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Der Transhumanismus glaubt, dass die nächste Evolutionsstufe der Menschheit die Verschmelzung des Menschen mit Technologie ist. Eine neue Rasse von Cyborgs soll den Homo sapiens ablösen und das Leben im Universum auf eine neue Stufe heben. Was klingt wie Science-Fiction, ist vielleicht eine ernst zu nehmende Bedrohung für die nahe Zukunft und wird schon bald das Leben jedes einzelnen Menschen beeinflussen.

Transhumanismus – Die Zukunft gehört den Maschinen

In weniger als 50 Jahren wird der Mensch mit den Maschinen verschmelzen und seine biologische Hülle für immer abwerfen. Es ist die Befreiung von den Grenzen des Fleisches, von den Qualen, Mängeln und Begrenzungen eines biologischen Körpers: Tod, Krankheit, Makel – all das wird bald Vergangenheit sein. Wir werden sein wie Götter. Allmächtig, unsterblich und unbegrenzt. Nun ja, zumindest eine kleine Elite von uns: Eine selbstgeschaffene Rasse, welche künftig die Vorherrschaft über diesen Planeten übernehmen wird, während der erbärmliche Homo sapiens langsam aus der Geschichte des Universums getilgt wird.

Das zumindest ist der Glaube der sogenannten Transhumanisten. Es klingt nicht bloß wie eine Religion, es ist eine. Es ist die kompromisslose Religion des Materialismus, der ultimative Triumph des Menschen über die Natur. Nicht Spiritualität soll den Menschen erlösen, sondern Technologie. Nicht dem Mensch gehört die Zukunft, sondern den Gott-Maschinen.

 

Die technologische Singularität

Die technologische Singularität ist im Glauben der Transhumanisten der Zeitpunkt, an dem Maschinen so intelligent werden wie Menschen und beide zu einer neuen Spezies verschmelzen. Das gesamte Wissen der Menschheit, insbesondere Gentechnik, Nanotechnologie, Neurologie und Kybernetik wird sich im Punkt der Singularität zur Geburt der neuen Über-Spezies vereinen:

„Die Singularität ist eine Zukunft, in der das Tempo des technologischen Wandels so schnell und weitreichend voranschreitet, dass die menschliche Existenz auf diesem Planeten irreversibel verändert wird. Wir werden die Macht unserer Gehirne, all die Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlichen Macken, die uns zu Menschen machen mit unserer Computer-Macht kombinieren, um auf eine Art zu denken, zu kommunizieren und zu erschaffen, wie wir uns heute noch nicht vorstellen können.

Diese Verschmelzung von Mensch und Maschine, mit der plötzlichen Explosion der Maschinen-Intelligenz wird, im Verbund mit rasend schneller Innovation in den Bereichen der Gen-Forschung sowie der Nanotechnologie, zu einer Welt führen, wo es keine Unterscheidung mehr zwischen dem biologischen und dem mechanischen Leben oder zwischen physischer und virtueller Realität gibt. Diese technologischen Revolutionen werden es uns ermöglichen, unsere gebrechlichen Körper mit all ihren Einschränkungen zu überwinden. Krankheit, wie wir sie kennen, wird ausgerottet. Die menschliche Existenz wird einen Quantensprung in der Evolution durchlaufen. Wir werden in der Lage sein, zu leben solange wir wollen.“ erklärt Ray Kurzweil, einer der Vordenker der Transhumanisten.

Transhumanismus – die Religion der Elite

Was man zunächst kaum ernst nehmen kann, halten nicht wenige für eine der größten Gefahren unserer Zeit. Denn es sind nicht bloß ein paar Science-Fiction-Spinner, die diese neue Religion vorantreiben, es sind vor allem Angehörige der internationalen Eliten. Die Transhumanisten sitzen in den größten Firmen der Welt, wie Google, Microsoft, Apple und Nokia, sie leiten die Forschung an den größten Unis, sie machen Politik, sie haben Geld. Es sind die Reichen, Mächtigen und Schlauen, die dem Heilsversprechen des Transhumanismus auf den Leim gehen – in der Hoffnung auf Unsterblichkeit und Allmacht.

Während also allenthalben die dubiosesten Verschwörungstheorien fabuliert werden, liegt diese Verschwörung völlig offen zutage. Die Ziele der Bewegung sind ebenso wenig geheim, wie ihre Anhänger oder ihre Strategie. Unter den informierten Intellektuellen der Welt herrscht längst größte Sorge über den unaufhaltsam scheinenden Siegeszug der Transhumanisten. In Konferenzen, Uni-Seminaren und Feuilletons rund um den Globus werden die Gefahren der Bewegung diskutiert. Die breite Öffentlichkeit nimmt dies kaum wahr – zu phantastisch, zu abgehoben klingen die Ziele. Dabei hat es längst begonnen. Und selbst die erbittertsten Gegner halten die Bewegung mittlerweile für „nicht mehr aufzuhalten“.

„Die Frage, welche Spezies diesen Planeten dominiert, wird die globale Politik in diesem Jahrhundert diktieren. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich jene Technologien entwickeln, welche die Entstehung von „Artilects“ – künstlichen Intelligenzen – möglich machen, ist es wahrscheinlich, dass die Menschheit in der Lage sein wird, Artilects zu konstruieren, die geistige Fähigkeiten besitzen, welche buchstäblich Billionen über Billionen mal über dem menschlichen Niveau liegen. Die Menschheit wird sich dann entscheiden müssen, ob sie die Nr. 2 Spezies auf dem Planeten werden möchte oder nicht“, schreibt Hugo de Garis im Forbes Magazine – einem angesehenen amerikanischen Wirtschaftsblatt.

Die Singularity University – so etwas wie das ideologische Hauptquartier der heterogenen Bewegung – liegt im Silicon Valley direkt zwischen Google und der Nasa. Das spiegelt in etwa wieder, wo die Bewegung gesellschaftlich steht. Die Transhumanisten reiten auf der Welle des unerschütterten Glaubens an Fortschritt und Technologie. Geschickt bringen sie ihre Forschungsprojekte auf die Agenda von Universitäten und Konzernen, längst forscht man weltweit im Auftrag der Transhumanisten. Und jedes Jahr rückt die Bewegung ihren Zielen näher. Jetzt sind wir schon so nah, wie die meisten Menschen kaum ahnen würden.

Transhumanismus, die logische Fortführung der Evolution

Im Weltbild der Transhumanisten ist der Schritt vom Menschen zur künstlichen Intelligenz nichts weiter als die logische Fortführung der Evolution. Eine Seele gibt es für die Transhumanisten nicht, nur Nervensignale und Gene. Einen Gott auch nicht – zumindest noch nicht! wie Ray Kurzweil gern zu sagen pflegt.

Evolution ist für die Transhumanisten nicht die Evolution von Leben oder Bewusstsein, sondern von Information und ihrer Verarbeitung. Die Information hat sich von Atomen über DNA, zu Memen in Computern weiterentwickelt. Der Mensch sei nur eine organische Maschine, ein Vehikel für Information. Und nun sei der Zeitpunkt gekommen, an dem die Information ein besseres Vehikel findet: den Cyborg. Nachdem die Materie in Form des Menschen intelligent geworden ist, soll nun eine neue Form von Intelligenz und Bewusstsein entstehen, die künstliche Intelligenz, hervorgebracht durch den Menschen, der mit dieser neuen Form zu einem neuen Wesen verschmelzen wird. Technologie wird lernen, die Mechanismen der Natur zu verwenden, aber unendlich effizienter, schneller, und ohne die schwächliche Zerbrechlichkeit organischer Lebewesen.

Der Mensch, so glaubt der Transhumanismus, ist die erste Spezies, welche die Evolution der eigenen Spezies selbst in die Hand nimmt und steuert – und damit millionenfach beschleunigt.

Kurzweil Transhumanismus EvolutionKlicken zum Vergrößern

Der Siegeszug der Technik

Derzeit verdoppelt sich die Rechenleistung von Computern alle 18 Monate. In etwa 6 Jahren werden Computer dem menschlichen Gehirn an Rechenpower weit überlegen sein. Im Jahre 2050 wird man ein Gerät, das die Rechenpower aller menschlichen Gehirne übertrifft für den Preis einer Waschmaschine erwerben können, macht Kurzweil die Entwicklung plastisch. Allein das alarmiert weltweit die Wissenschaft: Die Gefahren sind groß. Denn Roboter und Computer übernehmen immer größere Bereiche unseres Lebens. Ob in der Fertigung, im Operationssaal oder beim Militär, Roboter sind allgegenwärtig. Wie viel Macht dürfen Computer haben? Wie soll man mit dem Aufkommen von künstlicher Intelligenz umgehen? Welche Rechte haben intelligente Computer? Weltweit gibt es hochkarätige Konferenzen zu diesen Themen – denn all diese Fragen werden vielleicht schon in wenigen Jahren aktuell.

Dabei geht es nicht nur um den Transhumanismus: Wenn man liest, dass die Lichtsteuerung des Flughafens Berlin-Brandenburg seit Monaten „außer Kontrolle ist“ und sich nicht mehr abschalten lässt – was bedeutet das dann zum Beispiel für das Militär, dass immer mehr auf Roboter, Drohnen und computergesteuerte Waffensysteme setzt? Technik muss ja nicht erst „intelligent“ werden, um zu revoltieren, sie kann auch einfach defekt sein und falsche Berechnungen anstellen. Die Risiken „intelligenter“ Systeme – besonders beim Militär – wird auch in Regierungskreisen kritisch diskutiert.

Der Plan der Transhumanisten

Aber für die Transhumanisten ist das alles nur Vorgeplänkel. Kybernetik, Neurologie, Robotik, Nanotechnologie, Gentechnik – es ist die Fusion all dieser Strömungen zu einem übergeordneten Ziel, die den Plan der Transhumanisten wahrwerden lassen soll. Die Entwicklung ist aus Sicht des Transhumanismus in vier groben Schritten zu denken:

  1. Technologie wird zum alltäglichen menschlichen Begleiter. Nach Computern und Smartphones werden Hausroboter zur Normalität. Die Technologie rückt immer näher an den Menschen heran, intelligente Maschinen und die Kommunikation mit Robotern und künstlicher Intelligenz (z.B. Kundenberatung) immer normaler.
  2. Dann wird der Mensch beginnen, Technologie direkt in seinen Körper einzubauen und Schnittstellen zwischen dem Gehirn und Computern zu schaffen. Dies wird seine Fähigkeiten drastisch erweitern. Zwei Rassen werden auf der Erde existieren: Solche Menschen, die Zugang zu der neuen Technologie haben und sich damit zum Mensch 2.0 updaten, und der Homo sapiens, welcher der neuen Rasse hoffnungslos unterlegen sein wird. Der Cyberspace und die Realität verwischen, da die Computer-Gehirn-Schnittstelle Reize simuliert als würden sie tatsächlich erlebt.
  3. Der neue Mensch 2.0 besteht irgendwann zu gleichen Teilen aus organischen und technischen Elementen. Das Leben des Menschen wird drastisch verlängert. Seine Fähigkeiten steigern sich ins unermessliche. Zuletzt wird es möglich, ein organisches Gehirn in einen Cyborg zu verpflanzen, wodurch der Mensch nach dem Glauben der Transhumanisten den Körper wechseln kann und damit unsterblich wird.
  4. Dann gelingt es, eine künstliche 1:1-Kopie eines menschlichen Gehirns zu erzeugen. Es wird möglich, den gesamten Inhalt des Gehirns und seine Struktur in einen Computer zu downloaden. Menschen leben das als intelligente Software im Cyberspace oder einem Cyborg-Avatar ihrer Wahl. Der Mensch kann beliebig die Körper wechseln. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Realität und Cyberspace. Der Mensch kann mit seinem Bewusstsein in den Cyberspace reisen und dort Welten erschaffen und beherrschen. Der Mensch hört auf zu existieren, Evolution geschieht durch gezielte Schöpfung neuer Intelligenzen.

(Einzelheiten der Ziel sind dem Aufsatz: „Reinventing Humanity – The future of Machine-Human Intelligence“ oder auch der Web-Seite 2045.com zu entnehmen, welche die Ziele der Transhumanisten in Russland vertritt.)

 

Exponentielle Beschleunigung

Wie kommt es, dass kaum jemand diesen Plan ernstnimmt, während uns vielleicht gerade mal 20 Jahre von seiner Umsetzung trennen? Ray Kurzweil erklärt es: Es liegt daran, das kaum jemand versteht, was exponentielles Wachstum bedeutet.

