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Die Arbeit mit inneren Bildern ist durch Dr. Carl Simonton oder Dr. Jeanne Achterberg im Rahmen von Krebstherapien schon seit längerem bekannt. Auch der Neurowissenschaftler Dr. Gerald Hüther beschreibt die „Macht innerer Bilder“ in seinem gleichnamigen Buch. Lernen kann man diese innere Kommunikation über Visualisierungen und Imaginationen durch die Methode Wildwuchs. Der Vorteil: Wer fähig ist, mit seinem eigenen Körper zu reden, erfährt nicht nur dessen Bedürfnisse und kann diesen im Alltag Raum geben, sondern ist auch im Stande, die eigene Heilung effektiv zu unterstützen.

Seit über zwei Jahrzehnten gibt es eine Methode, die innere Bilder für die Kommunikation mit dem Körper nutzt – zu allen Lebensthemen, beispielsweise zur Gesundheitsförderung oder im Coaching für einen harmonischen Berufsalltag: die Methode Wildwuchs. Durch innere Bilder wird ein Kontakt zum Körperinnenleben hergestellt, um Informationen aus der eigenen Körperintelligenz zu erhalten. Diese Hinweise werden dann in praktikable Handlungsschritte für einen gesundheitsförderlichen Alltag umgesetzt – so entsteht ein Gesundheitstrainingsprogramm. Die Methode Wildwuchs wurde in den achtziger Jahren von Angelika Koppe begründet. Sie ist mittlerweile ein standardisiertes Beratungsverfahren zur Unterstützung erkrankter Menschen in ihrem Bedürfnis „selbst etwas zu tun“, um die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers zu stärken.

Herzstück dieser Methode ist die Arbeit mit unterschiedlichen Visualisierungstechniken. Unter Visualisierung oder Imagination versteht man das Sichtbarwerden von Bildern vor dem inneren Auge mithilfe der eigenen Vorstellungskraft. Diese Techniken eröffnen als „innere Reisen“ tieferliegende Bewusstseinsschichten und ermöglichen einen Einblick in das Körperinnenleben mit seinen „seelisch-biologischen Vernetzungen“, wie der Neurobiologe und Psychosomatiker Dr. Joachim Bauer formuliert. Die Inneren Bilder schaffen eine Verbindung zwischen bewusstem Denken, psychosozialen Themen und Körperprozessen.

Das Drei-Schritte-Programm

Am Beginn des Beratungszyklus leitet die Visualisierung „Körpererkundung“ dazu an, das eigene Körperinnere zu besuchen. Erfahrungen aus der Selbstheilungsberatung zeigen, dass Menschen in inneren Bildern biologisch zutreffende Körperzustände wahrnehmen können. Beispielsweise beschreiben oftmals Frauen Myome, die sich außen am Rand der Gebärmutter gebildet haben, als hell, weißlich, fest, rauh; von Myomen im Inneren der Gebärmutterhöhle berichten Frauen dagegen oft, dass diese rot-blau, schleimig und rutschig sind. Oder: Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen sehen in inneren Bilden den einen Schilddrüsenlappen als hyperaktiv, den anderen als „schlapp“ und still.

Kommentar eines Klienten: „Durch die Arbeit mit inneren Bildern habe ich einen ganz anderen Kontakt zu meinem Körper mit seinen inneren Organen bekommen. Ich war während der Beratung oft so verblüfft, wie genau die inneren Bilder mir das Körperinnere gezeigt haben, so als würde man tatsächlich im Körper herumwandern und sich alles anschauen können. (…) Die Welt der inneren Bilder ist wie eine andere Bewusstseinsebene, dort bekomme ich Informationen, die ich für meine Gesundheitsförderung brauche – zum Beispiel ganz konkrete Handlungsanweisungen, was ich im Alltag tun kann.“

