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Männer – gerade in unserer aufgeklärten modernen Zeit ist es notwendig für die Herren der Schöpfung eine Lanze zu brechen, eine stärkende „Lobby“ zu schaffen! Sie sind eine wunderbare Spezies, die unsere weibliche Wertschätzung brauchen, um wieder in ihre uneingeschränkte Kraft zu kommen. Renate Helena Zormeier beschreibt in ihrem neuen Buch einen Pfad durch den Dschungel der Missverständnisse, mit dem hohen Ziel, einer erfüllten Partnerschaft durch Verstehen.

Männer und Frauen – wie entstand die Disharmonie zwischen den Geschlechtern?

Von Anbeginn an verehrten die Menschen die „Große Göttin“, die in mannigfaltigen Gestalten auftrat. Die weibliche Urgöttin, das weibliche Prinzip des Schöpfens und Gebärens, war die heiligste und höchste Form der Gottheiten, die die Herrschaft über unsere Erde in würdevoller Liebe ohne Anfechtung, im natürlichen Sein innehatte. Daraus schöpften sämtliche Lebewesen ihre Kraft. Krankheit und Siechtum gab es nicht.

Es war das Zeitalter der Göttinnen, das Matriarchat. Auch die Männer dieser Zeit wurden geehrt, und hatten ganz selbstverständlich ihren angesehenen, starken Platz in der Gesellschaft. Sie hatten das Beschützertum, das Bauen und das Jagen unter sich, erhielten Hochachtung, wurden ob ihrer Kraft und Weisheit geliebt und geachtet.

Als im 4. Jahrtausend vor Christi Unstimmigkeiten und Kriege unter den Völkern ausbrachen, verrohten die Menschen zunehmend. Sie waren plötzlich anderen, feindlichen Gesinnungen ausgeliefert, entwickelten selbst harte Denk- und Lebensweisen. Die Welt wurde langsam aber stetig roher und kälter.

So kam die Unterdrückung des heiligen Mythos der Muttergöttin. Diese Entwicklung wurde sogar so weit geführt, dass die Welt-Beherrschenden die Verehrung der Göttlichen Mutter oder Mutter Erde fast überall ausrotteten. Und so geriet der heilige Status des Weiblichen ins Wanken, schlug um ins Gegenteil. Wer nicht als Frau der herrschenden Elite angehörte, wurde fortan unterdrückt.

Abschied von der Muttergöttin – was geschah mit den Männern?

Die machthungrigen Herrscher dieser Zeit fanden die unbeugsame Lebensweise wichtig und richtig. Männer mussten hart handeln, um ihre Position zu stärken. Die Herzen waren geschlossen, die Gefühle kalt gestellt. Es war eben so. Sie betäubten ihr Gewissen oft mit falschen Heldenideologien, Alkohol, rohen Gesängen und Männerwitzen. Es wurde so erwartet von der Gesellschaft, da dachte man lieber nicht darüber nach. Das Herz brannte auf Sparflamme, die Seele hatte zu schweigen. Manchmal und unbemerkt empfanden die Männer sogar Hilflosigkeit, Trauer ob der Abwesenheit der Liebe. So verletzten sie sich selbst, unbewusst, ungewollt. Es gab natürlich immer noch die sensiblen Männer. Daraus wurden einfachheitshalber Versager gemacht, was dem Kollektiv der Männerseele natürlich ihre Kraft nahm. Dem Männerherzen wurde so nicht mehr erlaubt, sein wirkliches inneres Selbst zu lieben, ja, es erlitt sogar tiefe Wunden. Der logische Verstand, ohne Gefühl, war gefordert, ebenso Härte und Stolz. Neue Kriege waren zu schlagen, es gab ein Trauma nach dem anderen.

Die Männer mussten ihr Herz immer dichter verschließen, durften keine Schwäche zeigen. Es wurde schlichtweg von ihnen erwartet, ihren „Mann“ zu stehen. Die Gesellschaft prägte diesen Begriff als eine Zierde des herrischen Gehabes, der Machtausübung.

