Leben in den Zeiten von Corona…

von Jörg Engelsing

In dieser Zeit ein Heft über die Verbindung von Trauma und Geburt zu machen – ist das nicht etwas realitätsfern? Nein, denn in der Zeit im Mutterleib, während der Geburt und in den Jahren danach werden die psychisch-emotionalen Grundlagen für unseren Umgang mit der Welt – und speziell mit Krisen – gelegt. Wie wir mit der aktuellen Krise umgehen, hat also auch sehr damit zu tun, wie weit wir unsere ersten Traumata, die rund um die Geburt entstanden sind, bewältigt haben.

Warum ist eine Geburt überhaupt traumatisch? Weil sie nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby eine heftige Überforderung und Überwältigung darstellt. Der meist als sehr erfüllend erlebte Aufenthalt im sicheren Raum der Fruchtblase – bei Rückführungen wird sogar oft von ozeanischen Einheits- und Glückserlebnissen berichtet – findet nach neun Monaten sein Ende und das Baby wird ohne jede „Vorwarnung“ in den engen Geburtskanal gepresst und auf eine Reise ins Unbekannte geschickt. Es ist auf einmal allein – vor allem, wenn die Mutter eine Anästhesie bekommen hat und das Baby dadurch keinen Kontakt mehr zur Mutter fühlt –, und das verursacht extreme Angst, tiefe Gefühle von Ohnmacht und den riesigen Schmerz, die Geborgenheit der „Heimat“ (Komfortzone) verloren zu haben. Bei einer Geburt stehen dem Baby zudem die normalen Reaktionen eines Erwachsenen auf eine überfordernde Situation nur sehr begrenzt zur Verfügung. Es kann dem Geschehen weder entkommen, ihm also nicht entfliehen, es kann nicht wirklich dagegen ankämpfen, sondern muss alles mehr oder weniger hilflos über sich ergehen lassen. Festhalten an dem alten, liebgewonnenen Raum ist nicht möglich!

Alles, was wir später erleben, ist eine Reflexion auf die Urerfahrung der Geburt, die zwar grundsätzlich ähnlich, aber natürlich individuell – je nach den Umständen – sehr verschieden ist. Wie wir also unser Dasein auf diesem Planeten sehen, ob als Strafe oder als Geschenk, ob wir uns sicher oder bedroht fühlen, hängt sehr davon ab, wie unsere Geburt verlaufen ist und wie wir sie erlebt haben. (Grundlagenforschung dazu hat unter anderem der amerikanische Psychiater Stanislav Grof jahrzehntelang betrieben und seine genialen Erkenntnisse in vielen Büchern veröffentlicht.)

Wir sind mitten im Geburtsprozess

Warum ist das so zentral für die aktuelle Situation? Weil der Prozess, den wir gerade kollektiv durchleben, auch ein Geburtsprozess ist. Wie das Kind, das sich in seiner Fruchtblase wohl und sicher fühlt und dann auf einmal aus diesem Raum herausgestoßen wird – in einen (Geburts) kanal, in dem es brutal und schmerzhaft gedrückt und gequetscht wird, ohne zu wissen, was da mit ihm geschieht und wohin das führt –, genau so werden wir jetzt gerade aus unserer mehr oder weniger heilen Welt in einen Raum gestoßen, in dem all das, woran wir uns orientiert und festgehalten haben, nicht mehr trägt.

Wir wissen nicht, wohin die Reise geht, und bei vielen kommt die (Geburts-) Angst vor Vernichtung an die Oberfläche. In einer Zeit wie der jetzigen taucht daher bei vielen Menschen eine entscheidende Frage auf: Ist die Welt im Innersten gut oder schlecht? Geht hier trotz chaotischer Umstände alles seinen richtigen Gang, und kann ich das mit meinem kleinen Verstand nur nicht immer erkennen? Oder läuft hier irgendetwas grundlegend falsch? Wer jetzt keine innere Führung spürt und gelernt hat, ihr zu vertrauen, muss sich an äußeren Autoritäten orientieren, die die Angst und Unsicherheit noch mehr schüren. Um der Angst zu begegnen und die eigene psychische Gesundheit nicht zu verlieren, ist Vertrauen in die Richtigkeit des Lebens das Gebot der Stunde. Was also tun, um es zu erlangen?

