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Eine Ethik für Tiere oder warum wir umdenken müssen

Ungefähr sieben Millionen Vegetarier gibt es in Deutschland. Viele davon wollen mit ihrer Entscheidung die Massenhaltung und das Töten von Tieren nicht länger unterstützen. Aber auch hinter fleischloser Kost wie Milch, Käse und Eiern verbirgt sich Tierleid in riesigem Ausmaß.

In ihrem neuen Buch untersucht die Journalistin und Philosophin Hilal Sezgin das moralische Recht, andere Lebewesen im eigenen Interesse zu quälen, einzusperren und zu töten und setzt sich dabei mit unterschiedlichen ethischen Positionen auseinander. Nehmen wir unsere moralische Verantwortung ernst, sagt sie, gibt es keine Rechtfertigung, den Tieren aus Eigennutz eine artgerechten Lebensweise zu verweigern. Hilal Sezgins Buch ist eine Einladung zum Umdenken.

Was bedeutet Moral in Bezug auf Tier und Menschenrechte?

Ich esse kein Fleisch. Ich kenne sowohl die ökonomischen wie auch die gesundheitlichen Gründe, die gegen den Verzehr von Fleisch sprechen. Es sind gute Gründe. Dennoch verzichte ich in erster Linie aus ethischen Überlegungen, denn das sind die Gründe, die mich wirklich bewegen. Es geht um Emotionen, um Empathie und um Gerechtigkeit. Kein Tier soll sterben, nur weil mir zufälligerweise ein Steak gut schmeckt oder weil ich glaube, dass es meinem Körper guttun würde. Dass es möglich ist, sich vegetarisch gut und gesund zu ernähren, ist mir schon lange bewusst. Und sogar, wenn dem nicht so wäre – in dieser Frage gehe ich ganz mit Schopenhauer: „Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.“

Tiere sind fühlende Wesen, sie haben einen Lebenswillen, sie empfinden Glück, Trauer und Schmerz. Was berechtigt uns also, das Leben eines solchen empfindungsfähigen Wesens als weniger wert zu betrachten? Unser Nutzvieh wird in Massen auf engstem Raum eingepfercht und permanent mit Antibiotika und Wachstumshormonen behandelt. Schließlich wird es auf ebenso unwürdige und oft grausame Weise in die Schlachthäuser transportiert und dort getötet. Diese Produktionsbedingungen von industriellen Tiererzeugnissen billigt jeder, der Fleisch isst, aber im Grunde auch jeder, der Milch, Käse und Eier auf seinem Speiseplan hat.

Dem Unglück des Tieres stehen konkrete, vielleicht sogar berechtigte Interessen des des Menschen gegenüber. Wir benötigen Nahrung, Kleidung, Medikamente und viele meinen, dass es zu den Naturgesetzen gehört oder sogar gottgewollt ist, wenn das Tier uns zu alldem verhilft. Dass wir uns die Tiere untertan machen dürfen, egal wie leidvoll oder tödlich dies für das Tier ist. Aber dürfen wir das wirklich? Ist es moralisch zu verantworten und ist es nötig? Was bedeutet Moral in Bezug auf Tier und Menschenrechte? Welche Rechte und welche Pflichten entstehen aus einer moralischen Haltung? Gibt es für Tiere eine spzielle Ethik, eine „Tierethik“? Diese Fragen versucht Hilal Sezgin in ihrem Buch „Artgerecht ist nur die Freiheit“ zu beantworten.

Der Mensch als moralischer Akteur hat eine Verantwortung

Moralisches Handeln allein kann Leid und Schmerz nicht ausschließen, schreibt Sezgin. Eine moralische Entscheidung hat aber zur Grundlage, dass die Interessen von anderen (auch von anderen Lebewesen) miteinbezogen und in adäquater Weise mit ihnen abgestimmt werden. Nicht nur die Interessen von Menschen, sondern auch die von Tieren.

