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Trennkost, Schlank-im-Schlaf, Low-Carb, Atkins-Diat – trotz unterschiedlichster Ernährungs- und Diätkonzepte sind Menschen unter- oder übergewichtig, fühlen sich müde und energielos oder werden krank. Viele wünschen sich vom Ernährungsberater oder vom Arzt möglichst genaue Vorgaben, welche Ernährung vernünftig, gesund, und heilsam ist. Dabei ist uns nicht bewusst, dass der Therapeut mit dem größten Know-how in uns sitzt: unsere innere Weisheit. Also weniger lesen, mehr fühlen, denn Ernährungskonzepte sind überflüssig, wenn wir lernen, die Sprache unseres Körpers zu verstehen.

Wie ernähre ich mich gesund?

Jeden Morgen habe ich die Wahl: Gibt es einen Milchkaffee und dazu ein Croissant oder esse ich lieber ein Müsli? Ernährungsexperten geben hier zu klare Empfehlungen, demnach sollte es nicht schwer sein, die richtige Entscheidung für ein gesundes Frühstück zu fällen. Was aber, wenn ich auf Müsli einfach keine Lust habe?

Du bist was du isst

Ich habe eine persönliche Leidenschaft für das Thema Ernährung. Ich entdeckte schon in den 90ern, dass die bewusste Auswahl und die gut durchdachte Kombination und vorsichtige Zubereitungsart der Nahrungsmittel interessante, größtenteils positive Effekte auf meinen Körper haben – sowohl kurz- wie auch langfristig. Also experimentierte ich viele Jahre mit den unterschiedlichsten Ernährungskonzepten wie Fit for Life, Vollwerternährung nach Dr. Bruker, Rohkost und mit neueren Low-Carb-Entwicklungen wie der Logi-Methode. Was ich dabei erlebte, war teilweise erstaunlich: Allergien verschwanden, das Schlafbedürfnis ging bei steigender Energie stark zurück und Zähne, Haut und Haar zeigten deutliche Verbesserungen. Trotzdem gelang es mir nie, die Konzepte dauerhaft beizubehalten – sei es aus nachlassendem Interesse oder weil die spür- und sichtbaren Erfolge mit der Zeit verschwanden. Erst bei einem erneuten Konzeptwechsel traten sie wieder ein. 

Mit großer Neugier verfolgte ich die Erfahrungsberichte in den entsprechenden Internetforen. Dabei fielen mir immer häufiger Beiträge von ratsuchenden Menschen auf, denen die Ernährungs­umstellung nicht den versprochenen Erfolg brachte. Sie verloren kaum oder kein Gewicht, sie wurden nicht gesund, es ging ihnen nicht besser. Die mehr oder weniger gutgemeinten Antworten der Forenmitglieder unterstellten den Hilfesuchenden meist Fehler in der Umsetzung. Nach zwei bis drei weiteren verzweifelten Rückfragen, die alle ohne Lösung blieben, verschwanden diese Personen aus den Foren.

Gibt es ein Ernährungskonzept für alle?

Während einem Ernährungs-Workshop lernte ich den Heilpraktiker und Buchautor Peter Königs kennen, der uns Teilnehmern eine ganz ähnliche Geschichte erzählte: Zusammen mit Renate Collier hatte er in den 80ern die Azidose-Therapie weiterentwickelt und diese therapeutisch eingesetzt. Die Ergebnisse der basischen Ernährung schienen bahnbrechend, man glaubte, endlich eine Lösung für Wohlstandskrankheiten wie Rheuma, Diabetes und sogar Krebs gefunden zu haben. Erst nach 6 Jahren bemerkte Königs, „dass selbst Patienten, die sich lange Jahre treu und brav an unsere Empfehlungen gehalten hatten, trotzdem noch sehr übersäuert waren und ihre Gesundheit nicht wirklich besser geworden war.“ Was lief hier falsch? Wenn der Patient alles richtig machte, gab es offensichtlich einen Aspekt, denn man bisher nicht entdeckt hatte, aber welchen?

