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Bei nahezu allen Begegnungen, die ich seit rund 25 Jahren bei Veranstaltungen zum Thema gesunde Ernährung bzw. Rohkost hatte, fiel mir eines auf: Nur selten wurde der Themenkeis des Essens durchbrochen, selbst wenn man sich noch Monate später privat getroffen hat. Da drängt sich mir nun die Frage auf: Warum ist immer nur die Nahrung im Fokus des Miteinanders? Ist nicht der Mensch ein geistiges Wesen, das zu ganz anderen Höhenflügen fähig ist?

Nur: Wie geht das? Wer sich einer ­natürlicheren Ernährungsweise zugewendet hat, steht oft vor der Herausforderung, dies in den Alltag und Beruf zu integrieren und auch all den Verlockungen auf Partys, Reisen und bei Familie, Freunden und Kollegen zu widerstehen.

Gesunde Ernährung und Alltagskultur

Hier ein paar Tipps, wie man gesundes Essen in den Alltag bringen kann:

  • Der grüne Smoothie für unterwegs in der Flasche ist praktisch und eine leckere Inspiration für Kollegen und Freunde.
  • Beim Spaziergang im Park einfach mal ein paar Wildkräuter probieren: Brenn­nessel, Löwenzahn und Gänseblümchen kennt jeder.
  • Bei Partys und Candlelight-Dinner einfach mal Gourmet-Rohkostrezepte anbieten, ohne zu sagen, dass es Rohkost ist. Dann schmeckt es auch allen. So mache ich es beim Catering für mein Filmteam auch und alle sind begeistert.
  • Wird gesundes Essen nicht ständig hervorgehoben, sondern steht es selbstverständlich einfach auf dem Tisch, lassen sich viele Diskussionen vermeiden.

 

Was ist Kultur?

Wir können uns selbst nicht annäherend verstehen, wenn wir nicht zu dem Ursprung dessen zurückkehren, was uns wesentlich geistig und kulturell geprägt hat: Das Menschsein wurde bestimmt durch den erkennenden Blick in den Himmel, auf die Naturvorgänge und auf das Gesetz der ewigen Zeitläufe. Daraus erst hat sich Wissenschaft, Kunst und KULT-UR, die UR-KULT-UR entwickelt.

Unsere Kultur entstammt einem Leben mit der Natur. Die zyklischen Vorgänge der Gestirne und der Wechsel der Jahreszeiten waren Inspiration und Inhalt zahlreicher Kultspiele, Märchen und Mythen. Selbst die Kunst und Schriftzeichen haben sich daraus entwickelt. Auch heute noch gibt uns die Sprache Kunde von der Verbundenheit zu Mutter Natur und Vater Kosmos, in Ausdrücken wie: ein sonniges Gemüt haben, die Sterne stehen günstig, das liegt in der Natur der Sache, der frühe Vogel fängt den Wurm, das Blaue vom Himmel erzählen, jemanden wie Luft behandeln, bärenstark sein, das Blatt hat sich gewendet usw.

 

Vorwärts zur Natur!

Wenn wir uns heute wieder in Naturverbundenheit üben, ist das aus meiner Sicht kein Rückschritt, sondern ein Fortschritt, Heimkehren und endlich Ankommen. Zum Bewusstwerden dieser Zusammenhänge ist der Schlüssel die naturbelassene, jahreszeitengemäße und in unserer Umgebung gewachsene Nahrung aus Gemüse, Obst, Blättern, Wildkräutern, Nüssen und Samenfrüchten. Denn wer die Gesetze der Natur achtet, der wird reichlich belohnt: mit Gesundheit, geistiger Klarheit und Schönheit.
Und gehen wir den Weg zu einer neuen Kultur über die Umstellung auf eine natürliche Ernährung, werden wir geistig-seelisch sensibilisiert, um viel achtsamer und bewusster mit der Natur und unseren Mitmenschen umzugehen.

 

Neues Kulturverständnis

So wie unsere Kultur vor vielen tausend Jahren von den Vorgängen in der Natur geprägt wurde, lassen sich auch heute noch zu den markanten Punkten des Jahres, zu den Sonnenwenden, Tagundnachtgleichen, zu Ostern, Erntedank usw. Feste feiern, zu denen es statt Gänsebraten, Lammrücken und viel Schokolade eben frische saisonale pflanzliche Kost gibt. Auf diese Weise kann der Respekt vor anderen Lebewesen und der eigenen Gesundheit sogar festlich genossen werden. Statt unsere Emotionen mit Sekt, Wein und Bier zu ertränken, sind wir aufrichtig zu unseren Mitmenschen und gestalten unser Leben bewusster.

Die Dankbarkeit für die Fülle, Kraft und Großzügigkeit der Natur, die uns alle zu jeder Zeit abwechslungsreich versorgt, bringen wir bei solchen Festen mit ­kleinen Ritualen zum Ausdruck: z. B. mit dem Wachklopfen der Bäume zur Wintersonnenwende oder dem Sonnenwendfeuer zu Mittsommer. Auf diese Weise verstehe ich Religion, als unmittelbare Dankbarkeit für das Wirken von Mutter Natur und als Staunen über das kosmische Geschehen.


Abb: © Andre Bonn – Fotolia.com

ist veganer Rohköstler, hat Medizin studiert und eine Ausbildung zum Ernährungsberater hinter sich. Er ist Filmproduzent für eine neue Mediathek, für Gesundheit und ­Naturverbundenheit: www.weiland-­wissen.de

Dreimal wöchentlich bietet er im Schlosspark Charlottenburg das Wildkräuterfrühstück an. Mehr Infos dazu auf
www.wildkraeuterfruehstueck.de

Kontakt unter
Tel.: 030-85 40 00 27 oder mark.weiland@weiland-wissen.de

Mehr Wissen über energiereiche, lebendige Ernährung finden Sie in zahlreichen Vorträgen, leckeren Rezept-Videos und Dokumentationen bei www.weiland-­wissen.de

DVDs und Online-­Videos bei weiland-wissen.de

  • DVD-Reihe “Die ­leckeren 12” mit ­rohköstlich-veganen Rezepten vom grünen Smoothie bis zu Spaghetti Bolognese, vom Weihnachtsstollen zum Vanillekipferl
  • Andreas Sievers: Mit Genuss für ­Rohkost begeistern

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