Der Mann braucht weibliche Unterstützung für seine Herzheilung

Jede Frau kennt sie, die unstillbare Sehnsucht nach einem Mann, der kraft- und liebevoll genug ist, um sie zu tragen und zu halten in ihrer ganzen Emotionalität und ihrem Sein. Wenn die Frau versteht, dass Adonis Herzöffnung zum großen Teil auf ihrer Achtung vor seiner Männlichkeit basiert, sie einen großen Anteil daran haben kann, ihn in seine Kraft zu heben oder ihn in die Härte der Lieblosigkeit zu schicken, kann das Rad der Geschichte endlich wieder in Richtung Achtsamkeit, Frieden und Gleichwertigkeit gedreht werden. Wie im Kleinen, so im Großen.

Botschaft an Männer und Frauen

Ihr modernen Frauen und weiblichen Egos: Entlasst alte Hohn- und Angst-Emotionen und den Emanzipations-Zwang, Opferhaltung und Gerechtigkeits-Forderung aus eurem Leben. Sie sind nichts anderes als undurchsichtige Schleier vor eurer Erinnerung und eurer eigenen feminin-maskulinen Natur – ja, sie sind irreführende Energien des Selbstverrats. Schaut mit weichem und tief dringendem Blick auf die Männer der Welt. Schaut mitfühlend – denn die Frau hat jetzt die Macht, am Ende des Weges bereit zu sein, das männliche Wesen aus den Tiefen der menschlichen Dunkelheit wieder hinaufzuführen ins Licht – und nur ihr könnt es. Einfach aus Liebe, weil dies in eurer Natur liegt. Trefft diese Entscheidung. Sie wird euch aus eurem zwanghaften Weiber-Dasein erlösen, denn im wachen Zustand wollt ihr eine warmherzige, gebende Heilerin sein, anstatt eine kalte, fordernde Kriegerin zu bleiben. Wird das männliche hochgeschätzt, fließt Hochachtung zurück.

Und ihr resignierenden Männer und männlichen Egos: Vergesst die Suche nach der idealen Traum-Frau. Entlasst die Sucht nach Befriedigung durch die flüchtige triebhafte Sexualität und die ausnahmslose Anbetung jugendlich-weiblicher Schönheit. Hört endlich auf, den weiblichen Körper beherrschen und besitzen zu wollen. Das ist Bedürftigkeit – und sind allenfalls irreführende Energien des Selbstverrats. Schaut mit weichem und tief dringendem Blick auf die Frauen der Welt. Erkennt in ihnen eure Vergangenheit, und lasst diese los. Gestattet einer von ihnen, jetzt eure Führung zu übernehmen und euch aus den festgefahrenen Tiefen des hungernden Lebens hinaufzuführen in echte Erfüllung, ins Licht – und sie kann es, einfach weil dies in ihrer Natur liegt. Trefft diese Entscheidung. Vertraut ihr. Sie wird euch auch aus eurem zwanghaften Mann-Sein erlösen, der im wachen Zustand ein charismatischer Krieger und Führer sein will, jedoch im Unterbewusstsein doch nur ein Schwacher und Bedürftiger ist.

Zur wahren Aufgabe des Mannes zurückfinden: Altes verlernen und Neues zulassen

Aus dem Patriarchat kann „Mann“ sich nicht einfach hinaus denken. Er muss – auch  körperlich – aussteigen lernen. Es gilt, ständig gewohnte und veraltete Denkprogramme loszulassen, ja sich neue zu erarbeiten und zu versuchen, diese mit festem Willen und mutigen Herzen umzusetzen. Das ist der erste Ansatz.

Was wäre, wenn wir damit starten, anzuerkennen, dass Männer die Söhne von Patriarchen sind, die selbst nur Patriarchen als Vorbilder hatten? Es ist also kein leichtes Umdenken, so mal eben. Es braucht Unterstützung. Um wirklich in seinem Wesen erkannt und verstanden zu werden, ist es wichtig, dass der Mann seine weibliche und männliche Seite wieder voll integrieren lernt – ohne  falsche Ideale. Ja, alte und uralte Verletzungen gilt es, durch Annahme zur Heilung zu bringen. Dazu braucht er das hochsensible Verständnis seiner Partnerin oder seiner nächsten Umwelt.

Es ist wichtig, das richtig zu verstehen: Es geht auf keiner Seite der Geschlechter um erneute Unterordnung oder Abhängigkeit. Ein Mann kann seine wahre Aufgabe nur dann erfüllen, wenn er gelernt hat, wahrhaft zu lieben und respektvoll, vertrauensvoll und achtsam dem weiblich-göttlichen Prinzip gegenüber zu treten.

