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Krebs ist eine Zivilisationskrankheit. Die Fälle von Erkrankungen um uns herum nehmen zu. Fast jeder kennt inzwischen irgendjemanden, der bereits erkrankt war oder es ist, aber  kaum jemand geht hierzulande einen Weg außerhalb des schulmedizinischen Behandlungskonzepts. Die meisten werden mit OP, Chemo und Bestrahlung therapiert, teilweise auch mit Erfolg, aber das Behandlungsjahr ist eine Belastungsprobe – es ist das Jahr, in dem man dem Körper dabei zusieht, wie er langsam vergiftet wird. Bei einigen entsteht daraus die Gewissheit: „Noch mal mache ich so was nicht mehr mit“. Aber ist ein alternativer Weg – jenseits der Schuldmedizin – wirklich gangbar? Im März 2015 erkrankte der in Berlin lebende US-Amerikaner Scott Binder an Krebs und entschloss sich zu einer alternativen Krebstherapie. Seine Geschichte sollte eine ganz andere werden.

 

Ich lernte Scott 2013 bei einer Wave kennen – so werden die geleitenden Tanzevents nach dem Konzept von Gabrielle Roths „5 Rhythmen“ genannt. Mit weit ausholenden, gleichmäßigen Schritten tanzte bzw. lief er durch die wogende Menge, unentwegt  grinsend mit einem leicht ungläubigen Gesichtsausdruck, so als wäre er unverhofft in etwas ganz Großartiges geraten. Mitten in der Chaosphase holte er eine große Trommel von irgendwoher, stellte sich an eine der Säulen und trommelte mit dem gleichen Grinsen gekonnt zu drei oder vier Stücken. Wir waren begeistert.

Am Ende dieser Wave dankte ich ihm für dieses unerwartete Geschenk. Er erzählte, er käme gerade aus New York und wüsste noch gar nicht, wie lange er in Berlin bleiben wolle, aber auf jeden Fall sei es hier „fucking awesome!“ Kurz darauf waren wir Facebookfreunde und da Scott gerne und viel schreibt, bekam ich im Laufe der Monate mit, dass er nicht nur als professioneller DJ, sondern auch als Autor Geld verdient und dass er irgendeine Art spirituellen Hintergrund haben musste – anders ließen sich die achtsamen und aufmunternden „Geh deinen Weg“ Sprüche und Bildchen, die er neben seinen Reiseberichten immer mal wieder auf dem Account teilte, nicht erklären.

Irgendwann, nach vielleicht 10 Monaten, las ich einen etwas anderen Post: „13 years sober“ stand da und es folgte eine Danksagung bei allen, die ihn durch die 13 Jahre des Clean-bleibens begleitet hatten. Scott feierte seine Nüchternheit und eine Menge Menschen aus aller Welt gratulierten. Der Mann hatte offenbar das 12-Schritte Programm der Anonymen Narcotics oder Alkoholics durchlaufen. Daher wahrscheinlich dieser spirituelle Touch. Und er war immer noch abstinent. Als DJ.

Respekt, dachte ich. Dieser lustige Trommler hatte offensichtlich die Kraft und das Durchhaltevermögen, um mit schwierigen Herausforderungen umzugehen. Wie sehr diese Einschätzung zutraf, sollte sich noch herausstellen, denn 2015 wurde Scott mit einer weiteren großen Herausforderung konfrontiert.

Diagnose Krebs

Im Frühjahr 2015 besuchte Scott seine Heimatstadt Seattle. Von dort postete er ein Selfie mit einem dicken Verband unter dem Kiefergelenk und schrieb dazu, dass er eine OP am Hals hinter sich habe, man habe ihm einen Tumor entfernt. Alles wäre ok und es ginge ihm gut. Ich dachte mir nicht viel dabei. Tonfall und Selfie deuteten auf eine scheinbar harmlose OP. Ein paar Tage später folgte ein weiterer Eintrag auf Facebook:

 

FB – 5. März 2015
Komme gerade zurück vom Arzt wegen der Nachuntersuchung. Es stellte sich heraus, dass ich Krebs habe. Die gute Nachricht ist, dass wir ihn frühzeitig erwischt haben, wir sollten also in der Lage sein, ihn loszuwerden. Ich fange demnächst mit der Bestrahlungstherapie an…

 

Ich war sicher nicht die einzige, die kaum glauben konnte, was sie da las. Scott? Krebs? Dieser lebenslustige Typ? Das gibt’s doch nicht! Was genau hat er und wie schlimm ist es? Was macht er nun? Wie geht es ihm?

Wir mussten nicht lange warten. Es folgten weitere Posts. Das Teilen der eigenen Erfahrung, um anderen zu helfen, ist Bestandteil des 12-Schritte-Programms. Das hat Scott verinnerlicht. Schön für uns, denn so wurden wir alle auf eine außergewöhnliche Reise mitgenommen. Scott teilte in regelmäßigen Abständen via social media sämtliche Erlebnisse, Gefühle und Erkenntnisse, die er während dieser Reise erlebte.

