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Das Wort „Biosynthese“ bedeutet „Integration des Lebens“. Die Biosynthese arbeitet mit Prozessen der Selbst-Entfaltung, die organisches Wachstum, persönliche Entwicklung und spirituelle Integrität fördern. Das Ziel der Arbeit ist die Verbindung der drei wesentlichen Bereiche des Menschseins:

  • der somatischen, also körperlichen Existenz,
  • der psychischen Erfahrung und
  • der spirituellen Essenz.

Diese drei Bereiche sind in unserer Kultur oft getrennt:

  • der Körper gehört den Medizinern,
  • die Seele den Psychologen,
  • der Geist den Priestern.

Diese drei Bereiche im einzelnen Menschen und in unserer Gesellschaft wieder zu integrieren, bewirkt Heilung. Heilung heißt wörtlich „ganz werden“. Dies geschieht in jedem Menschen auf einzigartige Weise und erfordert in der therapeutischen Arbeit einen prozessorientierten Entwicklungsweg. Denn der Schlüssel zur Heilung liegt im einzelnen Menschen selber: in seiner ganz und gar individuellen Fähigkeit, wieder mit seinen natürlichen Selbstregulations- und Selbstheilungskräften in Kontakt zu kommen, so dass nach und nach seine Vitalität, Kreativität und Lebensfreude neu erfühlt und gelebt werden können.

Unter Therapie versteht die Biosynthese die „Hebammenkunst“, Heilung durch Selbstheilung zugänglich zu machen:

  • In der Arbeit mit dem Körper stützt sie sich auf Prinzipien aus der Embryologie. Ihr Ziel ist es, Atemmuster, Muskeltonus und Gefühlsausdruck zu integrieren und in ihrer Übereinstimmung als Ganzheit fließen zu lassen. Die Biosynthese orientiert sich dabei am organischen Wachstum und arbeitet mit Bewegungen wie den Wellenformen rhythmischen Atmens.
  • In der Arbeit mit der Psyche geht es darum, Fühlen, Denken und Handeln miteinander zu verbinden. Dies sind die drei wichtigsten Felder, die den Menschen gestalten und formen. Sie beeinflussen sich in ständiger Wechselwirkung und sie beeinflussen auch unaufhörlich den dynamischen Fluss der Körperformen. Die Biosynthese befreit das im Trauma versteckte menschliche Potential. Sie unterstützt somatische Resonanz und zwischenmenschliche Präsenz.
  • In der Arbeit mit der Essenz spielen sehr feine energetische Erlebnisse eine Rolle. Wir verbinden uns mit den Prozessen und Qualitäten des essentiellen Kerns. Sie sind die Quellen innerer Kraft und Nahrung. Sie sind die Ausgangspunkte körperlicher, psychischer und spiritueller Heilung. Wir können hauptsächlich auf drei «Wegen» zu ihnen gelangen, die letztlich zusammenfließen sollen:
  1. Auf dem «Weg des Bauches» gehen wir durch eine tiefe emotionale Reinigung und Klärung (Transmutation).
  2. Auf dem «Weg des Herzens» lernen wir, unsere innersten Qualitäten im alltäglichen Leben auszudrücken (Transformation).
  3. Auf dem «Weg der Achtsamkeit» werden unsere Ich-Identifikationen weicher und durchlässiger, sodass wir spontaner und uneingeschränkter leben und erleben können (Transzendenz).

Um den Selbstheilungsprozess in allen drei Bereichen zu aktivieren, benutzt die Biosynthese 7 grundlegende Weisen des Arbeitens:

  1. Affekt-motorisch mit Muskeltonus und Bewegung
  2. Energetisch mit äußeren und inneren Atemrhythmen
  3. Systemisch am Beziehungsverhalten
  4. Psychoenergetisch mit dem Halten und Loslassen von Emotionen
  5. Psychodynamisch an der Befreiung der Sprache von kommunikativen Störungen
  6. Transformativ mit der Umwandlung von einschränkenden Vorstellungen und Bildern in kreative Visionen
  7. Transpersonal mit körperverbundenen Meditationen und inneren Ressourcen

Die Biosynthese wurde in den letzten 40 Jahren erforscht und entwickelt; sie wird heute in zahlreichen Kliniken in der Schweiz und in Deutschland praktiziert und wird darüber hinaus in Hospitälern, psychologischen Institutionen und psychotherapeutischen Zentren in vielen Ländern gelehrt. Sie ist eine von der Schweizerischen Charta für Psychotherapie SCP anerkannte Methode, die 1998 auch als erste körperpsychotherapeutische Ausrichtung die wissenschaftliche Anerkennung durch den Europäischen Verband für Psychotherapie EAP erhielt.

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