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Wo stehen wir, wenn wir die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und den Gedanken der Evolution konsequent auf die Spiritualität anwenden? Ist Gott nichts anderes als das sich entwickelnde Universum, welches durch uns zu sich selbst erwacht?

 

Die evolutionäre Revolution

Es scheint, dass alles mit Darwin angefangen hat. Wenn man die feineren Details seiner biologischen Revolution elegant überspringt, kann man das, was Darwin im wesentlichen getan hat, auf den folgenden Punkt bringen: Er hat aufgezeigt, dass die Evolution ihre eigenen inneren Kräfte hat, die nicht von einem externen Element überwacht und geregelt werden müssen. Diese inneren Kräfte, können wir weiterhin folgern, sind zudem jene, die auch das deutlich komplexere menschliche Wesen geformt haben – ein Wesen, das in der Lage ist, den gesamten evolutionären Prozess zu betrachten und zu hinterfragen. Nach Darwin ist sogar der Mensch, der sonst aus irgendeinem Grund als vom restlichen Prozess der Materie abgehoben betrachtet wurde – da er im Besonderen von einer göttlichen oder spirituellen Quelle abstammen sollte -, Teil eines organischen Prozesses ständigen Wachstums.

Der auf tragische Weise missverstandene Nietzsche war einer der Ersten, der das Ausmaß der evolutionären Revolution in Bezug auf ihre psychologischen und philosophischen Auswirkungen begriffen hat. Sein Versuch, den neuen Weg einer gottlosen psycho-spirituellen Evolution zu skizzieren war in der Tat kühn, experimentell und recht strittig; dennoch sind Spuren davon in unserer säkularen Kultur bis heute offenkundig vorhanden – teil bewusst, viel mehr aber noch unbewusst.

Während das 19. Jahrhundert als Uterus diente, in dem das neue Paradigma heranwuchs, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine neue Weltsicht geboren. Im Anschluss an das biologische Erdbeben wurden andere wissenschaftliche Felder von Entdeckungen durchdrungen, die sich damit deckten. Freud hat eloquent die inneren Kräfte des Geistes aufgezeigt, welche die menschliche Psyche antreiben. Nach Freud haben diese Kräfte des Projizierens und Unterdrückens, des Begehrens und Verheimlichens endlich die Stelle der dämonischen und engelhaften Gestalten eingenommen, mit denen Menschen in der vor-modernen Vergangenheit zu kämpfen glaubten. Die Psyche wurde endlich als eine innere Dynamik erkannt, die nur durch das Verhältnis des Menschen zu sich selbst gelöst werden kann.

Fast gleichzeitig hat Einstein es in der Physik und Kosmologie endlich gewagt, jenen Schritt zu machen, an den sich seine Vorgänger herangetastet haben: Er verabschiedete sich von absolutem Raum und absoluter Zeit und befreite das Universum so von absoluten Elementen, die es über Äonen hinweg gefangen gehalten hatten, und enthüllte so eine relative innere Aktivität, die unabhängig von äußeren Faktoren ist. Ohne es zu wollen, und sogar entgegen seiner eigenen Wahrnehmung, an der er stur festhielt, führte er den Aufstieg der Quantenphysik herbei. Diese verstörende Lawine an Entdeckungen enthüllte die Heisenberg’sche Unschärferelation und, schlimmer noch, die verblüffende „Verwandtschaft“ zwischen dem Beobachter und dem beobachteten Universum. Einsteins relative Physik, Heisenbergs Mathematik der Unsicherheit und Gödels philosophische Unvollständigkeit haben zum Ausbau eines subjektiven, nicht-absoluten Kosmos beigetragen.

Eine weitere Linie wissenschaftlichen Denkens fing an, sich durch die Ehrfurcht gebietende Arbeit der Vertreter einer ’spirituellen Evolution‘ zu entfalten, die die biologischen Elemente mit Geist füllten. Diese lange Reihe von Wissenschaftlern und Philosophen – wie der Paläontologe Pierre Teilhard de Chardin, der Philosoph Rudolf Steiner und die zeitgenössischere Philosophin Beatrice Bruteau, der Kosmologe Brian Swimme und der Philosoph Ken Wilber – haben der Evolution und der Entfaltung des Universums eine spirituelle Tendenz zugeschrieben. Die sich ewig aus sich selbst heraus formende Materie wurde als Bewegung des Geistes begriffen, die danach strebt, eine immer größer werdende Komplexität zu erreichen, um eines Tages an einen ‚Omega-Punkt‘ zu kommen; einen Punkt, an dem eine völlige Umwandlung in das Spirituelle erfolgen würde, was wiederum den verborgenen Antrieb der Evolution ausmacht.

