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Bin ich richtig? Bin ich falsch? Wann bin ich richtig und wann falsch? Mit diesen Fragen quälen sich viele Menschen. Dabei haben wir in der Tiefe immer geahnt, ja. sogar gewusst: Natürlich bin ich richtig. Aber nicht als Gegenteil von falsch. Ich bin unendlich viel mehr als dieses kleine „Ich“, für das ich mich immer gehalten habe und das aus Vorstellungen, Überzeugungen und Bildern konstruiert ist. Das ist nicht das, was ich bin. Ich bin.

 

Das kürzlich erschienene Buch „Der Diamantkörper – der Pfad des Lebendigen“ der Berliner spirituellen Lehrerin Mariananda spricht von nichts anderem: von dem, was ich bin, vom Erwachen, vom Göttlichen, vom Sein. Es beschreibt den Weg des Erwachens mit allen auftauchenden Fallen und Schwierigkeiten. Es zeigt: Wandlung ist möglich, Wandlung geschieht. Ein umfassender Leitfaden für alle Fragen, die auf dem spirituellen Weg auftauchen.

Im Folgenden sind Erfahrungen von Schülern Marianandas kursiv eingefügt.

Ich war verzweifelt. Ich hatte alles probiert. Ich bin um die ganze Welt gereist. Ich hatte versucht, mein Glück in der Arbeit, Erfüllung in Beziehung und im Sex zu finden. Doch das lebenslange nagende Gefühl, dass etwas Grundlegendes an mir falsch ist, ging einfach nicht weg, im Gegenteil, es wurde immer intensiver. Ich machte Therapie. Das war erst einmal eine Riesenhilfe. Doch das nagende Grundgefühl von Falschsein blieb. Dann fing ich an zu meditieren. Und hörte vom Satsang bei einer erwachten Meisterin, von deren Ausstrahlung ich mich gleich stark angezogen fühlte.

So – oder ähnlich – hat er bei vielen von uns begonnen, der spirituelle Weg.

 

Der Schatten

Am Anfang war ich begeistert. Endlich hatte ich in Mariananda eine erwachte Meisterin gefunden, einen Menschen, der all das verkörpert, wonach ich mich sehne: bedingungslose Liebe, Stille, Weisheit. Das ging eine Weile gut. Doch dann hielt sie mir das erste Mal den Spiegel vor. Und zeigte mir, dass ich gar nicht der nette Mensch war, der ich zu sein meinte. Ein Schock und schwere Not. Also doch: Etwas Grundlegendes stimmt nicht mit mir! Der vertraute Abgrund klaffte wieder auf.

Am Anfang der spirituellen Suche erleben wir oft wunderbare Dinge, die mit Glückserlebnissen verbunden sind. Wenn wir diese dann nicht mit dauerhaftem Erwachen verwechseln, wird früher oder später jeder ernsthafte spirituelle Sucher mit seinem Schatten konfrontiert. Das Licht birgt in sich alle Schatten. Das beginnende Erwachte wendet sich dem Nicht-Erwachten zu. Es tauchen unbekannte, erschreckende, verzweifelte, entsetzliche Gefühle auf. Dabei wird schnell klar: Der Weg der Wahrheit ist nicht unbedingt ein Weg, auf dem man sich immer besser, immer „richtig“ fühlt.

Oft wehrt sich das Ego mit allem, was ihm zur Verfügung steht. Und doch: Soll Erwachen von Dauer sein, ist radikale Ehrlichkeit gefragt, die Bereitschaft, sich dem Schatten offen, ehrlich und wahrhaftig zuzuwenden.

„Dieses Auftauchen des Schattens gilt es bedingungslos anzunehmen. Denn obwohl der Schatten – alles, was ich nicht weiß – von den meisten Menschen gefürchtet und keineswegs freudig begrüßt wird, ist er dein dauerhaftes Tor zu Wachheit, Glück und Erfüllung im Hier und Jetzt. Weder Geld, Erfolg, Sicherheit oder Kontrolle können dir auf Dauer inneren Frieden, Ausgeglichenheit, Gelassenheit, Freiheit und Zuversicht gewähren.“ (Mariananda in: Spirituelle Schattenarbeit)

Marianandas Buch bietet viele praktische Hilfen zum tiefen Erkennen aller Schatten, Schmerzen, Muster, Fixierungen. Es macht Mut, sich allem – auch und gerade dem, was ich in mir selbst am meisten ablehne und verachte – mitfühlend und mit bedingungsloser Liebe zuzuwenden.

