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Chris Bourne über einen einfachen und wirkungsvollen Ansatz, einschränkende Verhaltensmuster und innere Identitäten aufzulösen.

 

Konditionierungen und Trennung vom Selbst

Aufgrund des gegenwärtigen Zustandes der Gesellschaft, wurde das niedere Selbst bei den meisten Menschen in einem recht frühen Alter vom höheren spirituellen Bewusstsein getrennt. Sei es durch die Programmierungen und Konditionierungen durch unsere Eltern, Gifte in unserer Nahrung oder durch den Elektrosmog moderner Technik: Effektiv wurde die Seele im Körper-Geist fragmentiert und wie durch eine Barriere von den höheren Dimensionen getrennt – wir sind abgeschnitten von unserem göttlichen Geburtsrecht.

Die meisten Menschen bemerken kaum die Auswirkungen dieser Herabstufung. Zumindest solange nicht, bis sie eines Tages wieder mit ihrer Multi-Dimensionalität vereint werden, den tiefen Segen darin erkennen und sich auf einen Weg der Neuausrichtung, Wiedervereinigung und Einheit mit dem Göttlichen begeben.

Nichts kann die innere Vollständigkeit ersetzen

Es scheint fast, als wäre die Gesellschaft zu einem perfekten Werkzeug geworden, das Potenzial des menschlichen Seins herabzustufen, uns vom Göttlichen zu trennen, uns süchtig zu machen nach einem unterwürfigen Lebensstil, beherrscht von der Angst, dem Gefühl des Mangels oder dem Wunsch nach materiellem Überfluss.

Es ist ein seltsames Paradox, weil du gar nicht weißt, was passiert ist und wie sehr du in deinem Sein beschränkt wurdest, bis du eines Tages aufwachst und den göttlichen Segen entdeckst, der dir vorenthalten war.

Wenn dies geschieht, wird ein Punkt der Erkenntnis kommen, dass nichts in der Außenwelt das Gefühl der Erfüllung und Vollständigkeit ersetzen kann, dass du in deinem Inneren findest. Nicht, dass wir die äußere Welt nicht voll und ganz genießen können, aber es ist wichtig zu erkennen, dass es sich dabei lediglich um die Reflexion des inneren Seins handelt, das sich als äußere Erfahrung manifestiert. Die Welt ist wie ein Spiegel für herrliche Natur dessen, was wir im Inneren sein können, wenn wir wirklich loslassen.

Innere Filter, die unser Leben begrenzen

Wenn die volle Tragweite dieser Erkenntnis schließlich begriffen wird, begeben sich viele spirituelle Aspiranten auf einen Weg der inneren Reinigung: die Reinigung des mentalen, emotionalen und physischen Körpers, so dass verlorene Fragmente der Seele wieder integriert werden und sich mit dem Strom des Seins im Inneren vereinen. Immer mehr spürt man, dass man in den Energiefluss von der Quelle getreten ist und das fühlt sich himmlisch an.

Aber was ist genau ist es eigentlich, dass wir da zu reinigen versuchen?

Innere Identitäten sind komplexe Netzwerke von konditionierten Verhaltensweisen, die Verzerrungen der wahren seelischen Impulse sind. Erinnere dich daran, als du zum ersten Mal verliebt warst: die himmlische Freude der göttlichen Vereinigung, manifestiert in der physischen, die berauschende Sinnlichkeit, die das Bewusstsein erfüllt wie der Duft einer Rose. Aber dann zerbricht die Beziehung, und im verzweifelten Versuch, zu verstehen warum, können alle Arten von negativen Emotionen aktiviert werden. Vorwurf und Urteil vielleicht oder Verleugnung des eigenen Selbstwerts. Wird diese Energie nicht verarbeitet und losgelassen, dann entsteht ein verzerrender Schleier in unserem Unbewussten, aus dem sich feste Verschaltungen von Nerven in unserem Gehirn herausformen. Nächstes Mal, wenn sich das Potenzial für eine liebevolle Beziehung entwickelt, projizieren wir diesen Schleier der Angst, Bedürftigkeit und Begrenzung auf den möglichen Partner. Die Beziehung hat eine schwere Last zu tragen, noch bevor sie begonnen hat, zu wachsen.

Wie können wir dieses Problem lösen?