Es geht um Rechte und Pflichten. Um moralische Subjekte und Objekte. Das Recht zu leben, haben alle Lebewesen. Die Pflicht, dieses Recht zu schützen, hat aber das Lebewesen, welches in der Lage ist, moralisch oder zurechnungsfähig zu handeln. Im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Säugling ist dies der Erwachsene. Er ist diesem Zusammenhang das moralische Subjekt, welches sich um eine anderes Individuum, das moralische Objekt, kümmert. Im Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist das Tier automatisch das Objekt. Der Mensch hingegen wird zum Subjekt, zum „moralischen Akteur“. Er ist derjenige, der die Verantwortung trägt und die Rechte des Objekts nach seinem Ermessen schützen kann. „Unsere moralische Antwort auf die sich daraus ergebende Herausforderung ist eine Art von Selbstverpflichtung, in das Leben anderer nicht unmäßig, willkürlich und schädigend einzugreifen“.

Speziesismus – warum Tiere nicht automatisch den Kürzeren ziehen sollten

Unsere Kultur lehrt uns, dass im Konfliktfall die Interessen des Menschen schwerer wiegen. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gattung entscheidet eventuell über das Überleben oder über die Lebensqualität. Vom moralischen Standpunkt aus darf laut Hilal Sezgin Speziesismus (genau sowenig wie der Rassismus) niemals die alleinige Grundlage zur Entscheidung sein. Sie darf es aber, wenn es Sinn macht.

Wenn wir also das Schwein aus der Massentierhaltung befreien und ihm zu einem artgerechten Auslauf verhelfen, tun wir das aus einer Selbstverpflichtung, die unserem Mitgefühl und der moralischen Verantwortung für das Wohl dieses Tieres entspringt, und nicht weil das Schwein zu einer Spezies gehört, die wir (im Gegensatz zu einer anderen Spezies) als „freiheitsberechtigt“ einstufen.
Entscheidend für das Wohlergehen des Schweines ist also nicht seine genetische Zugehörigkeit, sondern die in ihm genetisch verankerte Lebensweise und die ethische Voraussetzung, dass alle Lebewesen gleichgestellt sind. In Hilal Sezgins Definition von Ethik gilt diese Voraussetzung für den Menschen genauso wie für das Schwein.

Rechte und Pflichten – dürfen wir Tiere quälen, töten oder nutzen?

Dürfen wir Tiere quälen. Diese Frage ist scheinbar leicht zu beantworten, denn welcher Mensch mit Mitgefühl möchte schon als Tierquäler dastehen? Aber was ist mit dem Thema „Tierversuche“? Sollen wirklich weiterhin Menschen an Krebs, an HIV, an Diabetes sterben, nur weil man die zur Entwicklung einer Therapie nötigen Tierversuche nicht machen, die Laborratte nicht für Forschung und Wissenschaft zugute der menschlichen Gesundheit quälen will? Andererseits: Ist es wirklich gerecht und moralisch richtig, wenn unzählige Laborratten sterben, um eventuell tausende Menschenleben zu retten? Weltweit leiden Millionen von Versuchstieren in den Forschungslaboren der Pharmaindustrie. Angesichts dieser Tatsachen kommt die Autorin zu dem Schluss, dass selbst unter Heranziehung eines „milden Speziesismus“ (Tierleid ist in Kauf zu nehmen, wenn es den Menschen rettet) das „Verwerten“ von Tieren zu diesem Zweck moralisch nicht zu rechtfertigen ist.

Dürfen wir Tiere töten. Eine immer breiter werdende Vegetarierfront beantwortet dies klar mit einem „Nein“ und auch die Autorin vertritt eine eindeutige Meinung: Tiere haben einen Lebenswillen – wieso sollte es richtig sein, diesen zu ignorieren? Leben ist „ein essentielles Gut für das jeweilige empfindsame Wesen“, schreibt sie. Dieses zu nehmen, sei moralisches Unrecht.

