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Der Bio-Landbau – Retter des Weltklimas ?

Welchen Einfluss hat die Landwirtschaft auf das Klima-Regulationssystem der Natur?

 

Die CO2-Lüge, der CO2-Bluff, so oder anders könnten demnächst die Schlagzeilen der Tagespresse lauten. Sitzen wir wirklich einem großangelegten Schwindel auf, mit dem Ziel, uns noch mehr Abgaben und Steuern aufzuzwingen, aus Klimaschutzgründen? Soll uns nebenbei leise und Schritt für Schritt die wenn auch zähneknirschende Zustimmung zur weiteren Nutzung oder gar Erweiterung der Atomenergie abgerungen werden? Es gibt tatsächlich begründete Zweifel unabhängiger Wissenschaftler, dass die alleinige Fixierung auf die vom Menschen verursachten Treibhausgase und deren vermeintliche Wirkung auf das Weltklima eine grandios eingefädelte Manipulation der Menschheit sei. Eine Dokumentation der BBC, “ The Great Global Warming Swindle”, vor kurzem gesendet, versucht dies zu belegen. Ein Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Raum & Zeit, “Der CO2-Bluff”, legt, durchaus ernst zu nehmen, nach.

Eine andere Quelle, und nur auf diese möchte ich hier eingehen, die Arbeiten der österreichischen Forscher Dr. August Raggam, TU Graz und  Prof. Wilhelm Ripl, TU Berlin, besagt, dass die Ursache der Klimaerwärmung nicht in den Treibhausgasen, sondern in der fehlenden Kühlung durch Verdunstung und in einem gestörten Wasserhaushalt durch permanenten Verlust der Feuchtigkeit speichernden Humusschicht zu suchen ist. Dies würde die Raubbau treibende industrialisierte Landwirschaft noch einmal mehr in Frage stellen.

Eine Pflanze verdunstet 700 Mal die Menge Wasser, die sie selbst zum Leben braucht. Warum tut sie das? Geschieht dies in der Natur ohne Sinn?
Nackte Felsen und Sand der Kontinente erhitzten sich durch die Sonneneinstrahlung auf bis zu 300° Oberflächentemperatur.  Die Temperatur an der Meeresoberfläche hingegen übersteigt aufgrund der Verdunstung selten die dreißig-Grad-Grenze. Diese Temperatur  und Druckunterschiede zwischen heißem Land und kühlem Meer führen zu starken Winden oder Orkanen. Betrachtet man die Temperatur/Druckunterschiede zwischen dicht mit Pflanzenwuchs bedecktem Land und kühlem Meer, gibt es diese gravierenden Unterschiede nicht. Der Grund ist, dass über dem dicht bewachsenen Festland je m2 in etwa die gleiche Wassermenge verdunstet wie über dem Meer und damit die Stürme zum Ausgleich der unterschiedlichen Druckverhältnisse der Luft auf ein erträgliches Maß sinken.

Um diese gewaltige Verdunstungsleistung erbringen zu können, muss das zu verdunstende Wasser auch vorhanden, also im Boden gespeichert sein. Dies ist nur möglich durch eine ausreichend aufnahmefähige Bodenschicht, den Humus. Humus bildet sich aber nur wenn genügend Bodenlebewesen vorhanden sind, die die abgestorbene Biomasse verarbeiten und den Pflanzen wieder die benötigten Nährstoffe zuführen, andererseits den Humus auflockern, der sich sonst verdichtet  und seiner Aufgabe als lebenswichtiger Wasserspeicher nicht mehr nachkommen kann. Diese Aufgabe können die Bodenbakterien aber nur dann erfüllen, wenn kein Kunstdünger auf dem Boden ausgebracht wird. Denn der Einsatz von Kunstdünger täuscht den Bodenlebewesen ihre eigenen Ausscheidungen vor, wie es bei einer Überpopulation der Fall wäre, und auf dieses Signal hin stellen die Bodenlebewesen ihre Aktivität weitgehend ein oder sterben ab.

Die Uratmosphäre bestand vor 3 Milliarden Jahren überwiegend aus Kohlendioxid und Stickstoff. Kein Mensch oder Tier hätte dort atmen können. Erst durch den Photosyntheseprozess der Pflanzen wurde es möglich, das CO2 aus der Luft zu absorbieren und Sauerstoff freizusetzen. Da jene Bakterien, die heute für den Abbau der organischen Substanzen und damit für die Rückgabe des CO2 in den Kreislauf zuständig sind, von der Natur erst später „erfunden“ wurden, kam es durch den zunehmenden Pflanzenwuchs zunächst zu einer kontinuierlichen Verringerung des CO2-Anteils in der Atmosphäre zugunsten einer Zunahme des lebenswichtigen Sauerstoffs.

Nun wird auch ersichtlich, welche Aufgabe die Mikroorganismen im Boden in Bezug auf ein gesundes Klima haben. Der größte Teil der jährlich auf dem Festland gebildeten Biomasse wird demnach an die Bodenbakterien verfüttert, die daraus den für ein gesundes Pflanzenwachstum und das grundsätzliche  Wasserspeichervermögen unverzichtbaren Humus bilden. Ohne Bodenbakterien kein Humus, ohne Humus keine Wasserspeicherung, ohne Wasserspeicherung keine Verdunstung und ohne Verdunstung keine Kühlung. Diese Aufgaben kann nur ein bewusst nachhaltig genutzter Boden leisten. Die derzeitige, auf einem großen Irrtum basierende industriell geprägte Agrarwirtschaft, die den Humus verzehrt und damit zerstört, kann es nicht. Der biologischen Kreislaufwirtschaft, die den Boden als lebenden Organismus und nicht nur als Substrat und Träger von Nährlösungen betrachtet, gehört die uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Schon jetzt drohen weiten Teilen der neuen Bundesländer die Versteppung oder Wüstenbildung. Ohne Schutz der Humusschicht werden wir diese Böden für immer für die landwirtschaftliche Nutzung verlieren und damit den Wasserspeicher und Klimaregulator .

 


Quellen:
Die lautlosen Schwerarbeiter des Weltklimas – Herr Dr. August Raggam, in der Zusammenfassung von Frau Christiane Schmutterer. sowie Gespräche und Vorträge von und mit Herrn Prof. Ripl, TU Berlin.

 

„Klimawandel. Biomasse als Chance gegen Klimakollaps und globale Erwärmung“
von August Raggam

Ein für Laien und wissenschaftlich Interessierte gleichermaßen spannendes Buch über das raffinierte Regelsystem der Natur, die Gefahren des Klimawandels, und Beweise für das enorme Potential erneuerbarer Energien und von Biomasse, welche die Fossilenergien Öl, Gas, Kohle und Atomenergie hundertprozentig ersetzen können. Mit zahlreichen Tabellen und Grafiken.
157 Seiten, Preis: 10 Euro.
Hrg. Ökosoziales Forum Österreich, Wien 2004,
ISBN 3-9501869-0-5

Den Originaltext von Herrn Dr. August Raggam finden Sie hier.

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