Ein Blick auf die aktuelle Situation mit dem Hilfsmittel Astrologie zeigt mir, dass nichts falsch läuft, sondern dass das Geschehen einfach Ausdruck heftiger Energien ist: Die Konjunktion Pluto-Saturn-Jupiter symbolisiert eine Zerstörung (Pluto) von ungeheurem Ausmaß (Jupiter), und zwar alter Strukturen (Saturn), die sich überlebt haben. Alles verbunden mit kollektiver Todesangst, Panik, Hysterie, Zwangsvorstellungen (Pluto). Unsere oberflächliche Spaßgesellschaft wird durch Saturn (Härte, Klarheit) ad absurdum geführt.

Die Komfortzone löst sich auf

Es werden also tiefste Existenzängste aktiviert, wir erfahren Ohnmacht und Hilflosigkeit und die Grenzen unserer Komfortzone lösen sich auf. Am Alten festhalten geht nicht mehr. Einem irrationalen Verhalten – Massenmeditationen organisieren, um das Virus „auszulöschen“ oder die Hände in der Namaskar-Stellung zu falten, um sich zu schützen – sind Tür und Tor geöffnet, denn klares Denken ist mit Angst nicht möglich. Um diesem Irrsinn – er mag ja beruhigen und das damit verbundene Tun kurzzeitig aus der Angst führen (ich kann was machen, bin dem Ganzen nicht hilflos ausgeliefert), aber für mich geht es hier auch um eine Chance, freier zu werden – weniger ausgeliefert zu sein, finde ich es erst einmal wichtig, unsere lineare Art des Denkens zu verstehen.

Lineares Denken bedeutet: Gestern ging es mir gut, heute sogar noch besser, also gehe ich davon aus, dass es mir morgen noch besser geht. Das Problem: Umgekehrt läuft dieses Verstandesspiel genauso. Ich habe gestern eine unangenehme Erfahrung gemacht, ich fühle mich heute sogar noch schlechter und ziehe daraus den Schluss, dass es morgen noch schlimmer wird. Und weil ich das vermeiden will, versuche ich alles, um diese Zukunft abzuwenden. Die Folge: absoluter Kontrollstress, der zudem meist wenig erfolgreich ist, weil Leben überwiegend nichtlinear verläuft. Das heißt auch: Mit Prognosen bezüglich der Ansteckungsrate und einer exponenziellen Verbreitung der Krankheit begibt man sich auf sehr dünnes Eis.

Die gegenwärtige Krise – oder der Tsunami vor einigen Jahren – haben sich ja auch nicht im Voraus angekündigt. Leben ist nicht wirklich berechenbar. Alle Prognosen entstehen aus der Angst und dem Wunsch nach Kontrolle. Und sie füttern – im Falle von Corona – wieder unsere angstgetriebenen Gedankenspiralen, die von morgens bis abends durch die Medien angetrieben werden. Prognosen bilden also keine Realität ab und man sollte sehr vorsichtig mit ihnen umgehen. Es hilft durchaus, sich auch für alternative Blickwinkel der Situation zu öffnen, um dem angstbasierten Denken etwas entgegenzusetzen.

Selbsthilfe-Möglichkeiten

Was mir bezüglich der aktuellen Situation auch noch klar geworden ist: Jede Menge Angst kommt an die Oberfläche und entlädt sich über das Fühlen aus unserem System. Die gegenwärtige Krise bietet uns Menschen daher die Chance, all unsere unbewussten Ängste zu erkennen und zu bearbeiten. Dafür gibt es in der heutigen Zeit neben der Arbeit mit professionellen Therapeuten auch jede Menge Selbsthilfe-Möglichkeiten wie das Meridianklopfen oder „the work“ von Byron Katie. Man kann sich ihre berühmten Fragen aus dem Internet herunterladen, sich mit Freunden treffen (geht auch per Telefon), gegenseitig die Fragen stellen und in dem Prozess unterstützen, die eigenen Glaubenssätze bezüglich der gegenwärtigen Situation zu hinterfragen. Sätze wie „Ich bin nicht sicher auf dieser Welt und in diesem Körper“, „das Leben trägt mich nicht“, „Es wird Schreckliches geschehen“, „wir werden alle untergehen“, „für mich ist nicht genug (Klopapier) da“ sind Angstgedanken, die schlimmstenfalls Panikaktionen oder einen Zusammenbruch des Immunsystems nach sich ziehen. Wie schon in der Bibel steht: „Es geschehe euch nach eurem Glauben.“

Wir können davon ausgehen, dass jeder Sorgen-Gedanke, jede negative Interpretation der Lage Teil eines Angstgebäudes ist, das es einzureißen gilt. Früher oder später wird es sowieso zusammenbrechen und es ist intelligent, diesen Prozess bewusst zu unterstützen, so dass er möglicherweise auch weniger leidvoll verläuft. Das wäre eine wirklich sinnvolle Investition der nun bei vielen Menschen vermehrt freien Zeit.