Instincto: das Biofeedback einsetzen

Mögliche Antworten bietet „Instincto“, eine extreme Ausrichtung innerhalb der Rohkostszene, auf die ich im Jahr 2006 stieß. Diese Bewegung geht davon aus, dass jeder Mensch – vorausgesetzt, er ernährt sich ausschließlich von rohen, unbehandelten Lebensmitteln – instinktive Körperreaktionen erfährt, die ihm vor und während jeder Mahlzeit mitteilen, welches Nahrungsmittel verzehrt werden soll und wie viel davon. Ein Instincto findet das aktuell für ihn passende Nahrungsmittel also nur durch Riechen und Schmecken und achtet dabei vor allem auf „Bedarf“ und „Sperre“. Mit „Sperre“ sind sämtliche Signale gemeint, die der Körper aussendet, wenn er das Nahrungsmittel nicht benötigt. Das ist manchmal sehr leicht auszumachen und tritt meiner Erfahrung nach ebenso bei Nicht-Rohköstlern auf – wenn auch nicht ganz so deutlich. 

Der Körper spricht: Bedarf und Sperre

Experiment gefällig? Besorge dir ein nicht zu mild schmeckendes Gemüse oder Obst, etwas, was du sehr magst und auf welches du gerade große Lust hast. Zum Beispiel eine Ananas. Schneide sie auf, stell sie vor dich hin. Schau sie an, rieche am Fruchtfleisch, und spüre, ob du bei dir irgendwelche Körperreaktionen wahrnimmst. Vielleicht entwickelst du mehr Speichel? Das würde daraufhin deuten, dass du Bedarf hast, dass dein Körper diese Ananas tatsächlich braucht. 

Beginne nun langsam die Frucht zu essen, kaue gründlich und nimm dabei bewusst den austretenden Fruchtsaft wahr. Während du weiter isst, achte genau darauf, wie gut dir diese Ananas schmeckt und beobachte, ob und wie viel Lust du hast, diese Frucht weiter zu essen. Du wirst merken, dass der gute Geschmack irgendwann nachlässt. Das passiert manchmal langsam, manchmal aber auch überraschend schnell nach nur wenigen Bissen.

Isst du trotz nachlassender Lust und zunehmenden Sättigungsgefühl weiter, kann es sogar vorkommen, dass der Geschmack umschlägt: Das eben noch so leckere Essen wird auf einmal langweilig oder sogar widerlich. Ebenso auftreten können unangenehme Empfindungen im Mund und Rachenbereich beim Kauen und Schlucken. 

Ab dem Moment der Langeweile würde ein Instincto von einsetzender Sperre sprechen. Die Sperre ist also eine Funktion des Körpers, die uns die Lust am Essen nimmt. Damit will er den weiteren Verzehr eines Nahrungsmittels verhindern, dessen Inhaltsstoffe er nicht oder nicht mehr benötigt. Solche Signale erhalten wir alle und zwar vor, während und nach dem Essen.

Instinkt: gewissenloser Ratgeber?

Instinktive Rohkost war sicher eines der interessantesten Experimente unter all den Konzepten, die ich ausprobierte. Ich lernte dabei, meinen Körper beim Essen sehr viel genauer zu beobachten und konnte die unterschiedlichen Signale mit der Zeit immer besser einschätzen. 

In diesem Konzept ist auch der Verzehr von Fleisch ausdrücklich erlaubt, soweit es 100% roh ist und der Körper entsprechenden „Bedarf“ anmeldet. Aber sollte ich wirklich ein Kilo hochwertiges, rohes Wildfleisch aus Frankreich bestellen, wenn mir nach drei Wochen vegetarischer Rohkost bei jeder Würstchenbude das Wasser im Mund zusammenlief? Signalisierte mir mein Körper damit wirklich einen Bedarf nach Fleisch? 

Wenn ja, stand das Bedürfnis meines physischen Körpers im Widerspruch zum Bedürfnis meiner Seele. Aber eine Nahrungsauswahl, die auf der Basis von intellektuellen, ökonomischen, spirituellen oder emotionalen Überlegungen getroffen wird, ist dem Instincto-Verständnis nach nicht natürlich und wird daher abgelehnt. Trotzdem: Meine ethischen und ökologischen Überzeugungen so einfach beiseite zu schieben, fühlte sich für mich nicht gut an und ich entwickelte zunehmend größere Zweifel. 

