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Tai Chi Chuan - Heilgymnastik, Meditation, Kampfkunst, Energiearbeit

"... nichts auf Erden ist so weich und so schwach
Wie das Wasser.
Dennoch, im Angriff auf das Feste und Starke
Wird es durch nichts besiegt...
Niemand auf Erden, der das nicht weiß.
Niemand, der ihm zu folgen vermag..." (Lao-tse)


Tai Chi Chuan - ein altes, chinesisches Übungssystem - wird als "Tao in Bewegung" oder auch als "Yin - Yang - Bewegungskunst" bezeichnet. Es ist ein praktischer, innerer Übungsweg, der Weichheit und Nachgeben statt Starrheit und Härte, lehrt; der eine Harmonisierung von Körper und Geist und der polaren Kräfte Yin und Yang anstrebt - Voraussetzung für die Stärkung und Kultivierung der inneren, vitalen Energie "Chi".

In Jahrhunderten intensiver Auseinandersetzung entwickelt und immer weiter verfeinert, hat Tai Chi Chuan Einflüsse aus drei Strömungen der Kulturgeschichte Chinas in sich aufgenommen: der taoistischen Philosophie und Meditationspraxis, der Tradition der Heilkünste und Medizin sowie aus den vielfältigen Kampfkunstsystemen.
Das äußere Erscheinungsbild ist bekannt: langsame, gleichmäßig fließende Bewegungen, die wie ein Tanz anmuten. Leicht, geschmeidig, entspannt und im Gleichgewicht, scheinen die Übenden dabei in der Luft zu schwimmen und doch mit der Erde verbunden zu sein.
Dieser Bewegungsablauf - "die Tai Chi-Form" genannt - ist festgelegt und strukturiert, dadurch jederzeit und an jedem Ort wiederholbar - allein oder mit anderen Menschen zusammen.
Eine wirkungsvolle Meditation in Bewegung, mit der man die Alltagsroutine unterbrechen kann - innehalten, um sich zu entspannen, Hektik und Nervosität abzubauen und in nutzbare Energie umzuwandeln.
Tai Chi ist für alle geeignet, die eine meditative Praxis suchen, die den Körper mit ein bezieht. Da Überanstrengung vermieden wird, Loslassen und Zulassen eine große Rolle spielen, ist es auch für ältere Menschen zu empfehlen.

 

Tai Chi und Gesundheit

Heilsein = die Gesundheit von Körper und Geist - heißt aus chinesischer Sicht, dass der Mensch Himmel 1 und Erde 2 (Yang und Yin) verbindet.
(1: das Gewahrsein der spirituellen Dimension des Lebens; 2: die Kostbarkeit des Körpers und alles Lebendigen / die Bewältigung des Alltags.)
Tai Chi fördert durch kontinuierliche Übung im "rechten Geist" den Prozess der Heilung und Transformation, in dem der Körper allmählich verwandelt wird - durchlässig für den freien Fluss des Chi.
Die Übenden können von der ersten Stunde an die wohltuende Wirkung auf den ganzen Organismus erfahren: Entspannung, innere Ruhe und Ausgeglichenheit, geschmeidige Muskeln, verbesserte Reflexe, erhöhte Beweglichkeit, Regulierung des Kreislaufs und Anregung des Stoffwechsels, Steigerung der Konzentrationsfähigkeit. Die übrigen Organsysteme, Skelett, Lymphe, Lungen und Niere, Verdauungsorgane, endokrine Drüsen, Nervensystem, Sinnesorgane werden ebenfalls gekräftigt. Insbesondere können Haltungsschäden, Rückenprobleme, Gelenkerkrankungen, Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Durchblutungsstörungen, Schlaflosigkeit