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Engel-Ki” heißt eine Einweihungsform, die mit den Energien der Engel verbindet. Unser Autor schildert seine Erfahrungen mit diesem kraftvollen Kontakt zu höheren Ebenen.

Die meisten Menschen werden bei dem Wort Engel-Ki eher an ein anderes Reiki-System denken – wie beispielweise Kundalini-Reiki – als an einen Kontakt zu anderen Ebenen. Auch wenn der Name auf eine Nähe zu Reiki schließen lässt und diese Energieform von einigen Reiki-Lehrern angeboten wird, hat es nichts damit zu tun. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um die Energie der Engel, in die man eingeweiht wird. Zwar sagt man den Ursprung des Engel-Ki Sylvia Springer nach, der Begründerin von Zen Reiki, doch das bedeutet nicht, dass dieses System erst seit neuerer Zeit existiert. Die Beschäftigung mit Engeln lässt sich schließlich von zirka 2250 vor Christus in Mesopotamien bis heute nachweisen. Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen oder Thomas von Aquin kamen mit Engeln in energetischen Kontakt und schrieben auch über sie.

Das Engel-Ki ist somit nur eine mögliche Form unter vielen, sich mit höheren Ebenen zu verbinden, jedoch meiner Meinung nach sehr kraftvoll und effektiv. Darauf gekommen bin ich zufällig, denn ein guter Freund machte dieses und bot mir an, mich einzuweihen. Ich kann dies also nur so schildern, wie ich es erlebt habe, denn jeder macht seine eigenen Erfahrungen mit dieser Energie. Wer sich dafür entscheidet, eingeweiht zu werden, sollte sich vorher schon Gedanken machen, welcher Engel ihn oder sie während der Einweihung begleiten soll. Das ist nicht zwingend notwendig, wenn man schon eine besondere Verbindung zu einem Engel hat (vielleicht der Lieblingsengel), aber es vereinfacht die Einweihung, da man auch für gewöhnlich mit den besonderen Eigenschaften des jeweiligen Engels verbunden wird. Auch sollte man vor der Einweihung am besten ungestört sein und sich hinlegen, denn die Energien können sehr heftig sein – ähnlich wie bei anderen Einweihungen oder Ritualen. Der Ablauf ähnelt den Reiki-Einweihungen, wodurch auch Ferneinweihungen möglich sind.

 

 

Die gesamte Engel-“Bandbreite“ steht zur Verfügung

Während der Einweihung wird man über einen Regenbogen mit den Engeln verbunden. Der Regenbogen steht für das gesamte Spektrum an Energien, was bedeutet, dass man sich auch mit „gefallenen“ Engeln verbinden kann. Ob man das tut, mag jeder für sich entscheiden, aber die Möglichkeit zeigt schon, dass man damit nicht leichtfertig umgehen sollte. Ich persönlich hatte Azrael, den Engel des Todes, gewählt. Für einige mag das abschreckend sein, doch ich bin der Meinung, dass sich nicht nur eine „böse“ Welt selbst verbrennt, sondern auch eine rein „gute“ Welt stagniert und das Gutsein irgendwann gegen sich selbst richtet. Das Gleichgewicht zwischen den Gegensätzen ist es, das das Universum mit Leben füllt. Erst die Interaktion zwischen zwei Kräften bewirkt die Wunder, die wir täglich erleben können. Generell sollte man daher auch die naive Vorstellung von kleinen, pausbäckigen, geflügelten Wesen ablegen.

Die Möglichkeiten der Erfahrungen während der Einweihung sind so unterschiedlich und zahlreich wie Sand am Meer. Manche erleben gar nichts, fühlen sich dann aber gut. Andere sehen Dinge von atemberaubender Schönheit. Innerhalb von vier Wochen empfindet man für gewöhnlich deutliche Änderungen im Körper. Es findet eine Reinigung statt, bei manchen Menschen passiert das beispielsweise über eine spontan eingefangene Erkältung. Nach vier Wochen kann man andere in diese Energie einweihen.

 

Heilen mit Draht nach oben

Und wie arbeitet man damit? Engel-Ki verbessert den „Draht“ zu den Engeln, und mit dieser Verbindung kann man alles Erdenkliche tun. Von Energie-Holen bis zu Gesprächen mit den Engeln, von Selbstheilung bis zu Heilbehandlungen für andere ist alles möglich. Man tut dies, indem man meditiert und sich dabei den Regenbogen vorstellt, oder indem man die Engel mit Namen ruft. Jedoch sollte man nicht dazu übergehen, die Engel wie Objekte zu behandeln, die man nach Belieben rufen kann, oder erwarten, jetzt auf „himmlischen“ Ebenen zu wandeln. Leider sehe ich immer wieder, dass einige Menschen Engel wegen jeder Kleinigkeit rufen und sich in eine richtige Abhängigkeit begeben. Manchmal kommt es soweit, dass sie Wesen rufen, die mehr Schein als Sein sind.

Wie zum Höhepunkt des Spiritismus, im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als man Geister rief, um alles über das Leben nach dem Tod zu erfahren. An sich kein Problem, doch um es mit den Worten Gustav Meyrinks zu sagen:
“Die Sehnsucht der Sterblichen, die Gestalten der Überirdischen zu schauen, ist ein Schrei, der auch die Phantome der Unterwelt weckt, weil eine solche Sehnsucht nicht rein ist – weil sie Habgier ist statt Sehnsucht, weil sie „nehmen“ will in irgendeiner Form, statt zu schreien, um das „Geben“ zu lernen… Jeder, der die Erde als ein Gefängnis empfindet, jeder Fromme, der nach Erlösung ruft, – sie alle beschwören unbewusst die Welt der Gespenster. Tu du es auch. Aber: bewusst!”

Ich will niemanden verschrecken, diesen Weg zu gehen, jedoch sollte man verantwortungsvoll damit umgehen. Engel sind kein Spielzeug, sondern bewusste Wesen wie wir. Wer das respektiert, kann Freunde fürs Leben gewinnen.


Hier und hier gibt es eine Liste von Engeln.

 

Bild: Evelyn De Morgan, „The Field of the Slain“ (1916); public domain

 

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