In den folgenden Monaten gehörten die Posts von Scott Binder für mich zum Spannendsten und Inspirierendsten, was auf Facebook zu lesen war. Ich und viele andere wurden Zeugen einer Geschichte, in der ein Mensch den Mut hat, einen anderen Weg zu gehen und sich dabei mit Hoffnungen, mit alten und neuen Überzeugungen, mit Ängsten und mit der Möglichkeit des Sterbens auseinandersetzt. Die Posts und die Artikel, die Scott in dieser Zeit veröffentlichte, sind die Dokumentation einer alternativen Krebsbehandlung, von der niemand wusste, wie sie ausgeht. Der folgende Bericht besteht daher im Wesentlichen aus seinen (aus dem Englischen übersetzten) Facebook-Posts, die von mir mit ein paar erklärenden Kommentaren ergänzt wurden.

Krebs natürlich behandeln – eine Absage an die schulmedizinische Krebstherapie

Zu Beginn scheint alles noch den üblichen, schulmedizinischen Gang zu gehen. Scott stellt sich auf die Diagnose ein:

 

FB – 6. März
Krebs zu bekommen war nicht auf meiner Wunschliste, aber ich betrachte es tatsächlich als positive Möglichkeit, das Leben auf ein neues Level zu heben. Ich werde ihm auf alle Fälle in den Arsch treten 🙂

FB – 8. März
Hinweis an mich selbst: Morgen existiert nicht. Mach es jetzt.

 

Die Diagnose lautet „adenoid-zystisches Karzinom“ – ein langsam wachsender, aber gefährlicher Speicheldrüsentumor. Es wird ein Behandlungsplan aufgestellt. Da Chemotherapie bei dieser Krebsart nicht wirkt, soll er bestrahlt werden. Scott fängt an, sich intensiv über seine Krankheit, die Heilungschancen und die üblichen Behandlungsmethoden zu informieren. Gleichzeitig verfolgt er die Tipps von Freunden und Bekannten, recherchiert alternative Heilmöglichkeiten und fällt schließlich eine Entscheidung.

 

FB – 11. März
Komme grade zurück vom Onkologen. Ich habe mich gegen die Bestrahlung entschieden. Klingt mehr nach Gift als nach Behandlung. Ich werde das auf eine Weise bekämpfen, die meinen Körper und dem, was er braucht, zuträglich ist.

Alternative Krebsbehandlung mit veganer Kost

Der Hinweis einer Bekannten führt ihn zur Gerson Therapie. Diese alternative Behandlung wurde schon in den 30er Jahren von Dr. Max Gerson entwickelt und basiert auf dem Prinzip, den Körper grundlegend zu entgiften. Das geschieht über eine vegane Rohkost-Diät mit vielen frischgepressten Säften und Kaffee-Einläufen. Gerson entwickelte diese Therapie ursprünglich tatsächlich für Krebserkrankte, später wurde sie aber auch bei anderen degenerativen Krankheiten eingesetzt.

Scott besucht für drei Wochen das „Sedona Wellness Retreat“ in Sedona, Arizona, das unter anderem auch die Gerson Therapie auf dem Programm hat. Dort lässt er sich schulen, stellt seine Ernährung komplett um – und motiviert sich selbst.

 

FB – 24. März
Fand vor ein paar Wochen etwas über die Überlebensrate der Krebsart heraus, die ich habe. 60% der Menschen, die damit diagnostiziert werden, sterben nach 15 Jahren. Ich glaube aber, dass ich unter den 40% sein werde […] und dass ich an Altersschwäche sterben werde. Wenn das nicht der Fall sein sollte, sollen die verbleibenden 15 Jahre die besten Jahre meines Lebens werden. Welche Richtung auch immer, es ist eine Win-win-Situation, denn ich lebe mit einer neuen Perspektive. Krebs ist ein Motivator, keine Krankheit.

veganFB – 6. April
Ich bin offiziell vegan. Alles was es dazu brauchte, war eine Krebsdiagnose 😉

FB – 16. April
…Krebs zu haben kann man wie einen Katalysator für eine inspirierende Veränderung betrachten. Für mich ist es klar, dass die innere Einstellung eine entscheidende Komponente dafür ist. Am Tag der Diagnose suchte ich nach den Möglichkeiten, und nicht nach dem Negativen in dieser Situation. Ich betrachtete Krebs ganz ähnlich wie meine vergangenen Drogen/Alkohol-Probleme… Beide haben die Macht, mich umzubringen, wenn ich nicht auf mich aufpasse, aber wenn ich aufpasse, dann haben sie auch die Macht, mir zu helfen, ein neues Leben zu beginnen.