Vor der Angst nicht weglaufen

Ein weiterer Aspekt des Umgangs mit der Angst ist es, zu verstehen, dass die Angst gar nicht das Problem ist, sondern unser Umgang damit. Wir haben uns angewöhnt, vor allen unangenehmen Gefühlen wegzulaufen, statt sie zu fühlen. Doch es geht darum, die Angst einfach zu spüren und sie als Energie durch unser System durchzulassen – das löst sie schrittweise auf. Wenn wir dagegen versuchen, ihr auszuweichen, oder uns gegen sie verspannen, bleibt sie im Körper und das Nervensystem steht unter Stress – und das schwächt das Immunsystem. Wer nun sagt, er habe keine Angst, dem mache ich folgenden Vorschlag: Setz dich hin und fühl einfach deinen Körper. Schau, wie lange das geht, ohne dass ein Gedanke dazwischenkommt. Den meisten Menschen wird das nur wenige Sekunden gelingen, bis ein Gedanke für Ablenkung sorgt, denn die Gedanken sind Teil unserer unbewussten Abwehrstrategie gegen das Fühlen von Angst, Schmerz, Verzweiflung und Co.

Im Fühlen fällt unser Aktionismus gegen die Angst weg und wir werden zurückgeworfen auf uns selbst. Tolle Erkenntnisse zu erlangen, wie die Welt funktioniert, oder ekstatische Energieerlebnisse zu haben, ist etwas Wunderbares, aber es ist nichts im Vergleich dazu, komplett im eigenen Körper zu wohnen und durch ihn die Vielfalt der Welt fühlen zu können. Und das ist nur möglich, wenn sich die Angst aus unserem Körper verabschiedet hat, denn sie blockiert den freien Fluss des Lebens.

Die Situation macht uns ehrlich

Noch können nur wenige Menschen ihre Panik loslassen. Und Spielverderber, die uns unser angstgesteuertes Verhalten aufzeigen, haben im Moment ein schweres Leben. Auch vernünftige Leute, die nicht gleich auf den Angstzug aufspringen, haben keine Chance, der Allgemeinpanik der Mainstream-Medien zu entkommen: Sie werden von dem Angst-Tsunami einfach mitgerissen. Gegen jedes vernünftige Argument werden einfach Zahlen von Erkrankten und Toten gestellt. Wir werden in den nächsten Wochen wahrscheinlich immer mehr erkennen: Die Decke unserer Zivilisation ist hauchdünn und darunter wartet all das, was wir verdrängt haben, auf seine Befreiung.

Und das ist gut so: Spirituelle Entwicklung kann nur auf der Basis von Wahrheit stattfinden – und die jetzige Situation macht uns ehrlich. Unsere Anpassungsschicht, aus der heraus wir agieren, bekommt riesengroße Risse. Auch das ist gut so, denn seit vielen Jahrzehnten sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen. Mit anderen Worten: Unser Verhalten ist extrem selbstdestruktiv. Wenn ich an das Gute im Leben glaube, kann ich in der jetzigen Situation eine unglaublich elegante Art sehen, uns und diesen Planeten von den menschlich-destruktiven Mustern zu befreien. Die Signatur im Sinne einer Ähnlichkeit – so dass wir durch das Erkennen der Signatur Rückschlüsse auf unser Verhalten ziehen können – ist genial: Wir zerstören mit Macht die Lunge unseres Planeten und werden mit einem Virus konfrontiert, das Zerstörungen in unserer Lunge anrichtet.

Und dadurch, dass das öffentliche Leben fast zum Stillstand kommt, Fabriken schließen und viel weniger Autoverkehr herrscht, wird erst einmal die Luft besser (Satelliten zeigen über Chinas Großstädten eine Abnahme der Luftverschmutzung). Da soll einer sagen, es gibt keine übergeordnete Intelligenz. Das Ego selbst ist natürlich nur am eigenen Überleben interessiert und interpretiert die Gesamtsituation dementsprechend aus der eigenen Angst ums Überleben. Wertfreies Schauen ist ihm nicht möglich.

Eine neue Welt

Es ist gut möglich, dass wir am Ende dieses Jahres in einer anderen Welt existieren werden. Vielleicht ist das, was wir im Moment erleben, der Zusammenbruch einer kollektiven Egostruktur und der Anfang vom Ende unserer oberflächlichen Konsumgesellschaft. In einer Gesellschaft, die ihre Angst zu einen großen Teil transzendiert hat, werden bei allen ganz andere Interessen entstehen, die viel mit einem Miteinander zu tun haben. Denn hinter der Angst wartet die Liebe genauso wie die Sonne hinter den Wolken..