Mann-sein: Das Vater- und Mutterthema  bearbeiten

Ein ebenso wichtiger Schlüssel das Leben kraftvoll zu meistern, ist die abgeschlossene, in gegenseitigem Einverständnis erfolgte Abnabelung von der Mutter. Dies ist einer der wichtigsten Entwicklungsschritte für ein Jungen oder Mann. Denn die Qualität der Verbindung zur Mutter prägt seine Verbindung zur Weiblichkeit und sein Vertrauen in die materielle Welt.

Das Thema „Mama“ ist mit so vielen Blockaden besetzt und kratzt so sehr an der männlichen Würde und am männlichen Stolz, dass es sehr tief und sehr gut im Emotionalkörper vergraben ist.

Eine gleichsam bedeutende Rolle nimmt das Verhältnis des Mannes zum Vater ein. War er ein Vorbild, das Gegenteil davon, gar abwesend oder zu herrisch und streng?

Lasst den Hilferuf des Kindes, des kleinen Jungen in Euch zu. Ja, hört ihm zu, denn er braucht Euer Verständnis und Eure Liebe. Holt ihn aus dem Abseits, es ist an der Zeit. Damit das Männerherz seine Knospe weit öffnen kann für die wahre Liebe ohne Bedingungen, die jetzt Einzug halten will.
Der wichtigste Weckruf lautet – für Männer und Frauen – zu erkennen, dass jeder von uns so lange im Patriarchat gefangen bleibt, bis wir uns einem persönlichen und tiefgreifenden Prozess unterziehen und uns entscheiden, auszusteigen.

Nur wenn Frauen wieder eingeladen werden, Zugang zum einst mächtigen aber jetzt maroden Reich Maskulina zu finden, können berechtigte Hoffnungen auf breit gestreute liebevolle, verständnisvolle Liebesverbindungen aufkeimen, die die Neue Zeit einläuten.

Jeder Mann ist von Natur aus ein „heiliger Liebhaber“

Hier spannt sich der Bogen zur „Heiligen Verschmelzung der beiden Pole, Feminina und Maskulina“.

Körperliche Verschmelzung in echter Liebe war und ist eines der wichtigsten Rituale, um in die wahre Urkraft, die Anbindung, die Rückverbindung zu unserer Seele zu kommen. Diese Weisheit war es, die uns die manipulierten Religionen, auch die Kirche, über Jahrtausende vorenthalten haben.
Es gibt einen Weg heraus aus der gier-beladenen Schein-Befriedigung, einer kurzen Befreiung von Druck. Der Weg über die „Heilige Sexualität“ zur immer währenden Freude.

Männer sind von Natur aus geschaffen, „heilige Liebhaber“ zu sein. Es ist nicht etwas Kompliziertes, dass sie lernen müssten. In der Tat ist es mehr ein Verlernen, das erforderlich ist. Ein Loslassen dessen, was sie gesehen und gehört haben, was ihnen vorgelebt wurde; all die Konditionierungen durch die Eltern, durch die Gesellschaft und durch Freunde. Der Weg des heiligen Liebhabers besteht darin, die eigenen Ego-Muster zu erkennen und diese Abwehr-Mechanismen zu heilen, so dass sie die natürliche Liebe nicht sabotieren.

Beide Geschlechter begegnen sich neu, wenn aus Kleinheit, Angst vor neuen Verletzungen und Selbstzweifel wahre innere Größe, Freiheit im eigenen Sein geworden sind; und das große Seelenwachstum, in von der Reinheit der Liebe getragener Sexualität erkannt wird. Heilige Sexualität als Tor zum Bewusstsein, zur kreativen Schöpfungskraft die aus dem Herzen kommt.

So kommen beide gemeinsam in die volle Kraft – Gott und Göttin.

Mögen wir alle in die wahre Liebe erwachen!


