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In den letzten Jahren hat sich Yoga zu der Trendsportart schlechthin entwickelt. Doch viele vergessen, dass Yoga viel mehr ist, als im Fitnessstudio die Matte auszubreiten und die Übungen, die der Trainer vormacht, nachzuturnen. Was ist beim Yoga wirklich wichtig?

 

Bei dem Yoga, das in Fitnesskursen angeboten wird, handelt es sich meist um Hatha-Yoga, eine Form, bei dem vor allem körperlich anstrengende Übungen im Vordergrund stehen. Die so entstandene Popularität des Hatha-Yoga hat aber den Fokus verschoben: Viele gehen in Yoga-Kurse, um körperlich fitter zu werden, und lassen dabei ganz außer Acht, dass der Ursprungsgedanke des Yoga darin liegt, Körper und Geist durch die Übungen in Einklang zu bringen. Anfänger, die sich für Yoga interessieren, sollten dies also nicht nur wegen der Fitness tun, sondern auch von den spirituellen Aspekten profitieren. Diese ergeben sich allerdings nur, wenn man sich dafür öffnet und bereit ist, den Weg zu sich selbst zu finden.

Yoga für das innere Gleichgewicht

Online finden sich viele Informationen und Tipps rund um Yoga, aber mittlerweile auch zahlreiche Shops, die nicht nur Yoga-Kleidung mit modischen Prints und die typischen Matten verkaufen möchten, sondern die ihren Kunden gleichzeitig auch professionelle Tipps für die ersten Yoga-Sessions geben. Das ist wichtig, denn wie bei anderen Sportarten sollte man auch bei  den Asanas darauf achten, diese korrekt auszuführen, um Verletzungen zu vermeiden und voll und ganz die Vorteile des Yoga genießen zu können. Sicher: Yoga-Übungen verhelfen zu einem flexibleren, stärkeren und fitteren Körper. Das regelmäßige Ausführen der Übungen wirkt sich aber außerdem auch positiv auf das Gehirn, das Nervensystem, das Immunsystem und den Hormonhaushalt sowie Lunge und Herz aus.

Doch die ursprüngliche Bedeutung sollte nicht unbeachtet bleiben: Der Begriff „Yoga“ stammt aus der indischen philosophischen Lehre und bedeutet so viel wie „Vereinigung“ und beschreibt das ultimative Ziel der Yoga-Praxis: Körper und Geist in Einklang miteinander zu bringen. Nicht nur Anfänger bemerken schnell, wie sich regelmäßiges Praktizieren auf ihr Inneres auswirkt.

Die 5 wichtigsten spirituellen Vorteile der Yoga-Praxis

1. Yoga für mehr Geduld

Beim Yoga steht nicht das Motto „Höher, weiter, schneller“ im Vordergrund, sondern Gelassenheit und Ruhe. Das Ziel ist es, einfach zu sein, sich einzig dem Moment hinzugeben und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Anfängern bereitet dies oft Schwierigkeiten, denn in der schnelllebigen Gesellschaft von heute lassen wir uns leicht ablenken. Beim Yoga hingegen steht zunächst ein einfach klingendes Kontrastprogramm auf der Agenda: Auf den eigenen Atem konzentrieren, die Stille wahrnehmen und geduldig sein. So können wir dann auch im Alltag lernen, mithilfe der Erfahrungen beim Yoga ungeduldige Tendenzen auszugleichen.

2. Yoga für mehr Konzentration

Auch Konzentration spielt eine wichtige Rolle beim Yoga. Denn nur wer es schafft, sich auf eine Sache zu konzentrieren, etwa den eigenen Atem beim Praktizieren der Asanas, kann dies auch im Alltag umsetzen. Allzu schnell leiden Dinge, die uns eigentlich wichtig sind, unter dem täglichen Stress und den vielen Eindrücken und Geschehnissen um uns herum, von denen wir uns ablenken lassen. So schaffen wir es nicht mehr, uns wirklich auf eine Sache zu fokussieren. Beim Praktizieren der Yoga-Übungen lernen wir also auch, uns besser auf eine Sache voll und ganz zu konzentrieren.

3. Yoga für mehr Ausgeglichenheit im Alltag

Durch mehr Konzentration und Ausgeglichenheit fühlen wir uns gleichzeitig auch mehr mit uns selbst im Reinen. Durch das Ausführen der Asanas und stetige Fortschritte in der Körperbeherrschung und Achtsamkeit gewinnen wir an Selbstbewusstsein. Außerdem sorgen Übungen wie der „Krieger“ dafür, dass wir uns geerdet fühlen und uns Schwierigkeiten oder große Veränderungen im Alltag nicht so schnell aus der Bahn werfen.

4. Yoga für die Fähigkeit, mehr dem eigenen Gefühl zu vertrauen

Im stressigen Alltag haben wir eines verlernt – unserem Gefühl zu trauen. Denn wir nutzen vornehmlich unseren Verstand, um unseren Alltag zu bestreiten. Wir werden mit Pflichten und Regeln überhäuft, die wir hinnehmen und aus Gewohnheit ausführen. Durch Yoga können wir wieder lernen, uns von unserem Gefühl leiten zu lassen, statt nur den Kopf entscheiden zu lassen. Wir legen wieder größeren Wert darauf, bewusst zu hören, was Geist und Körper wollen und wofür wir uns wirklich bereit fühlen. Auch auf der Yoga-Matte sollte man sich von strikten Regeln lossagen. Viel eher ist es wichtig dem inneren Gefühl zu vertrauen, sich einfach dem Flow hinzugeben und die Übung nur so auszuführen, wie wir uns damit wohlfühlen.

5. Yoga für mehr Selbstvertrauen

Unsere Gedanken haben einen unglaublich großen Einfluss auf unsere seelische, aber auch auf unsere körperliche Verfassung. Das Praktizieren der Asanas hilft dabei, positiv zu denken und somit das eigene Selbstvertrauen und den Optimismus im Alltag zu stärken. Beim Ausführen einer Position, die nicht sofort funktioniert, reicht es schon aus, sich zunächst in die Position hineinzudenken. Unsere Gedanken haben eine große Kraft, weshalb schon die Vorstellung ausreicht, sich in der perfekten Haltung zu befinden. Beim Yoga lernt man nicht nur, an sich zu glauben, sondern auch sich so anzunehmen, wie man ist. Denn es geht nicht primär darum, sich zu verbessern, sondern darum, sich selbst zu akzeptieren.

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