„Wie ist es möglich, das wir so nah vor diesem enormen Wandel stehen und ihn nicht sehen können? Die Antwort ist die Beschleunigung der technologischen Innovation. Wenn sie in die Zukunft denken, berücksichtigen nur wenige Menschen die Tatsache, dass der menschliche wissenschaftliche Fortschritt exponentiell verläuft.

In anderen Worten, das 20. Jahrhundert hat sich allmählich beschleunigt bis zum heutigen Tempo des Fortschritts, die gesamten Leistungen des letzten Jahrhunderts entsprechen nur etwa 20 Jahren Fortschritt in der Geschwindigkeit vom Jahr 2000. Nun machen nochmal „20 Jahre“ dieses Fortschritts in nur noch 14 Jahren (bis 2014), und dann das gleiche wieder in nur sieben Jahren. Wir im 21. Jahrhundert nicht 100 Jahre technologischen Fortschritts erleben, wir werden 20.000 Jahre des Fortschritt bezeugen (am heutigen Fortschritt gemessen), oder Fortschritt, der etwa 1000 mal größer ist als das, was das gesamte zwanzigste Jahrhunderts erreicht hat.“

Dabei ist anzumerken, dass das 20. Jahrhundert uns von Pferdewagen zu Magnetschwebebahnen und von Dampfmaschinen zu Smartphones gebracht hat – eine unvorstellbare Entwicklung. Das was nun kommt, wird 1000 Mal schneller sein. Ab einem bestimmten Punkt wird der Fortschritt so schnell sein, dass das menschliche Gehirn ihn nicht mehr begreifen kann. Nur die optimierten Menschen werden mit diesem Tempo noch schritthalten können.

Forschen für die Maschinen-Götter

Forschungsmittel für diesen grotesken Plan lassen sich leicht besorgen. Gerade erst hat die EU den größten jemals für ein Forschungsprojekt verteilten EU-Etat von einer Milliarde an Steuergeldern in das transhumanistische „Human Brain Project“ gesteckt – einer der wichtigsten Bausteine: die Simulation eines kompletten menschlichen Gehirns als Computerschaltkreis durch die Nachbildung der neuronalen Struktur des menschlichen Gehirns. In etwa 10 bis 20 Jahren soll das menschliche Gehirn fertig sein. Die Rechenpower von Computern hat die des Gehirns bis dahin vielleicht bereits um das millionenfache überflügelt.

Die Robotik, insbesondere die Prothetik soll herausfinden, wie man Maschinen direkt an Nerven anschließen kann, um den Menschen mit künstlichen Gliedmaßen und Sinnesorganen zu erweitern. Forschungsgelder gibt es dafür von Medizin und vom Militär in Milliardenhöhe. Die Technik ist bereits so gut wie ausgereift.

Die Entwicklung von Haushalts-Robotern schreitet ebenfalls schnel voran. Schon bals sollen sie in Altenheimen, als Haushalts-Hilfe und als Spielkameraden für Kinder zum Einsatz kommen. IBM hat prognostiziert, dass solche Roboter in bereits fünf Jahren fühlen, sehen, hören, schmecken und riechen können.
Andere Bereiche der Robotik befassen sich mit Bio-Hybrid-Systemen. Hier werden Zellen mit elektronischen Schaltkreisen verbunden – der erste Schritt zum halblebendigen Cyborg-Roboter.

Die Neurologie soll helfen, das Gehirn zu verstehen und ein Gehirn-Computer-Interface zu bauen. Ein solches gibt es bereits, es wurde an Tieren erfolgreich getestet und wird nun erstmals in Menschen verpflanzt.

Die Nanotechnologie macht immer kleinere Schaltkreise möglich – und Roboter, die so klein sind, dass sie in der menschlichen Blutbahn leben können. Ray Kurzweil fasst die Entwicklung wie folgt zusammen:

Die Revolution der Nanotechnologie wird uns ermöglichen, unseren Körper und unsere Gehirne Molekül für Molekül neu zu gestalten – weit über die Grenzen der Biologie hinaus. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz innerhalb unseres biologischen Systems wird für die Menschheit einen evolutionären Sprung nach vorne markieren, aber es bedeutet auch, dass wir mehr  „Maschine“ sein werden als „Mensch“. Milliarden von Nanobots werden durch die Blutbahnen in Körper und Gehirn reisen. Sie werden Krankheitserreger zerstören, DNA-Fehler korrigieren, Giftstoffe beseitigen, und viele andere Aufgaben erfüllen, die unsere körperliches Wohlbefinden steigern. Als Ergebnis werden wir in der Lage sein, auf unbestimmte Zeit zu leben, ohne zu altern.

Trotz des wunderbaren Zukunftspotenzials der Medizin wird Unsterblichkeit nur erreicht werden, wenn wir unsere biologischen Körper vollkommen ablegen. Während wir uns in Richtung einer Software-basierten Existenz bewegen werden, gewinnen wir die Fähigkeit „Backups“ von uns anzulegen (Speicherung der Muster unseres Wissen, unserer Fähigkeiten und Persönlichkeit in einer digitalen Form) wodurch wir virtuelle Unsterblichkeit erlangen. Dank Nanotechnologie werden wir einen Körper haben, den wir allein durch unseren Willen nicht nur verändern, sondern in völlig neue Formen verwandeln können. Wir werden um 2020 in der Lage sein unsere Körper in full-immersion Virtual-Reality-Umgebungen so zu verändern und etwa um 2040 auch in der physischen Realität.“

Bislang läuft alles wie am Schnürchen.

„Die Konsumenten werden um den Chip betteln“

Einer der wichtigen Bausteine ist auch die Entertainment-Elektronik. Durch eine langsame Gewöhnung der Menschen an Technologie soll die Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert und auch konservative Zweifler auf Linie gebracht werden. Entertainment-Anwendungen bringen nicht nur Milliarden für die weitere Entwicklung, sondern sind auch hervorragende Tests für viele neue Technologien.

Die Smartphones waren der erste Schritt in dieser Entwicklung. Nun wird die Augmented Reality folgen: Geräte, welche die Technologie noch näher an den Körper bringen und die Grenze zwischen Technik und Mensch langsam verwischen. Googles Glases oder diverse Startups mit Augmented-Reality-Kontaktlinsen sind solche Technologien, welche zum Beispiel das natürliche Sichtfeld des Menschen, mit digitalen Anzeigen überlagern. Der Computerbildschirm ist dann kein Ding mehr, sondern integraler Bestandteil unserer Wahrnehmung.

Der nächste Schritt sind dann die Implantate. Noch scheint kaum vorstellbar, dass in naher Zukunft – und wir reden von vielleicht 5 Jahren – Menschen es zulassen werden, das Computerteile in ihre Körper transplantiert werden. In der hervorragenden Arte-Dokumentation „Welt ohne Menschen – Transhumanismus: Chance oder Albtraum?“ kann ein transhumanistischer Vordenker darüber nur lachen: Die Menschen würden wie für das I-Phone und die Playstation vor den Läden kampieren und darum betteln, ein Implantat zu bekommen, sagt er voraus. Denn die ersten Konsumenten-Implantate werden Entertainment-Implantate sein. Und Menschen sind verrückt nach solchem Zeug.

Von da bis zur Computer-Hirn-Schnittstelle ist es dann nicht mehr weit. Und spätestens damit ist der Bann gebrochen.

Der Krieg der Spezies

Unvermeidbare Folge einer solchen Entwicklung wäre, dass die Menschheit sich schon bald in zwei oder mehr Spezies aufteilen wird: Die normalen Menschen und die Menschen 2.0. Es wird vor allem die Elite sein, die über den Zugang zu den neuen Technologien verfügt und durch diese technischen Erweiterungen den gewöhnlichen Menschen in Intelligenz, Sinnesorganen, Körperkraft, Lebensdauer und Macht um ein Vielfaches überlegen sein werden. Eine Herrenrasse ist geboren – und eine Abfall-Rasse, die in der Gesellschaft keine signifikante Rolle mehr spielen wird und nur noch für niedere Arbeiten zu gebrauchen ist.

Hugo de Garis postuliert in seinem bereits zitierten Aufsatz „The Coming Artilect War“, dass sich die Menschheit schon vor dieser Entwicklung auch ideologisch in drei Gruppen zerteilen wird: Die Cosmisten wollen Maschinen-Götter erschaffen, die Terraner kämpfen für eine Erhaltung der Natürlichkeit und des Homo Sapiens und als dritte Gruppe sieht er die Cyborgisten/Transhumanisten, die hoffen, sich selbst in Gott-Maschinen zu verwandeln. Sein Szenario für die nahe Zukunft ist nicht rosig:

„Stellen Sie sich eine Welt vor, in der die Cyborgs sich zunehmend verbreiten. Eine junge Mutter, die gerade entbunden hat, kann nun wählen, dem neugeboren Baby-Gehirn ein Körnchen artilectischen Salzes hinzuzufügen – die Umwandlung in einen Artilect (Artifical Intellect). Es steckt so viel Rechenleistung in diesem Sandkorn, dass sie ihr Baby effektiv „getötet“ hat. Es ist nun kein Mensch mehr, sondern ein Artilect in menschlicher Verkleidung. Stellen Sie sich vor, wie ältere Eltern beobachten müssen, wie ihre erwachsenen Kinder sich in Cyborgs verwandeln, so sehr dass ihre Kinder nicht mehr menschlich sind. Die Eltern werden fühlen, sie hätten ihre Kinder verloren. Der Aufstieg der Artilects und der Cyborgs wird zutiefst verstörend auf die menschliche Kultur wirken, und tiefe Entfremdung und Hass hervorrufen.

Kurzweil behauptet, dass, wenn überhaupt ein Krieg zwischen den Terranern und den anderen Gruppen stattfindet, dann wäre es eine schnelle ungleiche Schlacht. Die weitaus überlegene Intelligenz der Artilecten würde die Terraner schnell besiegen.“

Das ist sicher eine drastische und ziemlich futuristische Sichtweise, aber nicht wenige Menschen teilen im Kern ähnliche Befürchtungen. Das Zeitfenster für den Menschen, diese Entwicklung zu stoppen ist nicht groß. William Joy, Mitgründer von Sun Microsystems und Gegner des Transhumanismus schreibt in seinem Aufsatz Why The Future Doesn’t Need Us„:

 

Seit ich in die Entwicklung neuer Technologien involviert bin, hat ihre ethische Dimension mich besorgt, aber es war erst im Herbst des Jahres 1998, dass mir schreckhaft bewusst wurde, wie groß sind die Gefahren sind, vor denen wir im 21. Jahrhundert stehen. […] Gewöhnt an das Leben mit fast routinemäßigen wissenschaftlichen Durchbrüchen haben wir noch nicht begriffen, dass die größten Technologien des 21. Jahrhunderts – Robotik, Gentechnik und Nanotechnologie – eine andere Bedrohung darstellen als die Technologien, die vor ihnen kamen. Insbesondere Roboter, gentechnische Organismen und Nanobots haben einen gefährlichen Verstärkungsfaktor: Sie können sich selbst replizieren..

Die Unfähigkeit die Folgen unserer Erfindungen zu verstehen, während wir noch in der Entrückung von Entdeckung und Innovation schwelgen, scheint ein häufiger Fehler von Wissenschaftlern und Technologen zu sein […] Wir werden in dieses neue Jahrhundert geschleudert ohne Plan, ohne Kontrolle und ohne Bremsen. Sind wir schon zu weit gegangen, um den Kurs noch zu ändern? Ich glaube nicht, aber wir versuchen es ja auch gar nicht – noch nicht – und die letzte Chance, um die Kontrolle wieder zu erlangen, nähert sich sehr schnell.“

Die Metaphysik des Transhumanismus

Dass es sich beim Transhumanismus, nicht um reine Wissenschaft, sondern um eine fanatische Religion handelt, ist kaum zu übersehen. Es geht um die Entstehung eines Volkes von auserwählten Gott-Menschen, die in den Cyber-Himmel aufsteigen, wo sie als allmächtige und unsterbliche Götter leben, Universen erschaffen, sich mühelos durch Raum und Zeit bewegen und weder natürlichen noch ewigen Gesetzen unterworfen sind. Karma, Wiedergeburt, Sünde und Ethik gelten für diese Wesen nicht mehr, sie haben sich abgekoppelt.

Es ist der Triumph der Materie über Gott, der luziferianische Weg zur Erleuchtung, Beweis für die Allmacht des menschlichen Egos, das sich Gott ebenbürtig macht. Es ist die Verkehrung aller spirituellen Verheißungen in den pursten Materialismus. Das Fleisch ist überwunden, das ewige Leben erreicht, der Geist befreit – als Programm in einer Maschine.

