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Degrowth ist ein Sammelbecken von kritischen und radikalen sozialen Bewegungen auf der ganzen Welt, die antikapitalistische Praktiken der Genügsamkeit, Sesshaftigkeit und partiellen Selbstversorgung entwickeln. So tragen  unterschiedliche wachstumskritische Bewegungen wie die spanischen „Indignados“, das südamerikanische „Buen Vivir“ oder das afrikanische „Ubuntu“ zur globalen Transformation bei.

 

Eine wachsende europäische Bewegung, die auch Bündnispartner auf anderen Kontinenten hat, diskutiert unter den Schlagworten Degrowth, Postwachstum oder Wachstumsrücknahme Alternativen zum vorherrschenden Modell des kontinuierlichen, unendlichen, kapitalistischen Wachstums.

Dabei ist die Diskussion um das Wirtschaftswachstum so alt wie das Phänomen selbst. Die Diskussion bekam eine neue Dimension durch die Wahrnehmung der Endlichkeit der Ressourcen auf diesem Planeten, vor allem der fossilen Energieträger wie Öl, Gas und Kohle. Als 1972 der erste Bericht an den Club of Rome zu einer breiten gesellschaftlichen Diskussion über “Die Grenzen des Wachstums” führte, ist sie bis heute nicht abgerissen.

Der wichtigste neue Impuls im 21. Jahrhundert kam von der DegrowthBewegung, die sich in den vergangenen zehn Jahren von Frankreich (erstmals 1972 erwähnt von dem französischen Intellektuellen Andre Gorz) über Spanien und Italien in den angelsächsischen Raum ausgebreitet hat. Auch in Deutschland wurde sie aufgegriffen. Die Forderung nach Degrowth, was so viel heißt wie Ent-Wachstum oder Wachstumsrücknahme, richtet sich nicht nur gegen die Vorstellungen eines unendlichen Wachstums der neoliberalen Wachstumsökonomie. Sie kritisiert auch die Bestrebungen von grünen Parteien, die krisengeschüttelten Ökonomien durch grünen Fortschritt (Technologie der erneuerbaren Energien) wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

Degrowth: Alle zwei Jahre Konferenzen

Seit 2008 werden alle zwei Jahre Degrowth-Konferenzen veranstaltet, die erste fand 2008 in Paris statt, die zweite 2010 in Barcelona, die dritte 2012 in Venedig und die vierte 2014 in Leipzig. Die Konferenzen begannen mir rund 100 Teilnehmern im Jahr 2008 und steigerten sich von Jahr zu Jahr, sodass im Jahr 2014 rund 3000 Teilnehmer zu rund 500 Veranstaltungen begrüßt werden konnten. Im Jahr 2016 wird die Veranstaltung vom 30. August bis 2. September in Budapest stattfinden.

Degrowth heute

Degrowth bedeutet zuallererst Wachstumskritik. Degrowth-Anhänger fordern ganz radikal die Abschaffung des Wirtschaftswachstums als gesellschaftliches Ziel. Darüber hinaus zeigt Degrowth auch eine erwünschte Richtung auf, in der Gesellschaften weniger natürliche Ressourcen verbrauchen, sich anders organisieren und anders leben werden als heute. Begriffe wie „Konvivialität“, „Fürsorge“, „Commens“, „Kooperativen“, „Arbeitsumverteilung“, „Beschäftigungsgarantie“, „Bürgergeld“, „Ökogemeinschaften“, „Schuldenaudit“, „ziviler Ungehorsam“, „Regionalgeld“ und „Urban Gardening“ geben wichtige Hinweise darauf, wie diese Gesellschaft aussehen könnte.

Umwelt-Ökonomen definieren Degrowth als eine gerechte und notwendige Absenkung von Produktion und Konsum, die den gesellschaftlichen Durchsatz an Energie und Rohmaterial reduziert. Der Schwerpunkt in den Diskussionen liegt jedoch nicht auf dem „Weniger“, sondern auf dem „Anders“. Die Degrowth-Gesellschaft will eine andere sein als heute: andere Aktivitäten, andere Energieformen, die anders eingesetzt werden, andere Beziehungen, andere Geschlechterrollen, eine andere Aufteilung der Zeit zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit, andere Beziehungen zu Pflanzen und Tieren.