Konnte eine rein instinktiv gesteuerte Ernährung das Optimum an gesunder Ernährung sein, wenn sie dabei Bereiche ausklammert, die mich nach meinem Verständnis zu einem menschlichen Wesen machen? Empathie, spirituelle Anbindungen und auch der gesunde Menschenverstand spielten hier anscheinend keine große Rolle und in den Rohkost-Foren rankten sich unzählige Diskussionen um genau diesen Konflikt. Und auch die Erfahrungsberichte von gescheiterten Instinctos bestätigten meine Zweifel: Der Instinkt als einziges Kriterium war nicht die Lösung.

5-Elemente, Ayurveda, Stoffwechselanalyse – welcher Ernährungstyp bist du?

Ernährungskonzepte wie die chinesische Lehre nach den 5-Elementen, die ayurvedische Ernährung und neuere Entwicklungen wie die Analyse nach dem Stoffwechseltypen unterteilen den Menschen in Kategorien, um darauf basierend individuelle Ernährungsempfehlungen auszusprechen. Diese Systeme berücksichtigen nicht nur körperlich-biologische, sondern auch psychologische Merkmale und erstellen entsprechende Rezepte und Anweisungen. Klar ist: Je feiner das System, um den Typen zu bestimmen, desto treffsicherer die Ernährungsempfehlung. 

Aber Essen nach einem vorgefertigten Schema fiel mir schwer. Mir fehlte die Flexibilität des Instincto-Konzepts, welches bei jeder Mahlzeit prüft, was gerade wirklich benötigt wird und wie viel davon. Ich suchte ein Konzept, was sämtliche Aspekte für die Ernährung des Menschen berücksichtigte und was die sich ständig ändernden Bedürfnisse beinhaltete. Ich suchte eine Anleitung zum ganzheitlichen Essen.

Intuitive Ernährung: Weisheit, die nährt

2007 las ich ein Buch mit dem Titel „Vom Segen der Nahrung“ von Marc David. In diesem Werk mit dem englischen Originaltitel “Nourishing wisdom“ (Nährende Weisheit) vertritt der Autor die These, dass wir über eine innere Führung verfügen, die für die richtige Ernährung sorgt. Lassen wir von ganz individuellen Parametern wie Hunger, Erfahrung, Intuition, Stimmung leiten, essen wir also automatisch gesund – ohne Diätstress, ohne Selbstverurteilung, ohne Schuldgefühle. Ziel einer Mahlzeit ist dabei nicht allein die körperliche Sättigung, sondern ein vollständiges Wohlbefinden.

Marc David steht mit seiner These nicht alleine. Die ebenfalls in den USA entwickelte „intuitive Ernährung“ verfolgt ein ähnliches Konzept.

Grundlage der intuitiven Ernährung ist die Überzeugung, dass wir alle unterschied­lich sind und dass sich unser Körper und seine Bedürfnisse ständig ändern. Ein Baby benötigt eine andere Nahrung als ein Erwachsener, die Vorlieben eines Japaners weichen ziemlich stark ab von denen eines Nordeuropäers und die Bedürfnisse einer schwangeren Frau können sich von denen ihres Mannes deutlich unterscheiden. 

Und habe ich nicht morgens Appetit auf ganz andere Nahrungsmittel als am Abend? Esse ich im Sommer nicht vorzugsweise Obst und Salate, aber im Winter mag ich es warm und reichhaltig – und zwar ganz unabhängig vom saisonalen Angebot? 

Der Ernährungsbedarf ändert sich also je nach Umgebung, Alter, Geschlecht sowie nach Jahres- und Tageszeit. Zudem ist er abhängig von unseren körperlichen, geistigen und seelischen Anforderungen. All diese Faktoren bestimmen sowohl bewusst wie unbewusst unsere Mahlzeiten. Somit können nur wir selbst die momentan passende Nahrung für uns finden – durch Achtsamkeit und durch Aufmerksamkeit.