Diese Theorie spiritueller Evolution hat der Evolution der Materie nicht nur einen tieferen Wert gegeben, sondern hat auch den scheinbar blinden Kräften der Evolution eine Richtung und höhere Bedeutung gegeben.

Vom Absoluten zum Relativen

Nietzsches Spuren zeigen sich ebenfalls in den Strömungen des Postmodernismus und Relativismus im 20. Jahrhundert. Der Postmodernismus, die scharfe Reaktion auf wissenschaftliche und objektive Bemühungen, die Realität zu erklären, hat auf recht brillante Weise nahegelegt, dass die Realität lediglich konstruiert wird, während der Verstand seine eigene Realität zu begreifen versucht. Daraus folgt, dass die Realität nur dadurch entsteht, dass wir interpretieren, was die Welt für uns individuell bedeutet. Diese Fehlbarkeit jeder definitiven ‚Realität‘ wird vom Relativismus weiter gestützt, der alle absoluten Wahrheiten umstülpt und behauptet, dass die Wahrheit immer relativ zu einem spezifischen Bezugsrahmen ist.

Hinzu kommen die unerhörten philosophischen und wissenschaftlichen Verschiebungen, die in unsere Kultur und in unseren persönlichen Geist eingedrungen sind: die zwei Weltkriege, die jegliche ‘ismen‘ und eindeutigen Ideologien vollkommen ausgehöhlt haben, die stürmische Rebellion der 60er, die eindrucksvollen Triumphe der Menschenrechtsbewegung, die zunehmende Bedeutung und Verbreitung von Redefreiheit und individueller Weltsicht und das Zerbröckeln aller Autoritätsfiguren, von den Eltern bis zu den Journalisten (die dank des Internets nicht mehr als exklusive Botschafter ‚objektiver‘ Informationen gelten).

All diese kulturellen Einflüsse machen in ihrer Essenz ein und dieselbe Revolution in der menschlichen Gedankenwelt aus, eine Revolution, die aus zwei miteinander verwobenen gigantischen Vorwärtssprüngen besteht: Das Universum hat sich als innere Dynamik gezeigt, die keinerlei externe ordnende Präsenz benötigt – es ist nun eine sich selbst generierende, sich selbst erhaltende Dynamik. Und aus dem impliziten und unvermeidlichen Zerbrechen des allergrößten Absoluten – des externen Gottes – heraus sind alle kleineren Absolute zu Staub zerfallen: Zeit, Raum, die Objektivität des Universums, die externen Kräfte, welche die menschliche Psyche zu formen scheinen, der Geist an sich (getrennt von der Materie), Wahrheit und Autorität.
Paradigmenwechsel?

Sollte dieser Umsturz in irgendeiner Weise unsere Spiritualität beeinträchtigen? Über tausende von Jahren war das fundamentalste Axiom der Spiritualität eben jene Überzeugung, dass die Bereiche des Geistes (und daher auch spirituelle Erkenntnisse) ihrem Wesen nach ewig und unbeeinflusst von den Veränderungen und Umbrüchen sein müssten, die im Laufe der Zeit geschehen. Natürlich ist dies ein starkes Argument. Aber sollten wir angesichts des neuen Universums, das zum Vorschein kommt, dieses Dogma nicht dennoch in Frage stellen – zumindest als Teil eines Gedankenexperiments? Vielleicht es Zeit für einen Paradigmenwechsel in der westlichen Spiritualität, die der Ausbreitung dekonstruktiver Element erlaubt, uns in einen nicht-absoluten evolutionären Prozess hinein zu tragen. Aus irgendeinem Grund nehmen wir an, dass eine Spiritualität, die nichts über die Kosmologie des 20. Jahrhunderts wusste – das sich stetig ausdehnende Universum mit seinem mehr als hundertsiebzig Milliarden Galaxien -, friedlich in das 21. Jahrhundert eintreten und dann noch vollkommene Relevanz einfordern kann.

Wir müssen also überlegen: Braucht unsere Spiritualität womöglich ein Update, wenn wir die erstaunlichen Entdeckungen über das Wesen des Universums und des Planeten Erde mit seinen menschlichen Bewohnern bedenken? Wie kann der Gedanke der Evolution, der sämtliche westlichen Gedankenstrukturen bis ins Mark erschüttert hat, unserer Spiritualität eine neue Form geben? Was passiert, wenn wir spirituelle Erkenntnisse in einen sich stetig entfaltenden evolutionären Kontext bringen? Könnte das Resultat nicht eine völlige Umkehrung der Interpretation dessen sein, was Spiritualität wirklich bedeutet?