Wie soll die Degrowth Gesellschaft aussehen?

Noch vereinigen die Degrowth Bewegungen viele unterschiedliche Vorstellungen und Konzepte unter einem Dach. Sie unterschieden sich vor allem in der Radikalität, mit der sie das neoliberale Wachstumsmodell transformieren wollen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle den Technikoptimismus der 1990er Jahre kritisieren – die Vorstellung, dass durch Öko-Technologien „grüne” Produktion und „grüner” Konsum vom Umweltverbrauch entkoppelt und begrenzt werden könnte. Ökologische Gerechtigkeit muss nach Meinung der Degrowth Anhänger ein Ende des Wachstums im globalen Norden bedeuten. Rohstoff-, Ressourcen- und Landschaftsverbrauch sowie Abfallaufkommen und Emissionen der reichen Länder sollen auf ein Niveau gesenkt werden, das langfristig nachhaltig ist und den Ländern des Südens gleichberechtigte Entwicklungsmöglichkeiten lässt.

Dabei ist es nach Meinung der Degrowth  Bewegungen unumgänglich, dass manche gesellschaftliche Felder wie Bildung, Gesundheit oder erneuerbare Energien in Zukunft wachsen, während andere Felder wie die Chemie- oder Stahlindustrie oder der Finanzsektor schrumpfen müssen. Insgesamt wird dies zu einem Degrowth (oder Minuswachstum) führen. Der gewünschte Wandel soll ein qualitativer sein wie bei der Blüte der Kunst, beziehungsstärkenden Festen oder der vermehrten Fürsorge von Familienangehörigen, Alten, Kranken und Schwachen und kein quantitativer wie beim Wachsen von Produktion oder der Steigerung des BIP.

Die Wende zur Degrowth Gesellschaft soll ein Wandel hin zu konvivialen Gesellschaften sein, also Gesellschaften, deren Mitglieder autonom über die Mittel entscheiden können, die sie einsetzten, und mit denen sie ein einfaches, gemeinschaftliches Leben führen. Wie ein solcher Wandel in der Praxis erleichtert werden kann, darüber gibt es verschiedenste Ideen auf den Feldern Wirtschaft, Sozialsysteme, Geld- und  Kreditinstitutionen und Politik.

Degrowth: Konkrete Ideen für eine genügsame Gesellschaft

Die zukünftige Wirtschaftspraxis soll geprägt sein durch den Wechsel von der Produktion für den Handel zur Produktion für den eigenen Gebrauch, an Stelle der Lohnarbeit sollen freiwillige Aktivitäten treten und an die Stelle der Güterzirkulation soll zumindest teilweise ein Austausch gegenseitiger Geschenke in Gang gesetzt werden. Es geht nicht mehr um Akkumulation und Expansion und das Ergebnis der Wirtschaftspraxis sollen Vergemeinschaftungsprozesse sein: Verbindungen und Beziehungen zwischen den Beteiligten sind kein Abfallprodukt mehr, sondern haben einen Wert an sich.  

Wenn es kein Wachstum mehr gibt, steigt die Arbeitslosigkeit. Deshalb werden neue Sozialeinrichtungen benötigt, um das Wohlergehen von bezahlter Beschäftigung zu entkoppeln. Eine solche Struktur ist die der Beschäftigungsgarantie, der zufolge der Staat in letzter Instanz als Arbeitgeber fungieren soll, um die faktische Arbeitslosigkeit auf null zu senken. Ein weiterer Faktor ist die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, dass durch eine progressive Einkommens- und Gewinnsteuer sowie eine Konsumsteuer finanziert wird. Der dritte Faktor, der eine hohe Arbeitslosigkeit verhindert, ist eine Arbeitsumverteilung zwischen den Beschäftigten und Arbeitslosen, indem die Arbeitszeit gesenkt wird bei vollem Lohnausgleich. So kann der Wohlstand umverteilt werden und die Schere zwischen Arm und Reich sich langsam wieder schließen.