Dürfen wir Tiere nutzen. Dürfen wir sie lebenslang in Ställe und Käfige einsperren, sie melken, sie auf die Produktion von Käse, Wolle und Eier reduzieren und ihnen ein qualvolles Leben und ein elendes Ende zumuten? Spätestens wenn wir überlegen, die alles nicht mehr zu unterstützen, die so entstandenen Produkte nicht mehr zu konsumieren, wird klar, in wie viele Alltagsbereiche die tierischen Produkte einfließen. Wollen wir wirklich auf all das verzichten? Sobald wir auf eine angeblich gesündere, „vollwertige“ Ernährung und auf unseren gewohnten Komfort verzichten müssen, scheint das Tierleid den meisten plötzlich weniger wichtig. Es ist Tierleid, das uns nicht bewusst ist, weil es weit weg und verborgen in Höfen, Ställen und Laboren stattfindet – außerhalb der alltäglichen Wahrnehmung des Verbrauchers und menschlichen Nutznießers.

Bio-Milch und artgerechte Tierhaltung sind keine Lösung

Genau wie ich fühlen sich viele moralisch auf der sicheren Seite, weil sie Tierprodukte aus konventioneller Haltung boykottieren und nur noch Fleisch, Milchprodukte und Eier vom Biobauern und aus artgerechter Haltung kaufen. Hilal Sezgin hält dies für Augenwischerei. Eine „Biokuh“ mit mehr Platz im Stall ist trotzdem eine Kuh im Stall. Auch der Biokuh wird das Kalb nach kurzer Zeit entnommen, um die Milchproduktion zu sichern. Auch die Biokuh führt ein reduziertes, oft ähnlich elendes Leben, was ausschließlich dem menschlichen Nutzen dient. Die glücklich auf der Wiese wiederkäuende Biokuh, die ab und zu gemolken wird, während ihr Kälbchen an ihrer Seite herumspringt, ist eine Illusion. Genauso wie das freilaufende Huhn. Betrachten wir aber die Realität, müssen wir uns eingestehen: Das Leben einer glücklichen Kuh und eines glücklichen Huhns kann niemals das Leben als Nutztier sein. So ein Leben würde ganz anders aussehen.

Konsequenz: ein Perspektivenwechsel

Mir wurde beim Lesen von Hilal Sezgins Buch erneut klar, dass auch ich die Augen im Alltag verschließe. Die Fakten sind mir im Wesentlichen alle bekannt und trotzdem schaffe ich es immer wieder, die unangenehmen Aspekte meiner Konsumhaltung zu vergessen und zu verdrängen. Aber ich kann mehr tun, als kein Fleisch zu essen leben und Bioprodukte zu kaufen. Ich kann mich genau wie die Autorin auf eine vegane Ernährung umstellen und „tier-bewusster“ einkaufen. Ich kann Firmen unterstützen, die auf den Einsatz von Tierprodukten verzichten. Ich kann mich den anstrengenden Diskussionen stellen, die bei dieser Umstellung wahrscheinlich aufkommen werden und kann dann mit den im Buch gut aufbereiteten Argumenten meinen Standpunkt wahrscheinlich besser vertreten.

Darin besteht für mich der eigentliche Benefit des Buches: Es liefert Argumente für die Diskussion. Jede mögliche Gegenposition wird von der Autorin untersucht, mit allen vernünftigen und unvernünftigen Ansichten setzt sie sich sachlich und fundiert auseinander. Hilal Sezgin stellt die Frage, ob es eine gemäßigte Nutztierhaltung geben kann, bei der die Tiere nur minimal beeinträchtigt wären. Aber ein bisschen schwanger gibt es nicht – auch hier nicht: Jedes Nutztiermodell würde unweigerlich zur Unfreiheit der Tiere führen und somit zu Leid. Artgerecht ist eben nur die Freiheit.

Die Lösung besteht laut Sezgin in einem Perspektivenwechsel, in der der Mensch das Tier nicht mehr von vornherein als Nutztier ansieht. Eine neue Form des Zusammenlebens mit Tieren müsst entstehen, in der den Tieren das Recht auf den wahrhaft artgerechten Vollzug seines eigenen Lebens zugestanden wird. Am Ende dieses Perspektivenwechsels stünde eine Menschheit, „die sich diese Erde mit anderen Tieren teilen kann und will“.

 

„Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, dass es gegen die Tiere keine Pflichten gäbe, ist geradezu eine empörende Roheit und Barbarei. Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im Wesentlichen ganz dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen. Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns, auch in allen Tieren lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird.“
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

 


 

Weiterführende Links

Das Buch ist im C. H. Beck Verlag erschienen, hat 301 Seiten
und kann hier bestellt werden.
 