Aber die Fähigkeit der Eigenwahrnehmung und Eigenmacht reicht noch über den „Besuch“ des Körperinneren hinaus, denn innere Bilder ermöglichen sogar eine Kommunikation mit dem Körper: Es ist tatsächlich möglich, mit dem Körperinneren zu sprechen und sich beraten zu lassen. Beispielsweise berichtet ein Herz, dass es mehr „Raum“ im Alltag von seiner Besitzerin braucht, eine Leber beschwert sich, dass sie zu viel „Dreck“ bearbeiten muss und will zu ihrer Entspannung eine andere Nahrung, eine Gebärmutter fordert Respekt und Aufmerksamkeit für sich, ein Wirbel im Rückgrat braucht Zeiten der Stille im Alltagsablauf, eine Schilddrüse ist durch das viele Arbeiten zur Existenzsicherung überlastet usw.

Lustvolles Zusammenspiel

Auch in beruflichen und privaten Alltagssituationen signalisieren Körperbefindlichkeiten, wie ein äußerer Konflikt sich als Blockade im eigenen körperlichseelischen System auswirkt: Bei Beziehungsproblemen beispielsweise zeigen innere Bilder wie es der Person „die Beine wegreißt“ und durch welchen spezifischen inneren Konflikt sie sich „klein“ fühlt. Positiv und stärkend verweist der Körper aber auch auf die persönlichen Ressourcen: Hat der Klient erst einmal die Grundlagen des Problems gemeinsam mit dem Körper besprochen und die ausgegebenen Lösungen angewandt, wirken die Korrekturen nachhaltig. Dann gibt das Herz gerne seine Power und Lebendigkeit bei beruflich aufwendigen Projekten oder die Wirbelsäule verspricht ihre Unterstützung. Solch eine aktive Körper-Kommunikation ergibt ein freundliches, gesundheitsförderliches und lustvolles Zusammenspiel im Leben.

Kommentar einer Klientin: „Ich hatte nie Bilder, die mir nicht gut tun: Bei der ersten Körperreise hatte ich schon Angst, ob ich nicht etwa eine abstoßende Zyste in meinem Bauch sehe. Die Bilder, die kamen, konnte ich aber immer annehmen. Es gab auch so viel Schönes, das ich in meinem Inneren erleben durfte. Es war eher wie eine Forschungs- und Entdeckungsreise, ein Kennenlernen des Körperinneren. Und im direkten Kontakt verschwinden Angst oder Ekel, derartige Maßstäbe gelten dann nicht mehr. So haben die inneren Bilderreisen mich dem Körper nach und nach näher gebracht.“

In der nächsten Phase der Methode werden Möglichkeiten von Eigenverantwortlichkeit im Krankheits- und Heilungsgeschehen aufgespürt. Es geht darum zu erforschen, wie weit ein Mensch durch unbewusstes Verhalten bestimmte Körperbefindlichkeiten mit bewirkt oder aufrecht erhält. Es geht vor allem um die Verbundenheit von Körperprozessen und gewohnten Lebensmustern – nicht als Schuldzuweisung, sondern als Quelle von Handlungsmacht. Wichtig ist dabei oft, dass Menschen ihren individuellen Verarbeitungsprozess von Trauer, Schmerz und anderen Gefühlen wahrnehmen und verstehen, so dass ein heilsamer Umgang damit aktiviert wird. Ein Klient meinte dazu: „Diese Visualisierungen waren eine Reise zu meinem wahren Ich. Sie war manchmal schmerzhaft und traurig, wenn alte Muster auftauchten, von denen ich mich verabschieden musste, um Neues zuzulassen“.

Individuelles Gesundheitsprogramm

Im letzten Abschnitt der Methode werden Schritte zur Selbstheilung kreiert. Es sind alltagstaugliche Handlungen, die als vierwöchiges Gesundheitstraining individuell zusammengestellt sind. Bestandteile des Gesundheitstrainings sind zum Beispiel Visualisierungen, die die persönliche Selbstheilungskompetenz stärken helfen. Des Weiteren können neue Alltagserfahrungen gesundheitsförderlich wirken, etwa die Wertschätzung des eigenen Körpers, das Aufgeben überlebter Denk- und Verhaltensweisen, Mutproben für neues Verhalten oder Alltagsrituale, die die Lebensfreude stärken.