Alternativwährungen, Zeitbanken und Tauschmärkte können zur Verminderung und Relokalisierung wirtschaftlicher Tätigkeit beitragen und die Zirkulation auf eine lokale Gemeinschaft beschränken. Vom Staat ausgegebenes Geld bleibt aber der zentrale Ort der Intervention, auch weil man sonst dem internationalen Handel nicht gerecht werden kann. Die Macht der Banken wird beschnitten, von Bürgern durchgeführte Schuldenaudits bestimmen, ob die Begleichung einer Geldschuld gerechtfertigt ist oder nicht.

Degrowth in Deutschland

Im deutschsprachigen Raum wurde Degrowth besonders im Kontext der Weltwirtschaftskrise ab 2007 laut. Neben einem zunehmenden Forschungsinteresse an Universitäten lassen sich dabei fünf Ansätze mit unterschiedlicher gesellschaftspolitischer Stoßrichtung unterscheiden:
1. konservative
2. sozialreformerische
3. suffizienzorientierte
4. kapitalismuskritische und
5. feministische
Ansätze. Hier ein kurzer Überblick über eine ausgesprochen komplexe Diskussionslandschaft:

Die neoliberale und konservative Richtung der Wachstumskritik wird vor allem von CDU-Berater Meinhard Miegel vertreten. In dem von ihm gegründeten Think Tank „Denkwerk Zukunft“ argumentiert er, wir alle hätten über unsere Verhältnisse gelebt und müssten daher den Gürtel enger schnallen. Konservative Wachstumskritik plädiert dafür, den Sozialstaat durch freiwilliges Engagement, eine Kultur der Almosen und vornehmlich weibliche Familienarbeit zu ersetzen. Wachstumskritik wird auf diesem Wege zum Rechtfertigungsinstrument und Hebel von Sozialabbau, Privatisierung, einem Zurück zu den traditionellen Geschlechterverhältnissen und einer Sparpolitik. 

Ein zweiter Ansatz ist sozialreformerisch ausgerichtet und betreibt eine den Umweltverbänden nahestehende Wachstumskritik, die vor allem die Ökonominnen Angelika Zahrnt und Irmi Seidl stark gemacht haben. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die politische Fixierung auf das Wirtschaftswachstum ökologisch und moralisch falsch sei. Die Steuerungsinstrumente sind ökologische Steuern (z.B. auf den umweltschädlichen Ressourcenverbrauch) und eine Suffizienspolitik, die weniger verbrauchende Lebensstile erleichtern soll. Sowohl die konservative Wachstumskritik als auch die sozialreformerischen Ansätze zielen nicht auf einen bewusst herbeigeführten Rückgang der Wirtschaftsaktivität mit dem Ziel des Guten Lebens ab. Während die erste Position Schrumpfung als unvermeidliches Schicksal sieht, weicht die zweite der Frage aus, ob eine Entkopplung möglich ist.

Zwei weitere Strömungen halten eine grundlegende Abkehr vom Wachstum für unumgänglich und erstrebenswert, wenn ökologische Ziele ernst genommen werden und globale Klimagerechtigkeit eintreten soll. Der Oldenburger Ökonom Niko Paech hat ein konkretes Modell einer suffiziensorientierten Postwachstumsökonomie vorgelegt: Ausgehend von der Annahme, alle sieben Milliarden Menschen der Erde hätten das gleiche Anrecht auf Umweltraum (d.h. beispielsweise 2,7 Tonnen CO2-Ausstoß pro Person und Jahr), macht Paech zwei Wachstumstreiber aus: auf der individuellen Ebene Konsumentinnen, die überproportional viel Umweltraum in Anspruch nehmen (für Wohnen, Essen, Autofahren, technische Geräte etc.), auf der ökonomischen Ebene die Fremdversorgung und Arbeitsteilung in globalisierten Märkten, die über lange Wertschöpfungsketten Wachstum erzwingen, oft noch verstärkt durch Zinsen. Paechs Postwachstumsökonomie setzt auf zwei Grundpfeiler: einer individuellen Strategie der Suffizienz kombiniert mit einem radikalen Rückgang der Fremdversorgung zugunsten regionaler und lokaler Ökonomien, Selbstversorgung und Eigenproduktion. Die wichtigsten Akteure des Wandels sind dabei „Prosumentinnen”, also Personen, die nicht nur weniger konsumieren, sondern auch gemeinsam zum Beispiel in Reparaturwerkstätten die Lebensdauer vorhandener Produkte verlängern, Formen von Eigenproduktion entwickeln (z. B. urban gardening) und so Lokalisierung und Entkommerzialisierung praktisch vorantreiben.