Non-Dualität: Der werdende Gott

Wenn wir gestatten, dass alles Absolute und alle Konstanten im Bereich des Spirituellen zerfallen, kann das Göttliche nicht mehr unbeteiligt und neutral außerhalb des Universums schweben. Stattdessen verwandelt es sich in eine sich entwickelnde und ausdehnende Göttlichkeit, die in sich vollständig und dennoch unvollständig ist und in gewisser Weise auf das Werden des Universums angewiesen ist, weil darin ihr eigenes Werden besteht.

Dies führt zu einer vollkommen anderen, viel komplexeren Non-Dualität: Wenn es wirklich nur eins ist, kann es nur ein Universum und eine Gottheit geben; wenn wir annehmen, dass Gott außen steht und unbeteiligt ist, ist dies eine duale Wahrnehmung, und daraus folgt, dass das werdende Universum faktisch der werdende Gott ist. Wenn das Universum sich stetig ausdehnt, bedeutet dies notwendig, dass Gott sich stetig ausdehnt, und wenn das menschliche Bewusstsein sich entwickelt, bedeutet dies, dass Gottes Bewusstsein sich entwickelt. Gott wartet nicht irgendwo am Ende des Wegs auf uns, sondern entfaltet sich unermüdlich als beschleunigender Kosmos und sprudelt als dunkle Materie, Atome und Moleküle hervor, um über seinen eigenen ursprünglichen Zustand hinauszugehen.

Je nach Betrachter folgen daraus entweder Furcht erweckende oder ermutigende Schlüsse: Da die unendliche, sich stetig entfaltende Evolution das Göttliche selbst ist, gibt es keinen spirituellen Grund mehr für die Hoffnung, jemals an einen anderen Ort zu gelangen; wir werden nicht zum Herrn ‘zurückkehren‘ oder uns ins Nirvana auflösen, da Gott selbst nicht zu seinem ursprünglichen, formlosen Zustand zurückkehren will.

Es gibt keine zwei verschiedenen Ebenen der Realität, eine relative und eine absolute Ebene, und mit diesem Verständnis kann die uralte Spaltung zwischen Materie und Geist aussterben. Auf diese Weise könnte eine westliche Spiritualität ihre eigene komplexe Nicht-Dualität entwickeln, welche die Evolution und das sich verändernde Universum in das Göttliche integriert. Diese Art von Non-Dualität könnte die westliche Tendenz zu einer Welt der Entwicklung mit dem ewigen Puls spiritueller Sehnsucht vereinen. Die vor-moderne Vorstellung, die behauptet, dass die ‚relative‘ und ‚zeitgebundene‘ Welt angesichts der göttlichen Transzendenz in die Bedeutungslosigkeit hinein verblasst, würde durch eine tiefgründige Heiligung des werdenden Universums ersetzt. Auf einmal erscheint eine Spiritualität plausibel, die allein auf dem sichtbaren Universum basiert – auf diese Weise würde eine subtile, aber quälende Spaltung, die viele westliche spirituelle Anwärter empfinden, ein Ende finden.

Bewusstsein und Materie sind (wirklich) eins

Wenn wir das vorherige Gedankenexperiment weiterführen, können wir zudem mutig fragen, ob unsere spirituellen Kapazitäten organisch aus der Darwin’schen Evolution hervorgegangen sind. Wenn die biologische Evolution korrekt ist, bedeutet dies, dass wir Menschen uns nicht von anderen Prozessen unterscheiden, da wir so betrachtet nicht mehr besondere Wesen sind, die vom Himmel in die materielle Welt hinein gefallen sind. Ohne einen göttlichen Ursprung des Menschen könnte das bedeuten, dass unser Bewusstsein – und zwar selbst seine spirituell entwickelten Schichten – aus der Materie heraus entstanden sind, ganz wie eine Blume oder ein Baum. Genau wie die Kapazität des eigenen Bewusstseins aus Physik, Chemie und Biologie hervorging, wäre das auch mit der Seele geschehen, gilt dies auch für die Chakren, die feinstofflichen Lagen des Bewusstseins und vielleicht sogar für die Reinkarnation.

Spiritualität in diesem Zusammenhang ist die sich Fähigkeit des Universums zu höherer Erkenntnis, und wir Menschen sind nichts anderes, als bewusste Ausläufer des Kosmos – sein erwachender Geist.

