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Das größte Abenteuer unserer Zeit ist es, sich selbst tief kennen zu lernen und authentisch und frei den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Mediale Begleitung in Verbindung mit einem strukturierenden Coaching – mediales Coaching – kann uns auf diesem Weg wirkungsvoll unterstützen und eröffnet die Möglichkeit, sicher und gut geerdet Zugang zum eigenen Potenzial zu bekommen.

Von Stephan Kostropetsch

 

Ich war stets neugierig auf das Leben jenseits des „Gewöhnlichen“. Reisen nach Mexiko und Indien, in besetzten Häusern leben, philosophieren, Theater im Kollektiv, Drogen, Protest, immer wieder Kunst … Grenzerfahrungen zogen mich schon immer magisch an.

Als meine Frau Christine und ich 1995 zusammenkamen, fragte sie mich, ob ich Interesse hätte, etwas von ihr kennen zu lernen, dem sie weder entsagen konnte noch wollte. Ich war neugierig. Es begann mit einer Session Ouija Board* bei einer Freundin in München. Dabei spürte ich Wertschätzung, Achtung und Respekt vor meinem freien Willen seitens der „geistigen Welt“.

Damals erklärte uns diese geistige Welt, dass es rein gar nichts nützt, dass Christine eine hochmediale Begabung hat, wenn nicht ein ebenbürtiger Zeuge diese mediale Arbeit kompetent, glaubwürdig und belastbar mitträgt. Ja, der Zeuge sei sogar noch wichtiger als das Medium. Ich wurde gefragt, ob mich die Aufgabe des Zeugen interessiert. Das tat sie. Heute, zwanzig Jahre später, kann ich die großen Bögen und Zusammenhänge unserer Reisen durch die Medialität gut erkennen.

Unter Medialität verstehen wir eine Wahrnehmungs-Hochbegabung, durch die das Medium Zugang zu übergeordnetem, transpersonalem Wissen hat. Das kann sich in Hellfühlen, Hellsehen, Hellhören und anderen – auch diffusen – Formen äußern. Wir unterscheiden explizit zwischen medial begabten Menschen und einem ausgebildeten Medium, das einen bewussten Umgang mit seiner Gabe erlernt und sich verlässliche Arbeitsbedingungen geschaffen hat.

Mediales Coaching: Ausbildung durch die „geistige Welt“

Manches, was ich jetzt beschreibe, klingt schon etwas ungewöhnlich. Ich selbst hätte früher gedacht: So ein Quatsch – und das wäre noch einer der harmloseren Gedanken. Christine und ich wurden also beide umfassend über fünf Jahre in der Kunst der medialen Arbeit direkt von den Geistwesen, zu denen wir Kontakt hatten, ausgebildet. Es waren tägliche Sitzungen – Vorträge, Diskussionen, Übungen – von zirka drei bis fünf Stunden Dauer. Übermittelt wurde der Lehrstoff durch automatisches Schreiben**. Eine solche Ausbildung macht kein normaler Mensch, wenn er nicht tief berührt und überzeugt von der Sache ist, denn natürlich hatten wir auch anderes zu tun. Wir lebten mitten in Berlin, mussten unsere Brötchen verdienen, studieren, unseren Kindern ein schönes Zuhause bieten …

Wir wollten keine Sektierer sein und waren es auch nicht, aber über diesen Teil unseres Lebens konnten wir jahrelang nur mit sehr wenigen Menschen sprechen. Das war teilweise hart, aber es wurde uns auch sehr geholfen. Unsere Geister schlugen uns vor, uns parallel intensiv mit systemischer Aufstellungsarbeit und Prozessarbeit zu beschäftigen. Ich machte also eine Ausbildung zum Familienaufsteller.

All das befähigt uns seit 15 Jahren, diese mediale Arbeit zuverlässig und tiefgehend anzubieten. Wir arbeiten dialogisch mit unseren Klienten. Genauer gesagt trialogisch: der Klient, die „geistige Entität“ und ich als Zeuge/Coach. Christine ist aktiv am Diskurs nicht beteiligt, sie stellt sich als Übermittlerin zur Verfügung, blendet ihr persönliches Bewusstsein und Wertesystem in den Sitzungen weitgehend aus. Eine „Wesenheit“ spricht durch sie. Nein, daran ist nichts gruselig, keine schwebenden Tische, keine veränderte Stimme … Ein Medium arbeitet wie ein Radioempfänger, es stellt sich auf eine bestimmte Frequenz ein und übermittelt die Inhalte eines externen Senders. Wer aber ist diese „geistige Entität“? Ich weiß es nicht. Es gibt zwar unzählige Channelmedien, durch die verheißungsvolle Quellen wie aufgestiegene Meister oder die Jungfrau Maria sprechen. Doch ehrlich gesagt frage ich mich da immer, wie man eine solche Behauptung überprüfen kann. Viel wichtiger finde ich die Frage: Hat das Gesagte den Klienten berührt? War es hilfreich? Ließ es sich umsetzen – und wenn ja, auch nachhaltig?