Fernsehbeitrag des WDR zum Buch von Hilal Sezgin – WestArt

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8 Responses

  1. Kristina

    @Volker Croy
    du kannst froh sein, dass immer mehr Menschen biologisch-vegan leben, dann bleibt der ganze chemische und verseuchte Frass nur für dich und deines gleichen, die offenbar darauf stehen.

    Antworten
  2. Volker Croy

    @ Kristina: Ein Landwirt frage mich einst: „Was ist der natürliche Lebensraum des Hausschweins?“ Diese Frage zeigt fast alles zum Thema Haustiere auf, was es zu sagen gibt.
    Es gibt Haustieren die seit mehreren Jahrtausenden mit uns leben, in freier Wildbahn würden sie (elend) sterben. Die rosa Hausschweine, bekommen Sonnenbrand, die alten und kleineren Schweinerassen können ihren Beutegreifern nicht entkommen oder sich so wehren wie Wildschweine. Willst du erklären, dass deren Aussterben sie glücklicher macht?

    Ich weiß nicht wo du die 6 Milliarden Menschen her hast, die wir ernähren können, aber wenn du bei der FAO-Datenbank (ist öffentlich im Netz zu finden) die ersten 10 Hauptkulturen addierst, wirst du auf mindestens 18 Milliarden Menschen kommen, für die es heute reichen würde. Wenn du Nebenkulturen wie Roggen oder Hirse mit einbeziehst, kommst du locker auf 22 Mrd. Menschen für die die Nahrung heute schon da wäre – wenn wir sie nicht verkaufen sondern verteilen würden. Und das sind nur die Hoftorbilanzen, normalerweise bleiben 10 – 40 % der Ernte aus Gründen wie Form, Farbe, Größe oder Ernteaufwand im Betrieb oder auf dem Feld zurück.
    Ein Agrarfunktionär in Deutschland hat vor zwei Jahren mal gesagt, er wundere sich immer über die Tank vs. Teller Diskussion abseits der Landwirtschaft, denn es wäre eigentlich nur die Diskussion Tank vs. Trog möglich, zu Essen gibt es genug.
    Leider weiß dies praktisch nur die Landwirtschaft. Und alle Bauern (aus dem Agrarwirtschaftsstudiengang), die ich beim Gartenbau-Studium kennen gelernt habe, hatten kein Interesse solch offensichtliche Dinge in der Gesellschaft zu verbreiten oder zu diskutieren.
    Bitte besucht die FAO-Datenbank (FAOSTAT) und rechnet selbst nach oder meine Seite, wo ein Rechenbeispiel zu finden ist.

    Insgesamt muss ich leider sagen, dass die Massentierhaltung von allen als verwerflich anerkannt wird, aber der Ökolandbau, der diese auch betreibt, immer als gut dargestellt wird. Beispielsweise bekommt ein konventionelles Huhn etwa eine A4-Seite Platz zugesprochen, ein Bio-Huhn zwei A4-Seiten, aber viel besser wird das auch nicht für das Huhn. Die Kleingruppenhaltung im Ökolandbau umfasst bei Hühnern 80 Tiere ohne Trennung im Stall, das sind zwar 40 Tiere weniger als die konventionelle Gruppenhaltung von Hühnern, aber immer noch weit mehr als die 10 -15 Tiere die eine Hühnergruppe umfasst, ohne sich gegenseitig zu hacken. Haushühner die jeden Tag ein Ei legen können in der freien Natur auch nicht langfristig überleben.

    Auch finde ich die Unschuldsvermutung im Bio-Anbau schrecklich, denn die Betriebe verwenden auch fast ebenso viele Antibiotika wie die konventionellen, vermitteln es aber anders oder verschweigen es, denn keiner von denen kann die Tiere (selbst in „Kleingruppen) vor gegenseitigen Infektionen schützen und so werden alle Tiere ab dem ersten kranken Tier behandelt.