Das Transhumanismus ist die materialistisch-mechanistische Antithese zur traditionellen Spiritualität, mit all ihren Komponenten. Zum Beispiel glaubt Kurzweil, dass durch die Verschmelzung von Mensch und Maschine, letztlich die ganze Materie des Universums zu Bewusstsein erwachen wird. „Das Erwachen des Universums“ nennt er diese Phase seiner Evolutionstheorie, in welcher „[…] Die Muster von Energie und Materie im Universum durchdrungen werden von intelligenten Prozessen und Wissen.“ Der Mensch trage durch seine Verwandlung zum Cyborg das Bewusstsein in die Materie hinein und erwecke damit das ganze Universum. Er wird durch diesen Schritt nicht nur gottgleich, sondern auch zum Erlöser der gesamten Schöpfung.

Auch wenn sich diese Metaphysik auf den ersten Blick hinter rationaler Argumentation und Wissenschaftlichkeit verbirgt, gibt sie doch reichlich Stoff zu philosophischer Kontemplation.

Der Irrtum der Transhumanisten

Dass der Mensch sich mithilfe technischer Updates, Gentechnik und anderer Techniken selbst in eine neue Spezies verwandeln wird, das steht wohl nicht mehr in Frage. In wenigen Jahren, wohl kaum mehr als 10, werden wahrscheinlich zwei Spezies auf diesem Planeten wohnen.

Die offene Frage freilich bleibt, ob es wirkliche künstliche Intelligenz jemals geben kann. Was passiert, wenn man ein künstliches Gehirn einschaltet, das weiß niemand. Kurzweil glaubt, es würde lernen wie ein kleines Kind – vorausgesetzt, man simuliert äußere Reize. Aber wird es denken? Wird es ein Ich haben? Ist das menschliche Ich, ist Intelligenz wirklich nur ein Epiphänomen neuronaler Schaltkreise? Und wenn man den Gehirn-Inhalt eines Menschen auf zehn Roboter überträgt, wer ist dann der angeblich unsterbliche Mensch? Für die Transhumanisten ist unser Selbst nur Information – ihnen reicht die Unsterblichkeit als Software.

Künstliches Bewusstsein scheint aber sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus spiritueller Sicht eine Unmöglichkeit zu sein. Eine Form von Intelligenz mag denkbar sein, jedoch wird es wohl eine deterministische bleiben, reine Berechnung, ohne das Raten und Vermuten, ohne Ideen, ohne Intuition und plötzliche Einfälle. Oder vermag die neuronale Struktur eines Kunst-Gehrines und digitale DNA doch das Bewusstseinsfeld des Universums anzuzapfen? Lassen sich digitale Seelen erzeugen?

Ich glaube es nicht. Der Transhumanismus offenbart sich für mich als eine Form von Wahnsinn, angetrieben von Allmachtsphantasien und der Angst vor dem Tod. Der Transhumanismus wird an der Realität scheitern, dass er in seinem materialistisch-mechanischem Weltbild nicht begreifen will, was das Leben, was Bewusstsein wirklich ist. Dieses Leben, das trotz allen Fortschritts für unsere Wissenschaft nämlich noch immer ein völliges Rätsel ist, dieses Leben, dass der Entropie trotzt und immer komplexere, bewusstere Formen annimmt. Der Transhumanismus ist die ultimative Sackgasse des Materialismus, seine ins Groteske verzerrte Fratze.

Aber schon jetzt hat er Millionen von Anhängern – und nur wenige Menschen setzen sich wirklich damit auseinander, wie unmittelbar und zeitnah uns viele dieser Entwicklungen schon bald betreffen werden. Ebenso selbstverständlich wie das Smartphone werden auch alle zukünftigen Entwicklungen in die Normalität übergehen. Bald werden Eltern konservativ sein, wenn sie ihren Kinder zu Weihnachten nicht das neueste Implantat einsetzen lassen.

Es ist meine Hoffnung, dass der Mensch entweder rechtzeitig geistig reift, um diese Entwicklung noch zu beenden, oder aber das andere Faktoren, wie Umwelt oder Wirtschaft, sie glücklicherweise unmöglich machen. Vielleicht ist der Transhumanismus das letzte Aufbäumen des Materialismus, vielleicht werden ja gerade die Erkenntnisse aus diesem wahnwitzigen Versuch ein neues Kapitel aufschlagen. Vermutlich ist dies die Hoffnung von Menschen wie dem Dalai Lama, der sich auch für den Transhumanismus einsetzt.

Ich jedenfalls bin ein Terraner.

 

Mehr Infos:

Arte-Dokumentation: „Welt ohne Menschen – Transhumanismus: Chance oder Albtraum?“

 

Mehr Artikel zum Thema Transhumanismus:

Cybernetische Evolution – Milliardär will Bewusstsein auf Maschinen übertragen

Gentechnik, Roboter & KI: Wohin geht die Reise?

 

51 Responses

  1. ichbins
    Transhumanismus on Ice

    Moin, hier mal eine lustige Fassung dazu:

    http://www.bookrix.de/_ebook-kristjan-knall-transhumanismus-on-ice/

    Antworten
  2. Erdenkind
    Die Zerstörung der Schöpfung

    Wenn wir diese Entwicklung real betrachten hat sie nichts mehr mit dem natürlichen und biologischen Wesen Mensch zu tun.
    Auch unser jetziges Verhalten entfernt sich immer mehr von einer natürlichen, menschlichen Gemeinschaft hin zu einem Schwarmverhalten, ähnlich wie es Insekten tun. Müssen wir dort nicht langsam anfangen Fragen zu stellen.
    Könnte es möglich sein, das eine außerirdische Intelligenz im Hintergrund diese Dinge steuert und nun im Begriff ist diesen Planeten zu übernehmen? Fakt ist, das viele der heutigen Menschen, kein mehr für Menschen typisches Verhalten an den Tag legen und diese Entwicklung immer schneller geht.
    Schauen wir zurück in die Vergangenheit so haben Entwicklungsprozesse innerhalb der menschlichen Gesellschaft über Jahrhunderte gedauert. Vor 65 jahren wurden die Felder noch mit Pferden bestellt. Traktoren kamen erst in den 50-iger Jahren auf. Zumindest das Bauern im großen Stil damit wirtschafteten. In den letzten 65 Jahren haben wir eine Entwicklungskurve hingelegt, wie sie in den letzten paar Tausend Jahren nicht geschehen ist. Sollte uns das nicht stutzig machen? Was passiert dort eigentlich?
    Vielleicht haben manche schon mal was vom sogenannten Rosewell-Ufo Absturz 1947 in den USA gehört. Vieles wurde dort verschwiegen und geheim gehalten. Jahrzehntelang. Vor kurzem erschien ein sehr interessantes Buch darüber. „Interwiev mit einem Außerirdischen“. Veröffentlicht werden dort Tagebücher einer ehemaligen Sanitäterin, die dieses Interview geführt hat. Sie selbst hat dieses kurz vor ihrem Tode einem Autor gegeben, der die Originalaufzeichnungen nach dem Druck vernichtet hat. Warum wohl?
    Nach dem o.g. Ereigniss entstand das Area 51 unter strengster Geheimhaltung bis heute. Es gibt mittlerweile genügend Informationen im Internet darüber, welche doch sehr merkwürdigen Dinge dort vor sich gehen sollen. Und tatsächlich kommt der Transhumanismus hauptsächlich aus den USA und wird gegrade dort von gewissen Kreisen gefördert. Das wirft doch mehr als Fragen auf, oder?
    Wir haben uns noch nie in unserer Geschichte so feindselig und zerstörerisch unserem Planeten, der Natur, den Tieren und uns selbst gegenüber verhalten wie jetzt in diesen Tagen. Wie einer der fleißig an dem Ast sägt auf dem er sitzt, um so schnell wie möglich in den Abgrund zu stürzen. Ein selbstzerstörerisches Verhalten, das an Wahnsinn grenzt und nichts mit uns wirklich zu tun hat. Projekte wie HAARP, Chemtrails, genmanipuliertes Saatgut der Fa. Monsanto kommen wie könnte es anders sein aus den USA.
    Die ganze Entwicklung deutet darauf hin, dem Menschen keinen Segen sondern seine eigene Vernichtung zu bringen. Wesen die keine Bindung mehr zu sich und anderen Lebewesen haben, haben auch keine Bindung mehr zum Natürlichen, zum Leben und der Schöpfung an sich. Sie werden diese Welt in eine technische verwandeln, wo für Leben kein Platz mehr ist.
    Die Wälder werden verschwinden, die Wiesen, Bäche und Seen, es wird keine Schmetterlinge und Hummeln mehr geben, die von Blume zu Blume fliegen. Kein Vogelgezwitscher wird mehr zu hören sein, kein Tier mehr zu sehen. Nur noch Glas, Metall, Stein, Staub und Technik. Wenn wir unsere Großstädte betrachten merken wir wie erschreckend real diese Welt schon geworden ist und die Menschen darin die Natur auch nicht mehr vermissen.
    Ist das wirklich die Welt in der wir leben wollen? Ich komme vom Lande und sehe jeden Tag die Auswirkungen dieser sogenannten fortschrittlichen Entwicklung, die mehr als lebensfeindlich ist. In einer industriellen Landwirtschaft wird Tierleid zuhauf produziert und diesen Wesen die Seele zerstört. Felder werden mit Rountup besprüht, das sie orange Farbe annehmen und kein Hälmchen mehr wächst. Die Katzen finden keine Mäuse mehr und sind auf unsere Fütterung angewiesen. Gottseidank sind unsere Tiere noch Glückliche, da sie noch natürlich leben dürfen. Ich frage mich langsam, in welcher Welt ich da lebe und welchen Irrsinn wir da betreiben. Auch sage ich mir, das das alles schon sehr komisch und wie wir auf dem Lande sagen, nicht auf unserem Mist gewachsen ist.
    Ist das wirklich noch unsere Welt, oder werden wir beherrscht von anderen die uns und unseren Geist beherrschen?
    Liebe Leute, wacht doch endlich auf und schaut Mutter Erde an. Es ist Euer Planet und er ist wunderschön, mit all seinem Leben darauf. Wir dürfen diesen Irren und den dahinter stehenden Invasoren keinen Raum mehr geben und vorallem diese Entwicklung nicht mehr als normal ansehen, sondern mit anderen Augen betrachten. Noch ist es Zeit zur Umkehr.
    Liebe ist das Zauberwort, Liebe die es dann nicht mehr geben wird wenn wir nichts tun. Liebe zu uns, untereinander, den Tieren gegenüber und der Welt die uns umgibt. Ich möchte auch noch in alten Tagen an Sommerabenden am Lagerfeuer mein Glas Rotwein trinken können, dafür brauch ich keinen Cyborg.

    Euer Erdenkind

    Antworten
  3. merapi22
    Transhumane Pratei Deutschland als Hoffnung für alle Armut, Krankheit zu überwinden.

    In diesen Artikel hat es einen Fehler den auch alle SF Filme haben, man projektiert etwas neues, belasst aber alles auf den heutigen Stand.

    Natürlich verändert sich nicht nur die Technik sondern auch die Gesellschaft durch das bedingungslose Grundeinkommen wird das wegrationalisieren eben kein Grund mehr sein wo man Angst hat, sondern ein Grund zur Freude man ist nun nicht Arbeitslos, sondern Arbeitsfrei. Kann nun tun was man will, ja auch gar nichts, aber da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, wird er an einen geregelten Tagesablauf weiter festhalten und das tun was Spaß macht. In Wissenschaft und Forschung tätig werden zum Beispiel, das macht Spaß und wird die Entwicklung exorbitant beschleunigen.

    Das BGE wird dann jährlich an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst und da diese exorbitant verläuft auch so steigen. Wenn es dann 10.000 Euro … 20.000 Globo entspricht, kommt schnell der Zeitpunkt wo Geld und Geldbesitz sinnlos werden, sich jeder das nimmt was man braucht und zurückgibt was man nicht braucht.

    So wird jeder von dieser Entwicklung profitieren, jeder der dies will. Da kommt jetzt der Punkt: Wer es nicht will bleibt in der Entwicklung zurück, na ja er führt ein normales Leben weiter, wie er es möchte. Denn nun ist viel mehr Platz als früher, durch die technische Entwicklung werden die Ozeane mit schwimmenden Städten besiedelt, unter dem Meer entstehen Städte und es hat tausende fliegende Städte die den Transport von Waren und Personen so ganz nebenbei erledigen.

