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Ayurveda, die traditionelle Medizin Indiens, wird von vielen Menschen auch als das Wissen vom langen Leben bezeichnet. Und tatsächlich weiß der Ayurveda genau, was zu tun ist, um die Lebensqualität und -dauer bis ins hohe Alter zu verbessern. Dieses alte Wissen ist gerade in der heutigen Zeit, in der die Menschen zwar immer länger leben, aber auch immer kränker werden, aktueller denn je.

Die drei großen Zyklen des Lebens

Aus ayurvedischer Sicht ist unser Leben von Zyklen bestimmt, die starken Einfluss auf die körperliche und emotionale Lebensqualität ausüben. Dabei durchlebt jeder Mensch drei große Lebensphasen, die – neben den drei ayurvedischen Konstitutionstypen Vata, Pitta und Kapha – seine Entwicklung und Krankheitsneigung prägen: Bala – die Kindheit mit einer natürlichen Kapha-Dominanz, Madhya – die Lebensmitte mit einer natürlichen Pitta-Dominanz, Jara – das Alter mit einer natürlichen Vata-Dominanz.

Alle Empfehlungen der Ayurveda-Medizin basieren auf dem Ausgleich der alterstypischen Dysbalance. So werden beispielsweise in der Kindheit typische Kapha-Kindererkrankungen wie häufige Erkältungen, Atemwegsbeschwerden und HNO-Erkrankungen durch süße, schleimige und fettige Nahrungsmittel noch verstärkt. Die Lebensmitte hingegen ist von Pitta geprägt und deshalb besonders anfällig für alle Haut-, Verdauungs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alle degenerativen Erkrankungen des Alters sind wiederum auf ein zu hohes Vata zurückzuführen. Dementsprechend basiert die gesamte ayurvedische Geriatrie und Neurologie auf Vataausgleichenden Maßnahmen.

Vata-Erkrankungen prägen das Alter

Die ayurvedische Literatur beschreibt 80 verschiedene Vata-Erkrankungen, zu denen auch viele degenerative, neurologische, motorische und mentale Störungen des Alters zählen. Grundsätzlich gilt: Je höher das Vata, umso stärker die Neigung zu alterstypischen Beschwerden wie verlangsamte Verdauung und Verstopfung, Schlaflosigkeit, muskuläre Schwäche, Mangel an Selbstvertrauen, Libidoverlust, Depressionen und Demenz.

Diesen vorzubeugen und ein langes Leben in guter Gesundheit und geistiger Klarheit zu erlangen, ist das Ziel der verjüngenden und geriatrischen Maßnahmen des Ayurveda.

Um im Alter fit zu sein und sich eines langen Lebens zu erfreuen, helfen nun alle Ernährungs- und Gesundheitsempfehlungen, die dem Vata mit seinen trockenen, kalten und abbauenden Eigenschaften entgegenwirken. Vor allem regel – mäßige Mahlzeiten mit frischen Speisen, zubereitet mit hochwertigen Fetten und verdauungsfördernden Gewürzen – wie Ingwer, Kreuzkümmel, Fenchel und Nelke –, helfen, die vitale Kraft und Belastungsfähigkeit des Körpers zu erhalten. Ebenso sollte eine kleine Ölmassage mit warmem Sesam- oder Mandelöl in die tägliche Körperpflege integriert werden, um die alternde Haut und das gesamte Nervensystem zu besänftigen.

Rasayana – Stärkungsmittel für die körperliche & mentale Regeneration

Die Verjüngungstherapien des Ayurveda werden Rasayana genannt, was übersetzt so viel heißt wie „geweberegenerierend“. Die regenerativen Rasayana haben zum Ziel, dem natürlichen Alterungs- prozess vorzubeugen, den Stoffwechsel zu stärken, die Gewebe zu nähren und den Körper mit wertvollen Aufbaustoffen zu versorgen. Im Krankheitsfalle können sie konkret den altersbedingten Beschwerden entgegentreten.

Als wichtigstes Rasayana- Nahrungsmittel benennt Ayurveda Milch, Ghee, Honig und Safran. Hinzu kommen noch bekannte Ayurveda-Kräuter und Nahrungsergänzungen, wie die Amla-Frucht (Phyllantus emblica), Ashwaganda (Witha mia somnifera) oder Guduchi (Tinospora cordifolia). So besteht ein typischer Rasayana-Cocktail zur Entspannung und für einen gesunden, regenerativen Schlaf am Abend aus einer Tasse heißer Milch (alternativ Mandelmilch) mit etwas Ghee, Honig, Safran, Muskat und Ashwaganda.

Ayurveda-Hausapotheke für altersbedingte Beschwerden

Allgemein im Alter empfiehlt die Ayurveda- Medizin die tägliche Einnahme von Ghee, Ashwanganda und Mandeln. Bei speziellen Beschwerden können diese Rasayana-Nahrungsmittel helfen. Bei allgemeinen geriatrischen Beschwerden sollten Amla, Ashwaganda, Granatapfel, Trauben und Rosinen eingenommen werden.

Bei allgemeinen degenerativen Beschwerden sollten süße und saure Früchte, besonders Beeren, Apfel, Granatapfel, Orange, Mango bevorzugt werden. Auch Karotten, Rote Beete, Rettich, Auberginen, Knoblauch, Sesam, Cashewnüsse sowie Gewürze wie Ingwer, Senfsamen, Kurkuma sind nun empfehlenswert. Bei neurologischen Beschwerden wie Alzheimer sind Blattspinat, Blumenkohl, Kartoffeln, Urid Dal (Linsen), Auberginen, Walnüsse, Mandeln, Rosinen – am besten zubereitet in Ghee oder Sesamöl – zu empfehlen.

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