Ein Beispiel: Eine Frau mit einer Schilddrüsenerkrankung bekam im Laufe des Beratungszyklus den Hinweis, dass die Krankheitsproblematik auch mit den körperlichen Gewalterfahrungen als 14- jähriges Mädchen in Verbindung stand; ab diesem Zeitpunkt hatte sie ihren Körper zu hassen begonnen, weil er Schmerzen verursachte. In der Visualisierung zum nächsten Lösungs- oder Selbsthilfeschritt sah die Frau das Bild, wie sie sich selbst umarmte und sich ganz zart im Gesicht berührte. Die Frau war einen Alltag mit dem Hass auf ihren Körper gewohnt, und so erschien ihr schon dieses innere, heilsame Bild als sehr herausfordernd. Der praktische (Selbsthilfe-) Schritt war dann die Aufgabe, den Körper einmal täglich im Spiegel anzuschauen und sich dabei selbst zu umarmen. Das war für die Frau einen aufregend neue Lebensqualität. „Für mich ist das Gesundheits-Trainings- Programm für meine alltägliche Gesundheitsförderung wichtig. Es ist ein Konzept mit Handlungen und Visualisierungen für zu Hause. Diese Aufgaben waren ein Halt in dem „KrankheitsÄngste- Hoffnungen-Durcheinander“. Sie retteten mich zum Beispiel auch vor meinem alten Denken, dass mich die Krankheit dominieren und ohnmächtig machen könnte. Ich hatte etwas in der Hand, das ich tun konnte. Egal wie schlecht es mir geht, das tut mir jedes Mal wieder gut!“


 

Erfahrungsberichte: Raus aus der Sackgasse Hilflosigkeit 

„Als ich die Informationen über die Methode Wildwuchs im Internet las, hat mich die darin enthaltene Möglichkeit, „selbst etwas für meinen Körper tun zu können“, fasziniert. Ich stand kurz vor meiner Operation und allein der Gedanke, aus der Sackgasse „Hilflosigkeit“ herauszukommen, war stärkend für mich: nicht mehr nur ausgeliefert sein, eine Möglichkeit zu haben, meine Gesundung selbst in die Hand zu nehmen, bei meinem Körper wieder anzukommen, die Entscheidungen über die Zukunft meines Körpers mit beeinflussen zu können. Schon diese Möglichkeit der Eigenverantwortung bewirkte das Gefühl, die Krankheit nicht mehr als Gegnerin zu empfinden, sondern ich wurde neugierig auf das ,Gespräch‘ mit meinem Körper und seinen Symptomen. Ich wurde neugierig auf den Kontakt zu meinem Körper, um etwas zu erfahren für mein Weitergehen. Und in dieser inneren Vorbereitung empfand ich die Zyste zum ersten Mal als MEINS und nicht als etwas Fremdes.“

„Ich habe die Methode Wildwuchs zwei Mal gemacht, einmal vor ein paar Jahren und noch einmal vor meiner Operation vor zirka zwei Jahren. Ich fand es beide Male so erstaunlich, dass es ein inneres Wissen gibt über den Körper, so als würde man wirklich reingucken können in den Körper – die Bilder waren soo konkret! Das war wichtig für mich, um selbst zu überprüfen, wo stehe ich eigentlich bezüglich der Erkrankung und Heilung. Auch die eher psychologische Botschaft der Bilder war sehr konkret und greifbar – ich konnte direkt etwas damit anfangen. Man sollte aber nicht erwarten, dass dadurch die Krankheit einfach geheilt wird, dass alles gut wird. Sondern es ging für mich damals eher darum zu verstehen, was hinter der Krankheit steckt und was ich selbst tun kann, wie es vielleicht besser wird, wie man mit der Krankheit umgeht, wie man mit der Krankheit lebt.“

 

 

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