Was wirkt, ist wirklich

Manchmal werde ich gefragt, weshalb ich mir so sicher bin, dass unsere Form der Medialität „funktioniert“ – wissenschaftlich betrachtet sei das ja zumindest umstritten. Dann sage ich: Weil ich es praktisch im Alltag überprüft habe. In unzähligen Einzelerfahrungen am eigenen Leib. Und weil ich in zahlreichen Klientenprozessen die (Langzeit-)Wirkung beobachte.

Zum Beispiel gab es in unserer Umgebung eine Frau, die erschüttert berichtete, sie habe vor ein paar Tagen eine schlimme Diagnose bekommen: Brustkrebs. Der OP-Termin für die Amputation stand schon fest. Christine hörte in sich völlig klar und eindeutig: „Du hast keinen Krebs. Hole eine zweite Meinung ein.“ Tatsächlich war es eine Fehldiagnose …

In einem anderen Fall berichtete uns ein Klient, er habe Sorge um seine Mutter, die allein etwa 600 Kilometer entfernt lebte. Er hatte sie schon länger nicht gesehen. Unsere Geistwesen sagten klar und eindeutig, dass die Situation auf eine Entmündigung hinausläuft. Er solle sofort dorthin fahren und nach ihr sehen. Der Klient war völlig überrascht, begriff aber die Dringlichkeit. Er fand seine Mutter nach einem Schlaganfall in einem desolaten Zustand vor und bekam von ihr noch bei vollem Bewusstsein eine Vorsorgevollmacht. Kurz darauf war sie kaum noch ansprechbar. Mit der Vollmacht konnte er sich dann um eine gute Pflegeheimunterbringung in seiner Nähe kümmern.

Ein anderer Klient, der seinen Alkoholkonsum schlimmstenfalls als „reduzierbar“ einschätzte, bekam den Rat einer kompletten Abstinenz und einer stationären Entwöhnungsbehandlung. Das erschien ihm gänzlich unvorstellbar. Doch er ließ sich schließlich darauf ein. Jetzt ist er seit drei Jahren trockener Alkoholiker und sagt: „Mein Selbstwert und meine Lebensqualität haben sich seitdem in ungeahntem Maße verbessert.“

In der medialen Arbeit geht es auch oft um undramatische und dennoch sehr wesentliche Herausforderungen und Ereignisse, zum Beispiel Fragen zur beruflichen Entwicklung, zur Familie oder zu Beziehungen.

Gelegentlich finden hochmediale Menschen zu uns, die nach einer Odyssee zwischen Schulmedizin und fragwürdiger Esoterik verstört und mutlos sind, weil sie über lange Zeit keine angemessene Behandlung oder Ausbildung gefunden haben. Ein Medium sagte, nachdem sie sich in unserer Arbeit zum ersten Mal erkannt und respektvoll behandelt fühlte: „Ich hätte auch locker mit einer ‚Psychose‘ im Spital landen können.“ Die junge Frau war damals alleinerziehende Mutter. Schrittweise konnte sie mit unserer Begleitung wieder Fuß fassen, ist seit ein paar Jahren verheiratet und arbeitet heute mit ihrem Mann auf ihre ganz eigene Weise medial.

Ein Raumfahrer braucht eine Bodenstation

Wie sieht eine Sitzung nun in der Praxis aus? Während Christine beim Channeln ihre Kontrolle abgibt, sich in Halbtrance als Kanal zur Verfügung stellt, bin ich als Zeuge und Coach aktiv beteiligt, formgebend und strukturierend, auch intervenierend. Eine Raumfahrerin braucht eine Bodenstation, die mit allen Vorgängen vertraut ist und sie im Zweifelsfall zurückholen kann. Ich überprüfe die Inhalte während des Channelns mit meinem gesunden Menschenverstand. Ich kenne die Fragestellung und den Kontext. Ich achte auf Christine, den Klienten und den Prozess. Als systemischer Coach arbeite ich gleichverantwortlich mit, stelle Fragen, gebe Feedback, spiegele, halte Kontext und Bogen.

