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Ein schöpferischer Weg aus Druck, Angst und Unsicherheit in heitere, lebendige Klarheit.

 

Da ist er wieder, unser herausfordernder Alltag mit seinen Nöten und Mängeln, seinen zeitlichen und emotionalen Verdichtungen, die sich wie zähe Nebelwolken über uns stülpen, sich in uns ausbreiten, schwer und undurchdringlich. Eine Art Uhu-Klebespur aus individueller und kollektiver Erwartung, deren nie endender Erfüllungsanspruch uns festhält zwischen Ängsten und Sorgen, Hoffnung und Befürchtung. Vielleicht hätten wir all unsere Bemühungen längst aufgegeben, blitzte da nicht immer wieder der sehnliche Wunsch nach einem kreativen Leben auf, das sich im Einklang mit unserem Herzen und sicher genährt von unseren wahrlichen Kraftreserven leben ließe. Da winkt glücksverheißend die Ahnung von stillen, unerschöpflichen Quellen, tief in uns drinnen, die sich nicht von den wankelmütigen Barometern hinsichtlich der Launen von Wetter, Bankkonto, Beziehung, Beruf, Kritik, Selbstanspruch oder dem Leben selbst aus dem Lot bringen lassen. 

 

Der Angst ins Auge schauen

Selbstzweifel genährt von vielschichtiger Angst ist einer der mächtigsten Gegenspieler dieses Wunsches. Doch tröstlicherweise liegt genau da auch unser Potenzial: So viel Angst uns lähmend entgegenstarrt, mindestens so viel kreative Schätze, Lebens- und Leuchtkraft warten nur darauf, von uns an genau dieser Stelle enthüllt, geborgen und offenbart zu werden. Man muss „nur“ den Mut haben hinzuschauen. Mitten in das Feld von drohender Peinlichkeit, scheinbaren Misserfolgen, zu befürchtendem Versagen, mitten ins Unschaffbare, Unlösbare, Unmögliche – mitten in die Angst. 

Malen, Bewegen, in den Ausdruck gehen schafft an diesen verengten Stellen frischen Raum für das Entdecken unseres lösenden Potenzials. Darin mag auch der eine oder andere Abschied verborgen sein. Manche Wünsche oder Ängste sind längst zu guten alten Bekannten geworden, die uns zwar am ersehnten Lebendigsein hindern, deren Fehlen und Loslassen uns aber gar nicht schmeckt. Doch es lohnt sich.

Wie fühlt es sich an, sich selbst tot zu sehen, als gestorben wahrzunehmen, während aus dem eigenen Herzen lauter Blumen sprießen, und dies zu malen und nun zu entdecken, was dabei noch alles Neues, Ungeahntes aus uns herauswächst. Den Mut, all die Angst und Alptraumwesen mal aufs Papier zu bringen oder in den Raum zu tanzen und zu merken, dass dies absolut ungefährlich ist, ja erstaunlich beruhigend und von Mal zu Mal stiller, schöner und ganz anders, als wir dachten – nur ein Beispiel eines zutiefst nährenden, unplanbaren Geschenkes, das der schöpferische Ausdruck für uns bereithält.

 

Die Geburt der Fülle mitten im Nichts

Was wäre, wenn jetzt in genau diesem Moment auf der Plattform unserer innersten Empfindungsräume das gefürchtete „Ich habe nichts zu sagen“ auf das noch peinlichere „Nichts dahinter“ träfe – was würden die beiden miteinander anfangen? Nix? Sich zu Tode langweilen? Erröten unter der Last nichtswürdiger Scham? Einander anerkennend zunicken, als Tarnung, um ganz unauffällig das eigene „Bin nix wert“ voreinander zu kaschieren? 

Ich stelle mir vor, wie eine ganze Ansammlung von solch Ungeliebten, also eine Gruppe der inneren Nichtse und Niemande, statt der befürchteten Blamage sich im tiefen Einverständnis vielsagend zuzwinkern würde. Erleichtert schmunzeln würden sie über das Wegfallen von so manch nichtigem, studiertem, fundiertem, balsamiertem, unnützem „Davor und Dahinter“ und ganz besonders dem zarten Zerbröseln des hyperwichtigen „Darüber“.