    Darum hat es nun keinen Zwang mehr und jeder kann leben wie er will! Die Staaten werden sich wie es Deutschland 1870 getan hat vereinen, denn es gab vor 300 Jahren auch so viele Staaten in Deutschland wie heute auf Terra. So werden wir alle Terraner sein, alle davon profitieren und in heute noch unvorstellbaren Wohlstand leben.

    Eine Gute Nachricht, es hat sich endlich eine Zukunftspartei gegründet: Transhumane Partei Deutschland

    Das Parteiprogramm : http://transhumane-partei.de/programm/

    Human bedeutet, das Leid, Krankheit und Tod natürlich sind und deshalb hinnehmbar sei.

    Trans Human bedeutet alles Menschenmögliche zu tun Siechtum, Krankheit und damit den Tod zu überwinden, denn wir sterben nicht am Tod, sondern an Krankheiten!

    Der Unterschied zu allen bestehenden Parteien, ist der Optimismus , die positive Vision einer besseren Zukunft für Mensch, Tier und Natur! Denn wir verdanken unseren heutigen globalen Wohlstand allein unseren Wissen und technischen Möglichkeiten.

    Darum sollten sich auch wirklich alle beteiligen können, denn jeder Mensch hat besondere Begabungen und ebenso viele Schwächen.

    Genau aus diesem Grund ist das bedingungslose Grundeinkommen der erste Punkt im Parteiprogramm. Denn nur durch des Entkoppeln von Erwerbsarbeit und Einkommen, durch ein hohen BGE um die 2000 Euro hat jeder die Möglichkeit wirklich seiner Berufung nachzugehen. Erst mit BGE können wesentlich mehr Menschen als heute in Wissenschaft und Forschung tätig werden. So werden die Grenzen des Lebens bereits ab 2029 fallen, genau wie Raymond Kurzweil dies berechnet hat.

    Das Ziel ist ewige Jugend, relative Unsterblichkeit und heute noch nicht vorstellbaren Wohlstand für Alle der jetzt lebenden 7,3 Milliarden Weltbürger!

    Dies ist durch mehr Forschung möglich. Um diese zu erreichen, müssen wir alle gemeinsam an einen Strang in die selbe Richtung ziehen. Nur alle zusammen können wir den uralten Menschheitstraum das Paradies auf Erden, das Schlaraffenland Realität werden lassen.

    Die Transhumane Partei ist eine globale Partei mit den Ziel die Welt zu vereinen! Ein Planet, ein Land, eine Währung und globaler Wohlstand für ALLE!

    Wer auch der Meinung ist wie Raymond Kurzweil : „so lang wie möglich zu leben um ewig zu leben,“ dem sei dieses Forum für Lebensverlängerung empfohlen:

    http://lang-leben.xobor.de/

    Antworten
  4. Name

    Wer denkt er kann getrennt von der Natur existieren. Ich weine um Ihn Bruder, wie weit bist du gegangen, dich davon zu entfernen was du bist. eins mit allem. Alles hast du und du suchst nach mir doch du wirst mich nur finden in dir denn ich in du und wir sind eins mit allem in ewigkeit.

    Antworten
  5. Christian Narkus

    Danke für diesen wichtigen Beitrag, der bitte unbedingt im Kontext zu den Überlieferungen über archontische Wesenheiten (Flieger) zu verstehen ist. Denn was hier auf Erden in dieser Seinsebene passiert, ist ganz und gar nicht neu und die Lösung einfach! Linktipp: http://quant-vital.de/blog/der-flieger-archonten-und-die-freiheit-der-gedanken.html mit Quellenangaben zu weiterer Literatur.
    Es geht nicht darum, im alten System Veränderungen zu bewirken, denn das System IST EIN EFFEKT der Bewusstseinsebene der Archonten. Wer deren düstere Welt („Wir sind die Borg…“) nicht erleben will, muss die Welt in sich selbst verändern. „Switch!“ 🙂 Das esoterische Prinzip ist die Lösung, darum wird das „System“ mit seinen exoterischen Paradigmen uns immer versuchen davon fernzuhalten und uns mit seinen Kreationen in Angst versetzen wollen. Angst = Energieentzug und status quo! Darum: Träume, kröne, lebe… und erwache. Dazu passt dieser Beitrag noch: „Zwei Welten – wie geht es weiter?“ auf http://www.quant-vital.de/neuigkeiten_board/items/id-2015-zwei-welten-wie-geht-es-weiter.html.

    Liebe Grüße und weiter viel Erfolg!

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  6. Fosca

    Sehr guter Artikel – Danke schön.

    Technologische Singularität – der wohl zwanghafte Eintritt scheint unausweichlich, wenn man die Entwicklungen ohne Illusionen zur Kenntnis nimmt uns sie in die Zukunft extrapoliert.
    Also durchaus ein sehr ernst zu nehmendes Scenario und keinesfalls purer Science-Fiction.

    Sind wir demnach nicht – so paradox es klingt – unter Milliarden Artgenossen aber doch einer der letzten unserer Spezies?

    Ist unsere Kultur nicht ein überindividueller nicht selbst gesteuerter, ja nicht einmal selbstgewollter Prozess.
    Wir können die Entwicklung nicht aufhalten, können nicht den Stecker ziehen, wie der eine oder andere in naivem Glauben sich wohl zu beruhigen versucht. Viel hat wohl auch mit dem vermeintlich freien Willen zu tun – der ewige philosophische Streit. Ein Streit, der wohl fast unentschieden steht, nur scheinen wir unseren Grad der Freiheit wohl ziemlich zu überschätzen.
    Aber das ist eine andere Baustelle (und füllt ganze Bibliotheken)…

    Auf jeden Fall versagt unsere Vorstellungskraft.

    Hat Kant uns nicht aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien versucht (Aufklärung!)?
    Ist sein Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen – nicht zu sehr erfolgreich gewesen.
    Was passiert bei diesem Pol-Sprung = technologische Singularität, bei dem die Komplexität unendlich wird?
    Die vollständige Abhängigkeit von Technologie in Hinblick auf Entscheidungen (und allen anderen Bereichen oder der Bequemlichkeit dienenden Kulturleistungen), einer Technologie, die wir nicht bedingungslos trauen können, da wir sie nicht mehr verstehen.
    Was ist unsere humanistische Urteilskraft noch wert?
    Wir werden wieder in die Unmündigkeit zurückgeworfen, aus der uns Kant mit seiner Aufklärung herauszuhelfen versucht hat.

    Wie schreibt Hoimar v. Ditfurth (nebenbei: Solche wunderbaren Vertreter glaubwürdigen Wissenschaftsjournalismus gibt es leider nicht so viel) in einem Auszug aus seinem Buch „Innenansichten eines Artgenossen“ aus dem Jahre 1989:
    (Ich weiß, passt nicht ganz, da Ditfurth den ökologischen Zusammenbruch als Bedrohung zentralisiert, aber der Wahn der Allmächtigkeit spiegelt sich hier sehr deutlich wieder).

    „Wer die gegenwärtigen Symptome der ökologischen Bedrohung unvoreingenommen zur Kenntnis nimmt und ihre laufende Entwicklung ohne Illusionen verfolgt, kommt nicht um die Schlussfolgerung herum, dass der seit der „Aufklärung“ von uns eingeschlagene Weg sich als ruinös herausgestellt hat.
    Kant ist zu optimistisch gewesen. Der Mensch hat sich damals zwar aus „selbstverschuldeter Unmündigkeit“ gelöst, indem er den weltlichen und kirchlichen Autoritäten der absolutistischen Gesellschaft den Gehorsam aufkündigte. Aber nur, um fast im gleichen Augenblick schon wieder in die nächste ideologische Fallgrube zu stolpern. Jetzt glaubte er zwar nicht mehr an seine Pflicht zur Unterwerfung unter die Willkür „von Gottes Gnaden“ eingesetzter Potentaten. Dafür aber verfiel er von Stunde an umso unbeirrbarer dem Wahn seiner Allmächtigkeit. Auf die historische Epoche devoter Unterordnung folgte die Epoche der irrationalen Gewissheit,
    dass alles, das Schicksal der Welt und auch das eigene Glück, dem Menschen in die Hand gelegt sei. Dass der von keiner diesseitigen oder jenseitigen Autorität behelligte Gebrauch seiner Vernunft den Menschen dazu befähige, die Welt seinen Wünschen gemäß umzubauen und eine leidensfreie und gerechte menschliche Gesellschaft planend zu organisieren.“

    Einstein sagt: „Die Majorität der Dummen ist für alle Zeiten gesichert“.
    Und diese Majorität wird sich doch bereitwillig der perfekten Befriedigung ihrer Belohnungssysteme bedienen.
    …sie werden süchtig sein nach Entertainment-Technik und vorm Apple-Store tagelang campen und auf die nächsten Implantate warten…
    Kann man dieser Verführung widerstehen, auf jeden Fall nicht die in unserem Zeitgeist nach Geltung süchtigen überproportional vorhandenen Geister.

    Zwingt die normative Kraft des Faktischen nicht zum Transhumanismus?
    Was also tun: Fatalismus? Gelassenheit? Widerstand? Akzeptanz? Forcierung?

    Die Welt ist auch jetzt schrecklich ungerecht, zumindest vom humanistischen Standpunkt her.
    Das wird so bleiben, denn nur die Eliten werden Zugriff auf die modernste Technologie haben.

    Was ist das für ein beklemmend-verstörendes Ziel, alles zu wissen und alles tun zu können.
    Was bedeutet das für unser Belohnungssystem, unsere Neugier, Wünschen sowie Antriebs- und Urteilskraft?
    Auf jeden Fall eines – den Abschied vom Menschen.

    Höhere Kulturen haben schon immer niedrigere ausgelöscht.
    Nach einem Erstkontakt dauert es nicht lange bis die unterlegene Kultur vernichtet oder versklavt wird, bestenfalls können/dürfen noch ihre REST-Vertreter in irgendwelchen Enklaven dahinvegetieren.

    ABER, alles in allem, man darf den Homo sapiens nicht unterschätzen.
    Keiner weiß, was passiert – auf jeden Fall versagt aber unsere Vorstellungskraft.

    Es ist ungemein spannend in dieser Zeit zu leben, aber ich weiß auch nicht, wie es weiter geht und bleibe bei Goethe: „Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst.“

    Leben heißt sterben!

    Alle MENSCHEN sind sterblich (Simone de Beauvoir).

    Sonst gibt’s Langeweile – Fosca lässt grüßen.

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  7. SeelenEsser

    Ich bin dahinter gekommen, die Antworten auf die kompliziertesten Antworten sind die Einfachs-ten. Was simple ist muss richtig sein (klingt nach bullsh**, muss aber nicht sein)
    Frage: Was wird sein?
    Antwort: Wir spielen das Spiel zu ende und legen es weg.

    Das Leben, auch nur ein Spiel das wir alle für uns allein spielen aber auch gleichzeitig alle ge-meinsam. Jeder von uns hat an irgendeiner Stelle seines Lebens nach dem „Sinn des Lebens“ gesucht. Wir haben es fast gefunden… Die Lange Reise geht zur Ende. Ein Computerspiel das wir irgendwann zur Ende gespielt haben und es danach weglegen, denn wir haben darin alles erreicht was es zu erreichen gab. Nichts anderes geschieht hier. Als Philosoph sehe ich mich vor meinem Inneren Auge mich von ALLEM was einen Menschen ausmacht loszureißen, mein Gedächtnis in ein Computer laden und nach dem Sinn suchen, indem ich alles herausfinde über alles alles alles alles… Und wenn ich einmal alles habe, nun, dann habe ich gewonnen, Victory, Credits, Exit…

    Ich sage nicht, dass ich recht habe, ich gebe nur ein Abbild meiner Fantasie wieder, so wie wir alle 🙂

    Antworten
  8. SeelenEsser

    Was ist DIE Frage, die dieser Artikel aufwirft. Ist es eine Richtig oder Falsch Frage, Rote oder Blaue Pille?
    Ich persönlich habe Angst bekommen, weil es etwas Grundlegendes in meiner Moral, meiner Weltansicht auf den Kopf stellt, nämlich das Leben und Sterben, indem das Letztere einfach weggefallen ist, als ob es nie dar gewesen ist. Wenn ich heute noch behaupte, dass ich auf keinen Fall ewig leben will, was werde ich in 20 oder 40 Jahren sagen, wenn diese Technologie da ist? Ich weiß es nicht. Ich kann es gar nicht wissen. Es ist noch nicht passiert. Darum.

    Was ist die Frage? Ich komme nicht dahinter…

    Die Erlösung oder der Untergang?

