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Deva Premal und Miten kommen am 25. Mai zu einem Konzert nach Berlin. Wer sind eigentlich diese beiden Künstler, die mit ihren Mantren die Zuhörer verzaubern?

Die Musik von Deva Premal & Miten begleitet mich seit fast 15 Jahren. Kurz nachdem ich im Jahr 2000 mit Yoga anfing, begegnete mir die Musik dieser beiden Schüler von Osho. Eine für mich damals einzigartige, bis dahin völlig unbekannte Präsenz und Liebe war von Anfang an in ihrer Musik spürbar. Damals waren es die Alben „Love is Space“, „The Essence“ und „Embrace“, die ich immer wieder hörte, alleine oder in Begleitung von gleichgesinnten Freunden.

Wir begaben uns auf geführte Seelenreisen, erkundeten unseren inneren Raum, und Devas Stimme führte uns sanft und mühelos dort hinein, wo wir sonst keinen Zugang hatten, hinein in den tiefsten Schmerz und die weiteste Liebe. Mantren wurden zu meiner Alltagsmusik, ich sang sie ständig und überall, unter anderem auch im Deutschen Bundestag, wo ich damals arbeitete.

Unter anderem durch Deva Premals & Mitens Musik lernte ich, mich einem der machtvollsten und zugleich schwierigsten spirituellen Mysterien zu öffnen: der Kraft und der Macht der Hingabe. Sie selbst, ihr Lebensweg, ihre Musik und auch ihr Erfolg sind für mich ein Musterbeispiel dieser Kraft.

Deva Premal – Mit Mantren aufgewachsen

Deva Premal wurde in Nürnberg geboren und wuchs mit einer musikalisch begabten Mutter und einem östlich-spirituell interessierten Vater auf. Sie bekam Unterricht in Klavier, Geige und Gesang. Vielen ist die Geschichte bekannt, wie ihr Vater ihr das Gayatri-Mantra bereits im Bauch ihrer Mutter sang. Bei Deva zu Hause wurde Spiritualität gelebt, ihr Vater sang und benutzte verschiedene Mantren zu unterschiedlichen Zwecken, wie zum Beispiel das Gayatri-Mantra, um sie in den Schlaf zu singen, und vor dem Essen erzählte er Zen-Geschichten und Parabeln.

Deva kam also früh mit einer anderen Welt als der deutschen Realität der 70er und 80er Jahre in Berührung. So kam es auch, dass sie bereits mit siebzehn Jahren zu Bhagwan Shree Rajneesh nach Indien ging, die orangene Kleidung trug und voller Begeisterung die aktiven Meditationen wie Kundalini und Dynamische im Ashram praktizierte. Schon nach kurzer Zeit erhielt sie von ihrem Meister Osho den Namen „Deva Premal“. Der Name bedeutet „Göttliche Liebe“ und „diese zu sein und zu manifestieren ist meine ­immer fortwährende Lebensaufgabe“, gibt Deva über sich selbst schmunzelnd zu.

Miten hingegen kommt aus einem ­völlig anderen Background. Seine Eltern waren Besitzer eines Pubs in den nordwestlich von London gelegenen Midlands. Dort wurde laute Rockmusik gespielt, auch seine Mutter trat dort auf, spielte Klavier und sang dazu. Das hat ihn geprägt, und so wurde er selbst Rock ´n´ Roller. Recht erfolgreich zog er durch die Welt, spielte für bekannte Bands wie Fleetwood Mac, The Kings, Lou Reed. Doch irgendwann hörte diese Musik auf, ihn zu nähren, und er ahnte damals, dass es noch mehr im ­Leben gab als das, was er kannte. Also ließ er alles hinter sich – sein komplettes Leben mit seinen Bands, seinen Verträgen, seinen Studiomanagern und – was besonders schmerzte – auch seine Frau und seinen kleinen Sohn.

Neue Heimat bei Osho

Nachdem er eine Zen-Geschichte von Osho in die Finger bekommen hatte, war für ihn klar, dass eine unsichtbare Kraft ihn dorthin führte, wo er sein wahres Zuhause finden konnte. Er ging zu Osho, machte die wilden Zeiten mit, ging nach Oregon und dann wieder zurück nach Poona. Sein Schmerz war groß und heilte nur langsam. Er arbeitete in der Küche, schnitt Gemüse. Er gab sich hin, war zufrieden, so leben und dienen zu dürfen.