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  3. Kristina

    @Karl
    @EuroTanic
    Wer Pflanzen als Lebewesen schützen will, muss erst recht auf Fleisch verzichten, da sich Tiere (ob konventionell oder bio) massenweise von Pflanzen ernähren.
    Das ist objektive Wahrheit, die sogar in den Mainstream-Medien zu finden ist:

    „Fleisch frisst Land: Ein Hamburger mit Pommes und Salat vernichtet mehr als drei Quadratmeter Regenwald. Ohne es zu merken, tragen auch deutsche Verbraucher zum Raubbau in Südamerika bei – genau wie ihre Hunde und Katzen.“
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/raubbau-am-regenwald-fleisch-frisst-land-1.1161723
    http://fleischfrage.wwf.de/worum-gehts/fleisch-wald/

    „Fleisch frisst Menschen: Pro Kopf der Weltbevölkerung stehen 325 kg Getreide zur Verfügung. Von den 560 kg/Kopf in Österreich werden 355 kg an Vieh verfüttert. Würden alle derart verschwenderisch handeln, könnten mit der weltweiten Getreidemenge nicht mehr als 3,5 der insg. 6 Milliarden Menschen ernährt werden. 28 Eine weltweite Reduktion der Getreidemenge für Viehfutter um 10% würde die Ernährung von 225 Millionen Menschen sichern.“
    https://www.vebu.de/umwelt/probleme-der-viehwirtschaft/94-wieviel-fleisch-ertraegt-die-welt?start=2

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  4. Karl

    Kristina,
    Leben nährt sich seit Millionen von Jahren, seit Anbeginn des Lebens, durch leben. Ernähren kann sich eine Lebewesen nur durch ein anderes Lebewesen und das betrifft auch Vegetarier und Veganer. Denn was sind Pflanzen anderes als Lebewesen?

    Du hast vollkommen Recht mit dem was Du über die Behandlung von Tieren sagst. Und genau das ist es was wir beachten sollen wenn wir essen und nicht Nahrung konsumieren.
    Ehre das Leben, das bereit war Dir seine Energie zu geben um Deine Energie zu erhalten. Dieses Leben geht über in Deines. Auch wenn es „nur“ ein Pflanze war.
    Beziehe Deine Nahrung wenn es geht von Bauern, welche schon seit tausenden von Jahren Herren über Leben und Tod von Planzen und Tieren sind, die das Leben ehren. Ich kenne sogar welche persönlich die das praktizieren und z.B. ihre Kühe nicht anketten im Stall und Schweine auf die Weide lassen. Die kranke Kälber mit Globoli und nicht mit Pharmazeutika heilen. Die auch die Pflanzen ehren die sie anbauen. Denn auch dies sind Lebewesen.
    Es gibt mittlerweile sogar Supermarktketten die die Adressen der Bauern die für sie arbeiten hergeben, damit man sich über die Herkunft der Nahrung informieren kann. Und sie schreiben den Bauern ganz klar vor wie das Leben leben muss und vor allem das meiste ist regional (!). Hier in Hessen sind es zwei solcher Supermarktketten.
    Man sieht, das man etwas tun kann. Aber man sieht auch das wir Teil des Kreislaufes sind den man Leben nennt.
    Ich bin fest davon überzeugt das das was man mit der Massentierhaltung macht auf einen selbst zurückfallen wird. Denn die Energie des Lebens geht in die eigene Lebensenergie mit ein.
    Ehre das Leben, was immer auch Du mit dem Leben machen musst und bitte um Verzeihung falls es sich um gequälte Lebewesen handeln könnte und Du es nicht erkennen kann. Bitte auch um Verzeihung wenn es Pflanzen sind. Auch diese sind Lebewesen die gequält werden können, z.B. mit künstlichen Düngern und Pestiziden. Oder Monokultur, eine Einöde die auch der Mensch nicht ertragen könnte. Siehe die Trabantenstädt mit ihrer Massenmenschhaltung.
    Viele Grüße
    Karl

    Antworten
  5. Kristina

    @Bernd Engelking
    Tiere sind keine „Haustiere“, genauso wie Menschen keine „Hausmenschen“ sind.