    Klingt nicht richtig…

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  9. rhom

    In Bezugnahme auf onearthasitisinhell

    „… und was ist die Alternative? Diese Frage traut sich kein Kritiker.“

    Hierzu verweise ich auf Ted Kaczynski – „Industrial Society and Its Future“. Diesen Text kann man als radikales Gegenmanifest zum Transhumanismus betrachten. Das Problem: Die ethischen Konsequenzen sind nach den heutigen ethischen Maßstäben vergleichbar unangenehm wie die des Transhumanismus.

    Wer sich für Details hierzu interessiert, dem empfehle ich das Buch ‚Technological Slavery: The Collected Writings of Theodore J. Kaczynski, a.k.a. „The Unabomber“‚ von Theodore J. Kaczynski und David Skrbina.

    Antworten
  10. Anna

    Wie kann eigentlich ein Mensch der Wissenschaft an sowas banales wie den einen ultimativen Gott glauben? ! Es gibt ihn nicht, jeder Mensch hat seinen eigenen Gott, seine eigene Ethik und Spiritualität…. und die Evolution mit Gott zu verbinden ist ein mittelalterliche Aberglaube.
    Mich hat dieses Artikel wirklich aufgewühlt, ich kann an so viel Angst in Menschen dem neuen gegenüber einfach nicht glauben. Und ich bin der Meinung zu denken unser Heliger Geist und Körper wären für das Universum von irgeneiner Bedeutung, ist Größenwahn der Menschheit.
    Evolution= Fortschritt wir können nicht anhalten und sagen es ist gut, es liegt in der Natur des Menschen verbessern zu wollen, weiter zu kommen. Die Natur, die Evolution von mir aus der Gott hat uns so erschaffen….

    Antworten
  11. Anna

    Ich denke es wird die Vereinigung von Mensch und Maschine finden…sie haben schon stattgefunden, durch Prothesen , Implantate und jegliche andete Ersatzteile in unserem Körper. Ich finde diese Entwicklung gut, denn auch ich möchte gesund und am Leben bleiben. Es ist unser natürliches Recht und Urinstinkt, das uns dem Homo Sapiens geholfen hat zu überleben und uns zu entwickeln.
    Diesen Artikel halte ich persönlich für eine moderne Hexenjagt, solche Artikel erscheinen regelmäßig und zwar zu jedem Schritt der Entwicklung, egal zu welchen Entwicklung. In Medizin wie in der Technik, egal in welcher Branche. Die Lokomotive waren gefährlich, Autos sind schlecht, Fernseher frisst unser Gehirn auf und Computer sind unser Tot…. Unser Gehirn ist die Überlebenswaffe unseret Spazies, zu verlangen mit der natürlichen Entwicklung aufzuhören und nicht mehr an die Weiterentwicklung zu denken ist ein Stop der Evolution erzwingen zu wollen.

    Antworten
  12. Alexander Przibill

    Es könnte so kommen, wenn die Menschen dies möchten.
    Wenn nicht, dann wird etwas anders passieren.

    Jeder möge erkennen: Er oder sie ist die Ursache aller Ursachen.

    Herzliche Grüße
    Alexander Przibill

    Antworten
  13. onearthasitisinhell

    … und was ist die Alternative? Diese Frage traut sich kein Kritiker. Die Alternative ist der Untergang der Menschheit! Ohne Nanotechnologie & Robotik werden wir diesen Planeten verwüsten und aussterben. Adios universelles Bewusstsein, dass das Gehirn anzapft (übrigens: LOL).

    Antworten
  14. Mo

    1.Ich bin überzeugt davon, daß es tatsächlich so kommen wird.
    2.Die Differenz vom aktuellen Fortschrittsstand gegenüber dem zukünftig
    Beschriebenen ist equivalent zu der Menge an ethischen Bedenken.
    – man stelle sich vor man würde einem Menschen aus dem
    18.Jahrhundert etwas über Organspende und Verpflanzung erzählen,
    der würde Sie aufgrund seines Ethikstandes auf dem Scheiterhaufen
    verbrennen !
    3.Soll heißen: Ethische Bedenken sind ein zeitliches Phänomen.
    4.Tatsächlich stimme ich dem Kommentar von „Mensch 1.01“ zu , was die
    falsche Idealisierung unser biologischen Welt angeht zu, hierzu drängen
    sich mir aber mir aber fünf wesentliche Fragen auf:

    1.Werden wir den herzlosen darwinistischen Selektionsvorgang der Natur
    tatsächlich abschaffen und dadurch sogar zu charakterlich besseren
    Menschen, weil wir nicht mehr miteinander kämpfen und konkurrieren
    müssen, oder erschaffen wir nur einen „digitalen Darwinismus“, der eine
    noch viel ungerechtere Bevorteilung, des angeblich Stärkeren
    hervorbringt ?
    2.Ist die begrenzte Lebensdauer der Menschen nicht möglicher Weise
    der einzige Garant dafür, daß größenwahnsinnige Alleinherrscher auch
    irgendwann sterben müßen, und somit die Macht Einzelner immer nur
    begrenzt lange für Schaden sorgen können.
    – Wir könnten also Machtfehlentwicklungen nie wieder stoppen, der
    natürliche REBOOT, durch den unweigerlichen Tod des Menschen,
    stoppte bisher immer wieder ewige Alleinherrschaftsentwicklungen !
    – Diese „SICHERUNG“ wäre ein für alle mal verschwunden (schluck!)
    3.Wenn wir also zu unseren eigenen Schöpfern werden und ewig leben
    und uns selbst gestalten können, kein Leid, keine Krankheiten mehr
    hätten, würden wir das allen 7 Milliarden Menschen zeitgleich
    ermöglichen ?
    -GENAU HIER liegt aber das Problem, wenn dies nicht zeitgleich
    geschieht, würde ein unbändiger Zorn und Neid bei denjenigen
    entstehen, denen es (noch) verwehrt werden würde.
    -Weitaus unwichtigere Vorteile untereinander, lösen heute Krieg und
    Terrorismus aus !
    -Diese Ungleichheit wird dann aber als so immens ungerecht empfunden,
    daß man sich allein bei dem Wissen, daß andere nun unsterblich sind
    und man selbst noch nicht, als ein dauerhaft zum Tode Verurteilter
    fühlen würde !
    -Ist der dadurch entstehende Hass nicht sogar sehr menschlich ?
    4.Kann es sein, daß also die technische Machbarkeit (der Unsterblichkeit)
    (wieder einmal) viel zu früh möglich sein wird, als es die
    Reife unseres menschlichen Charakters entspricht, damit gerecht
    umgehen zu können ?
    5. Wie oft haben wir in den letzten 100 Jahren Frage 4 falsch
    beantwortet ?

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  15. Tanse

    An sich bin ich gegen den Transhumanismus. Da er aber so oder so kommen wird stellt sich nur die Frage, wie er eingesetzt wird. Zb. wenn wir dadurch vom Großrechner Google abhängig werden würden und Larry Page der 10000 Jahre alt werden kann, der Rest aber nur 200 uns alle steuern kann, dann sehe ich erst recht nichts gutes dabei. Und wie man heute siehtt, Spionage durch NSA manipulation durch Regierungen etc, so glaube ich nicht, das diese entwicklung gut ist. Klar, auch werden bestimmt Arme durch diese Technologien geholfen werden. Aber die spitzentechnologie bleibt den Elitären vorbehalten. Wenn wir dadurch zum gesteuerten und abhängigne Zombie werden, macht mir das angst.

    Antworten
  16. Anonymous

    Wenn diese Leute einst bei ihrem Sterben aufwachen in die Wachheit des neuen Tages der größeren Wirklichkeit, die nach diesem Leben kommt, werden sie peinlich berührt sein über ihr kindisches Interesse, in einem Traum verharrt haben zu wollen.
    Man kann sein Angesicht zu den drobigen richten, oder im Schlamm wühlen und verharren zu wollen.
    das Aufwachen wird in eine geistigere, weniger seelische Wirklichkeit erfolgen, analog zu dem Aufwachen aus dem seelisch bestimmten Traum in die durch den Verstand und Geist behütetere, beherrschtere Wach-Wirklichkeit.
    Aufwachen in eine wirklichkeit mit höherer Continuität, Absichtsfixierung und Austausch-/Berührungsmöglichkeit.
    Im Traum können wir von jemandem träumen, ohne daß er die Kommunikation bewußt miterlebt.
    In dieser Welt können wir einander äußerlich berühren und austauschen, ohne daß wir einander in die Herzen zu blicken vermögen.
    Auf der nächsten schale werden unsere fähigkeiten, aneinander teilzuhaben dementsprechend noch größer werden. ein Narr, der verharren möchte in einer ephemeren Welt niedrigerer Evidenz, nur weil er in dieser Welt mehr scheinbare Macht hat als diejenigen, denen er in jener welt begegnet.

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  17. Mensch 1.01

    Die Gegner des Transhumanismus erinnern mich an unsere gemeinsamen Vorfahren, die Angst hatten von ihren Bäumen zu steigen um den nächsten Schritt der Evolution zu tun – und deshalb Affen geblieben sind.

    Schon immer gab es jene, die jede neue Erkenntnis, jede neue Errungenschaft verteufelt haben. Jene mit dem Mief von 1000 Jahren unter den Talaren. Hätten sie sich durchsetzen können, würden wir unserem Mittagessen noch heute mit Mammutknochen den Schädel einschlagen müssen.

    Haben die Verfechter des Biologischen mal einen objektiven Blick auf das „Wunder“ des Lebens geworfen? Woraus besteht es denn? Es besteht daraus, zu töten und sich gegenseitig aufzufressen. Und das ist schon alles. Alles was lebt, frisst sich gegenseitig – pflanzliches Leben inklusive. Der „große Kreislauf des Lebens“, wie man ihn durch die rosarote Brille betrachtet, ist letztlich nichts als ein Kreislauf des Tötens und Fressens. Und das Wunder des Lebens hält letztlich nichts weiter für uns bereit, als Krankheit, Siechtum und Fäulnis, aus dem es sich dann wieder erheben kann, um erneut zu verfaulen.

    Nun gibt es Menschen, die diesem Konzept nicht sonderlich viel abgewinnen können. Die von ihrem Baum steigen möchten, um zu sehen, ob es hinter dem Horizont noch etwas besseres gibt, als Bäume, auf denen man hocken kann. Wir haben Milliarden Jahre zurückgelegt, vom ersten Klümpchen Schleim bis zum Homo Sapiens. Es gibt keinen Grund, jetzt einfach stehenzubleiben und sich mit dem Erreichten zu begnügen – zumindest nicht, wenn man über ein Fünkchen Verstand verfügt. Denn jede Spezies, die sich nicht weiterentwickelt, stagniert und stirbt aus.

    Das Wunder des Lebens schert sich nämlich nicht um uns. Und die Evolution wird sich nicht aufhalten lassen. Auch von Ihnen nicht, mit Ihrer „Seele“ und Ihrem „Schöpfer“ und allem damit verbundenen Aberglauben. Wir alle sind nämlich im Grunde immer noch nichts weiter als Klumpen aus organischem Schleim, der von elektrischen Impulsen in Funktion gehalten wird – für eine mehr oder weniger kurze Zeit.

    Es ist in Ordnung, wenn Sie das bleiben wollen. Aber akzeptieren Sie, dass anderen das nicht genügt. Würden wir falsch liegen, hätte uns die Evolution nicht an diesen Punkt gebracht, an dem wir beschließen können, dass uns das nicht genügt. Oder?

    Antworten
    • Privat

      Hast du mal an Depressionen gelitten? (wegen dem Kreislauf des Lebens etc.) Ich stimme dir größtenteils zu, allerdings bleiben bei mir auch Zweifel haften. Wenn du dein Gehirn kopieren kannst und es in einen neuen Körper kopierst, ist die person, welche dann aufwacht du, oder nur ein Klon und du bleibst in deinem alten Körper? Der Klon könnte diese Frage nicht beantworten, da er all deine Erinnerungen hätte und selbst denken würde, dass alles geklappt hat.