Dann heilte der Schmerz, und irgendwann nahm Miten wieder eine Gitarre in die Hand, weil es das Leben für ihn so wollte – und nicht mehr, weil er es wollte. So wurde diese Musik geboren, aus der Hingabe, in Oshos Ashram. Und das ist bis heute spürbar und zieht so viele Menschen auf der ganzen Welt in ihren Bann.

Nach seiner musikalischen Wiedergeburt spielte Miten einfache Songs und Melodien. Er wurde zu Oshos Musiker, war Teil der Ashram Band und spielte auch für seinen Meister Osho, als dieser im Januar 1990 mit 59 Jahren seine körperliche Hülle verließ. Osho gab ihm gleich zu Anfang seiner Zeit im Ashram den Namen „Prabhu Miten“. Miten bedeutet Freund und Prabhu ist ein liebevoller Ausdruck für Gott. Prabhu Miten ist also der Freund Gottes. Es ist erstaunlich, wie wahr diese Bezeichnung für diesen Mann aus Großbritannien geworden ist und wie Osho ihn als solchen erkannte, als Miten noch gar nicht der Miten war, wie ihn viele heute kennen und lieben.

Für Miten ist die Beziehung zu seinem Meister bis heute eine Liebesaffäre ohne den körperlichen Aspekt und er betrachtet es als ein unglaubliches Geschenk, diese Verbindung mit ihm zu haben. Auch nach Oshos Tod ist diese Verbindung geblieben, unabhängig von seiner Verkörperung. „Ich bin nur der Finger, der zum Mond zeigt. Hafte nicht an diesem Finger an, sondern schau nach innen und finde heraus, wer du wirklich hier bist zu sein“, pflegte Osho zu sagen.

Schüchterne Anfänge

Als Deva 20 und Miten 42 war, trafen sie sich im Ashram. Trotz des Altersunterschiedes sagt Miten, dass er bereits bei der ersten Umarmung mit Deva wusste, dass sie die ältere Seele von beiden war. Sie wurden ein Paar, und lange Zeit, sieben Jahre lang, reiste sie mit ihm als „nur seine Freundin“ um die Welt. Sie begann zu singen, aber eigentlich nur, weil sie bei ihrem geliebten Miten sein wollte. Sie sang Harmonien und als Backup-Stimme, denn noch war sie fürchterlich schüchtern und fühlte sich als Mitens Schatten. Irgendwann wurde ihr klar, dass sie auch für ihre Beziehung ihrer Kleinheit entwachsen und etwas Eigenes finden musste. Als sie 27 war, hörte sie nach langen Jahren das Gayatri-Mantra wieder.

Und plötzlich entfaltete sich der Samen dieses Mantras in ihr, den ihr Vater schon vor ihrer Geburt in sie gepflanzt hatte. Mantren tragen diese Samen in sich, und wenn die Zeit reif ist, erwächst etwas aus ihnen. In der Wohnung ihrer Eltern, in dem Zimmer, wo die Mutter sie zum Gesang ihres Vaters mit dem Gayatri-Mantra geboren hatte, nahmen Deva und Miten 1999 ihre erste CD „The Essence“ auf. Vor dieser Aufnahme war Devas Stimme unscheinbar gewesen, aber nun manifestierte sich eine Kraft und Energie in ihr, die sie seitdem nicht mehr verlassen hat.

Von der ersten CD machten sie 1000 Kopien, die sie an Freunde und Bekannte geben wollten, die als Heiler oder Körpertherapeuten arbeiteten. Sie hatten weder den Wunsch noch die Absicht, ein berühmtes Musikerpaar zu werden, das große Konzertsäle füllt. Sie gaben sich einfach dem Leben hin und dem, was sein wollte. Der Rest der Geschichte ist Legende: Seit 1991 geben sie Konzerte auf der ganzen Welt und haben mehr als 600.000 CDs verkauft …

Eine Antwort

  1. Jess
    In anderen Städte Konzert?

    Was für Leben. Hingabe pur. Wie schön. Kommen die mal nach Stuttgart? Oder Hamburg? Ich würde diese göttliche Energie gerne einmal erleben. 🙂

    Antworten

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