Die kapitalismuskritische Bewegung betont in Abgrenzung zu den vorher genannten Positionen, dass die soziale und die ökologische Frage nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Wichtige Bausteine einer solidarischen Postwachstumsökonomie sind Gemeingüter und Commoning, die Stärkung von Projekten der solidarischen Ökonomie, eine radikale Arbeitszeitverkürzung sowie Grund- und Maximaleinkommen. Zentrale Akteure sind soziale Bewegungen wie Occupy und Indignados und Menschen, die sich in Alternativprojekten engagieren. Mit etwas anderer Stoßrichtung setzen Diskussionen um Ökosozialismus auf die Überwindung von Kapitalismus und Industriegesellschaft durch planwirtschaftliche Schrumpfung und die Verstaatlichung der Produktionsmittel.

Der fünfte Ansatz ist die feministische Ökonomie, insbesondere die Subsistenzperspektive. Die sozialen und ökologischen Krisen erklären ihre Vertreter aus der patriarchalen, kapitalistischen Ausbeutung von weiblicher Fürsorgearbeit, der Natur und den Ökonomien des globalen Südens. Sie wollen, dass Fürsorgetätigkeiten wie Kindererziehung und Pflege stärker anerkannt werden.

Indignados und Occupy

Die spanische Indignados-, die französische Nuit debout- und die amerikanische Occupy-Bewegung entstanden ab 2011 in vielen verschiedenen Ländern, um gegen die Sparpolitik, die hohe Arbeitslosigkeit, die sich verschärfende soziale Ungleichheit und das versteckte Zusammenspiel der Politik mit der kapitalistischen Unternehmens- und Finanzwelt zu protestieren. Sie bedienen sich dabei basisdemokratischer Mittel wie einer offenen Vollversammlung, die prototypisch die Realisierung konsensorientierter Formen der Entscheidungsfindung und der Selbstverwaltung ausprobieren wollen. Die gegenwärtige repräsentative Demokratie wird als korrupte Plutokratie oder als System von Unternehmerparteien kritisiert, die den Interessen des Finanzkapitalismus unterworfen seien und nicht den Interessen des Volkes dienen. Ihre Vorgehensweise wie urbane Gärten, Inanspruchnahme öffentlicher Plätze, Kollektivküchen, kollektive Reinigung der besetzten Orte und kostenlose Tauschmärkte nimmt zugleich wichtige Merkmale der Degrowth Bewegung auf.

Economy of Permanence

Die Economy of Permanence ist ein vom indischen Christen J.C. Kumarappa (1892-1960) entwickeltes Wirtschaftsmodell, dass für indische Dörfer konzipiert und von Gandhis Wirtschaftsprinzipien geprägt war. Ziel ist das selbstverwaltete demokratisch organisierte Zusammenleben in einer Dorfgemeinschaft, die die Grundbedürfnisse erfüllt, kleine Dorfbetriebe unterhält und sich mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen selkst versorgt. In vielen indischen Dörfern, die sich mit ihren Erzeugnissen selbst versorgen, wird das Modell Kamarappas trotz des Angriffs durch den Neoliberalismus und der indischen Schwerindustrie bis heute praktiziert.