 

In dem englisch-sprachigen Online Magazin The Fix veröffentlicht er am 24. April einen Artikel „Cancer is a gift“ (Krebs ist ein Geschenk). Darin schreibt er:

Die Statistiken sagen, dass die Chancen gut stehen, dass mich Sache umbringen wird. Wenn mich der Krebs also umbringt, mache ich meinen Frieden damit. Egal, ob ich maximal 15 Jahre lebe oder an Altersschwäche sterbe, ich werde das Leben mit diesem Gefühl der Dringlichkeit leben, von dem ich immer wusste, dass ich es kann. Die Realität des Lebens ist, dass niemand genau weiß, was die Zukunft bringt. Mein Krebs lehrt mich, wie kostbar das Leben ist.

 

Im Mai begibt er sich in ein Stille-Retreat mit Vipassana-Meditation. Zurück in Berlin fährt er fort mit der Gerson Diät. Er fotografiert sich nackt, teilt diese Fotos auf Instagram und nennt die Serie „The Naked Truth“.

 

FB – 24. Mai
Ich habe beschlossen, Fotos von mir zu machen, denn seit ich diesen Prozess gestartet habe, mich selbst mit einem natürlichen Ansatz zu heilen, fühle ich mich 10 Jahre jünger und ich glaube auch, dass ich jünger aussehe. […]

Dies ist also kein weiteres stumpfsinniges Selfie, ich werde während des ganzen Prozesses Fotos von mir machen, um die positiven Effekte zu illustrieren, die das, was ich mache, auf den menschlichen Körper haben.

Ich führe tägliche Visualisierungen durch, verwende binaurale Beats, die mir helfen, ein positives Mindset zu kultivieren. Außerdem meditiere ich jetzt 2 Stunden pro Tag. Klar, das klingt nach einer Menge Arbeit, aber ist es leicht, wenn wir die Dinge entfernen, die unsere Zeit verschwenden und die uns nicht nützen. Ich fühlte mich noch nie so gut und es ist mein Ziel, zu zeigen: Wenn ich das kann, kannst du es auch. […]

Ich habe seit drei Jahren weder Gewichte gehoben noch Fitness gemacht. Abgesehen von den Liegestützen, die ich morgens mache und ab und zu ein paar Situps, bekomme ich alle Übungseinheiten durch die Dinge, die ich mag … Spazierengehen, Tanzen, Klettern und in der Sauna schwitzen. Wenn ich die Chance habe, einen Fahrstuhl zu nehmen, benutze ich oft die Treppe. Ich muss keine Zeit für Workouts einplanen, ich lebe einfach mein Leben und beziehe Übungen mit ein, die ich sowieso schon mache. Es ist also möglich, ohne Fitnessübungen oder intensive Workouts deinen Körper in Bestform zu bringen. Versteht mich nicht falsch – ich habe nichts gegen Fitnessübungen… man muss sie aber nicht machen, um in eine gute Verfassung zu kommen.

Das Meiste, was man uns über das Gesundwerden beigebracht hat und darüber, wie man ein glückliches und erfülltes Leben lebt, ist total daneben. In Wahrheit liegt alles, was wir für ein Leben benötigen, das wir lieben, in unserer eigenen Weisheit. Und das alles fängt damit an, dass du Dinge tust, die dich so oft wie möglich glücklich machen und dass du nie deine Vision aufgibst und dabei gleichzeitig flexibel bleibst. Denn am Ende ist das, was wir wirklich wollen, in ein Paket eingepackt, das anders aussieht, als das, was wir erwartet haben.

Rückschlag trotz alternativer Krebsbehandlung?

Im Juni geht er zu einer Heilpraktikerin, die ihn und seinen Prozess begleitet und sie teilt ihm mit, dass seine Ärzte in Seattle scheinbar Recht hatten: Der Tumor, der ihm operativ entfernt worden war, hatte in seine Brust gestreut.

 

FB – 6. Juni
Heute erfuhr ich, dass der Krebs tatsächlich in meine Brust gestreut hat. Ich war überhaupt nicht überrascht darüber, denn ich fühlte, dass er da war. Da ist keine Panik in dieser Nachricht, denn ich weiß, dass der Krebs da ist, weil er mir helfen möchte, ein Leben auf eine Art zu leben, nach der ich schon seit Jahren strebe.

Vor der Diagnose dachte ich, dass es mein Geburtsrecht ist, an Altersschwäche zu sterben… Aber jetzt begreife ich, dass ein langes Leben ein Geschenk und ein Privileg ist, das man wertschätzen muss. Und es sollte nicht nur wertgeschätzt werden. Ich habe ebenfalls verstanden, dass sogar ein sehr langes Leben in einem Augenblick zu Ende ist.

