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Die Musik talentierter und inspirierter Musiker einem breiten Publikum nahe zu bringen, ist die Passion des Musikvertriebs Silenzio Music. Mit dem deutschlandweit größten Angebot aus den Bereichen Meditation, Entspannung, Wellness, Weltmusik und mehr vertritt der Vertrieb Künstler wie Deuter, Vangelis, Enigma, Deva Premal und Miten, Andreas Vollenweider, Prem Joshua, Brian Eno oder Enya. Das Interview mit dem Inhaber Saeed Talebi führte Shako M. Burkhardt.

SEIN: Silenzio, also „Stille“ als Firmenbezeichnung für einen Musikvertrieb – ist das nicht ein  bisschen paradox?
Saeed Talebi: Nein, ganz und gar nicht! Stille ist ein wichtiger Bestandteil von Musik – gerade bei der Art von Musik, die wir anbieten. Für mich persönlich spielt die Stille eine große Rolle bei einer vollkommenen Musikproduktion.
Durch sie gibt der Musiker dem Zuhörer die Möglichkeit, seinen persönlichen Zugang zur Musik zu finden. Er hat Zeit, die Musik aufzunehmen und zu spüren. Erst durch die Stille nehmen wir das Wesentliche wahr. Das ist essenziell.

SEIN: „Musik für die Sinne“ – was bedeutet das für dich?
Saeed Talebi: Vor einigen Jahren wollte ich die Kernbotschaft unserer Musik in wenigen Worten vermitteln. Dieser Spruch kam aus dem Nichts, als ich aufhörte, intensiv darüber nachzudenken. Ich fand ihn aber sehr passend. Unsere Musik spricht alle Sinne der Menschen an. Das spüre ich selbst, wenn ich mir die zugesandten Demos anhöre und manchmal Gänse-haut bekomme bei einer neuen CD. Dann weiß ich sicher: Diese CD müssen wir bei uns aufnehmen. Genau dieses Gefühl sollen auch die Menschen erfahren: Musik, die alle Sinne berührt.

SEIN: Welche Güte- oder Qualitätskriterien hast du darüber hinaus für „deine“ Musik?
Saeed Talebi: Der Anspruch unserer Zuhörer ist sehr hoch. Unsere Musik wird im oberen Preissegment verkauft. Wir legen Wert auf professionell produzierte Musik, sowohl musikalisch als auch tontechnisch. Auch ein ansprechendes Design gehört zu einem „sinnlichen“ Produkt. Wir können aus unserer langjährigen Erfahrung heraus in den meisten Fällen bereits nach wenigen Minuten beurteilen, ob der Musiker mit dem Herzen dabei war oder nur seinen Verstand benutzt hat. Daher hören wir die Musik nicht im Kopf, sondern im Bauch!

SEIN: Gibt es ein Problem mit dem Etikett „New Age-Musik“, das ja inzwischen eher für etwas süßliche und kitschige Musik steht?

Saeed Talebi: Ich möchte das nicht als Problem bezeichnen. Wir verwenden bewusst seit über sieben Jahren den Begriff „New Age Music“ nicht mehr. Ich finde, dass man sich darunter entweder nichts oder viele falsche Dinge vorstellt. Musik für ein neues Zeitalter: Was ist das? Der Begriff ist meines Erachtens einfach falsch. Wir machen Musik für hier und jetzt, für Menschen in diesem Zeitalter und für künftige. Unsere Musik ist zeitlos. Darauf kommt es bei uns an. Es gibt natürlich Menschen, die uns in eine bestimmte Schublade stecken. Das ist aber ihre persönliche Sichtweise. Wir können ganz gut damit leben.
Unser Antrieb ist die Herausforderung. Ich kann mich ganz genau erinnern: Vor 15 Jahren hat man uns belächelt (die großen Märkte und die „Majors“) und wollte uns eben in eine bestimmte Schublade stecken. Mittlerweile rechnet man mit uns, und man arbeitet sogar mit uns! Es gibt so viele talentierte Musiker. Sich für diese einzusetzen und ihre Musik möglichst vielen Zuhörern näher zu bringen: das ist unsere Passion. Wir möchten dabei aber auch etwas weniger kommerziellen Produkte realistische Chancen geben, in der Flut von Neuerscheinungen im Markt platziert zu werden und ihren „Weg“ zu finden.