    Was du unter „Haustierrassen“ propagierst, sind überzüchtete und missbräuchlich erzeugte so genannten „Mastschweine“, „Milchkühe“ und „Geflügel“, die meistens kein Tageslicht kennen, im Betonstall im Dreck angekettet sind und in Käfigen qualvoll auf ihre Verarbeitung zu Fleisch- und Milchprodukten warten.
    Diese Tiere dürfen sich nicht einmal selbst bewegen und vermehren. Sie werden von Fleischproduzenten permanent vergewaltigt, indem männlichen Tieren Sperma brutal entnommen wird und den weiblichen Tieren durch menschliche Hand brutal eingesetzt wird. Viele männliche Babytiere sog. „Frischlinge“ werden brutal kastriert und andere die als „unbrauchbar“ gelten, werden wie Müll entsorgt.

    Thomas D – das Geschäft mit dem Tod- Teil 1
    http://www.youtube.com/watch?v=DB-9kpaSFhg

    Antworten
  6. Bernd Engelking

    Dieser Artikel zeugt leider von gleichen Verlust an Umweltbewusstsein, der überall verbreitet ist.
    Was hier propagiert wird, ist das großflächige Aussterben von Haustierrassen. Haustiere sind eine Symbiose mit den Menschen eingegangen, was heisst, das beide einen Nutzen aus dieser Beziehung gewinnen. Welche das sind, wissen wir alle, da sich dieses System aus einer Räuber-Beute-Beziehung heraus entwickelt hat. Die Industrielle Massentierhaltung verschiebt den gegenseitigen Nutzen zur Seite der Menschen, da die Tiere gnadenlos ausgebeutet werden. Die Kleinbäuerliche Landwirtschaft bewahrt jedoch die vielen Haustierrassen und bereitet ihnen eine Existenzberechtigung.
    Oder sollen diese Haustierrassen alle auf Gnadenhöfen konzentriert werden und dann auf Tierfriedhöfen enden?
    Als zweites möchte ich darauf hinweisen, dass alle Lebewesen leben wollen und sich dafür in der Evolution Strategien entwickelt haben. Ich möchte deshalb, dass auch Pflanzen und andere Lebewesen gleichberechtigt wie Tiere behandelt werden. Das sich keine Lebewesen 2. Klasse, nur weil sie bei Schmerz nicht schreien. Pflanzen haben andere Mechanismen, um ihren Willen zum Überleben zum Ausdruck zu bringen und sie wollen leben.
    Ein gesundes Verhältnis zu Umwelt und Natur und eine gesundes Umweltbewusstsein wären extrem wichtig, um diese Auswüchse einzudämmen.

    Antworten
  7. Kristina

    Dieser Artikel ist sehr logisch, wertvoll, liebevoll und ich kann jedem Satz völlig zustimmen, vor allem dem Satz „Artgerecht ist nur die Freiheit“.

    Alle Menschen sollen endlich aufwachen und einsehen, dass sie kein Fleisch und keine Tierprodukte zum Leben benötigen. Auch Haustiere wie Hunde und Katzen können gesund und zufrieden fleischlos vegan leben.
    http://www.peta.de/vegetarischehundeundkatzen
    http://www.bio-tierkost.de/vegetarisches_hundefutter.php

    Es ist mir völlig unbegreiflich, was in manchen Köpfen vorgeht, die ausgerechnet Tiermord wählen, den Kadaver sogar an eigene Kinder und Tiere verfüttern und dafür noch kräftig zahlen und werben.
    Der Fleischkonsum insb. Massentierhaltung zerstört nicht nur Tiere und unsere Umwelt, sondern auch Menschen, da viele gerade wegen Tiermord und Leichenverzehr, krank, ängstlich, depressiv, unterversorgt, gefühllos, aggressiv und quasi „vampirartig“ werden.
    Auch liegt auf der Hand, dass Monokulturen, Umweltzerstörung und enorme Wasserverschwendung gerade durch Tierzucht (konventionell und bio) verursacht werden:
    „1 Steak = 4000 Liter Wasser!“
    http://www.peta.de/web/weltwassertag.3182.html
    http://www.peta.de/web/umwelt.512.html

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