Wenn wir es schaffen, die uns innewohnende Ur-Angst (Geburtstrauma) aufzulösen, sind wir so gestärkt, dass uns nicht mehr viel im Leben etwas anhaben kann. Etwaige situationsbezogene Ängste, die auch dann noch auftauchen können, sind dann nicht mehr so mächtig, weil sie nicht mehr auf das uralte Angstreservoir in uns stoßen und dieses aktivieren…

Die Angst und der Tod

Ein Student ist auf dem Weg in eine große Stadt. Vor dem Stadttor trifft er auf den Tod, der im Schatten der Stadtmauer sitzt. Der Student setzt sich daneben und fragt: „Was hast du vor?” Der Tod antwortet: „Ich gehe gleich in die Stadt und hole mir 100 Leute!“ Der Student erschrickt, rennt in die Stadt und schreit: „Der Tod ist auf dem Weg in die Stadt! Er will sich 100 Leute holen!“. Die Menschen rennen in ihre Häuser, verbarrikadieren sich… Aber vor dem Tod gibt es kein Versteck. Nach vier Wochen verlässt der Student die Stadt wieder – und sieht im Schatten der Stadtmauer wieder den Tod sitzen. Er rennt auf ihn zu uns brüllt ihn an: „Du Lügner! 100 Leute hast du holen wollen! Nun aber sind über 5000 tot!“ Der Tod erhebt sich ganz langsam und sagt: „Ich habe mir planmäßig die 100 geholt, wie jede Woche. Alte, Schwache, Kranke… Die anderen hat die Angst getötet! Und die hast du in die Stadt getragen!“ (Quelle: Internet, Verfasser unbekannt)

Wie Geburt, Angst und Immunsystem zusammenhängen

Von Lena Grabowski

Die Entwicklung des menschlichen Gehirns und Nervensystems beginnt bei einem Embryo bereits in der dritten Schwangerschaftswoche. Bis zum Ende der achten Woche sind Gehirn und Rückenmark fast vollständig angelegt. In der gesamten Schwangerschaft werden Unmengen an Nervenzellen durch Zellteilung gebildet. Während dieser Zeit sind die neuronalen Strukturen äußerst empfindlich und anfällig gegenüber äußeren Einflüssen. Darunter fallen sämtliche Ernährungsweisen, Nikotin- und Alkoholgenuss, Strahlung, Mineralstoffmangel, Erkrankungen der Mutter sowie sämtliche weitere Reize, die auf das Nervensystem der werdenden Mutter einwirken.

Das Ungeborene nimmt sozusagen jeden Reiz im eigenen Gehirn mit auf – auch die Angst der Mutter. Das Immunsystem baut sich in dieser Zeit ebenfalls auf. Erste Antigen-Rezeptoren entwickeln sich und bereiten das Immunsystem des heranwachsenden Lebens auf eine spätere Immunabwehr vor. Wichtig dabei: Immunsystem, Nervensystem, das menschliche Drüsensystem sowie sämtliche weitere Organe im Körper eines Menschen arbeiten eng zusammen. Stressoren, vorrangig die Emotion Angst, sich daher dauerhaft schädigend auf den gesamten menschlichen Organismus auswirken und dazu führen, dass auch das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei Stress wird häufig die Amygdala erwähnt, ein kleiner Nervenzellenkomplex im limbischen System, der eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von Gefühlen spielt.

Sie ist unsere Angstzentrale. Sie steuert unsere emotionalen und körperlichen Reaktionen in Stresssituationen. Sie leitet unter anderem die Information „Gefahr“ über das sympathische Nervensystem entlang des Rückenmarks (herangebildet in der achten Schwangerschaftswoche) in Richtung Nebennierenmark, um mithilfe von entsprechenden Hormonen den Körper auf Aktivität und überlebenssichernde Maßnahmen einzustellen. Weitere andere Hormone, Botenstoffe und körpereigene Eiweiße sind an dem Prozess beteiligt, unserem Körper in einer Gefahrensituation mehr Energie bereitzustellen, um schnell handeln zu können und das eigene Überleben zu sichern. Trifft nun eine Gefahrensituation wie die aktuelle Coronadebatte (zuviel angstverstärkender Nachrichtenfluss, furchteinflößende gesellschaftliche Handlungen etc.) auf einen stressanfälligen menschlichen Organismus, arbeiten Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem auf Hochtouren. Die Emotion Angst ist dabei im Moment die treibende Kraft, denn es geht ja um existenzielle Themen wie Unkontrollierbarkeit, mögliche soziale Isolation, Hunger und mehr. Der Organismus wird durch dieses permanente Angsterleben zunehmend geschwächt.