Und während sich die letzten Reste verstaubter Wichtigtuerei in Nichts auflösen,  würden die Nichtse und Niemande einander vergnügt anstaunen und dann genüsslich im stillen Nichts entspannen. So eine Art aufgewecktes „Nixchillen“… Die inneren Muster-Magneten würden sich dabei neu ausrichten und eine nicht existierende, neue Landschaft im Nichts weben, in der alles möglich wäre, alles erlaubt und alles erwünscht, was respektvoll, unterstützend und echt, mit aller Inbrunst und Freude am Sosein in die Welt gebracht würde. Das ist die Geburt der Fülle mitten im Nichts! Das ist unerschöpflich kreative Lebensgestaltung, einfache Hingabe an ein Leben, das sich selbst lebt und gerade deshalb vollständig gelebt und gestaltet werden will.

Lächerlich, denken Sie, ein bisschen wütend, während Sie unsicher vor dem weißen Blatt, einem Problem oder Ihrem Chef stehen und einfach nicht weiterwissen. Was sollte denn ein „Nixdahinter“ einem „Nixzusagen“ schon Bedeutsames zu erzählen haben? Substanzlos, belanglos, wertlos. Basta.  Grauenhafter Zustand. Da ist es schon angenehmer, ein paar Schichten aus Schutz und Schein darüberzulegen. Vielleicht strengt das auf die Dauer an, aber es ist uns bekanntes, vertrautes Terrain und hat ja immer gut gedient. Jeder hat da so seine Strategie. 

 

Abschied vom schönen Schein 

„Malen aus der Unendlichkeit“, „Körper, Lebendigkeit und Farbenrausch“, „Malen, bis der Rüssel quietscht“, „Tarzan tanzt Pink“ … Viele kreative Formate werden in der „Schule der Elefantasie“, einem Ort der Herzensbildung und Kreativitätsentwicklung, angeboten – und alle haben eines gemeinsam: den Abschied von der äußeren ergebnisorientierten Wichtigkeit, vom schönen Schein, und auch den Abschied von der inneren Dramaturgie der eigenen Geschichten, der eigenen Muster.  Es ist die charmante Einladung, sich selbst humorvoll zu durchschauen und das eigene kreative Potenzial wirklich zu entdecken, zu stärken und nährend in die Welt zu bringen.

Was fürchten wir in Momenten, da nichts bemerkenswert Brillantes über unsere Lippen kommt, gerade kein Geniestreich freiwillig aus dem Pinsel tropft, nichts Neues, anerkannt Grandioses sich durch uns seinen Weg bahnt, sondern uns ganz normal, banal und nichtswürdig auf der Erde stehen lässt? Irgendwie armselig nackig. 

Vielleicht fürchten wir heimlich genau das Wunder, das unser ganzes wichtiges Streben und Schaffen, all unsere Identifikationen aus Anspruch, Bürden und Bedingungen wie Seifenblasen zum Platzen brächte: Wenn mitten in der eigenen Unsicherheit der einzig sichere Platz zu finden wäre. Dort, wo „Echtzeit“ beginnt. Dort, wo wir so sind, wie wir grad sind, ungeschminkt, unverblümt, ehrlich, echt. Dort, wo in Klarheit gedeiht, was uns wirklich nährt.

Hilfreich ist es, sich dabei erstmal in geschützten Bereichen weiter vorzuwagen, dort, wo das Ergebnis nicht zählt, wo wir unseren Plan von einem „richtigen Leben“, „wie sich’s gehört“, freundlich betrachten und gefahrlos aufgeben können. Da lässt sich das gut „üben“, was man nicht herstellen oder verdienen kann.