Buen Vivir

Der Ausdruck „Buen Vivir“ stammt aus Südamerika, wo er in verschiedenen Konzepten indigener Andenstämme seinen Ursprung nahm. Buen Vivir zielt auf materielle, soziale und spirituelle Zufriedenheit für alle Mitglieder der Gemeinschaft, jedoch nicht auf Kosten anderer Mitglieder und nicht auf Kosten der natürlichen Lebensgrundlagen, und kann als Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur verstanden werden. Als Staatsziel fand das Buen Vivir Eingang in die Staatsverfassung von Bolivien und Ecuador.

Ubuntu  

Ubuntu ist eine Philosophie der bantusprachigen Völker Afrikas. Um menschlich zu sein, muss man der Ubuntu-Philosophie zufolge geben, nehmen und die Güter des Lebens an andere weitereichen. Ubuntu ist verankert in dem ethischen Prinzip der Förderung des Lebens durch gegenseitige Rücksichtnahme, durch Fürsorge und durch Teilen mit anderen Menschen, aber auch mit der Umwelt, deren Teil der Mensch ist. Die praktische Umsetzung erfolgt bis heute in Form von Fruchtbarkeitsritualen, Einhaltung von Tabus und Ehrung der Toten. Denn eine Gemeinschaft besteht nach der Ubuntu-Philosophie aus den Lebenden, den lebenden Toten (Vorfahren) und denen, die erst noch geboren werden. Ubuntu dient den Degrowth Anhängern als Inspirationsquelle für eine generationsübergreifende Gemeinschaft.

Wandel zur Degrowth Gesellschaft

Wie der Wandel praktisch vollzogen werden kann, darüber herrscht bei den Degrowth Aktivisten und Vordenkern keine Einigkeit. Während die einen glauben, dass der Wandel durch parlamentarische Prozesse und Aktionen an der Basis vollzogen werden kann, setzten andere auf soziale Bewegungen wie die Indignados, Occupy oder Nuit debout, die das parlamentarische System durch eine direktere Form der Demokratie ersetzen wollen. Konsens gibt es aber darüber, dass ein Wandel nur durch vielfältige Strategien und verschiedene Akteure zustande kommen kann, durch eine Bewegung der Bewegungen, die die Alltagspraxis und zugleich die staatlichen Institutionen verändern.


Literaturtipp:
Giacomo D’Alisa, Federico Demaria, Giorgos Kallis (Hrsg.): Degrowth – Handbuch für eine neue Ära
oekom Verlag 2015, 298 Seiten, 25 €

Webtipps:
www.degrowth.de
www.postwachstumsoekonomie.de

www.postwachstum.de
www.denkwerkzukunft.de

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11 Responses

  1. Hohlbirne

    Der Herdentrieb ist immun gegen Vernunft. Du kannst dir mit Logik, fundierten Argumenten und Rationalität das Maul fusselig reden, Betonköppe wissen IMMER alles besser und die Herde will davon nix hören.

    Antworten
    • Hubertus Hauger
      Vernunft, nun ja ...

      Ich würd eher sagen daß Gefühle und Trägheitskrafte viel stärker wirken. Und daher …

      Antworten
  2. Hubertus Hauger
    Neubeginn, es kommt der Neubeginn!

    Der Tod ist der krönende Abschluss! Der Lebenswert der bleibt ist die Schönheit und Weisheit, die man erfährt und selbst erzeugt.

    Antworten
  3. Christian Baker
    Alles was es braucht ...

    … ist eine alternative Form der Geldschöpfung welche kein sinnloses, Alles-zerstörendes „Wachstum“ bedingt.

    http://sacred-economics.com/

    p.s.: Danke für den „#bullshitjobs“ Artikel. Nutze das Meme seit Jahren und es ist schön zu sehen, dass sich da auch etwas im deutschsprachigen Raum tut. <3

    Antworten
    • Hubertus Hauger
      Wenn Du einen Schmetterling an die Wand nagelst bleibt sein Zustand ewig erhalten, aber er ist dann tot ...

      Alternatives Geld ist nicht der Heilsbringer!