Buchcover-der-verkannte-ManBuchtipp:
Renate Helene Zormeier
Der (v)erkannte Mann
Best-Off-Verlag
272 Seiten, € 16,50
ISBN 978-3-942427-09-8

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Über den Autor

Avatar of Renate Helene Zormeier

geboren in Murnau, Mutter von zwei Kindern, nach fünf Jahren Türkei, drei Jahren Nordseeinsel Borkum, jetzt wieder Zuhause im bayrischen Voralpenland.
Geschult durch das Leben, musste sie im „stonewashed“-Modus ihre psychologischen Studien, ebenso wie ihr inneres Wachstum durch tiefgehende Seelen-Erkenntnisse, durchlaufen.
Heute behandelt sie mit Körperarbeit, HypnoTrance und Energiearbeit erfolgreich ihre Mitmenschen und erreicht durch direkte Anbindung an die Wahre Göttliche Quelle, tiefste Schichten.

2 Responses

  1. puek
    Ekelhafte Zeiten

    Kleine Geschichte an Tanja:

    Ich habe eine Bekannte. Vor ca 4 Jahren habe ich mit ihr und einigen anderen Freunden mehrere Hauspartys gemacht. Diese Frau ist krank. Sie hat Bulimie und ist nur am rumflennen, dass sie zu dick sei. Ich kenne sie seit jahren und kann nur eines sagen sie ist kein Supermodel aber echt huebsch richtig süß. Sie ist koerperlich normal. Nicgt dicht nicht schlank, natuerlich halt. An einem Abend der erwaehnten Partyzeit habe ich ihr auf ihr draengen hin dann pffenbart, dass ich sie echt huebsch finde und derbe anbaggern wuerde wenn sie nicht vergeben waere. Ihr Freund ist echt super aber eben eher der Außenseiter. Er hat ihr in den schlimmsten Zeiten beigestanden. Durch dick und duenn sozusagen. nachdem ich ihr das mit meinen Gefuehlen offenbarte fing sie ploetzlich an voll schlecht von ihrem Freund zu erzaehlen. Einige Tage spaeter war zwischen den beiden Schluss und ich dachte nur boah wie krass redet diese Frau von ihrem Freund. Voll ekelhaft und hinterruecks. Meine Gefuehle verschwanden. Und dann Schluss zwischen den beiden. Zufall? Jedenfalls zog sie dann direkt neben mir ein. Ich musste zu der Zeit auswandern, was sie ungefaehr so kommentierte: Toll, jetzt ziehe ich hierhin und jetzt wanderst du aus. Da wurde mir erst mal klar was da passiert ist. Waehrend dieser Partys sagte ich auch dass gegen jemanden bestimmten Konkurrenzgefuehle hege. Mit dem kann sie danach zusammen und rieb mir es staendig unter die Nase.Als ob sie much eifersuechtig machen wolle. Jedenfalls fand ich das eklig und den Kontakt unterbrochen.

    Solche Erfahrungen habe ich sehr haifig gemacht. Ich will ganz ehrlich sein.Mittlerweile verachte ich Frauen. Ich uebervorteil sie nicht im Alltag und bin immer hoeflich aber die Anziehung ist weg. Auch was den gesellschaftlichen Umbau betrifft. Ich bin nicht bloed und erkenne die Muster. Rape culture, patriarchy, mansplaining all diese Begriffe und die daraus gezogenen Konsequenzen in politiscger Hinsicht. Es ist nur noch widerlich. Ich koennte hier soviel zum Thema schreiben aber nur soviel: Es kotzt mich an.

    Antworten
  2. Tanja
    Ge(zer)störte Gesellschaft

    Zitat „Wenn die Frau versteht, dass Adonis Herzöffnung zum großen Teil auf ihrer Achtung vor seiner Männlichkeit basiert,…“
    Ja, wenn es so einfach wäre, in einer Zeit gnadenlosen Narzissmus‘. Frauen, die ihr Herz und ihre Seele geöffnet haben für schwer gestörte Narzissten (weil sie selbst ihren narzisstischen Anteil noch nicht erkannt haben, bei Frauen auch Helfersyndrom genannt), werden gnadenlos und bestialisch behandelt. Trotz anfänglicher Achtung vor dem „ach so tollen Mann“, nimmt dieser ebendiese Achtung und pervertiert sie zur Anbetung seiner Gottgleichheit.
    Mir ist bewusst, dass immer zwei zu diesem Reigen gehören, jedoch ist, wie bereits erwähnt, dieses „Achtung“ zeigen in schwierigen Zeiten schwer gestörter Psychen nicht so einfach.

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