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Zirkus zum Anfassen

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft“, was für ein viel zitierter und strapazierter Satz!
Natürlich wollen wir nur das Beste für unsere Kinder – sie sollen sich zu selbstbewussten, eigenständigen Wesen entwickeln, die kreativ ihr Potential leben können. Wie stellt man das bitte schön an, ohne dass es für die Kinder und Eltern in Stress ausartet?

Eine der Möglichkeiten heißt: Zirkus machen!

Allein das Wort Zirkus löst schon die schönsten Assoziationen aus: Geruch von Sägespänen, Abenteuer, Gefahr, Aufregung, Lachen und Weinen… (zumindest bei uns Erwachsenen). Mittlerweile gibt es in Berlin viele Initiativen, die Zirkus für Kinder anbieten. Eine davon ist die Kinderzirkusschule in der Ufa-Fabrik.
Die Ufa-Fabrik
ist eine 18.566 Quadratmeter große Kulturoase und steht
– für Entspannung und Unterhaltung
– für aktive Freizeitgestaltung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
– für bürgerschaftliches und soziales Engagement
– für internationale Begegnungen und Art-Laboratorien
– für Festivals, Kongresse, Weltmusik und Multimedia Events
– für ökologische Entwicklung und Zukunftsplanung
– für Back-Kunst, Kulinarisches und Gastlichkeit
Allen Aktivitäten der ca. 30 Bewohner und über 150 Mitarbeiter liegt die Vorstellung zugrunde, verschiedene gesellschaftliche Bereiche wie Wohnen, Arbeit, Kultur, Kreativität und soziales Leben sinnvoll miteinander zu verbinden.

Der Ufa-Zirkus

1979 entstand in der Ufa-Fabrik eine neue Programmrichtung – Musik, Cabaret und Varieté – der Ufa-Zirkus war geboren.
Der treibende Impuls bestand darin, selber aktiv Kultur zu schaffen, Lebensfreude auf die Zuschauer zu übertragen und das alles, ohne gleich allerhöchste Perfektion bieten zu müssen. Inspirieren und zum Nachahmen bewegen, das war das Ziel. „Schaut her, jeder kann kulturell aktiv sein, steh auf und mach mit!“
Es gab und gibt viele Mitspielnummern und Anregungen zum Selbermachen – eben Zirkus zum Anfassen.
Auf das unermüdliche Drängeln der jüngsten Zuschauer „Ich will auch Clown werden!“ und „Kann man bei euch auch Akrobatik lernen?“, starteten die ersten Workshops für Kinder. Wichtig war dabei, dass einige die Rolle des Zuschauers aufgaben, um selbst aktiv zu werden – ob als Bildhauer, Musiker, Clown oder Sportler. Aktiv Kultur zu betreiben, ist die beste Schule, seinen Nächsten zu achten.
Inzwischen gibt es Angebote zu den unterschiedlichesten Themen: Von Afrodrumming über Klassiker wie Akrobatik, Clownerie, Jonglieren und Breakdance bis zu Capoeira und Sambatrommeln – Kurse, die ganzjährig und wöchentlich außer in den Schulferien stattfinden.
Zweimal im Jahr gibt es ein Kinderzirkusfestival – auf dem sich die Kinder mit einer bühnenreifen Nummer dem Publikum präsentieren.
In den Trainings erlernen sie die handwerklichen Fähigkeiten in der von ihnen gewählten Disziplin. Viel wichtiger ist jedoch, was sie sozusagen nebenbei mitnehmen. Sie entwickeln ein Gefühl für ihren eigenen Wert, sehen, dass Lernen Freude macht, lernen ihren eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und sich mit den anderen positiv auseinanderzusetzen.
Auf ganz natürliche Art und Weise entdecken sie die Freude am Schöpferischen, wenn sie anfangen, ihre Auftrittsnummer für das Festival zu gestalten. Auch kulturelle und soziale Unterschiede zählen nicht, wenn sie feststellen, dass sie alle an einem Strang ziehen müssen, um gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Und der Applaus zeigt ihnen – ihr seid Spitze!
Die schönsten Momente sind die, wenn z. B. eine Mutter erzählt, dass ihr schüchterner Sohn, der sich nie getraut hat in der Schule vor allen zu sprechen, erklärt: „Mama, ich habe heute in der Klassenrunde etwas gesagt. Weißt du, wenn man als Trommler auf der Bühne gestanden hat, dann kann einem nichts mehr passieren.“

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