SEIN: Viele „deiner“ Musiker stammen aus dem „Osho“-Umfeld, und zwar gerade auch einige der erfolgreichsten. Gibt es eine spezielle bzw. persönliche Beziehung zur Osho-Szene?

Saeed Talebi: Ich kam bereits während meiner Berufsausbildung mit vielen Musikern aus diesem Umfeld zusammen: Karunesh, Anugama, Kamal, Deuter, Sangit Om, um nur einige Namen zu nennen, und später Deva Premal, Miten und Prem Joshua. Die Art und Weise, wie diese Musiker ihren Weg gegangen sind und ihre Musik gelebt haben, hat mich fasziniert. Ich glaube schon, dass all diese Musiker erst durch die Begegnung mit Osho richtig aufgeblüht sind. Außerdem war es für mich eine Bereicherung, auch als Nichtangehöriger der „Osho-Szene“ respektiert zu werden. Dazu möchte ich erwähnen, dass ich auch viele Musiker aus anderen „Umfeldern“ zu unseren Freunden zählen darf: Wir arbeiten mit Buddhisten, Christen, Juden, Muslimen, Sufis…  Die Liste ist sehr lang. Ich empfinde es als Privileg, so viele unterschiedliche und doch im Kern ähnliche Einflüsse unter dem Slogan „Music for the World“ vereinen zu können.

SEIN: Du hast gerade in Berlin drei deiner neu entwickelten „MusicCenter“ aufgestellt – was ist das?
Saeed Talebi: Das MusicCenter ist ein persönliches Projekt von mir. Wir haben ja bereits verschiedene Abspielgeräte für den Handel in den letzten Jahren entwickelt. Diese waren jedoch sehr eingeschränkt in Bezug auf die Anzahl der vorgestellten CDs. Das MusicCenter ermöglicht den direkten Zugriff auf unser gesamtes Vertriebsrepertoire. Im Moment kann man über 1.000 CDs am MusicCenter anhören, und zwar alle Tracks jeweils eine Minute. Bis Ende 2005 sollen weit über 2.000 CDs verfügbar sein. Das ist ein ideales Arbeitswerkzeug für Händler. Passend dazu drucken wir alle zwei Monate einen Farbkatalog, der alle gespeicherten CDs mit Cover vorstellt, sortiert nach Genre. Somit können auch diejenigen CDs im Laden angehört werden, die „physisch“ nicht vorrätig sind. Das MusicCenter wird ausschließlich bei „kleineren“ Händlern aufgestellt, zu denen wir eine persönliche Beziehung haben oder entwickeln.
Wir haben viel Energie und Geld in die Entwicklung und Produktion des MusicCenters investiert. Aus diesen Gründen bieten wir es nur Händlern an, die auch mit ihrem Herz dabei sind.
Das ist uns wichtig.

Eine Antwort

  1. alexandra degenhardt-zach

    Lieber Herr Talebi, ich habe eine Anfrage an Sie, ich bin Musikerin und nehme derzeit eine Cd mit indischen Liedern auf, zusammen mit einer anderen Sängerin, wir singen Dhrupad Kompositionen und Kompositionen aus südindischen Traditionen bzw. zwei Bajans…die Aufnahme mache ich zusammen mit einem guten Freund, der ebenfalls Experte für indische Musik ist, Robert Kovar, da ich ihren Bruder kenne durch Mohammad Egbal, habe ich an ihr label gedacht und möchte fragen, ob Sie eventuell interessiert sind, unsere Cd zu vertreiben, wir hatten heute unseren zweiten Aufnahmetag und sind nun dabei die Lieder zu mixen, können gerne in der nächsten Zeit einige Kostproben senden, meine TElnr. 0043650 2631452, ich bin in Salzburg, BEDANKE MICH FÜR DIE ANTWORT mit lieben Grüßen Alexandra

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