Jetzt glaube ich, dass es meine Pflicht ist, ein langes, gesundes Leben zu leben, denn ich will denen, die Krebs auf natürliche Weise heilen, als ein weiteres Beispiel dienen. Denn wenn es mehr von uns gibt, die das machen, werden mehr Menschen erkennen, dass es sicher ist, diesen Weg zu gehen.

carots

Es gibt noch immer zu viele Menschen, die nicht glauben, dass es andere gangbare Möglichkeiten für sie gibt. […] Viele Leute gehen den traditionellen Weg, weil sie Angst haben. […] Ich würde und werde niemals jemandem, der Krebs hat, sagen, welchen Weg er gehen soll. Insbesondere weil ich glaube, dass ein großer Teil der Krebsheilung in der Art und Weise begründet ist, wie wir uns mit den gewählten Methoden fühlen. Wenn also jemand das Gefühl hat, dass Chemo für ihn richtig ist, sage ich „mach es.“ Wenn jemand in Betracht zieht, den natürlichen Weg zu gehen, stelle ich mich zur Verfügung, um alles weiterzugeben, was ich gelernt habe.

Jetzt im Moment könnte es so aussehen, als wäre der Weg den ich gewählt habe, wagemutig… und vielleicht sogar waghalsig. Mit der Zeit aber, so denke ich, wird der Weg, den ich hier gehe, einfach als eine gut informierte und durchführbare Entscheidung betrachtet werden. Ich freue mich schon darauf, wenn das der Weg sein wird, wie jeder Krebs und andere bedrohliche Erkrankungen heilt.

Und fürs Protokoll: Es ist mein Immunsystem, dass den Krebs heilt, nicht ich. Ich helfe einfach dabei, in meinem Körper ein gesundes Umfeld zu kreieren, sodass das Immunsystem seine magisch Arbeit tun kann. Unsere Körper sind über alle Maßen außergewöhnlich. Das ist es, was Krankheit heilt. Wir können Berge versetzen, wenn wir uns selbst nicht im Weg stehen und der Natur ihren Lauf lassen.

Gedanken über den Tod

Dave, Scotts bester Freund, starb Anfang April bei einem Kletterunfall – einer Leidenschaft, der beide oft zusammen nachgegangen waren. Mit Dave führte er lange Gespräche über das Leben und den Tod, den Dave nur für den Übergang in ein anderes Leben hielt. Daves Tod war für Scott ein traumatisches Ereignis und gleichzeitig beruhigend, denn er war sicher, Daves Anwesenheit zu spüren – eine Erfahrung, die ihm die Angst vor dem Tod nahm. Genau wie Dave ist nun auch Scott überzeugt: Mit dem Tod ist es nicht vorbei.

 

scott3FB – 6. Juni
Vermisse ich Dave? Mehr als Worte es ausdrücken könnten. Aber ich weiß auch, dass er immer noch bei mir ist. Wir können keine Baseballspiele mehr zusammen sehen, wir können unsere langen, philosophischen Gespräche nicht mehr führen. Unsere Verbindung hat sich verändert… es ist anders. Es ist mehr ein Wissen…
Ich weiß, dass er bei mir ist,
Ich weiß, dass er mich liebt,
Ich weiß, dass ich ihn liebe,
Ich weiß, dass sein Geist in Frieden ruht.
Und ich weiß, dass er mich hören kann.

Das wahre Leben dreht sich um Anfänge und das Ende von Dingen. Und es dreht sich ums Feiern. Anstatt wegen Menschen oder Dingen zu leiden, die wir verlieren, glaube ich, dass es wichtig ist, zu feiern und für sie dankbar zu sein. Wenn wir das tun, bekommen wir die Freiheit, innerhalb des großen Lebensflusses unsere Liebe auszudrücken. Ich erkenne, dass das, was im Leben passiert, wirklich nur zum Besten ist. Schmerz und Traurigkeit müssen nicht zu Kummer führen. Wir müssen nicht süchtig nach Leid sein. Den Schmerz fühlen und gehen lassen ist heilsam.

 

Die Möglichkeit seines eigenen Todes bleibt für Scott präsent:

 

FB – 19. Juni
Aufgrund meiner positiven Einstellung, fragen sich vielleicht einige, ob ich der dunklen Seite meiner Diagnose aus dem Weg gehe. Das ist nicht der Fall. Für mich geht es nur darum, die Wahrheit zu enthüllen. Und die Wahrheit ist, dass der Krebs in mir mich entweder umbringt oder nicht. Aber wie ich mit den Herausforderungen umgehe, die auftauchen, ist entscheidend und meine mental-geistige Einstellung ist ein großer Teil davon. Die Wahrheit also ist, dass ich entweder ein relativ kurzes Leben lebe, oder ein langes. Wie auch immer es ausgeht, ich werde es vollkommen annehmen. In der Zwischenzeit werde ich mein Herz und meine Seele an dieses Leben verschenken, um den gesündesten Weg gehen, den ich nehmen kann. Der Rest – hängt am Rest.