Dies ist ein neuer evolutionärer Kontext, in dem das göttliche Selbst zunehmend aus der Materie hervorleuchtet, als Teil eines großartigen, allmählichen Prozesses des Werdens. Erleuchtet werden bedeutet dann, zu einem Teil der Materie zu werden, der es geschafft hat, die Fähigkeit universeller Wahrnehmung zu entwickeln, als hätte das gesamte Universum ein riesiges Auge im Geists eines Einzelnen geöffnet. Mehr noch, Erleuchtung ist in diesem Bezugsrahmen eine materielle Umwandlung, genau wie Jiddu Krishnamurti postuliert hat, und so werden wir in der Zukunft vielleicht in der Lage sein, den Erleuchtungsprozess zu entmystifizieren, genau wie die Wissenschaft es geschafft hat, Gewitter zu erklären, die einst als Spiel wütender Götter gesehen wurden.

 

Die Ausdehnung der menschlichen Erfahrung

Was sind mögliche Konsequenzen aus diesem Paradigmenwechsel? Offensichtlich ist es so, dass wir als Menschheit erkennen können, dass wir aus der Abhängigkeit von einer göttlichen Umarmung herausgewachsen sind, da die Evolution uns von dem Bedürfnis befreit, uns auf ein richtungweisendes externes Wesen zu stützen. Wir können der imaginären vor-modernen Teile unserer Spiritualität entsagen, welche eine Abhängigkeit von Kräften jenseits der Schöpfung schaffen. Ein für allemal können wir uns von Aberglauben befreien, wie dem, dass hinter menschengemachten Katastrophen ein göttlicher Wille steckt; es wird klar wie das Tageslicht selbst sein, dass alle menschlichen Handlungen das Resultat von Entwicklungsstufen sind, und nicht das Handwerk eines unsichtbaren Puppenspielers.

Indem wir dem externen Gott erlauben zu sterben – und als Resultat still zusehen, wie religiöse Erzählungen und Mythologien, moralische Werte und Hemmnisse ebenfalls sterben – bleibt nur noch das göttliche Selbst, das aus dem Inneren der Evolution aufsteigt, die alten Vorstellungen von Wahrheit abstaubt und Wahrheit und Bedeutung umdefiniert. Ohne göttliche Gnade erwartet uns eine tiefgehende Reifung, da wir begreifen, dass es nur noch uns gibt, und keinen Grund, zu warten und zu hoffen. Wir sind die Quelle aller Gnade und Segnung, und aufgrund dieser totalen Verantwortung wird offensichtlich, dass 2012 bedeutet, dass wir uns Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Wir sind 2012!

Die Ausdehnung des Bewusstseins in einem evolutionären Kontext bedeutet kein Vermeiden der menschlichen Erfahrung, sondern die Ausdehnung der menschlichen Erfahrung an sich. Jetzt wo das Bewusstsein nicht mehr als Ruhepunkt dienen muss, oder als subtile Form der Flucht, verwandelt es sich in eine gewaltige Kraft, die der weiteren menschlichen Entwicklung dient. Es wird als der Schlüssel enthüllt, der Materie und Geist verbinden und uns in unserer Suche nach neuen Lösungen für unsere vielen kollektiven Dilemmata und Krisen erstaunlich bestärken kann. In dem Moment, in dem das Bewusstsein nicht mehr als mystischer Bezugspunkt gesehen wird, der persönlicher Selbstbeobachtung dient, sondern als evolutionäres Werkzeug, wird die Menschheit erkennen, dass das Bewusstsein die primäre und unerschöpfliche Ressource dieses Planeten ist.

Und wenn spirituelle Offenbarungen nicht mehr ewig und neutral im Außen stehen und in die aktive Welt eindringen, wird sogar Erleuchtung als die Schöpfung neuer menschlicher Formen gesehen werden, die Weiterführung der Evolution, die weitere Entwicklungen inspiriert. Letztlich gibt es nicht zwei unterschiedliche Evolutionen, und daher ist jede persönliche Erleuchtung nichts anderes als ein weiterer Schritt im allgemeinen Prozess menschlichen Wachstums. Erleuchtung wird so nicht mehr als das Versprechen eines Punktes ewig währender Ruhe verstanden, sondern als Zeichen der gegenwärtigen Grenze unseres Bewusstseins, die eines Tages ebenfalls durchbrochen werden wird und so neue Horizonte unendlicher Möglichkeiten eröffnet.

 

Übersetzung aus dem Englischen von Theresa Bauerlein

 

Veröffentlichung Kapitel 12: 23.11.2012

Teil des Buches

„Das New-Age-Manifest“

von Shay Tubaly

erschienen online
bei editonSEIN

https://www.sein.de/editionsein/das-new-age-manifest.html

 

 

 

 

 

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Im letzten Artikel: Wie könnte das Credo einer authentischen westlichen Spiritualität aussehen? Nach elf Kapiteln der Dekonstruktion und Rekonstruktion – ein erster und tastender Versuch, die Umrisse einer neuen, auftauchenden Spiritualität zu zeichnen.