Manche Menschen fragen sich: Könnte es denn auch passieren, dass „schräge“ Energien sich destruktiv einmischen? Theoretisch ja. In unserer Arbeit passiert das aber nicht, weil wir die Gefahren kennen und sehr ernst nehmen. Gefährlich wird’s, wenn hochmediale Menschen ihre eigenen Schatten noch nicht ausreichend erfahren und reflektiert haben, zum Beispiel uneingestandene Eitelkeit, Machtinteressen, geringen Selbstwert, Größenwahn, Helfersyndrom, geringe innere Reife … so etwas kann unerfahrenen Medien und ahnungslosen Klienten schwere Probleme bereiten. Der Satz „stell dir ein schützendes helles Licht vor“ reicht nach meiner Meinung bei weitem nicht aus.

Die Integrität des Mediums ist das Fundament der Arbeit. Es gilt subtile Unterschiede wahrzunehmen. Das Ego ist gebunden an die Sozialisation, die kulturellen und moralischen Standards und Vorlieben, an alles Körperliche und Irdische. Wer bin ich, was denke ich, was will ich? Und was ist in Abgrenzung dazu „der Geist“? Erst wenn ein Medium sich selbst sehr gut kennt, kann es bemerken, wenn sein Ego oder eine andere fremde Energie sich einmischt. Der Geist, und zwar bei uns immer derselbe, ist wie ein guter Lehrer oder Mentor. Er wurde durch vielfältige Erfahrungen im realen Leben überprüft, und von uns und den Klienten als hilfreich bewertet. Er ist erkennbar am Duktus, an der Art und Weise, wie er mit Klienten arbeitet, wie er Fragen stellt und welche Art von Aufgaben er vorschlägt. Ein Störfaktor, der viel mehr Probleme bereiten kann, ist das sozialisierte Ego eines Mediums. Es soll während des Channelns weitmöglichst ausgeblendet werden, weil es die Inhalte nach gesellschaftlichen Maßstäben bewertet und deshalb Hemmungen haben kann, hilfreiche Durchgaben zu übermitteln. Idealerweise mischt sich also das Ego des Mediums gar nicht ein. Wenn das Ego des Mediums beispielsweise eine hohe Meinung von materieller Sicherheit durch Arbeit hat, so könnte es ernsthafte Hemmungen haben, dem Klienten zu übermitteln, seine Festanstellung zu kündigen, um dann nach einer Weile der Unsicherheit seine eigentliche Berufung zu finden. Deshalb ist es für das Medium so wichtig, sich selbst, die sozialisierte Ego-Ebene, sehr gut zu kennen und während der Sitzung bewusst zurückzuhalten. Darum sind intensive Selbsterfahrung und Selbstreflektion unter professioneller Anleitung für medial arbeitende Menschen unbedingt erforderlich.

Angewandt und alltagstauglich

Entscheidend für unsere Klienten und uns ist die Nachvollziehbarkeit der Inhalte und die Qualität der Ergebnisse dieser Arbeit. Der praktische Nutzen im Alltag des Fragenden steht im Zentrum. Beispielsweise war eine Klientin, Cutterin beim Film, eigentlich mit ihrem Job ganz zufrieden, sie ärgerte sich nur über fehlenden Respekt seitens eines Kollegen. Der kritisierte, dass sie nicht wie er selbst täglich acht Stunden am Schnittplatz verbrachte. In einer Sitzung fand sie mit Hilfe der Geistwesen heraus, dass sie außergewöhnlich effizient arbeitete, sich sehr schnell in der Auffassung zeigte und ihre Arbeitsergebnisse sehr gut waren. Das war ihr nicht wirklich bewusst gewesen. Nun fühlte sie sich nicht mehr so angreifbar und wir erarbeiteten eine Kommunikationsstrategie, wie sie sowohl mit ihrem Chef als auch mit ihrem Kollegen sprechen konnte. Das Ergebnis war eine deutliche Gehaltserhöhung und eine gute Aussprache mit dem Kollegen.

In unserer Form der medialen Arbeit werden Illusionen aufgelöst, Relevantes tritt in den Vordergrund, verdrängte Gefühle kommen hoch, Ver-rücktes tritt zurück an seinen Platz, Handlungsoptionen werden sichtbar, das ursprüngliche Wesen des Fragenden kann sich entfalten.