Die Wahrheit ist, das der Krebs mir das Leben gegeben hat, dass ich immer wollte. Für mich heißt das, dass er Liebe streut, nicht Krankheit. Ich habe erkannt, dass es in meinem Kopf absolut keinen Raum für Angst oder Sorgen gibt. […] ich bin menschlich  und es gibt Zeiten, wenn Angst und Sorgen angekrochen kommen. Tatsache ist, dass die Angst in den Geist eindringt, also geht es nicht darum, die Angst draußen zu lassen, es geht darum, was wir mit ihr machen.

Zum Beispiel checke ich ab und zu meine Kehle, um zu prüfen, ob ich irgendwelche anderen Tumore fühlen kann. Ein paar Mal hatte ich dabei Angst. „Was, wenn noch weitere wachsen?“ Aber sich Sorgen zu machen über Dinge, die uns vielleicht passieren können, ist nutzlos. Meistens passieren die Dinge, über die wir uns sorgen, nicht. Und die Dinge, die dann passieren? Wir gehen damit um. Das tun wir immer und werden es auch immer tun. Also sogar wenn da weitere Tumore in meinem Körper auftauchen, macht es nichts, denn ich werde noch tiefer in den Heilungsprozess eintauchen, in dem ich bereits bin, mit dem Wissen, dass die Zeit heilt.

 

Am 24. Juni gründet er mit seiner Mutter den Buchverlag „Binder Books“. Auf Facebook veröffentlicht er ein weiteres Nacktfoto.

 

FB – 3. Juli
The Naked Truth, 3. Monat
Happiness truly is an inside job. Die Gesellschaft bringt uns bei, uns auf Dinge außerhalb von uns selbst zu fokussieren, aber da ist ein Universum an unerschlossenen Möglichkeiten, die wir in uns haben. Ich habe sehr viel Energie auf das Erreichen von Zielen und das Erlangen von Erfolg gelegt. Das ist auch nicht falsch und ich werde mit dem weitermachen, was ich tue. Aber in den letzten paar Monaten hat sich meine Vorstellung über Erfolg komplett geändert.

Heute ist meine Vorstellung von Erfolg davon definiert, ob ich in Kontakt mit purer Liebe, dem Geist von Jugend, Kreativität bin und ob ich das Leben mit einem offenen Herzen genieße.

Es ist egal, was die Leute von uns halten, solange wir unser authentisches Selbst leben. Die Menschen, die wir ins unserem Leben haben wollen, sind die Menschen, die unsere Wahrheit akzeptieren.

Ayahuasca als Krebstherapie

Anfang Juli nimmt Scott an einer Ayahuasca Zeremonie teil. Aufgrund seiner Ausbildung zum schamanischen Trommler ist er zwar mit ähnlichen Ritualen vertraut, als Drogensüchtiger, der seit 15 Jahren clean ist, standen psychodelische Reisen aber bisher nicht zur Debatte. Die Krebserkrankung lässt ihn neue Prioritäten setzen.

Mit Ayahuasca versetzen sich schon seit jeher die Schamanen im Amazonasgebiet in Trance. Es ist ein Getränk, bestehend aus den Wurzeln der Pflanze Ayahuasca und den Blättern von Psychotria viridis. Die Droge ist hierzulande verboten und enthält Stoffe, die angeblich auch zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden könnten, unter anderem den stark halluzinogenen Wirkstoff Dimethyltryptamin (DMT).

In einer Studie aus 2011 wurde belegt, dass das DMT den Sigma-1-Rezeptor bindet, der den Mechanismus des programmierten Zelltods – eine Reaktion des Immunsystems, um das Weiterleben von degenerierten Zellen zu unterbinden – beeinflusst. Während Tumore die Reaktion des Immunsystems unterbinden, wird er mit DMT wieder aktiviert.

 

FB – 22. Juli
Vor einigen Wochen entschloss ich mich, an meiner ersten Ayahuasca Zeremonie teilzunehmen. Es war eine der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens. Es war lebensbejahend, lebensverändernd… und es brachte mich nachhause.

Schon seit 7 Jahren habe ich mit dem Gedanken gespielt, es zu machen, war aber unentschlossen, bis jetzt…

Hauptsächlich, weil es sich dabei um eine Grauzone unter den nüchternen Süchtigen handelt. Kurz gesagt: Ich war einfach nicht bereit, damit umzugehen, was meine nüchternen Freunde von mir halten würden, wenn ich es mache. Eine Sache, die ich die letzten Monate gelernt habe ist: Wen kümmert es, was andere von mir halten? Die Leute werden sowieso über mich denken, was sie wollen. Alles worauf es ankommt ist, dass ich das mache, was sich nährend und gesund anfühlt. Es geht nur darum, deinem Bauchgefühl zu vertrauen. Ich habe sehr daran gearbeitet, meine innere Stimme zu hören und ich bin an einem Punkt in meinem Leben, wo ich ihr mit meinem ganzen Herzen vertraue.