      Ein System, das alles rettet. Wir Menschen experimentieren seit zehntausenden von Jahren damit.

      Der dauerhafte Heilszustand ist eine Illusion. Leben heißt Veränderung. Was nützlich ist, wird auch mißbraucht.

      Antworten
      • Christian Baker

        Geld als Schulden zu schöpfen samt Zinsen war nur nie als etwas Nützliches angedacht … unser Geldsystem diente von Anfang an nur dem Zweck Gesellschaft und Planet zu vernichten um ein paar Verrückten Macht und Geld zukommen zu lassen …

        Erst informieren, lesen und bilden … dann posten … Danke.

  4. Jörg
    Zu viel sollen sein

    Für mich ein weiteres neben den schon bestehenden sozialistischen -weil kollektivistich- System. Herden bildung moralisch motiviert.

    Antworten
    • WellenbeobachterHH
      Moral ist dort nur ein Nebenschauplatz

      @Jörg
      Nee, nicht unbedingt. Es ging selten um einen moralischen Ansatz. Ich war in Leipzig dabei. Das war schon sehr antikapitalistisch, also mit einer Kritik an den sozial-ökonomischen Formen verknüpft.

      Natürlich denken (noch) nicht nicht alle so weit. Aber es geht ja erstmal darum eine bestimmte Energie zu unterstützen, in eine andere Richtung zu denken und sich der Probleme erstmal adäquat bewusst zu werden, anstatt sie zu verdrängen, wie das die Masse der Bevölkerung z.B. in Deutschland noch täglich macht.

      Antworten
      • Hubertus Hauger
        Wir erkennen und dann ... !

        Je mehr dieser Betrug durch das subventionieren mit Schulden aufhört, da die Preise für alles, was wir brauchen, steigen, desto mehr wird uns geholfen, die Falle zu verlassen, wo wir ständig konsumieren müssen. Selbst wenn der Wandel nicht perfekt gelingt, können wir darauf vertrauen, daß Mutter Natur uns zwingt, da wir die Grenzen zu wachsen erreicht haben. Unvermeidlich zerfällt unsere bombastische Zivilisation jetzt. Daran anschließend vereinfacht sich unser Lebens zwangsläufig.

        Immer mehr werden wir das erkennen und dann vereinfachen wie wir leben, uns befreunden mit anderen, zusammenarbeiten für das was wir grundlegend brauchen und miteinander auszukommen suchen. Je mehr wir das tun, desto vergnüglicher und weniger grausam wird es.

  5. Florian Fulterer
    Vielen Dank

    für diesen informativen und gut aufbereiteten Artikel.

    Antworten
  6. Hubertus Hauger
    Dem wachstumsgeilen Durchdrehen ent-wachsen!

    Es freut mich, dem wachstumsgeilen Durchdrehen ent-wachsen zu können. Das macht es möglich, nicht komplett den Karren an die Wand zu fahren.

    Zwar wird alles einmal enden. Ja, wir alle können uns bald den Treibstoff für unseren Wohlstand nimmer leisten. Dann kann ich hier nimmer kommentieren … ohne Strom! Dann kann ich nimmer gemütlich hier wohnen, weil ohne Arbeit nix verdienen und keine Miete bezahlen könnend. Ohne was zu essen kaufen zu können werde ich hungern müssen. Eines wird aufs Andere folgen.

    Mein Platz in Allem ist bescheiden und scharf begrenzt. Ich lebe, und vervollkommne mich wenn ich sterbe, durch Schönheit und Weisheit, die ich erfahre und selbst erzeuge.
    Daher kann ich Erfreuliches und Angstminderndes tun; Mich mit Menschen zusammenschließen für die notwendigen Dinge des Lebens, meinen Gürtel enger schnallen und abspecken, vereinfachen wie ich lebe, friedlich und freundlich mit Anderen zusammenleben suchen.

    Daher hat das, daß wir alle uns den Treibstoff für unseren Wohlstand immer weniger leisten können, viel Gutes. Gesundschrumpfung!

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