Selbsterkenntnis der Seele

Was im Idealfall passieren sollte, ist, dass ein Seelen-Impuls vorübergehend durch neuronale Verbindungen gefeuert wird, was sich im Gehirn in der Ausschüttung von Neuropeptiden widerspiegelt. Die selbstverwirklichte Seele ist in der Lage, voll in die schmerzvolle Erfahrung eintauchen und sie sehr schnell loszulassen, da die Erfahrung damit ihren Zweck erfüllt hat, und die Seele stets ihre inhärente Vollständigkeit jenseits von Anhaftung und Identifikation erinnert. Wo aber diese Selbsterkenntnis nicht stattfindet, können sich Fragmente der Seele abspalten und im Wirbelstrom der Identifikation verloren gehen – dann werden alle Arten von festen Nervenverschaltungen im Gehirn entwickelt – eine innere Identität bildet sich.

Es braucht dann nur ein Wort, ein Bild oder einen Gedanken, um dieses Netzwerk zu aktivieren und plötzlich wirst du von negativen Neuropeptiden weggespült, die jede Körperzelle fluten und dich immer tiefer in das Drama saugen. Das ist, wie die meisten Menschen ihr tägliches Leben der Gesellschaft leben, ständig auf weichen Drogen (wie Alkohol, Zucker, Koffein und Nikotin) um diese Gefühle zu unterdrücken oder sich vorübergehend zu pushen.

Der Schlüssel für den Reinigungsprozess aber ist – vorausgesetzt, wir wollen wirklich frei sein – unseren inneren Widerstand zu konfrontieren – unsere Schmerzen – während sie geschehen. Damit können wir diese Zyklen wirklich ein für allemal durchbrechen.

Die Auswirkungen von Schmerz und Angst sind illusionär und erhalten ihre Wirklichkeit nur durch unsere Identifikation mit ihnen. Stell dir vor, du stellst dich unter eine kalte Dusche. Wenn du das nicht gewohnt bis, wirst du dich wahrscheinlich nach innen verkrampfen, die Muskeln verspannen sich, den Atem geht so flach und schnell wie möglich! Was dies jedoch macht, ist einfach in deinem Bewusstsein die Idee zu zementieren, dass Kälte etwas Unangenehmes ist, das es zu vermeiden gilt. Die Mechanismen der Anhaftung, Begrenzung und damit Entmachtung der Seele haben begonnen zu greifen.

Wenn du dich aber stattdessen entscheidest, diese Beschränkung zu konfrontieren, kannst du unter dem Wasser stehen und dich völlig in der Erfahrung entspannen. Du kannst intim verbunden sein mit all den Gefühlen in deinem Inneren, dich in sie hinein entspannen, und sie nicht als „gut“ oder „schlecht“ beurteilen. Auf diese Weise kannst du die Kälte durchdringen und etwas anderes finden, eine Erfahrung jenseits der begrenzenden Urteile des Verstandes. Vielleicht findest du zum Beispiel ein Gefühl von Kraft und Lebendigkeit. Jetzt hast du dich von der Entmachtung befreit, du lässt die negative Energie los, die du gegenüber der Kälte aufgebaut hast, und was noch wichtiger ist, du brichst die festen Nervenverschaltungen der konditionierten Verhaltensweisen. Du brichst tatsächlich die innere Identität.

Direkte Konfrontation der Einschränkungen

Mein Dusch-Beispiel ist eine tiefe Metapher für die Vielzahl von inneren Emotionen und die Reaktionen auf Tagesereignisse. Ohne es zu wissen, projizieren die meisten Menschen ihre Verzerrungen in jede Interaktion und Beziehung mit der Außenwelt, die sie haben. Kein Wunder, dass das Leben teilweise dysfunktional scheint. Das muss nicht so sein! Einige einfache und grundlegende Schritte können helfen, diese Muster zu brechen. Aber wir müssen uns dem Prozess wirklich hingeben. Nur die Zehen ins Wasser zu tauchen, wird nicht ausreichen. Es braucht eine volle Konfrontation. Hier ist, wie …