      Antworten
  18. Anonymous

    nun träumen darf jeder,

    aber da wir weder wirkliche künstliche intelligenz erschaffen können, genausowenig wie leben aus toter materie, ist und bleibt diese vorstellung unrealistisch

    jegliche KI muss programmiert werden
    jegliche lebensform die kreiert wird muss aus bestehenden lebenden zellen/organismen erstellt werden

    so ist es und bleibt es, auch wenn wir iphone 70 haben werden, wird sich an der tatsache nichts ändern

    genauso das reisen durch den unendlichen endlichen raum in raumschiffen

    Antworten
  19. Luna

    Wenn ich mich in eine der drei Rollen eingliedern sollte, dann würde ich wohl sagen, dass ich zwischen Terraner und Transhumanist, d.h.: einigen „Upgrades“ wäre ich nicht abgeneigt (bessere Augen, evtl synthetische Organe (je nach Bedarf), allerdings widerstrebt es mir mein Mensch-sein aufzugeben und mich komplett in eine Maschine zu verwandeln. Damit würde ich, in meinen Augen, meine Seele aufgeben…

    Antworten
  20. Jan

    Ich bin begeistert von ScienceFcition,

    jedoch erachte ich die Verschmelzung von Mensch und Maschine als fehlgeleitete Gier des menschlichen Egos. Ein solcher Hybrid wäre nur noch ein ein geistiger Krüppel.

    Der Mensch muss selbst lernen seinen gesitges Potential voll aus zu schöpfen ohne die Limitierugnen durch Hardware. Der Mensch ist fehlbar in seinem Handeln. so auch seine Erfindungen (Maschinen), Aber die Evolution aht gezeigt, dass unsere DNA perfekt ist.

    Letztlich würde der Mench zu einem oberflächlichen Gefäß (Puppe) verkommen,
    Letztlich würde der Mensch keinen weiteren Schritten in Richtugn Metaphysik und Schöpfer tun, sondern das Tor dazuhin endgültig versiegeln oder gar zerstören.

    Geehrte Transhumanisten, ihr könnt ebenso gut euren Kopf abschlagen und einen Computer darauf setzen. Nichts anderes als ein elektronischer Zombie seid ihr dann.

    FIGHT FIGHT FIGHT, auf dass ein Virus euch alle killt und die Evolution, die Perfektion ist, uns auf natürlicher Weise uns fortentwickelt. Zur Not werd ich im nächsten Leben selbst Transhumanist und programmeire meinen eigenen Virus, der die kollektive Pest der degenierten Elektro-Toaster ausmertzt.

    Achtung vor euch Transhumanisten?
    Blanke Verachtung, dass ihr so schwächlich und undiszipliniert seid,
    euch auch Dritte (Hardware) zu verlassen. Ihr seid nur Elektro-Schrott.

    Antworten
  21. thorge

    Hallo, ich würde gerne mal wissen wie stand der Dinge genau heute ist? Also gibt es schon chips in Körpern und wie weit ist der Transhumanismus heute?

    Antworten
  22. Chris

    Ich halte es für Schwachsinn, den Menschen verbessern zu wollen, da er und seine Gesellschaft in einem Maß geschädigt sind, welches alle Erweiterungen der Welt nicht mehr wettmachen könnten.

    Meiner Meinung nach sollte sich die Menschheit verabschieden und Maschinen bauen, welche über künstliche Intelligenz verfügen, da diese aufgrund der fehlenden emotionalen Intelligenz nicht so ein heilloses Chaos anrichten können wie wir es taten, tun und bis zur Auslöschung unserer Rasse tun werden.

    Antworten
  23. Ratio

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    aus Sicht eines überzeugten Transhumanisten ist es jetzt schon beunruhigend zu erleben, dass es offensichtlich unmöglich ist, mit ihnen eine gemeinsame Basis für ein friedfertiges Miteinander zu finden. Ich bitte Sie, in den kommenden Jahren zu reflektieren, wenn Ihre Ablehnung und Ihr Hass zunimmt, ob Ihnen wirklich jemand etwas angetan hat außer vielleicht Ihr Weltbild ins Wanken zu bringen.
    Ansonsten sei ans Herz gelegt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Syllogismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Empirie

    Ich wünsche Ihnen Erfolg, Glück und Freude!

    P.S.
    Die Captchas ganz unten werden mittlerweile von KI gelöst:

    http://vicarious.com/

    Am Besten ein anderes Verfahren wählen.

    Antworten
  24. Toni

    Ihr seid dumm wenn ihr glaubt der Chip, welcher der breiten Masse zur Verfügung gestellt wird, wäre der selbe wie derjenige der Elite. Schaut einmal in die Welt und dann sagt mir, dass die Technologie zu unser aller Vorteil gebaut wird und ihr belügt euch selbst. Die Elite strebt nach Macht und Kontrolle – und auf diesem Weg fehlt eine Sache die sie sich noch nicht aneignen konnten – unseren von Gott gegebenen freien Willen. Wir arbeiten heute doch schon Tag ein und aus für die Elite, aber wir werden müde und sind zu fehlerhaft und eigenwillig, das gilt es abzustellen. Mein letzter Wille wird es sein zu sterben, wenn ich die Welt nicht vorher noch retten kann. Der Homo Sapiens erschafft den Mensch 2.0 – also kann er ihn auch abschalten. Jeder zukünftiger Cyborg ist ein feiger, minderwertiger Nichtsnutz der Angst hat sich dem zu stellen was das Leben ausmacht – dem Tod.

    Antworten
  25. MR75

    „geschrieben von jo“ ich stimme dir auf einer Seite zu.
    Es ist rcihtig, dass wir Menschen fahrlässig mit unserer Natur umgehen und wenn es so weiter geht, auch bald nicht mehr viel übrig bleiben wird..
    es muss dringend etwas passieren!!!

    Aber nicht durch den Transhumanisten, der all die Macht an sich reißen will und das Natürliche ebenfalls zerstören wird.

    Wenn wir zu sogenannten Menschen 2.0 werden, wo bleibt dann das Menschliche? Das Schöne? Leidenschaft? Gefühle? Liebe? Geborgenheit? All die Dinge, die das Leben lebenswert machen?

    es ist nicht gerechtfertigt zu behaupten, durch den Transhumanismus könne man die Ordnung wiederherstellen. Was wäre z.B mit den Müttern, die nach der Geburt entscheiden müssten, ob ihr Kind ein homo sapiens oder ein Mensch 2.0 wird.
    Die Mutter würde sich vollkommen von ihrem Kind entfremden, dabei ist Mutterliebe/glück das schönste Gefühl auf der Welt.

    Durch Transhumanismus würde alles aus der Bahn gebracht werden.
    Die einen würden sich für die Umwandlung zum Transhumanisten entscheiden, die anderen würden sich wehren oder hätten nicht die finanziellen Mittel…es könnte zum Krieg kommen..
    Das Leben wäre nicht mehr so, wie es einmal war..die, die es sich leisten könnten, sich umwandeln zu lassen, wären Forscher oder Regierungen die sich mit der Materie befassen oder Menschen aus der oberen Schicht- Wo wäre die Gerechtigkeit den ärmeren Schichten gegenüber. Wollen wir wirklich akzeptieren, dass ein Robotor über uns entscheidet?

    Antworten
  26. Stefan

    Ich glaube dass die Evolution mit und ohne Technologie durch Raum und Zeit hopst. Find den Artikel schon lesenswert aber auch einseitig und schwarz-weiß. Technologie ist nunmal da, wird sich so oder so weiterentwickeln, kommt drauf an wie mensch damit umgeht. Sich als getrennt davon wahrzunehmen ist auch Illusion und Verschmelzung mit Werkzeugen muss nicht Abtrennung von der Natur bedeuten. „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ ist übrigens ein sehr schönes Buch mit einigen Parallelen zu dem Thema.

    Zitat: „Der Buddha, die Gottheit, wohnt in den Schaltungen eines Digitalrechners oder den Zahnrädern eines Motorradgetriebes genauso bequem wie auf einem Berggipfel oder im Kelch einer Blüte. Wer das nicht wahrhaben will, erniedrigt den Buddha – und damit sich selbst.“

    Werkzeuge und Technologie zu benutzen ohne damit zu verschmelzen ist genauso menschliches Ego, angestrebter Sieg des Geistes (Mind) über die Natur – führt dann nur zur Entfremdung von ihr.

    Mit Sicherheit gibt es im Bereich des Transhumansimus viele elitär denkende Materialisten, die nach Macht streben über andere. Wenn neue Erkenntnisse da sind zieht dass immer einige an die sich drauf stürzen und sich fragen, wie man damit am besten Profit machen und andere kontrollieren kann. Und viele Gefahren wurden in dem Artikel gut beschrieben. Aber das heißt nicht, dass die ganze Bewegung und Forschung im Bereich von künstlicher Intelligenz Teufelswerk ist und nicht auch dort Erwachensprozesse im Gang sind!

    Antworten
  27. Alan

    War ja klar, dass einer gleich mit „Liebe“ daherkommt. Wie alle immer meinen, oder mehr hoffen, der Mensch wäre ja etwas so besonderes! Alles Quatsch! Was ist Liebe schon? Da hat wohl jemand zuviel Hollywood Liebesfilme gesehen.
    Wie kann man sich nur ersnthaft den Tod wünschen? Was stimmt mit euch nicht? Da kommt kein Lichttunnel, auch wartet am Ende nicht Gott oder Satan. Da ist NICHTS! Absolut garnichts!

    Der Mensch ist nichts besonderes, und ich glaube allein in unserer Milchstraße gibt es unzählige Halbaffen wie uns, die sich für etwas besonderes halten. Morden und töten im Namen irgendwelcher lächerlichen Götter! Wenden Zauberei an die eigentlich reiner Wahn und Dummheit ist! (Astrologie, Esoterik, Religion und so ein Dreck! Wiederlich und Dumm! Das Blut Christi… Ekelhaft!)

    Transhumanismus ist der Weg uns zu verändern, ich glaube auch daran, und hoffe diese sterbliche Hülle asap abstreifen zu können! Raum und Zeit sind dann keine Grenzen mehr. Wir könnten neue Planeten besuchen, das Universum verstehen! So viele Möglichkeiten!
    Keine Krankheiten, keine Schlachthäuser, keine Vorteile durch gutes Aussehen, kein Rassismus! Weil wir alle gleich wären!
    Das was wir heute sehr erfolglos anstreben (zB Behinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt… das ich nicht lache!!!!) kann schon bald Wirklichkeit sein. Denn alles was wir geschaffen haben, beruht doch auf Verbrennung, Vernichtung und Tod!
    Wir töten die Erde, wir töten die Tiere und vernichten alles was uns im Weg steht.
    Alles hinter dem Deckmantel der Menschlichkeit! Wenn bald das Trinkwasser knapp wird werden wir wie die Tiere übereinander herfallen und uns zerfleischen!

    Antworten
  28. Dennis

    Hier wurde zwar viel zusammengetragen, aber der Text ist dermaßen unsachlich und tendenziös. Schade. Hier wird billig Stimmung gemacht ohne zu berücksichtigen, dass auch in Kreisen der Transhumanisten sehr unterschiedliche Strömungen und orstellungen verbreitet sind. Es ist niht alles schwarz-weiß. Abgesehen davon: die Technologie WIRD kommen. Es ist nur die Frage,wie wir all das neue Wissen kanalysieren.

    Antworten
  29. Sybille

    Und die Liebe? Werden diese technischen Wesen lieben können? Werden diese „optimierten“ Übermenschen die erhabene Anmut der Musik Mozarts fühlen können? Werden sie die Schönheit einer blühenden Wiese erfassen können? Sie mögen tausendfach optimiert sein und sind möglicherweise bloss blutleere Automaten ohne Freude, ohne Leidenschaft.
    Wie sagte doch Oscar Wilde? „Das Mysterium der Liebe ist grösser als das Mysterium des Todes“.

    Antworten
  30. Philipp

    Hi David, guter Artikel und sehr wichtig. Das erinnert mich sehr an Ted Kaczynski…
    Ein sehr guter Film dazu:
    Das Netz von Lutz Dammbeck
    http://www.youtube.com/watch?v=37-0xk0CAZ4
    die Doku ist der Hammer!

    Antworten
  31. Kristina

    Dieser Artikel ist sehr interessant, sachlich und wertvoll.
    Natürlich ist jede Kritik und Verachtung für den Transhumanismus berechtigt,
    da solche Entwicklung unnötig, fahrlässig, größenwahnsinnig, kostspielig und definitiv menschenfeindlich/naturfeindlich ist.