Ein Hauptfaktor in meiner Entscheidung war, dass jemand, den ich vor ein paar Jahren in Berlin kennengelernt hatte, mir eine Nachricht darüber schickte, dass Kranke Krebs mit Ayahuasca heilen. Ab diesem Moment war absolut klar, dass Ayahuasca beim Heilen der Krebserkrankung eine Rolle spielen würde.

Es ist fast unmöglich mit Worten zu beschreiben, was während dieser Erfahrung geschah. Ich kann aber sagen, dass die Einsichten, die ich am 6. Juli erhielt, reine Liebe waren. Und sie bestätigte: Ja, Krebs ist ein Geschenk und dass die Familie das Wichtigste ist. […] Diese Erfahrung brachte mich zu dem Kern, der ich bin.

FB – 7. Oktober
Die Narbe an meinem Hals, wo sie den Tumor entfernt haben, ist fast geheilt… was schade ist, denn ich habe sie irgendwie gemocht.

Die eigene Erfahrung mit anderen teilen

FB – 2. November
Dankbar, dass meine Worte einen Einfluss auf andere haben. […] Ich verstehe vollkommen, dass es schwierig sein kann, den Krebs zu anzunehmen, aber wenn meine Worte nur einer Person helfen können, zu erkennen, dass Krebs eine Chance sein kann, wäre ich sehr froh für diese Person, denn ich weiß, wie sehr diese Perspektive sie verändern kann.

Während ich diesen Weg gehe, wurde so klar, dass Krebs keine Krankheit ist. Meinem Körper zu sagen, dass er erkrankt ist, setzt eine Lüge fort, dass etwas in mir drin nicht in Ordnung ist und das zu hören, ist nicht gesund für meinen Körper. Unser Körper wird beeinflusst, wie wir mit ihm reden, daher glaube ich, dass es Zeit wird, dass unsere Gesellschaft andere Namen für Dinge wie Krebs, Alkoholismus und weitere sogenannte Krankheiten entwickelt.

Beide – Alkoholismus und Krebs – waren die besten Dinge, die mir je passiert sind. Offensichtlich hätten Krebs oder Alkoholismus mir das Leben nehmen können, aber ich wehre mich dagegen, etwas eine Krankheit zu nennen, das mir geholfen hat, mein Leben ganz und gar anzunehmen. Krebszellen sind einfach Zellen, die vergessen haben, wer sie sind und die bösartig geworden sind.

Was ich tun muss, ist, ihnen zu helfen, sich zu erinnern, wer sie sind. Was genau das ist, was der Krebs für mich tut. Wenn die Synergie erreicht ist, wird der Krebs gegangen sein. Oder nicht. Und das ist das Schöne am Leben… es ist ein großes Mysterium.

Vom Leben und Sterben

Ende Oktober treffe ich Scott auf einer Wave, die er vorzeitig wegen Rückenschmerzen verlässt. Er wirkt müde, sogar erschöpft. Ich mache mir Sorgen…

Ein paar Wochen später lese ich den folgenden Eintrag, in dem er eine schulmedizinische Untersuchung ankündigt und erneut die Möglichkeit des Sterbens reflektiert:

 

FB – 18. November
Einige meiner Freunde waren besorgt, dass ich seit März keinen „ordentlichen“ Arzt mehr gesehen habe. Ihr werdet erleichtert sein, wenn ihr lest, dass ich den Krebs morgen untersuchen lassen werde, um zu sehen, was los ist. Ich bin bereit für jede Prognose, die sich offenbart. Ob es bestätigt wird, dass es noch immer Stadium 4 ist und er weiterwächst, oder ob der Krebs heilt… jedes Ergebnis ist ok.

Letzte Woche dämmerte mir, dass ich zum Sterben bereit bin, seit ich ein Kind war. Obwohl ich durch eine kurze Lebenphase ging, in der ich suizidgefährdet war, wollte ich die meiste Zeit leben, war aber bereit zu gehen.
Also lasst mich klarstellen… nur weil ich bereit zum Sterben bin, heißt das nicht, dass es das ist, was ich mir wünsche… Es bedeutet einfach, dass ich es begrüße, wenn dieser Moment kommt.

Ich bin verliebt in das Leben und fühle mich gesegnet, ein dynamisches Leben zu leben, voll von erstaunlichen Erfahrungen, Freunden, einer Familie, die ich liebe und für die ich ganz und gar da sein möchte. Ich nehme das Leben nicht als selbstverständlich und ich möchte nicht gehen.

All diese Erkenntnis macht klar, warum ich meine Situation in der Art und Weise umgesetzt habe, wie ich es tat. Manche Leute nennen mich mutig für die Perspektive, die ich in meiner Situation bewahrt habe, aber ich glaube nicht, dass ich mutig bin … Ich habe einfach in einer Weise reagiert, die für mich natürlich ist. Ich bin einfach bereit. Bereit für was auch immer das Leben präsentiert.