 

Heitere Klarheit im gemeinsamen ­Schöpferraum

Wenn Menschen verschiedenen Alters miteinander malen, entsteht eine sichtbare Tatenspur, die nur annähernd von dem Vergnügen erzählen kann, das beim gemeinsamen Erschaffen zu Gange war. Es ist das geteilte Vertrauen, wie auch die geteilte Verantwortung, die sich da wie von selbst entwickelt und erfrischend ins Alltagsleben hinaus strahlt. Wenn wir gemeinsam ans Werk gehen, wird aus Überlastung und gegenseitiger Abhängigkeit eine Vervielfachung von Kraft, kreativer Ressource und Lösungsvielfalt. Wir sind nicht alleine auf der Welt, wir müssen nicht alles alleine schaffen. Eine begonnene Figur, die wir aus Gewohnheit in der Manier alter Fleißarbeit erstmal zu Ende malen würden, darf mitsamt Pflichterfüllung unvollendet stehen bleiben und sich kurz darauf zu etwas Neuem wandeln, wenn unverblümt des Nachbars Pinsel auf sie trifft.

Die Kleinsten sind dabei oft die größten Glücksbringer, von denen wir Erwachsenen das Einfache, eine heitere Natürlichkeit wieder lernen können. Und sie genießen gleichwohl den gemeinsamen Schöpferraum, zusammen mit Papa und Mama. Da werden mit inniger Ruhe nach und nach alle verfügbaren Farben in Schichten auf einer Stelle aufgetragen. Und während im Hirn des Erwachsenen längst schon der mahnende Finger des Kunsterziehers in Erinnerung tritt, der darauf hinweist, dass diese Mischung unweigerlich zu einem schlammigen Grau-Braun missraten muss, strahlt aus eben dieser Stelle des gemeinsamen Werkes dauerhaft eine unvergessliche Zufriedenheit und Entdeckerlust. 

Manchmal sehen wir im Miteinander unser gerade gemaltes Bild der drohenden Zerstörung ausgesetzt, zum Beispiel durch eine kreative Farblawine aus forscher Kinderhand, die sich da konzentriert und raumgreifend unschuldig durchs Bild schiebt. Es ist gut, das mögliche innerliche Zusammenziehen zu spüren und parallel den eigenen Handlungsspielraum mit unterstützenden Fragen probeweise zu erweitern: Was wäre, wenn ich keine Angst haben müsste, dass mein Bild verschwindet, kaputt gemalt, zerstört wird? Wenn ich drauf vertrauen könnte, dass es sich genau richtig fügen wird und dass jeder Strich genau so wichtig war, wie er war; an welcher Stelle würde ich am liebsten weitermalen, wenn ich mich trauen dürfte, meine Berührungsängste aufzugeben? Die Erfahrung zeigt, dass genau diese herausfordernden Bildstellen am Ende die von allen geliebtesten werden. Eltern, die sich für ihre Kinder verantwortlich fühlen und meinen, nun zum Schutz des Bildes und der anderen Malenden eingreifen zu müssen, dürfen sich in der „Schule der Elefantasie“ schon mal entspannen: Veränderung ist erwünscht, Ergebnisse zählen nicht. Eingeladen ist das Staunen über gemeinsame Kreationen, die Hingabe an den kleinen kreativen Moment und das Loslassen all unserer Pläne zu Gunsten der kreativen Ressourcen im urteilsfreien Nichts!

Workshops:

„Malen aus der ­Unendlichkeit“, ­intuitives Malen in ­Anlehnung an Point Zero 3-Tage-Workshop 

vom 26.-28.9.14, Schnuppertag am 1.11.14

 

„Malen bis der Rüssel quietscht“ am 3.10.: 

Intuitive Einheit: ein Bild für ­alle

 

Einzelarbeit: Termine nach Vereinbarung

 

Workshops mit C. Wittke (Malen aus der Unendlichkeit) & A. Louisa Schmidt (Life Moves):

 

Körper, Lebendigkeit und Farbenrausch

Berlin: 20.-22.Okt., 13.+14. Dez.14

 

Kreatives Urlaubs­seminar am Lago d‘ Orta: 5.-11.4.2015

 

Tarzan tanzt Pink Familiennachmittag, 15.11.14

 

Info u. Anm. bei Corinna Wittke: Tel. 0151-21 65 09 23 oder post@elefantasie.de, www.elefantasie.de

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