 

Autoren Info


Shay Tubaly

Shay Tubaly

ist ein spiritueller Lehrer aus Israel und Entwickler der White-Light-Methode. Shay lebt und arbeitet in Berlin.

 

http://www.thewhitelight.de

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4 Responses

  1. Tamar

    wow…dieser Artikel hat mich beeindruckt. Ich finde Evolution ungeheuer spannend und beschäftige mich seit Jahren mit Spiritualität. Einige der Dinge, die Tubaly hier erwähnt hat, haben mich wirklich berührt.
    „Es gibt keine zwei verschiedenen Ebenen der Realität, eine relative und eine absolute Ebene, und mit diesem Verständnis kann die uralte Spaltung zwischen Materie und Geist aussterben.Auf diese Weise könnte eine westliche Spiritualität ihre eigene komplexe Nicht-Dualität entwickeln, welche die Evolution und das sich verändernde Universum in das Göttliche integriert.“
    Das stimmt genau – es gibt keine zwei verschiedenen Ebenen. Es ist vielleicht schwierig, das zu begreifen, wenn man aus einer von der östlichen Spiritualität geprägten Sichtweise kommt, aber man muss den Versuch machen, diese beiden Sichtweisen zu vereinen. Wenn man sich traut, über die alte Art und Weise hinauszudenken, in der Spiritualität und Materie betrachtet werden und sich für diese neue Nichtdualität öffnet, kann man die natürlichen westlichen Neigungen und Tendenzen, die sowieso da sind, erwachen lassen. Auch wenn es vielleicht erst einmal ein Schock ist, wenn man sich klar macht, dass es keine absolute Wahrheit gibt, die irgendwo über uns schwebt, sondern dass dieser ewige Geist aus der Evolution des Universums herausgetreten ist – man begreift dann, zumindest anfänglich, dass Gott kein externes Wesen ist, sondern dass wir dieser Gott sind, der sich selbst begreift, und dass die Zukunft dieser Schöpfung von jedem einzelnen von uns abhängt!!! Was für eine Freude, tausend Dank an Tubaly dafür, dass er meine Augen für diese Schönheit geöffnet hat.

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  2. ändern

    Dieser Weckruf wird mit jedem Artikel lauter. Mir wird klar, dass wir den nächsten Schritt in unserer Spiritualität und spirituellen Kultur gehen und die Einsichten teilen sollten, die uns hier begegnen. Und sehen, wie wir uns innerlich verändern können, damit auch unser Bewusstsein einen Sprung macht…dieser Satz geht mir wieder und wieder durch den Kopf:

    Erleuchtung wird so nicht mehr als das Versprechen eines Punktes ewig währender Ruhe verstanden, sondern als Zeichen der gegenwärtigen Grenze unseres Bewusstseins, die eines Tages ebenfalls durchbrochen werden wird und so neue Horizonte unendlicher Möglichkeiten eröffnet.

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  3. Hauke

    @caspa

    in welcher weise steht evolution im widerspruch zu spiritualitäßt? evolution ist hier als weiterer begriff gemeint, nicht im sinne des schulmaterials, sondern als grundlegendes Prinzip einer entwicklung, die einen inneren antrieb hat und stetig weiter strebt, als entwicklung des bewusstseins, als prozess der selbsterkenntnis gottes. . spiritueller geht es meiner meinung gar nicht…

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  4. Caspa

    Ach du Lieberman, warum beruft sich Shay Tubaly plötzlich auf Darwin?
    Wo das doch nur ein konstruiertes aufgezwungenes veraltetes Schulmaterial ist.
    Die Evolutionstheorie ist unglaubwürdig; sie steht nicht nur im Widerspruch mit der Spiritualität, sondern wurde mehrfach durch die Wissenschaft widerlegt.
    Darüber gibt’s hunderte Aussagen von Biologen und Geologen im Netz.
    Ich hoffe, daß ich die 3 Links angeben darf.

    Evolutionslüge – Walter Veith
    www.youtube.com/watch?v=Swx4d2UsET8&feature=related

    Die Evolutionstheorie ist eine LÜGE! Wissenschaftler liefern Beweise!
    www.youtube.com/watch?v=1Sssf8zrVwY&feature=related

    Deutscher Wissenschaftler widerlegt Teile der Evolutionstheorie
    www.youtube.com/watch?v=ZH9ZTq6FAyY&feature=related

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