Ich glaube wirklich, von ganzem Herzen, dass ich ein langes Leben haben werde, aber wenn das nicht passiert, ist es ok für mich. Unsere Gesellschaft will, dass wir denken, dass wir ein Vermächtnis hinterlassen müssen, bevor wir sterben, aber ich glaube, das ist Schwachsinn. Für mich ist der Schlüssel, zu akzeptieren und zu umarmen, wo das Leben jetzt gerade in diesem Moment ist.

Klar, ich möchte mehr erreichen und mein Geist hat für mich alle möglichen Pläne erstellt, was ich noch tun kann. Aber ich bin zufrieden mit dem, was bisher geschah.

[…]

Zu glauben, dass ich mehr erreichen muss, ist eine nie endende Falle. Dieser Moment ist alles, was da ist. Der Tod ist nicht das Ende und dass wir diese Vorstellung benutzen, um irgendeine Art von Erfolgsniveau zu erreichen bevor wir gehen, andernfalls wäre unser Leben nicht vollständig, ist nichts anderes als die Konditionierung des Egos. Das Leben ist vollständig, genau jetzt.

Alles, was ich zu tun muss, ist, mir eine Frage zu stellen. Was ist wirklich wichtig für mich? Nein, nicht das, was die Gesellschaft sagt, was wichtig für mich ist. Vergesst diesen Mist. Was ist es, das ich zutiefst wertschätze? Für mich war es, ein gewisses Maß an Erfolg mit meinen kreativen Projekten zu erreichen.

Aber jetzt befinden sich diese Dinge ganz unten auf meiner Liste. Bedeutet dies, dass ich das Musikmachen, Schreiben oder was auch immer aufgeben werde? Absolut nicht. Ich bin begeisterter als je zuvor. Aber ich brauche den Erfolg in diesen Bereichen nicht mehr. Für mich ist es wirklich wichtig, mit offenem Herzen zu lieben, meine Wahrheit von Augenblick zu Augenblick zu leben … und authentisch mit anderen in Verbindung zu gehen. Der Rest ist nur Lärm.

Heute in einer Woche werde ich wissen, was mit dem Krebs im Inneren los ist. Wenn es schlimmer ist als es war, ist es ok für mich und und ich werde einfach tiefer graben. Wenn es weg ist, ist es auch ok. Die Situation, in der ich mich befinde, ist eine Win-win-Situation … egal, was passiert.

 

Mit dem nächsten Post lässt er sich etwas Zeit, aber eine Woche später veröffentlicht er diese Nachricht:

 

FB – 26. November
Ich bin krebsfrei.
Ich habe es heute erfahren. Es ist fast unmöglich, in Worte zu fassen, wie ich mich momentan fühle. Alles was ich momentan sagen kann, ist, dass diese Reise alles für mich verändert hat und dass ich zutiefst dankbar bin für dieses neue Kapitel in meinem Leben.

Das Interview mit Scott: „Krebsfrei nach 8 Monaten alternativer Therapie“

 


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Scott Binder
ist aus Seattle, aber lebt seit vier Jahren in Berlin. Seine Familie hat deutsche Wurzeln, daher fühlt er sich hier wie zuhause.

Scott ist Musiker/DJ und Autor. Darüber hinaus bietet er schamanische Trommelreisen an, eine Technik, die er in den USA 2005 von einem Schamanen erlernte.

Schreiben liegt in der Familie. Scotts Mutter ist ebenfalls Autorin und in 2015 taten sich beide zusammen, um den  Verlag „Binder Books“ zu gründen.

Scotts erstes Buch „Make some Noise“ ist ein Amazon Bestseller. Aktuell schreibt er an einer Science-Fiction Serie, die von der Zukunft und der Bedeutung unserer Traumwelt handelt.

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5 Responses

  1. Guido V.
    Ein ANDERER Weg

    “Cancer is a gift“ … passend dazu:

    Nach 20 Jahren Pflegetätigkeit auf einer Intensivstation bin ich Unmengen an Krankengeschichten begegnet. Krebs, in all seinen Formen, ist oft, und immer öfter, Teil dieser Geschichten. Ich habe mir immer die Frage gestellt, ob hinter allen Symptomen, nicht nur dem des Karzinoms, nicht etwas ganz ANDERES stecken könnte. Zum Beispiel zeigte sich mir der offensichtliche Widerspruch zwischen Hautkrebs und der Annahme das Sonnenlicht sei Hauptauslöser. Das Leben ist über lange, lange Zeit im Licht der Sonne evolviert, inklusive uns Menschen … und es brauchte unsererseits nur ein paar Jahrzehnte, um die Notwendigkeit des Sonnenlichts für Zellkohärenz komplett auf den Kopf zu stellen. Ebenso nimmt die Zahl der Diabetiker, der Fettleibigen, der Jungen, die die Krankheiten der Alten, immer früher bekommen, global zu. Warum ? Aus diesen Fragen, von denen Tumore aller Art die vordergründigsten Fragen bilden, ist ein Roman der ANDEREN Art entstanden, der versucht Möglichkeiten der Problematisierung all dieser Symptome gewahr werden zu lassen, ganz im Sinne Einsteins Aussage, dass man ein Problem nicht mit den Mitteln lösen kann, mit denen es entstanden ist. Der Roman trägt daher nicht umsonst den Titel ‚Ich LIEBE meinen Tumor‘, in dem bewusst großgeschrieben wird, was bisher vielleicht völlig irreführend betrachtet wird. Zum Buch gibt es einen Blog unter https://ichliebemeinentumor.wordpress.com/ der so manches Thema rund um den Krebs ANDERS angeht und die Besonderheiten des Buches, z. B. seine Mutationen, beschreibt.