  • Erstens erkenne und akzeptiere die Begrenzung durch die innere Identität, indem du die Muster, beobachtet, die dich entmachten und deine Energie absenken. Werde also zum Beobachter deiner selbst und deiner Gefühle in allen täglichen Aktivitäten.
  • Wenn du dich selbst dabei beobachtest, wie du dich als Reaktion auf ein Ereignis verspannst, mit negativen Gefühlen, Gedanken und Emotionen – halte inne. Geh tief in das Gefühl, versuche, zu verstehen, was für ein Ergebnis du von der Situation glaubst haben zu müssen. Die Seele hat kein Bedürfnis nach einem bestimmten Ergebnis. Weiche deine Anhaftung auf, indem du dich an deine absolute Vollständigkeit im Inneren erinnerst.
  • Während du die Anhaftung aufweichst, versuche, die negative Energie gehen zu lassen. Dies kann durch Meditation gemacht werden, durch Atmung, Bewegung oder Spaziergänge in der Natur bei denen du dich mit deinen fünf Sinnen verbindest. Dabei schüttest du Endorphine aus, die weitere negative Neuropeptide blockieren.
  • Sobald du die negative Energie freigesetzt hast, lass den Atem einen größeren Innenraum öffnen, und warte auf das Auftauchen eines authentischen Impulses deiner Seele – einem Gefühl von Richtigkeit in deinem Ausdruck.
  • Drücke diese „richtige Handlung“ aus, als ein natürlicher Ausdruck deines authentischen Seins, so dass die alte Strukturierung zerbricht und sich ein höher entwickeltes Bewusstsein etabliert.

Verwandlung

Das ist ein sehr wirkungsvoller Ansatz, den wir besonders in unseren „Transfiguration“-Kursen vermitteln. Durch ihn weichen die inneren Identitäten, die wir vor allem in unserer Kindheit und den Teenager-Jahren gebildet haben auf und brechen. Wir verlieren nicht die natürlichen innewohnenden Qualitäten des Kindes und Jugendlichen, sondern nur die Lagen der Verzerrungen werden entfernt, das niedere und höhere Selbst vereinigen und integrieren sich und wir – als reines Bewusstsein des „Sehers“ – treten aus der dieser begrenzenden Dynamik hervor. Wir sind jetzt frei, authentischer zu leben.

Als Ergebnis wird unser Leben immer harmonischer, denn die innere Welt spiegelt sich nahtlos in der äußeren wider. Das Leben wird freudvoller – und auch unsere Traurigkeit wird leichter bewältigt, ohne dass wir in Verzerrungen abgleiten.

Das Reinigen und die Integration der inneren Identitäten ist ausschlaggebend für alle spirituelle Weiterentwicklung. Und es ist etwas, dass wir voll konfrontieren müssen, wann immer diese Identitäten aktiviert werden. Das integrale Bewusstsein löst dann das abgetrennte Selbst auf im Licht des reinen Seins. Es ist ein wirkungsvolles und einfaches Rezept für evolutionären Fortschritt. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet weitere Informationen im dritten Kapitel unserer Dokumentation „5 Gateways“ die kostenlos auf youtube zu sehen ist.

Über den Autor

Avatar of Chris Bourne

mit 40 Jahren wurde Chris in einen schweren Autounfall verwickelt, der zu einem spontanen Erwachen und totaler innerer Hingabe an die universelle Lebensenergie führte.
In den darauffolgenden 5 Jahren durchlief er einen inneren Prozess, der ihn durch verschiedene Schichten seines Bewusstseins führte.

Mit seiner non-Profit Stiftung „Open Hands“ versucht Chris heute, Menschen bei der Entfaltung ihres vollen Potenzials zu helfen und sie auf ihrem Prozess zur Erleuchtung zu begleiten.

Er ist Autor des Buches „The Five Gateways“.

6 Responses

  1. maus

    komm schon mann, wo bleibt der humor?

    „Was im Idealfall passieren sollte, ist, dass ein Seelen-Impuls vorübergehend durch neuronale Verbindungen gefeuert wird, was sich im Gehirn in der Ausschüttung von Neuropeptiden widerspiegelt.“

    willkommen im baumarkt der seele

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  2. maus

    hmmm man merkt dass das im englischen anders wirkt, aber ich habe den text einfach abgebrochen zu lesen, das klingt wie ne bauanleitung von ikea oder eine einführung in ein ingeneursstudium.

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  3. Matthias

    Danke für die aufbauenden Worte!
    Auch hier erkennt man wieder, dass in der Einfachkeit die Wahrheit liegt.
    Atme bewusst und lebe.

    Viel Liebe
    Matthias

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