Bei einem ohnehin von chronischem Stress geplagten Menschen könnte das irgendwann dazu führen, dass die Kräfte des Nerven- und Immunsystems ausgeschöpft sind – dann wird er anfällig für ein Virus, und die Chance zu erkranken steigt, je länger die Angstproblematik anhält. Es ist also durchaus sinnvoll, zum Schutz vor Krankheit gezielt an der eigenen Angstthematik zu arbeiten – und dabei die Geburt als Urmatrix dieser Angst ebenfalls in diesen Prozess einzubeziehen. Nahezu alles, was in SEIN angeboten wird, kann hier unterstützend wirken – in der aktuellen Situation mehr denn je.

Author: Oliver Bartsch

3 Responses

  1. Nadja
    Artikel mit viel Weitblick

    Ich finde den Artikel sehr gut. Es stimmt, dass vermehrte Angstgefühle das Immunsystem schwächen können. Wichtig ist hierbei aber noch etwas anderes: Keine Angst vor der Angst zu entwickeln. Man kann sich selbst sagen, wenn man Angst empfindet, dass dies eine normale menschliche Reaktion auf ein unnormales Ereignis ist. Der Körper will mit der Entwicklung von Angstgefühlen etwas gutes bewirken, die eigenen Ängste wollen einen schützen. Wenn man mit dieser verständnisvollen Einstellung die Ängste fühlt und ruhig atmet, dann lösen sie sich oft von selbst wieder. Natürlich ist es dabei auch wichtig, dass man lernt, zu beobachten, welche Szenarien gedanklich ablaufen, um diese dann zu stoppen oder positiv zu verändern. Denn wenn man sich Horrorszenarien vorstellt, dann kann der Körper nicht anders als die dementsprechenden Ängste zu entwickeln, weil der Körper nicht so gut reale Gefahren von vorgestellten Gefahren unterscheiden kann. „Remember: Worrying is praying for what you don `t want.“ (Roger Gabriel). Also: Lernen, die eigenen Gedanken zu beobachten und hier anzufangen, etwas zum positiven zu verändern, das ist jetzt angesagt. Man kann sich bewusst das sagen oder vorstellen, was man sich fürs eigene Leben und für die Gesellschaft wünscht. Und man muss den eigenen Medienkonsum zum Thema Corona bewusst reflektieren, denn wem nützt es, wenn man mit panischen Gefühlen auf einen Bildschirm starrt? Einen Mehrgewinn an Vitalität bringt das nicht. In den Nachrichten wird oft nicht soetwas in den Fokus gerückt wie die hohe Anzahl an Menschen, die vom Virus schon wieder genesen ist, oder sowas wie: Seht, Leute, dieser 84 – jährige Mann hatte den Virus und ist wieder gesund geworden. Diese oder ähnliche Nachrichten sind auch wahr, sie werden nur oft nicht als Schlagzeile verwendet. Also danke für den Artikel, darin wird sehr klar gesagt, wie wichtig es jetzt in dieser Zeit ist, sich den eigenen Gefühlen aufmerksam zuzuwenden und sich deutlich weniger als sonst mit allem möglichen abzulenken.

    Antworten
    • Ulrike Nikolai
      Genau hinsehen!

      Wir sehen, worauf wir unseren Fokus richten:

      Ich sah neulich einen Artikel über eine 95-jährige italienische Frau, die von Corona genesen ist. Das war sehr wohl eine große Nachricht wert!

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-in-italien-95-jaehrige-erholt-sich-nach-covid-19-infektion-a-41b660ab-78d8-4224-91d4-43ac41b78566

      Interessant wäre nun vor allem, nochmal näher hinzuschauen: Wie steht diese Frau zum Leben? Wie hat sie gelebt?
      In welcher Lebenssituation ist sie erkrankt? Was hat ihre Lebenskräfte mobilisiert?
      Das sind doch interessante Fragen, denen sich der Journalismus mal widmen sollte.

      Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, verstehen muss man es vorwärts.

      Antworten
      • Ulrike Nikolai
        Korrektur!

        Korrektur:

        Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, aber leben muss man es vorwärts.

        Sorry, das ging etwas zu flott … 😉

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