Das ist wichtig, denn: „Du kannst nur das loslassen, was du zuvor erkannt hast.“

„Wenn der Schüler an diesem Punkt des Weges nicht wegrennt, sondern bleibt und durch göttliche Fügung und Gnade sein innerstes Sehnen erhört, beginnt etwas, was zuerst eine Art Schattenarbeit ist und was dann auch oft der Beginn der dunklen Nacht der Seele genannt wird.“ *

*alle Zitate aus Mariananda: „Der Diamantkörper – der Pfad des Lebendigen“

 

Der Richter ist nicht der Beobachter

Im ersten Teil des Buches stehen Erklärungen für die verschiedenen Stadien auf dem Weg. Mariananda schildert immer wieder eigene Erfahrungen und erklärt dabei Begriffe wie „Mind“, „Ego“, „Super-Ego“, „Beobachter“ und „Bewusstsein“. Die Stimme, die uns ständig kritisiert, mahnt und maßregelt, aber auch lobt und antreibt, ist der Richter bzw. das Super-Ego. Mit Hilfe von vielen sehr schönen und auch witzigen Schaubildern erklärt Mariananda in dem Buch das ewige Hin und Her der Gedanken und das Chaos der Gefühle: Wenn ich mich obenauf fühle, wartet auch immer auf der anderen Seite die „Depri“. Sie nennt dieses Phänomen: „Die Sado- Maso-Sucht-Schwipp-Schwapp“. Das heißt zum Beispiel: In der forschen, vermeintlich selbstbewussten Powerfrau sitzt auch ein verängstigtes, bedürftiges Mausi. Die Opferseite stärkt die Täterseite und umgekehrt. Auch wenn wir nur eine Seite sehen, ist die andere Seite immer da. Es geht nicht darum, sich mit einer der beiden Seiten psychologisch zu beschäftigen, sondern einfach davor sitzenzubleiben. Beide bedingen sich gegenseitig. Und die Seite, die wir vor uns und der Welt verbergen, ist der Schatten.

Durch geleitete Meditationen wird das Erklärte praktisch erfahrbar. Und bei der genauen Beschreibung im Übungsteil des Buches kann der Leser Schritt für Schritt mitgehen und erkennen: Aha, so funktioniert Denken, immer dual, immer urteilend, „richtig-falsch“. Aha, so funktioniert Fühlen: bewertend, angenehm- unangenehm. Es ist alles Ego, alles eine Illusion, die aus Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmung besteht. Aber es gibt etwas, was das alles sieht, und das ist Bewusstsein, blickend durch die Augen eines neutralen Beobachters. Das vernichtende „ich bin falsch“ und das Streben danach, „richtig“ zu sein, sind also zwei Seiten einer Medaille.

Nun sehe ich, dass ich nie wirklich im Beobachter war. Ja, dann habe ich wirklich alles „falsch“ gemacht. Und muss lachen. Auch das gilt es zu erkennen. Und mich nicht dafür zu verurteilen. Das ist befreiend und auf eine viel tiefere Weise „richtig“ und beglückend.

Der Verlust von Essenz

Das Erkennen hat begonnen. Es vertieft sich immer weiter. Eine große Hilfe ist das Enneagram. Mit höchster Präzision und Dichte beschreibt Mariananda die neun verschiedenen Persönlichkeitstypen, wie jeder auf seine Weise den unbewusst empfundenen Mangel, das Gefühl von Leere und Getrenntheit erlebt, und was er tut, „um mit dem vermeintlichen Verlust von Essenz fertig zu werden“. Bei allen neun Typen existiert die oft unbewusste Vorstellung, falsch, böse, nicht gewollt oder nicht richtig zu sein. Dieser Mangel wird dann ausgeglichen durch den Versuch, alles „richtig“ zu machen. Nur dann – so glaubt und erlebt man – darf man überhaupt sein. Erst wenn dieses „Richtig-Sein- Wollen“ als Ersatzhandlung erkannt und durchschaut wird, kann Heilung beginnen.