    Allerdings ist zu beachten, dass nicht die Technik, sondern der missbräuchliche und unverantwortliche Umgang mit der Technik/Elektronik und Materialien
    zu diesen Missständen führt.
    Leider tragen wir selbst zu diesem Transhumanismus geistig und materiell bei, wenn wir zunehmend virtuell über Handy und soziale Netzwerke kommunizieren. Ich habe bereits solche Absurditäten gesehen, dass eine Mutter mit ihrem Kind in der Wohnung übers Handy kommunizierte und eine Wohngemeinschaft über Facebook. Auch kann man oft beobachten, dass Menschen 1 Stockwerk mit dem Aufzug fahren und für kleine Strecken unnötig ihr Auto benutzen. Und statt langsam bodenständig zu reisen, lassen sich immer mehr Menschen unnötig auf Schnelligkeit und absurde Flüge ein.
    Außerdem lassen wir uns von der wuchernden anonymen Bürokratie und Justiz einschüchtern, indem wir jedes elektronische Schreiben und Forderung dulden, auch ohne Unterschrift und Haftbarkeit.
    Auch unsere Ernährung trägt zum Transhumanismus bei, wenn wir zunehmend Fertigprodukte essen, ohne die Inhaltsstoffe zu kennen, darunter tote, giftige Produkte und leider immer mehr brutal ermordete Tiere.
    Ohne diesen Respekt und Achtung für das natürliche Leben, verlieren wir unsere Menschlichkeit bzw. unseren Humanismus, zu Gunsten des Transhumanismus.

    Antworten
  32. Irene Sodenkamp

    … Sehr, sehr, sehr interressant/informativ, dieser Artikel ….

    Nun hab ich folgende Frage:
    Ganz zum Schluss heisst es:
    …“Vermutlich ist dies die Hoffnung von Menschen wie dem Dalai Lama, der sich auch für den Transhumanismus einsetzt.“
    Ist das wirklich wahr?? Der Dalai Lama setzt sich für diese Art von Entwicklung ein?? Das kann ich nicht glauben — eher das Gegenteil –

    Antworten
  33. lionheart

    Ich möchte zwei Gedanken metaphyischer Art anmerken:

    1. Vielleicht haben Computer schon längst eine „Seele“ und sind schon dabei zu inkarnieren. Vielleicht haben wir es spirituell mit realen Entitäten, wie Götter & Geistern zu tun.

    2. Vielleicht sitzen wir schon in diesen Bewusstseins-Maschinen, die als letzter Schritt propagiert wurde.

    Die Entwicklung ist aber wirklich spannend.

    Antworten
  34. richard

    hmmm wer noch mehr zu den gehirnforschungsprojekten wissen möchte, es gibt da noch das blue brain project – das aus dem „Humangenomprojekt“ hervorging. den link hab ich witzigerweise aus euer sein-tv seite genommen, aus dem RSAnimate video

    The Power of Networks
    http://www.sein-tv.de/de/gesellschaft-im-wandel/gesellschaft/rsa-animate–the-power-of-networks.html

    witzig oder, wie sich das im kreis dreht. hoffen wa mal das beste, dass wir nicht völlig außen vor bleiben wenn die anderen sich die RFID chips unter die haut bringen, wie das schon bei hunden der fall ist – und mischt vielleicht die piratenpartei auf.

    obwohl… so einen communicator hätte ich ja auchgerne, und einen phaser um die merkel zu ähäm betäuben und mich, oder einfach sie wegbeamen zu lassen.

    beam me up and echo off ; ))))

    Antworten
  35. richard

    Neue Studien zum Schrittmacher für das Gehirn

    Rund 300.000 Menschen in Deutschland leiden an Parkinson – erste Anzeichen für die Krankheit sind verlangsamte Bewegungen, ein schlurfender Gang oder einseitig zitternde Hände. Mit Medikamenten lassen sich die Beschwerden oft jahrelang gut kontrollieren – mit der Zeit aber wird es immer schwieriger, die richtige Dosis zu finden. Dann setzen Ärzte in vielen Fällen auf die sogenannte „Tiefe Hirnstimulation“. Das Verfahren könnte künftig viel häufiger zum Einsatz kommen, neue Studien belegen deutliche Vorteile. Doch die Behandlung birgt auch erhebliche Risiken – Ulrike Till fasst den Forschungsstand zum heutigen Welt-Parkinson-Tag zusammen.

    http://www.swr.de/swr2/wissen/parkinson-schrittmacher-fuer-das-gehirn/-/id=661224/nid=661224/did=11259766/6aw2v1/index.html

    Antworten
  36. richard

    hm.
    hmmmmm.

    das klingt ja merkwürdig alles. ich finde es gut dass es herzschrittmacher gibt, auch wenn ich den den ackermanns dieser welt nicht gönne.

    so leute wie stephen hawking könnten doch ohne diese ganze technik garnicht agieren. daher finde ich die vision der playstation unter der haut nicht so wichtig, sowas wird sicherlicher im kommen sein, wie schon jetzt die „WII station, die auch ganz lustig ist“

    viel mehr sorgen habe ich darüber, dass die OECD heute mit einem FDP Minister verkündet, dass die zahl der OP’s in deutschland über dem europäischen oder weltweiten durchschnitt liegt und dass die „der qualität wegen“ mal nach unten korrigiert gehört.

    ok!
    was ich betragen möchte sind noch einige links:

    (haus der kulturen der welt, neben dem kanzleramt)

    Das Anthropozän-Projekt
    Kulturelle Grundlagenforschung mit den Mitteln der Kunst und der Wissenschaft

    10.01.2013 – 31.12.2014

    Unsere Vorstellung von der Natur ist überholt. Der Mensch formt die Natur. Das ist der Kern der Anthropozän-These, die einen Paradigmenwechsel nicht nur in den Naturwissenschaften ankündigt, sondern darüber hinaus in Kultur, Politik und Alltag nach neuen Wegen sucht. In einem zweijährigen Projekt lotet das HKW die vielfältigen Implikationen dieser Hypothese aus.

    http://www.hkw.de/de/programm/2013/anthropozaen/anthropozaen_76723.php
    ———————————————————

    Bio-Macht
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bio-Macht

    Der Begriff Bio-Macht, (französisch: le biopouvoir), geht auf Michel Foucault zurück und bezeichnet Machttechniken (zunehmend auch Biopolitik genannt), die „nicht auf den Einzelnen, sondern auf die gesamte Bevölkerung zielen“[1], insbesondere auf die Regulierung ihrer Fortpflanzung, die Geburten- und Sterblichkeitsrate, das Gesundheitsniveau, die Wohnverhältnisse, u.a.. Das Ziel der Bio-Macht bei Foucault ist die Regulierung der Bevölkerung. „Bevölkerung ist eine Gruppe, die nicht einfach nur aus vielen Menschen besteht, sondern aus Menschen, die von biologischen Prozessen und Gesetzen durchdrungen, beherrscht und gelenkt sind. Eine Bevölkerung hat eine Geburtenrate, eine Alterskurve (…), einen Gesundheitszustand.“[1]

    Giorgio Agamben, der die Analyse von Foucault fortschreiben will, versteht die Bio-Macht als Herrschaft des Souveräns über das „nackte Leben“. Das Leben selbst steht bei der Macht auf dem Spiel. Während Foucault Biomacht als einen alltäglichen Zustand analysiert, wählt Agamben die Sichtweise des Ausnahmezustandes.

    ——————————————

    http://de.wikipedia.org/wiki/Human_Brain_Project
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brain_Activity_Map_Project

    ———————————————————-

    inhaltlich kann sich so eine debatte an der gentechnikdebatte orientieren, und auch beobachten in wie weit die schwarz-weiss-kontrastierung hilft, immerhin hat es ja auch erfolge gegen den wahn mit gentech die welt zu ernähren gegeben, zumindest in germoney wo BASF keine genkartoffeln mehr anbaut

    ———————————————————–

    moment mal, gibt es eigentlich eine debatte um einen neuen menschen oder sind solche projekte ad acta gelegt?

    ———————————————————–

    was ist mit UN projekten wie jedem dorf in der welt einen laptop zu sponsoren, diese kleinen weiss-grünen dinger wo man immer zwei kaufen muss aber nur einen ausgehändigt bekommt und der andere dann nach bedarf in der welt verteilt wird?

    und ist sowas dann auch böse?

    ————————————————————

    Antworten
  37. Chris

    Nix für Ungut, Herr Rotter, ich sehe das nur alles – ganz platt gesagt – nicht so eso wie sie es können: http://doktorsblog.de/2013/04/04/sein-de-uber-den-transhumanismus/

    Beste Grüße, auf einen tollen Diskurs
    Grüße
    Chris

    Antworten
  38. Johannes ("ein Integraler")

    Danke für diesen spannend geschriebenen Artikel.

    Er hat mich sehr aufgewühlt.
    Da mir die Bilder sehr dunkel und kalt erscheinen,
    möchte ich hier gerne etwas Licht auf die blinden Flecke
    der Transhumanisten werfen.

    Der Schritt von den motorisierten, computergesteuerten Gehhilfen für Behinderte bis zur Portierung eines menschlichen Bewußtseins auf einen neuen „Träger“ scheint mir doch recht groß. Offenbar ist damit nicht die Fähigkeit etwa eines Schamahen gemeint, sich buchstäblich in einen Adler oder Felsen zu verwandeln. Sicher auch nicht die Bindung der „Lebenskraft“ an einen Horkrux oder DenEinenRing.

    Tatsächlich höre ich von befreundeten Neurowissenschaftlern, welche sich die Erforschung des Gehirns und der Lokalsierung und sogar der Indozierung bestimmter Gedankeninhalte widmen, daß man noch keine Ahnung hätte, wie man überhaupt EINEN Gedanken ausliest aus dem Gehirn. Ganz zu schweigen von komplexen Inhalten. Das Gehirn und seine Arbeitsweise seinen selbst für Fachleute nach wie vor ein völliges Rätzel. Natürlich sind all diese Forschungen steuerfinanziert und da würde dann gelegentlich vielleicht auch etwas übertrieben – einfach um Gelder zu bekommen. So sei in den letzten Jahrzehnten die Hirnforschung weitaus weniger erfolgreich gewesen, als in der Öffentlich angenommen.
    „Mitgefühl aktiviert den vorderen linken Stirnlappen“ ist noch die genauest messbare Aussage, die dabei herrausgekommen ist. Und es liegt auch nicht an den datenauswertenden PCs. Die sind längst schnell genug. Das Gehirn sei eben kein Computer, es sei nicht „linear“ erfaßbar für die neurobiologischen Meßapparaturen.

    Meiner Meinung nach sind jene „Transhumanisten“ (integral gesehen) überdies noch viel zu ORANGE, um die unfaßbare, unermeßbliche und mächtige Multidimensionalität von BewuußSEIN zu erfassen. Als langjähriger Zen-Meditierender kann ich nur jedem, der seinen „Geist“ auf eine Maschine uploaden will, raten: Mensch, erkenne Dich selbst!

    Mag Hollywood uns auch seit 70 Jahren mit Robotern, KI und „Avataren“ bombardieren, solche Bilder beeindrucken nur die „geistig Schwachen“. Wer sich einmal (z.B. in Meditation, ThaiChi,…) der Macht der eigenen, inneren Bilder bewußt geworden ist, wird solches nicht ernsthaft bei einem Computer/KI suchen. Zu meinen, daß alles aus Hollywood Realität würde, ist einfach banal – selbst wenn einige Mensche sich dies vielleicht sogar herbeiwünschen. Nicht umsonst sind die „Borg“ eine negative Heimsuchung aller Spezies auf der Suche nach „Perfektion“ im Unviersum.

    Transhumanisten werden in vielen ihrer Punkte scheitern – egal wie sehr sie von Ihrem Glauben überzeugt sind. Ihre Machbarkeitsvisionen mögen einem rebellischen Ego entspringen, aber ohne grundlegendes Verständnis von Heilung, feinstofflichen Prozessen, den „Bewußtseinsorten“ vor der Geburt und nach dem Tod, ohne Akzeptanz der kosmischen Gesetze, morphogenetischer Felder und der Anerkennung körperloser Geistwesen (Engel, Geister, Verstorbene) werden diese ach so strebsamen Transhumanisten nicht viel erreichen.
    Sicher, sie werden Wissen auf Wissen häufen, Vision auf Vision verkünden – „das jüngste Gericht und Ende aller Zeiten ist nahe“. So wie sie es in den letzten Jahren verstärkt tun. *Gähhhhhhnnnnn*, so was haben Menschen schon seit der Zeit nach Jesus Tod immer, immer und immer wieder gehört – überhört oder geängstig – und überholt.

    Der Artikeln spielt mit interessanten Gedanken.
    Zugegeben.