Dass trotzdem viele nicht wissen, wie sie sich richtig ernähren sollen, liegt unter anderem am mangelnden Kontakt zum eigenen Körpergefühl und an einem tiefsitzenden Misstrauen gegenüber den Impulsen des eigenen Körpers: „Wenn ich auf meinen Körper hören sollte, würde ich ja nur noch Chips und Schokolade essen.“

Das Misstrauen überwinden

Genau hier setzen Marc David und die Vertreter der intuitiven Ernährung an. Ziel ist es, uns wieder in die Lage zu versetzen, die vielfältigen Signale des eigenen Körpers wieder bewusst wahrzunehmen – bei jeder Mahlzeit. Die gesamte Klaviatur dieser Signale überhaupt erst zu empfinden, und dann auch noch richtig einzuordnen, beginnt mit der persönlichen Entscheidung, dem Essen mit Hingabe zu begegnen.  

Dies ist keine leichte Aufgabe. Auch mir fehlt es manchmal an Geduld, an Zeit und an Vertrauen. So genannte „innere Saboteure“ – unbewusste psychologische Programme, die das Gesund-werden, das Schlank-werden, das Fit-werden behindern – tun ihr Übriges: „Ich weiß ja eigentlich, was gut für mich ist, aber ich schaffe es einfach nicht, mich danach zu richten.“ 

Und sogar wenn der gute Wille vorhanden ist, erschweren äußere Bedingungen die Umsetzung, da Mahlzeiten in organisatorische, gesellschaftliche und zeitliche Strukturen eingebunden sind. Also gehen wir mit den Kollegen um 12 Uhr in die Kantine und essen, obwohl wir keinen Hunger haben oder sitzen um 14 Uhr im Meeting und essen nicht, obwohl der Magen knurrt. In unserem gesellschaftlichen Kontext nehmen wir Mahlzeiten zu uns, die durch saisonale, finanzielle, gewohnheitsmäßige und pragmatische Gründe bestimmt werden. Die individuellen Signale des Körpers spielen hierbei eine untergeordnete Rolle.

Intuitive Ernährung funktioniert nur mit Aufmerksamkeit und Vertrauen

Mir half persönliche Einsicht: Du bist, was und wie du isst. Die Entscheidung liegt allein bei mir. Entweder ich schwimme mit, füge mich ein in den gesellschaftlichen Kontext und nehme die Probleme, die sich durch unpassendes Essen entwickeln, in Kauf. Oder ich beschließe, so zu essen, wie es mein Körper braucht, auch wenn das bedeutet, dass ich manchmal alleine oder etwas anderes esse. Das Wissen dazu steckt in mir. Ich muss nichts lesen, ich muss keinen Kurs besuchen, ich benötige keinen Plan. Was ich benötige, sind Ruhe, Geduld – und das Vertrauen, das Richtige zu tun.

In spirituellen und psychologischen Seminaren und Workshops habe ich durch die dort zelebrierte Achtsamkeit viele Dinge in meinem Umfeld mit größerer Aufmerksamkeit wahrgenommen. Das betraf immer auch die Mahlzeiten: Ich wählte bewusster aus, aß mit mehr Ruhe und nahm wahr, wie bekömmlich diese Art des Essens ist. 

Das funktioniert auch umgekehrt: Schenke ich dem Essen meine Zeit und meine ganze Aufmerksamkeit, stelle ich fest, dass davon auch andere Bereiche profitieren. Der Einsatz lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht.

Ganzheitliche Ernährung: Essen im Hier und Jetzt

Ganzheitliche Ernährung ist ein Experiment, ein Selbstversuch im Try-and-Error Verfahren. Belohnt wird dieser Weg mit mehr Energie, mit Gelassenheit, mit guter Gesundheit und einer Zunahme von Selbstvertrauen. Neulinge können sich diesem Ziel in mehreren Schritten annähern, die vor, während und nach jeder Mahlzeit durchlaufen werden – immer wieder, bis daraus eine Gewohnheit und die Gewohnheit schließlich zum Automatismus wird. 