 

„Stopp. Bewegungslos. Sei still. Siehe. Erkenne.“

„Der innere Richter wird immer öfter sofort erkannt und liebevoll, aber konsequent zurückgewiesen. Du hast gelernt, welche zugrunde liegenden Motivationen die Ego-Struktur bestimmen und erhalten. Du versuchst, die frühe narzisstische Wunde, das verloren gegangene Urvertrauen, das transpersonale Loch nicht mehr sofort sinn-los, besinnungslos und blind mit Sex and Drugs and Rock ’n’ Roll zu füllen. Aber: Bleibendes Erwachen wurde noch nicht realisiert. Da dich die sich oberflächlich ereignende „Life-Story“ aber immer weniger fasziniert, (…) kommst du nun in die Lage, ein sehr einfaches und sehr wirksames Instrument auf deinem Weg der Verwirklichung kennen zu lernen und anwenden zu können. Dieses Instrument hast du bei dir, es ist dir vollkommen nahe. Es ist dir so vertraut, so selbstverständlich, dass du erst wieder darauf hingewiesen werden musst: dein eigener Körper.“

In dem in Marianandas Buch erstmals beschriebenen Enneagram-Chakra-House-Diamantkörper werden das Enneagram und die Lehre von den Chakren zu einer sinnvollen Einheit verbunden. Mariananda hat gesehen, „dass sich die charakteristischen Fixierungen der neun Ego-Typen des Enneagrams direkt im menschlichen Körper widerspiegeln und sich dadurch leicht erkennen und wahrnehmen lassen. Die vielfältigen Behauptungen des ruhelosen ‚Mind‘ können durch die Kenntnis der ‚Ennea- Chakra-Houses‘ unmittelbar im eigenen Körper als Zusammen- Ziehungen (An-Spannungen) gefunden, lokalisiert, wahrgenommen und gelöst werden.“ Die drei verschiedenen Enneagram-Untergruppen Denken, Fühlen und Wahrnehmen lassen sich leicht den Chakren zuordnen und mit einiger Übung in dem jeweiligen Teil des physischen Körpers spüren. So wird dem spirituellen Sucher der Vorgang des „Erkennens“, des „Beobachtens“ und des „Los-Lösens“ sehr erleichtert.

Beim Lesen stelle ich fest, dass die Sprache dieses Buches sehr ungewöhnlich, ja, „poetisch“ ist. Während mein Kopf damit beschäftigt ist, das geballte Wissen zu verdauen, breitet sich auf einer tieferen Ebene Stille aus.

„Richtig“ und „Falsch“ haben irgendwann nur noch einen geringen Stellenwert in der relativen Welt der Erscheinungen. „Es spielt keine Rolle mehr, ob es sich um ‚Ego‘ oder ‚Selbst‘ handelt. Alles ist als das eine große Ganze erkannt. Verhaftung ist beendet. Kein Beobachter. Kein zu Beobachtendes. Keine Gedrängtheit mehr, keine Zusammenziehungen, kein Leid. Immerwährendes dankbares Erstaunen.”

Abb: © doris oberfrank-list – Fotolia.com

 

2 Responses

  1. Martial
    Super Text

    Wo finde ich das Buch? Im Internet leider unauffindbar. Da ich in der Schweiz wohne möchte ich es über Internet bestellen.
    Irgendwelche Links?

    Danke im Voraus

    peace

    Antworten
    • Mariananda
      Buchbestellung

      Gehe zu www.enneagramtraining.de dort steht die telnr von marianandas assistentin heike krups tischer sie schickt dir dann das buch
      Lichtliebe m bin im krankenhaus daher nur kurz. Hoffe du freust dich des buches

      Antworten

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