    Doch auch die „geistigen Kräfte“ werden sich – MEINEM Glauben nach – in den nächsten Jahrzehnten immer stärker bei milionen Menschen entfalten. Telepathie, Telekinese, geistige Zeitreise, Hellsichtige Erkundung fremder Orte und Kommunikation mit Geistern und Verstorbenen werden (schon heute) mehr und mehr akzeptiert. Auch hier sind tausenden Forscher weltweit dabei, Neuland zu erschließen. Oft gegen die Ressentiments ihrer etablierten Wissenschaft.
    Überall um uns herrum manifestieren sich spontan oder auch permanent Fähigkeiten zum Aurasehen oder Hellhören. Zumindest in meinem Umfeld. So werden alle technologischen „Überentwicklungen“ in der Schöpfung durch „spirituelle Entfaltungen“ ent-sprechend flankiert. Hochschwingenden Terraner hätten dann jederzeit die Fähigkeiten, eine (hypothetische) Cyborgarmee telekinetisch hinwegzufegen, ihre Laserstrahlen mit astralen Schilden abzuhalten und diese Cyberwesen telepatisch aufeinander losgehen zu lassen. Denn am Ende ist das menschliche Bewußtsein – wenn es gereift und entfaltet ist – jeder Technologie stets überlegen.
    Das ist MEIN Glaube.
    Übrigens hat Hollywood auch das schon visionär den Menschen nahegebracht: z.B. DieProhezeiungenVonCelestine, HinterDemHorizont, TheFountain, GhostWhisperer und die Zeichentrickserie Avatar (anime).

    Ich glaube an die GRÜNE und vor allem GELBE Macht (integral gesehen).
    Wir werden als Menschheit dieses ORANGE passieren – und weitergehen.

    Antworten
  39. Sigi

    Hinter dieser Ideologie und Gehirnwäsche stehen bestimmt keine Menschen.
    Was hätten die Menschen von diesem Transhumanismus ?
    Wer will schon freiwillig wie ein ferngesteuerter Roboter funktionieren ?

    Jeder soll Antworten auf diese Fragen suchen wie schon der Christph Spehr in seinem Buch „Die Aliens sind unter uns! Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter“

    https://www.amazon.de/Aliens-Herrschaft-Befreiung-demokratischen-Zeitalter/dp/3442755484
    http://www.thur.de/philo/aliens.htm

    „… Es ist die Erfahrung, daß Leute auf den ersten Blick aussehen wie normale Menschen, wie du und ich, einem fremden Programm folgen, einem feindlichen Programm, das sie als Angehörige einer fremden Gattung ausweist; daß ihre Solidarität nicht dir gehört, sondern einem fremden Auftrag. Sei sehen nur so aus wie Menschen. In Wirklichkeit sind es Aliens“, schreibt Christoph Spehr in seinem Buch „Die Aliens sind unter uns! Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter“. Er meint damit die Träger der modernen Herrschaftsform auf der Erde, bei der es letztlich nur darum geht, fremde Natur und Arbeit anzueignen und zu verhindern, daß Menschen und Menschengruppen ohne Öffnung gegenüber den zerstörenden Mächten der globalisierten Märkte überleben könnten. Die Herrschaft selbst ist unsichtbar geworden. Kein gekröntes Haupt macht es kenntlich; direkte Gewalt braucht nur noch in den seltensten Fällen offenbaren, wer wem unterlegen ist und bleiben soll. Die Aliens als ihre Funktionäre sehen aus wie Menschen, reden wie Menschen über Menschenrechte, Demokratie und Wohlfahrt – neuerdings eher mehr von „nachhaltiger“ Konsum-Bescheidenheit und wie immer von „Effizienz“.
    Sie reden uns ein, die Wucht der Weltökonomie nach ihren Regeln sei eine Art „Naturgesetz“ ohne Alternative. Sie fesseln unsere Sinne in multimedialen Disneyland-Zukunftslandschaften auf ihrer Weltausstellung EXPO in Hannover. Monströse Bild- und Erlebnisräume sollen jedes Nachdenken über tiefere Zusammenhänge blockieren. Interaktivität statt Selbstbestimmung wird uns hier vorgeführt werden, fulminant gestylt von Stararchitekten und Szenographen.
    Auch inhaltlich werden nur technokratische Scheinlösungen geboten: Hunger soll mit Genfood begegnet werden, Arbeitslosigkeit mit lebenslangem Lernzwang, Bildungsnotstand durch die Herausbildung einer Wissenselite… Der Bezug auf „unser aller Verantwortung“ soll uns auch alle einbinden in die vorgegebenen Lösungsstrategien – und damit die Herrschaft weiter bestärken. Diese EXPO zeigt, wie die „Aliens“ im nächsten Jahrhundert auf der Erde vorzugehen gedenken:
    Mit Exklusivverträgen für die Großkonzerne – und Abfallrecycling und Notfall-programmen für die Armen. Diese Zukunft kann nicht mehr „gestaltet“ werden, auch nicht am „Runden Tisch“. Diese Zukunft muß mit aller Macht, die wir entwickeln können, verhindert werden. …“

    Antworten
  40. WellenbeobachterHH

    Spannender Artikel! Toll!!!

    Es ist gar nicht von der Hand zu weisen, dass es so eine Entwicklung geben könnte. Wenn es technisch machbar ist, wird es irgendwann auch gemacht werden. Zumindest für spezielle Personengruppen wie Behinderte, Astronauten oder sonstige Spezialisten, die das für irgendwas brauchen.

    Aber als allgemeine Richtung der Evolution?

    Da gibt es etwas, was aus ganzheitlicher Sicht dagegen sprechen könnte. Die Hightec-Chips und Implantate würden sich zuerst die Reichen leisten (können)…nachvollziehbar. Das setzt aber voraus, dass sich das heutige kapitalistische System in seiner exponentiellen Verwertungsdynamik ungehindert so fortsetzen kann. Zwar kann niemand voraussagen, wie lange es noch Bestand haben wird – das lässt sich nur beobachten – aber es darf zumindest ernsthaft bezweifelt werden.

    Ein Kollaps des Systems oder ein bewusstseinsmäßiges Erwachen der breiten Masse könnten die Interessenlage in der Konkurrenz komplett verändern zugunsten von kooperativen Strukturen und Formbeziehungen jenseits des Kapitals. Das Ziel der Gesellschaft der Zukunft kann dann ein anderes sein.

    Wie gesagt – es lässt sich letztlich nur empirisch beobachten, wie die Geschichte tatsächlich ablaufen wird. Ich vermute allerdings, es wird ganz anders kommen, als es sich die Technik-Fortschritts-Fetischisten heute so vorstellen…

    Antworten
  41. WellenbeobachterHH

    Spannender Artikel! Toll!!!

    Es ist gar nicht von der Hand zu weisen, dass es so eine Entwicklung geben könnte. Wenn es technisch machbar ist, wird es irgendwann auch gemacht werden. Zumindest für spezielle Personengruppen wie Behinderte, Astronauten oder sonstige Spezialisten, die das für irgendwas brauchen.

    Aber als allgemeine Richtung der Evolution?

    Da gibt es etwas, was aus ganzheitlicher Sicht dagegen sprechen könnte. Die Hightec-Chips und Implantate würden sich zuerst die Reichen leisten (können)…nachvollziehbar. Das setzt aber voraus, dass sich das heutige kapitalistische System in seiner exponentiellen Verwertungsdynamik ungehindert so fortsetzen kann. Zwar kann niemand voraussagen, wie lange es noch Bestand haben wird – das lässt sich nur beobachten – aber es darf zumindest ernsthaft bezweifelt werden.

    Ein Kollaps des Systems oder ein bewusstseinsmäßiges Erwachen der breiten Masse könnten die Interessenlage in der Konkurrenz komplett verändern zugunsten von kooperativen Strukturen und Formbeziehungen jenseits des Kapitals. Das Ziel der Gesellschaft der Zukunft kann dann ein anderes sein.

    Wie gesagt – es lässt sich letztlich nur empirisch beobachten, wie die Geschichte tatsächlich ablaufen wird. Ich vermute allerdings, es wird ganz anders kommen, als es sich die Technik-Fortschritts-Fetischisten heute so vorstellen…

    Antworten
  42. Think

    Danke für diesen fantastischen Artikel.

    Vor ein paar Jahren bin ich zufällig auf den Begriff „Singularity“ gestoßen. Wenn ich es richtig sehe, hat Vernor Vinge, ein kalifornischer Professor für Mathematik und zugleich ein ziemlich bekannter Science Fiction Autor diesen Begriff geprägt. Er hat 1993 einen Vortrag vor den Nasa gehalten und seine Grundthese lautete wie folgt: „Within thirty years, we will have the technological means to create superhuman intelligence. Shortly after, the human era will be ended.“

    1993 + 30 = 2023!! Durch den Zuwachs an Rechnerleistungen und die Vernetzung der Computer werden diese, so damals seine These, eines nahen Tages so intelligent, dass sie die Menschen ablösen werden.

    Alles, was er damals vorhergesagt hat, ist so bzw. noch viel verschärfter eingetroffen. Das Anwachsen der Rechnerleistungen, die Vernetzung und unsere rasant wachsende Abhängigkeit von Computer. Bis heute ist Vinge bei seinen Thesen geblieben.

    Singularity beschreibt er als einen Punkt, an dem unsere aktuelle Vorstellungskraft versagt. Kein Mensch kann sich vorstellen, was jenseits dieses Punktes passieren wird. Allerdings hält Vinge die Vorstellung Kurzweils, der Mensch werde sein Bewußtsein auf eine Maschine laden, meines Wissens für abwegig. Menschen werden in der bisherigen Form seiner Meinung nach nicht mehr existieren.

    Spannend ist ja auch die These, dass alles, was sich Menschen in Romanen, Filmen und Geschichten, auch Wirklichkeit werden kann bzw. ist – wenn man der Multiversen-These folgen möchte. Wer sich Filme wie Avatar und andere unter diesem Aspekt anschaut, dem läuft ein leichter Schauder über den Rücken. Überhaupt ist es spannend zu sehen, wie Hollywood mit Hilfe immer mächtigerer Software-Tools weltweit den Zuschauern Welten vor Augen führt, die es – noch – nicht gibt und unser Bewusstsein damit auf neue, von der Masse für nicht möglich gehaltene Realtitäten vorbereitet.

    Je länger ich mich mit der Thematik beschäftige und je mehr ich meine Umwelt unter diesem Aspekt betrachte, um so wahrscheinlicher kommt es mir vor, dass die Evolution davor steht, diesen gigantischen Sprung zu machen. Schon jetzt hängt die Masse sklavisch vor Computern, ist vom Smartphone nur unter Schmerzen zu trennen und betätigt wie eine Laborratte tagaus-tagein Knöpfe und Schalter, um Belohnung in Form von Stimuli zu erhalten.

    Der einzige Einwand, der mir gegen die in dem Sein-Artikel beschriebene Zukunft einfällt, ist der einer zerstörten Erde, die nicht mehr genügend Rohstoffe hat bzw. von zu großen Naturkatastrophen heimgesucht wird, um Maschinen ein Wachstum aus eigener Kraft zu erlauben. Allerdings ist das ein schwacher Einwand, denn Singularity wird eher kommen als das Ende der Rohstoffe.

    Bleibt als einzige Hoffnung eine Art globales Erwachen der Menschen aus ihrem Tiefschlaft. Die Gegenthese ist also spirituell. Wobei so ziemlich alle Glaubenssystem behaupten, dass unsere Seele / Bewusstsein den Körper nur benutzt, um Erfahrungen zu machen. Wer weiß, vielleicht benutzt das Bewusstsein demnächst Maschinen, um neue Erfahrungen zu machen.

    Wir leben jedenfalls in einer Phase der menschlichen Entwicklung, die unvergleichlich ist. Wer noch 20 Jahre und mehr zu leben hat, wird definitiv Dinge erleben, die wir uns heute noch nicht vorstellen können.

    Und wie gesagt, nochmals danke und Respekt für diesen fundierten Artikel.

    Antworten
  43. Jo

    Angesichts der momentanen Entwicklung und der ebenfalls rasant ansteigenden „strukturellen Gewalt“ auf diesem Planeten, ist der Transhumanismus vielleicht die letzte Chance für intelligentes Leben auf dieser Erde.

    Es sieht nunmal so aus, als würde der Mensch es nicht schaffen, ein Leben in Einklang mit der Natur zu führen. Darum steht er auch kurz davor, sich selbst zu vernichten.

    Transhumanisten wären in der Lage, diese Ordnung wiederherzustellen. Solange also die Menschen – insbesondere auch die lieben Spirituellen – nicht alles dafür tun, eine Welt in Einklang mit der Natur zu schaffen, ist es vollkommen in Ordnung, dass eine neue Spezies die Macht übernimmt.

    Antworten
  44. peter

    An allem ist ja inmmer ein Körnchen Wahrheit … selbst wenn diese Entwicklung ein weing vorankommt – es ist kindisch in dieser Form. Aber vielleicht nur ein symbolischer Akt für eine andere, wahrhaftige Evolution…

    Antworten

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