Ich für meinen Teil wählte heute den Milchkaffee und das Croissant. Die Sonne schien und ich hatte Lust auf ein wenig Urlaubsstimmung mit Frankreich-Feeling in meinem Lieblingscafé. Morgen gibt es eventuell wieder Müsli in der Ruhe meiner Wohnung, denn Getreide, Obst, Saft und Nüsse zu mischen und langsam zu genießen, fühlt sich einfach gut an. Die Entscheidung fälle ich tagesaktuell anhand der folgenden Fragen: Worauf habe ich Lust? Schmeckt es gut? Macht es mich satt? Bringt es mir Energie? Fühle ich mich insgesamt gut damit?

Eine Mahlzeit, mit der ich all diese Fragen positiv beantworten kann, macht mich rundum zufrieden. Und das bedeutet für mich Ganzheitliche Ernährung. Grundlage und Ziel ist das „Essen im Hier und Jetzt“. 

Die fünf Schritte zur ganzheitlichen Ernährung nach Marc David

  1. Habe ich überhaupt Hunger? Wenn ja, eine bewusste Entscheidung für das Essen fällen.
  2. Was möchte mein Körper essen? Den Körper mit ruhigem, entspanntem Geist fragen, worauf er Lust hat und ihn bitten, sich genau auszudrücken. Dabei ist es nicht so wichtig, ob die Auswahl 100%ig richtig oder falsch ist, es kommt darauf an, dass die Stimme überhaupt gehört wird.
  3. Achtsam genießen. Das Essen zu einem Fest der Sinne machen: Farben, Aromen, Geschmack und Geruch wahrnehmen.
  4. Feedback beachten. Nach der Mahlzeit entspannen und in sich hineinspüren. Wie fühlt es sich jetzt an. Wie fühlt es sich nach einer halben und wie fühlt es sich nach zwei Stunden an. Bekommt mir das Essen, macht es mich satt? Schenkt es mir Energie oder macht es mich müde? Das Feedback einfach zur Kenntnis nehmen.
  5. Was vorbei ist, ist vorbei. Löse dich wieder vom Essen. Mache etwas völlig anderes.

 


 

Weiterführende  Informationen

Marc David – Psychology Of Eating

Kurzinformation über Instincto auf Fruitlife

Peter Königs „Meine Suche“

Intuitive Eating

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8 Responses

  1. Esther
    Nur für Leute mit viel Zeit

    Jo, schöne Idee! Und wer die Zeit hat, neben Job, Kind, Haus/Garten, gesellschaftlichen Verpflichtungen mind. dreimal am Tag „in sich hinein zu spüren“ und hinterher auch nochmal, dann zufällig spontan an die benötigte Nahrunf zu kommen: Glückwunsch!
    Nix für mich! Muss ich eigentlich auch erspüren, was meine Familie am Abend essen will? Oder sagen die mir dann, was ich spontan für ihre Körperbedürfnisse im Haus haben muss?

    Antworten
  2. bellster

    Sehr toller Artikel! Ich bin dem „Intuitive Eating“ vor gut einem Jahr mit Geneen Roths Buch „Women, Food and God“ begegnet und es hat mein Leben verändert!! Für mich hat es ein Tor geöffnet zu einer Welt jenseits von Richtlinien und Zahlen – der Welt, in der ich aufgewachsen bin und die mir täglich vorgelebt wurde. Ein Leben voller Freude, Genuss, und Güte – und keinem Gramm mehr auf den Hüften, tendenziell eher weniger. Endlich darf ich gut zu mir sein; endlich ist mein Ziel das Wohlfühlen – und auch nicht nur ein bisschen das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen (ich esse jetzt endlich ALLES). Leider fehlt bislang meines Wissens in Deutschland eine „community“, die sich aktiv über Intuitive Eating definiert und austauscht. Meinen Weg bin ich jedenfalls bislang alleine gegangen.