Die Herausforderungen unserer Zeit sind komplex. Wir haben mit „unserer“ Quelle lange und ausführlich an unseren persönlichen Lebensfragen gearbeitet und bewegen uns bis heute in einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Unser Familienleben mit zwei Söhnen in Berlin war und ist dabei immer eine sehr gute Erdung. Entscheidend ist, mitten im Leben die täglichen Herausforderungen zu meistern, wie die Verantwortung für Familienangehörige, Prüfungsstress im Studium, Ärger mit dem Vermieter, Geldknappheit, übergriffige Freunde oder Kollegen … Gelebte Spiritualität zeigt sich im Alltag, nicht im Elfenbeinturm.

Ernsthaftigkeit und persönlicher Wille

In den medialen Sitzungen zeigen sich schnell die Ernsthaftigkeit, der persönliche Wille und die Bereitschaft des Fragenden, sich zu entwickeln. Sucht er nach einem schnellen Trick, einer Zauberei? Verlangt er eine Bestätigung, dass die Welt ungerecht ist und „die anderen“ schuld sind? Oder will er ernsthaft Verantwortung für die eigene Entwicklung übernehmen? Das beinhaltet das Anerkennen eigener Irrtümer und Fehler und die konsequente Wertschätzung der eigenen Ressourcen. Unsere Arbeitshaltung ist prozessorientiert. Die Schritte macht der Mensch – oder auch nicht. Ganz wie er kann und will. Die Hinweise aus der nicht-materiellen Welt sind oft überraschend und lösen teilweise Widerstand aus. Es geht in den Sitzungen manchmal recht zünftig und derb zu. So gar nicht erhaben oder „esoterisch“. Handfest und konkret ist diese Arbeit. Schimpfen, Wut und herzhaftes Lachen sind als vitaler Lebensausdruck willkommen. Da fließt Energie. Ein wichtiger Hinweis, der immer wieder in den Durchsagen der geistigen Welt vorkommt: Übernimm Verantwortung für alles, was du bist und entscheidest. Dann sind Fehler und Krisen kein Problem, sondern ein willkommener Anlass zu lernen. Ergebenheit, Gefolgschaft und Verehrung haben in dieser Arbeit keinen Platz. Wachse in deine eigene Größe, sei ganz du selbst, statt dich irgendwem zu unterwerfen oder dich hinter einem Meister zu verstecken. Echte Meister – ob in dieser oder einer anderen Dimension – wollen keine Verehrung.

 


 

*Das Ouija Board ist ein Hilfsmittel, um mit Geistwesen in Kontakt zu treten. Auf einem Brett sind alle Buchstaben und die Zahlen null bis neun abgebildet. Mit einem Glas oder Zeiger werden durch ein Medium die Zeichen markiert und so eine Botschaft formuliert.

**Automatisches Schreiben bezeichnet eine Methode des Schreibens, bei der Bilder, Gefühle und Ausdrücke (möglichst) unzensiert und ohne Eingreifen des kritischen Ichs wiedergegeben werden sollen. Unter Verzicht auf Absichtlichkeit und Sinnkontrolle werden sowohl Sätze, Satzstücke, Wortketten als auch einzelne Wörter geschrieben.

Eine Antwort

  1. silva
    ordnung ins leben bringen

    ein schöner artikel, der diese art des arbeitens sehr gut beschreibt. ich selbst durfte als `medial hochbegabte` (christine) so einen prozess miti beiden therapeuten auch eine zeitlang erleben, war überrascht, wie bodenständig das alles war. zum beispiel die aufgabe, erstmal seinen alltag, seine tägliche ordnung (ja genau :), denn vielen medien ist gemeinsam, dass sie dazu neigen, sich zu verzetteln, extrem unordentlich zu sein usw…) zu strukturieren, bevor man sich *höherem* , also lebensaufgaben und co…zuwendet. ich habe sehr sehr viel gelernt. wichtig war für mich besonders der austausch mit anderen `betroffenen`in der regelmässigen ausbildungsgruppe, sich zugehörig, sich verstanden fühlen mit allem, was zu medialer hochbegabung an positivem, aber auch an hartem, schwierigem, dazu gehört. ich habe allergrößten respekt vor der arbeit, die christine und stephan auf diesem unorthodoxen feld leisten und bin wirklich dankbar, sie zu kennen.

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