entstehen und dort gewinnen wir
Metalle, die, wenn sie geschmolzen werden, zu
Wasser (flüssig) werden, das Bäume und Pflanzen nährt.

Um sich gesund zu ernähren und langfristig den Körper immer mehr in die Harmonie zurückzuführen, genügt es, diesen Erschaffungszyklus anzuwenden. Man muss lernen, die Lebensmittel in ihrer energetischen Wirkung einordnen (Salz ist z.B. Wasser, Öl Erde, Rotwein Feuer) und verwenden zu können, so dass im Kochtopf beim Kochen eine kosmische Ordnung entsteht und nicht das Chaos, wie es bei Unkenntnis und unsachgemäßer Verwendung der Lebensmittel üblicherweise vorhanden ist. Der Gaumen wird es lohnen!



Rezeptbeispiel zur 5-Elementen-Ernährung „Beflügelndes Huhn“
Holz Huhn in Stücke geschnitten,
Holz diese in Weizenmehl gewälzt,
Feuer mit getrocknetem Thymian bestreut,
Erde in zwei bis drei Esslöffeln Olivenöl scharf angebraten, Flamme klein stellen, Erde eine gewürfelte Zwiebel in den Topf geben und andünsten (Zwiebel ordnet sich eigentlich dem Element Metall zu, wird durch Andünsten zu Erde. Sie verliert den scharfen Geschmack und wird süßlicher),
Metall zwei zerkleinerte Knoblauchzehen
Metall+Wasser schwarzer Pfeffer
Wasser wenig Salz!!!
Holz mit einem halben Liter trockenen Weißwein ablöschen, aufkochen, eine viertel bis eine halbe Stunde weiterköcheln
Holz mit 1/2 Bund Petersilie bestreuen Feuer mit etwas frischem Thymian bestreuen
Feuer+Erde geröstete Sonnenblumenkerne darübergeben
Dazu reicht man grünen Salat und Frühlingskartoffeln

Buch

„Kleines Kochbüchlein: Rezepte aus der Fünf-Elemente-Küche“ von Brigitte Rasch-Hönl, Lichtringverlag
1. Auflage Dezember 1999,
überarbeitete u. verbesserte Auflage März 04;
10,90 €

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