    Wie auch im Artikel bereits erwähnt, hat sich für mich das Konzept der Achtsamkeit beim Essen drastisch auf andere Gebiete des Lebens ausgeweitet; plötzlich nehme ich mich intensiver wahr, mir fallen körperliche Reaktionen auf, die ich bislang nie ernst genommen habe. So habe ich das erste Mal im Leben angefangen, mit Spass und Wohlwollen Sport zu treiben oder Bio zu kaufen. Dinge, die ich bislang immer aus Pflichtbewusstsein oder Diätwahn versucht, aber dementsprechend nie auf die Dauer durchgezogen habe.

    Für mich ist ganzheitliche Ernährung Heilung. Ich kann allen jungen Frauen (ich bin 25) von Herzen empfehlen, sich mit dem Thema zu befassen. Insbesondere im englischen Sprachraum scheint dieses Thema immer öfter online diskutiert zu werden!

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  3. Gerda

    Ein sehr guter Artikel, der mir aus der Seele spricht! Ich begrüße es sehr, auf den Körper zu hören, ihn zu fühlen und seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine gute Übung in Demut und Dankbarkeit, wenn mal nicht das Essen auf dem Tisch steht, was mein Körper sich gerade wünscht. Dann kann ich, sofern ich hungrig bin, lernen anzunehmen, was mir das Leben schenkt… 🙂

    Antworten
  4. Birgit

    Sehr interessant, weil ich von diesen ewigen Vorgaben so richtig die Schnauze voll habe, im Sinne des Wortes. Lustig ist, dass ich seit ca. 4 Wochen ganz intuitiv danach verfahre, es kam einfach so…….und es fühlt sich einfach toll an. Mal esse ich gar nicht, weil mein Körper einfach kein Signal sendet und mal esse ich mehr und immer nur dann und das was mein Körper verlangt.
    Ich kann es auch nur empfehlen.

    Antworten
  5. Mariell

    liebe uschi rapp,

    ich habe ihren artikel mit zunehmender neugierde gelesen. und ich war froh, dass es nicht wieder ein artikel ist, der mir vorschreibt was ich essen soll und wieviel ich von was essen kann.
    vielmehr konnte ich erfahren, dass mein innerer koch, inkl. seinem team, mein innerer einkäufer und geschulter geschmacksexperte endlich mal wieder gefragt wurden. nach einem dornröschenschlaf dürfen nun alle diese mitglieder meines teams wieder an die arbeit und zeigen was sie können.
    ich bin total beruhigt und happy, dass ich endlich die eigene regie für meine ernährung übernehmen kann und – nach einigem training – die stimme meines körper wieder verstehe. das macht mich irgendwie erwachsen und selbstbestimmt.
    vielen dank liebe onlineredakteurin.

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  6. Sabine

    Der Artikel spricht mir aus dem Herzen! Aufgrund der Körperarbeit, die ich praktiziere, habe ich gelernt, auf meinen Körpr zu hören. Sicher, das klappt nicht immer perfekt, doch mit der Zeit immer besser. Ich esse z.B. für mein Leben gern Schokolade, Schokoladenkuchen oder-kekse. Manchmal fühle ich mich schlecht, da ich ja weiß, was es bewirken kann. Doch dann celebriere ich den Genuss so richtig und es geht mir gut, obwohl ich seit Jahrzehnten große Mengen davon verzehre bzw. genieße.
    Ich bin ebenfalls überzeugt: es gibt nicht ein Konzept für alle. Und mehr Achtsamkeit für den eigenen Körper bringt uns eine Menge mehr Lebensfreude auf unterschiedlichsten Ebenen.

    Antworten
  7. Katrin

    Schöner Artikel, vielen Dank! Ich denke auch, dass wir Menschen lernen sollten uns wieder selbst wahrzunehmen und zu vertrauen, unserem Körper, unseren Sinnen. Dann wird vieles einfacher und leichter und die Verwirrung im Kopf endet – wer denn nun recht hat von den vielen verschiedenen (Ernährungs)-Experten. Gott (oder mir ;-)) sei dank bin ich auf den von der Autorin beschriebenen Weg selbst gestoßen. Und esse gerne was ich esse, egal wie andere das finden. Guten Appetit!

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