    Bedenkt man, wie lange, mit welchem Aufwand, zum Thema Krebs bereits geforscht wird, dann sollte man nicht unberücksichtigt lassen, dass das Offensichtliche im Rahmen von immer mehr Vereinfachungen, die möglichst schnell verallgemeinert werden sollen, verloren geht. Vielleicht ist auch die Lösung für das Gesellschaftsproblem des Krebses darunter ?! Zwei wesentliche Stichpunkte der Thematik scheinen Kohärenz und Energiehaushalt zu sein.

    Ich möchte dieses Thema hier nicht als plumpe Werbung für ein Buch ansehen, zumal es nicht geschrieben wurde, um damit schnell Geld zu verdienen, was obendrein, in der Form, in der es geschrieben ist, gar nicht möglich ist, sondern einzig als Ansammlung von Gedanken verstanden wissen, die im Rahmen dieser Erkrankung kaum, wenn überhaupt, berücksichtigt werden. Um ein Problem zu lösen bedarf es schließlich der Problematisierung des Problems, sowie der Bewusstwerdung des Spielraums all der Möglichkeiten, die im Sinne des Lebens zur Verfügung stehen. Um diesen Raum dreht sich der Roman.

    Die Geschichte von Scott ist Teil dieses Raumes.

    Antworten
  2. Michi

    Es ist toll zu hören, dass so ein Weg funktioniert hat. Jeder wird ihn aber sicher nicht gehen können. Wo ich persönlich ganz dabei bin, ist der Einfuss der Psyche auf den Heilungsverlauf. Es gibt auch im Bereich Krebs mittlerweile wissenschaftlich überprüfte Verfahren, durch mentales Training die Heilung positiv zu beeinflussen (zB krebstherapie-media.de). Trotz allem würde ich deswegen nicht auf die klassische Medizin verzichten wollen. Aber das wird ja auch im Artikel gesagt, dass jeder tun muss, was er für richtig hält.

    Antworten
  3. Sangeet

    Mit Ayahuasca versetzen sich schon seit jeher die Schamanen im Amazonasgebiet in Trance. Es ist ein Getränk, bestehend aus den Wurzeln der Pflanze Ayahuasca und den Blättern von Psychotria viridis. Die Droge ist hierzulande verboten

    Ayahuasca ist eine Medizin und hierzuland nicht verboten.

    Antworten
  4. Ingo
    Kein Heilsweg

    Es ist gut, dass Scott seinen Weg im Umgang mit Krebs gefunden hat. Ich bin mir aber auch sicher, dass sein Weg für viele andere in den Tod führen würde.

    Die Schulmedizin hat dem Krebs, aber auch vielen „alternativen“ Wegen, den Kampf erklärt. Es macht keinen Sinn, diesen Federhandschuh aufzunehmen.
    Und es ist auch nicht sinnvoll, die Betroffenen aufzuteilen nach dem Motto: die, die „Angst haben“ wählen Schulmedizin und die Mutigen den „natürlichen Weg“.

    Als Beschreibung eines individuellen Umgangs mit dem Thema Krebs finde ich den Artikel gut. Aber gerade die Überschrift, die netten Möhrenbilder, die glücklichen Menschen (in Kontrast zur schrecklichen Krankheit) suggerieren etwas anderes: geheilt, Erfolg, alternativ, Therapie. Hier wird ein Heilsweg propagiert und das empfinde ich als fahrlässig.

    Antworten
  5. Ralf
    Erinnerungen

    Eine berührende Geschichte; erinnert sie mich doch auch an einen wundervollen Menschen. Ich tanzte während einer Fortbildung mit Lilian ebenso nach Gabrielle Roth .. eine junge, bildhübsche Frau mit sehr viel Humor. Als wir nach der Fortbildung einige Zeit nichts voneinander hörten, fragte ich nach ihr, um zu erfahren, dass sie innerhalb kürzester Zeit an einem Hirntumor verstarb. Ich konnte es nicht glauben – ihre Lebendigkeit und Lebenslust waren so präsent in meinem Kopf. Seitdem versuche ich ihre Freude, ihre Neugierde auf das Leben in mir zu bewahren und zu transportieren. Danke Lilian !

    Antworten

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